🎙️ CROPfm: Lagerfeuer #23 • Freitag, 2. Oktober 2026 • 19h

Der Herbst ist eingezogen und hat der Sommerhitze ein wohlverdientes Ende bereitet, zumindest vorerst. Doch keine Sorge, ein CROPfm Lagerfeu...

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16/08/26

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Nibiru:
Zwischen Mythos
und Wissenschaft

Die Spekulationen über den Planeten Nibiru, wie sie von Zecharia Sitchin vertreten wurden, stoßen in der deutschen Prä-Astronautik-Szene auf Skepsis. In der bundesrepublikanischen Sektion der Archäo-Astronautik (AAS) hat man nicht nur die Nibiru-Hypothese verworfen, sondern auch andere populäre Thesen wie die Existenz von Atlantis oder einer frühen Hochzivilisation auf der Erde aus dem Spektrum der Spekulationen gestrichen.
Dennoch gibt es Autoren, die diese Themen weiterverfolgen und mit wissenschaftlichen Ansätzen verbinden. Ein Beispiel ist Michael Tellingers Buch Die Sklavenrasse der Götter, das versucht, solche Hypothesen mit wissenschaftlichen Fakten zu untermauern.
Astronomische Parallelen und der Phantomplanet
Ein besonders faszinierender Punkt in Tellingers Werk ist die Erwähnung des italienischen Astronomen Alessandro Morbidelli, der 2003 die kühne These aufstellte, dass sich weit hinter Pluto ein großer Planet auf einer langgestreckten, elliptischen Umlaufbahn befinden könnte – mit einer Umlaufperiode von etwa 3.600 Jahren.
Diese Idee wurde im Februar 2003 von der renommierten französischen Zeitschrift Science & Vie aufgegriffen, die angesichts neuer Entdeckungen im Kuipergürtel eine Aktualisierung der Planetenstruktur unseres Sonnensystems veröffentlichte.
Der Artikel, verfasst von Valérie Greffoz, bezeichnete diesen hypothetischen Himmelskörper als „Phantomplaneten“, der aufgrund seiner extrem langen Umlaufbahn unsichtbar bleibt.
Morbidelli, Astronom am Observatorium Côte d’Azur, vermutete, dass eine Kollision in der chaotischen Frühzeit des Sonnensystems vor etwa 3,9 Milliarden Jahren diesen Planeten in seine ungewöhnliche Bahn geschleudert haben könnte. Er äußerte die Erwartung, dass eines Tages ein Planet von der Größe des Mars entdeckt werden könnte.
Mythologie, Genetik und frühe Hominiden
Was Tellinger an dieser Theorie besonders hervorhebt, ist die Verbindung zwischen solchen wissenschaftlichen Hypothesen und mythologischen Überlieferungen der Sumerer, insbesondere den Inhalten ihrer Keilschrifttafeln. Diese Verknüpfung mit modernen Erkenntnissen aus Astronomie und Genetik wird von ihm verständlich und fundiert erklärt.
Ein weiterer Aspekt, der die Vorstellung eines sehr alten Ursprungs der Menschheit untermauert, ist der Fund eines 300.000 Jahre alten Schädels, den Dr. Aris Poulianos 1960 (oft als 1959/1960 datiert, 1997 war eher eine Phase der Publikation/Kontroverse) in Petralona, Nordgriechenland, entdeckte.
Poulianos bezeichnet diesen als den vollständigsten Fund eines frühen Homo sapiens und glaubt, dass es vor über einer Million Jahren bereits eine menschliche Zivilisation gab, die fähig war, verbal zu kommunizieren. Diese These wird durch Funde von Werkzeugen und anderen Geräten gestützt, die auf eine hochentwickelte Kultur hindeuten.
Der Goldhunger der Götter und Geoengineering
Ein kontroverses Thema in Sitchins Arbeiten ist der „Goldhunger“ der Anunnaki, der angeblich dazu diente, Goldstaub in die Atmosphäre ihres Planeten zu blasen. Diese Erklärung fand ich persönlich wenig überzeugend.
Interessanter erscheint ein Ansatz aus Jim Marrs’ Buch Die geheime Geschichte der Menschheit. Marrs beschreibt, wie ein Forscherteam unter der Leitung von Edward Teller, dem „Vater der H-Bombe“, 1997 vorschlug, Schwermetalle wie Goldpartikel in der oberen Atmosphäre zu verteilen, um die Sonneneinstrahlung zu reduzieren und so die globale Erwärmung einzudämmen. Gold, bekannt als hervorragender Leiter für elektromagnetische Energie und unanfällig für Rost, wäre dafür ideal.
Ähnlich schlug 2009 John P. Holdren, wissenschaftlicher Berater von US-Präsident Barack Obama, vor, Partikel in die Atmosphäre zu sprühen, um einen Hitzeschild gegen die Erderwärmung zu schaffen. Dieser Gedanke bietet eine moderne Parallele zu den sumerischen Mythen und lässt die Goldtheorie der Anunnaki in einem neuen Licht erscheinen.
Tilmun: Das Labor der Götter?
Die Sumerer berichten von einer „Götterinsel“ namens Tilmun (Dilmun), die heute oft mit Bahrain identifiziert wird. Laut der Mythologie streikten die Anunnaki, da sie nicht mehr arbeiten wollten, und forderten den Gott Enki auf, Arbeiter – also Menschen – zu erschaffen.
Enki, unterstützt von der Göttin Ninhursanga und der „Erfinderin“ der Menschheit, Nammu, produzierte im Rhythmus von jeweils neun Tagen „Muttergöttinnen“, die wiederum in die Menschenproduktion eingebunden waren.
Diese Schilderung stammt nicht aus Sitchins Werken, sondern aus Helmut Uhligs Buch Die Sumerer, das sich klar von spekulativen Themen distanziert. Dennoch liest sich die sumerische Mythologie oft wie Science-Fiction, etwa wenn die Göttin Inanna in einem Himmelsschiff reist.
Die Idee, genetische Experimente auf einer abgelegenen Insel wie Tilmun durchzuführen, erscheint plausibel: Eine Insel bietet Kontrolle sowie Isolation und verhindert eine unkontrollierte Vermehrung der erschaffenen Wesen.
Von Coneheads, Reptos und Swarmbots
Diese Überlegungen erinnern an die Paracas-Schädel (oft im Kontext mit ähnlichen Funden diskutiert), deren ungewöhnliche Kopfform oft als angeboren diskutiert wird.
Offenbar handelt es sich um eine Form, die möglicherweise andere Völker dazu inspirierte, ihre Schädel künstlich zu deformieren, um ihnen ähnlich zu sein – vielleicht, weil die „Großkopferten“ besondere Fähigkeiten besaßen.
Zurück zu Tilmun:
In Enkis Gefolge befanden sich 50 halb fischgestaltige „Götterwesen“, die Lahmu, die in manchen Interpretationen als Vorläufer heutiger Reptiloiden-Thesen gesehen werden.
Auch Bigfoot findet sich in der sumerischen Mythologie wieder, etwa im Gilgamesch-Epos als Enkidu, beschrieben als haariges Wesen, das mit Tieren lebt.
Die Vorstellung, dass die Anunnaki und andere Wesen wie Reptos oder Greys aus der irdischen Biomasse durch genetische Manipulationen entstanden sein könnten, führt zu einer weiteren Hypothese: 
Vielleicht waren sie Teil eines „Swarmbots“-Konzepts, bei dem autonome Einheiten durch das Universum ziehen, Leben verändern und sich selbst reproduzieren.
Fazit: Zeitreisende oder Schöpfer?
Ein babylonischer Mythos beschreibt die Erschaffung der Menschheit aus Ton, vermischt mit dem Fleisch und Blut eines geopferten Gottes.
Dieser Bericht erinnert an moderne Science-Fiction wie den Film Prometheus, in dem ein Ufonaut sein genetisches Material opfert, um Leben auf der Erde zu initiieren.
Die Geschichte der Anunnaki nährt die Spekulation, dass sie keine Außerirdischen, sondern gestrandete Zeitreisende waren, die nicht zurückkehren konnten.
Die sumerischen Mythen und ihre Verbindungen zu modernen wissenschaftlichen Hypothesen sowie historischen Funden regen weiterhin die Fantasie an und werfen Fragen auf:
Waren die Anunnaki genetische Experimentatoren, Zeitreisende oder etwas ganz anderes? Die Mischung aus Mythologie, Archäologie und Wissenschaft bleibt ein faszinierendes Feld, das die Grenzen zwischen Fakten und Spekulation immer wieder neu auslotet!ʬ

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