🎙️ CROPfm: Das „Chupa-Chupa“-Phänomen • Wladislaw Raab • Sendung vom 18. September 2026

Der Begriff "Chupa-Chupa" leitet sich vom portugiesischen Wort "chupar" ("saugen") ab und steht sinnbildlich ...

📰 Leitartikel: Interview mit einem Abductee

📰 Leitartikel: Wenn die Technik Geister sieht...

27/08/26

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Das „10-Minuten-Phänomen“
Was geschah 1917 in Fatima?
{+Updates!}

Bereits vor einigen Jahren hatte ich einen Artikel zur Fatima-Thematik verfasst, der jedoch, bedingt durch diverse „Blogumzüge“, verschollen ist. Meine damalige und heutige Quelle sind die Bücher des Autorentrios Fernando Fernandes, Joaquim Fernandes und Fina D’Armada, in welchen die Ereignisse detailliert dargestellt worden sind, siehe unten bei den Quellen!
Das Phänomen war komplex:
Die Anomalien begannen weit vor 1916 bzw. 1917 und spielten sich im Gebiet um Fatima ab. Die Autoren verglichen die Manifestationen mit UFO-Vorfällen und stellten verblüffende Übereinstimmungen fest!
Interessant waren auch die Hinweise auf die „Marien-Entität“, welche nicht allen drei „Seherkindern“ in gleicher Qualität erschienen ist. Manchmal war sie zu sehen, aber nicht zu hören, oder umgekehrt.
Hinzu gesellten sich „Aussetzer“, so „erstarrte“ sie für eine Weile, wiederholte bereits gestellte Fragen, obwohl diese schon beantwortet worden waren, führte Sätze nicht zu Ende usw.
Umstehende Gläubige / Neugierige konnten die Gestalt nicht wahrnehmen, es waren allerdings „Sekundärphänomene“ zu beobachten.
Basics
Wir befinden uns in Portugal, im Kreis Ourém, welcher vom Ersten Weltkrieg nicht betroffen war. Der Ort Fatima hatte damals rund 2500 Einwohner.
Drei davon waren Lucia de Jesus dos Santos, geboren am 22.03.1907, ihr Vetter Francisco Marto, 11.06.1908 und dessen kleine Schwester Jacinta, 10.03.1910.
Die Kinder mussten, so war es damals üblich, arbeiten. Sie hüteten Schafe. Meist am Berg Cabeço bzw. dem Tal Cova da Iria.
1916
Der erste „Besuch“ stellte sich offiziell im Frühjahr 1916 ein. Ein junger Mann von geschätzten 15/16 Jahren erschien bei den Kindern und wurde, aufgrund seiner strahlenden Erscheinung, für einen Engel gehalten.
Die Ankunft wurde von heftigem Wind flankiert, der durch die Bäume fuhr. Alles in allem gesellte er sich dreimal zu den Schäfern, zu unterschiedlichen Zeiten / Monaten.
Er ermahnte sie zum Gebet, bereitete sie auf das kommende Ereignis vor. Bei seinem letzten Besuch hatte er einen Kelch dabei, auf diesem lag eine Hostie, aus der Blut in das Gefäß tropfte. Kelch und Hostie begannen zu schweben. Die Kinder sollten aus dem Kelch trinken [sic!], dann verschwand der „Engel“.
Man fragt sich, ob die getrunkene Flüssigkeit erst ermöglichte, die noch folgende Erscheinung zu sehen, die ja nur von den drei Kindern wahrgenommen wurde.
13. Mai 1917
Nach zwei Blitzen, welche die Kinder und Tiere erschreckten, erschien erstmals die Marien-Entität. Sie war recht klein, wirkte äußerlich wie eine 15-Jährige und schwebte über einer Steineiche.
Merkwürdig war das futuristische „Gewand“, welches sie trug. Etwas Vergleichbares wird man in Nahost, zu Christi Geburt, nicht gehabt haben.
Auf die Frage, woher sie komme, antwortete sie: „Ich bin vom Himmel.“ Als Lucia nach dem Schicksal einer unlängst verstorbenen Freundin fragte, wurde ihr eröffnet, dass sich diese im Fegefeuer [sic!] befände.
Zartfühlend war die Gestalt nicht, auch eine später gereichte „Höllenvision“ war überdeutlich. Man vereinbarte, jeweils am 13. des Monats, weitere Treffen. Die Kinder sollten beten, Buße tun, ihre Sünden bereuen usw.
Ich lasse ab hier die gebetsmühlenartigen Ermahnungen der Entität weg und konzentriere mich mehr auf die sie umgebenden „Effekte“.
13. Juni 1917
Bei Ankunft der Gestalt bemerkten die Kinder über sich ein strahlendes Licht. Lucia stand in einem Lichtbündel, welches gen Erde gerichtet war, ihre Gefährten in solchen, die zum Himmel wiesen, so als sei dies ein Hinweis auf deren baldigen Tod. Nur Lucia erreichte das Erwachsenenalter und starb betagt 2005.
13. Juli 1917
Die Entität sprach:
„Wenn ihr eine Nacht erhellt sehen werdet durch unbekanntes Licht, dann wisset, dass dieses das Zeichen ist, das Gott euch gibt!“
13. August 1917
An diesem Tag kam es zu keinem Kontakt. Die drei Kinder waren von einem Freimaurer in sein Haus „entführt“ worden, da er einen Betrug vermutete.
Die Himmlische schien die Kinder nicht zu finden. Über dem vereinbarten Treffpunkt, der Steineiche im Tal, zuckten zwei Blitze und eine kleine Wolke umhüllte für 10 Minuten das Areal.
Die Zeitspanne von 10 Minuten taucht im Rahmen der Manifestationen immer wieder auf. War es der Gestalt nicht möglich, länger zu verweilen?
Natürlich wäre es überzeugender gewesen, die Kinder beim Freimaurer aufzusuchen. Sie schien auf den einmal ausgesuchten Erscheinungsort „fixiert“ zu sein, fixiert für 10 Minuten!
13. September 1917
Die kleinen „Seher“ und die Erscheinung waren bei ihren Verabredungen schon lange nicht mehr allein. Zahlreiche Zuschauer hatten sich dazugesellt. Eine gute Gelegenheit für ein ufologisches „Wunder“:
Die Sonne schien nicht mehr so lichtstark zu sein, die Luft nahm eine gelbliche Färbung an. Von Osten her näherte sich eine Kugel [sic!] und landete [sic!] bei der Steineiche. 
Nach 10 Minuten [sic!] stieg sie wieder auf und verschwand am Himmel. Nun tauchte noch eine Wolke auf, welche die Kinder und den Baum umhüllte. „Blumen“ regneten vom Himmel herab, lösten sich aber in Luft auf, ehe sie den Boden erreichten!
13. Oktober 1917
Dieser Tag war der Dreh- und Angelpunkt des Geschehens. Fast genau 30 Jahre vor Kenneth Arnolds UFO-Sichtung wurde von der unbekannten Intelligenz eine Flugscheibe präsentiert!
War so ein Vehikel damals ein „göttliches“ Zeichen, so steht sie heute für Ufos & Aliens. Wobei die Aliens von heute wahrscheinlich so wenig Außerirdische sind, wie die Marien-Entität etwas mit ihrem historischen Vorbild zu tun hatte!
Sichtungsort war das bekannte Tal mit der Steineiche, welche von den Gläubigen bereits arg zerfleddert war. Bis zu 60.000 Menschen hielten sich dort auf, um ein „Wunder“ zu sehen, sie waren nicht umsonst gekommen.
Die Kinder wurden von einer weißen Wolke eingehüllt, wobei unklar ist, was dort mit ihnen geschah. Es regnete, der Boden war matschig. 
Plötzlich hörte der Niederschlag auf, die Wolken zogen ab und hoch über dem Tal, nahe dem Zenit, erschien eine silbern glänzende [auch perlweiße] Scheibe oder Kugel, je nach Perspektive, die von den Gläubigen für die Sonne gehalten wurde.
Sie begann um ihre Achse zu rotieren, strahlte dabei in allen Regenbogenfarben und gab Feuergarben und Lichtflammen von sich. Das Licht strahlte zu Boden und badete die Menschen in einem sich ständig wechselnden Farbenspiel.
Die Scheibe verharrte und wiederholte das Spektakel ein zweites und drittes Mal. Sie löste sich dann von ihrem Platz, raste auf die Menge in Zickzacksprüngen zu und absolvierte erratische Flugmanöver. Auch das „Sonnenwunder“ dauerte nur 10 Minuten, dann zog die Untertasse davon.
Sie war übrigens noch im Umkreis von 50 Kilometern zu sehen gewesen! Die Kleidung der Zuschauer, die von der Erscheinung überflogen worden waren, war nicht mehr regennass, sondern trocken.
Keine Sternwarte hatte ungewöhnliche Sonnenaktivitäten beobachtet. Folglich war es also nicht die Sonne, die da herumgeflogen war, sondern ein anderes „Gerät“, welches das „Wunder“ verursacht hatte!
Zwei der Seherkinder fanden, wie von der Marien-Entität angekündigt, ein schnelles Ende. Francisco starb am 4. April 1919 und Jacinta am 20. Februar 1920.
Krankheits- und Todesfälle werden im Zusammenhang mit UFO-Sichtungen immer wieder bekannt, möglich, dass hier ein Zusammenhang mit dem Tod der Kinder besteht. Lucia hingegen, ich wies darauf bereits hin, verstarb 2005 mit 97 Jahren!
Geheimnisse
Die Entität hatte drei Geheimnisse an die Seherkinder weitergegeben, die von Lucia später schriftlich fixiert worden sind. Ob sie authentisch sind, wird immer noch kontrovers diskutiert. Hier die „offiziellen“ Versionen, wie man sie bei Wikipedia findet:
Das erste Geheimnis
„Unsere Liebe Frau zeigte uns ein großes Feuermeer, das in der Tiefe der Erde zu sein schien. Eingetaucht in dieses Feuer sahen wir die Teufel und die Seelen, als seien es durchsichtige schwarze oder braune, glühende Kohlen in menschlicher Gestalt. Sie trieben im Feuer dahin, emporgeworfen von den Flammen, die aus ihnen selber zusammen mit Rauchwolken hervorbrachen.
Sie fielen nach allen Richtungen, wie Funken bei gewaltigen Bränden, ohne Schwere und Gleichgewicht, unter Schmerzensgeheul und Verzweiflungsschreien, die einen vor Entsetzen erbeben und erstarren ließen. Die Teufel waren gezeichnet durch eine schreckliche und grauenvolle Gestalt von scheußlichen, unbekannten Tieren, aber auch sie waren durchsichtig und schwarz.“
Das zweite Geheimnis
„Ihr habt die Hölle gesehen, wohin die Seelen der armen Sünder kommen. Um sie zu retten, will Gott in der Welt die Andacht zu meinem unbefleckten Herzen begründen. Wenn man tut, was ich euch sage, werden viele Seelen gerettet werden, und es wird Friede sein. Der Krieg wird ein Ende nehmen. Wenn man aber nicht aufhört, Gott zu beleidigen, wird unter dem Pontifikat von Papst Pius XI. ein anderer, schlimmerer beginnen.
Wenn ihr eine Nacht von einem unbekannten Licht erhellt seht, dann wisst, dass dies das große Zeichen ist, das Gott euch gibt, dass Er die Welt für ihre Missetaten durch Krieg, Hungersnot, Verfolgungen der Kirche und des Heiligen Vaters bestrafen wird. Um das zu verhüten, werde ich kommen, um die Weihe Russlands an mein unbeflecktes Herz und die Sühnekommunion an den ersten Samstagen des Monats zu verlangen.
Wenn man auf meine Wünsche hört, wird Russland sich bekehren und es wird Friede sein. Wenn nicht, wird es seine Irrlehren über die Welt verbreiten, wird Kriege und Kirchenverfolgungen heraufbeschwören. Die Guten werden gemartert werden, der Heilige Vater wird viel zu leiden haben, verschiedene Nationen werden vernichtet werden, am Ende aber wird mein unbeflecktes Herz triumphieren.“
Der Heilige Vater wird mir Russland weihen, das sich bekehren wird, und der Welt wird eine Zeit des Friedens geschenkt werden.“
Das dritte Geheimnis
„Nach den zwei Teilen, die ich schon dargestellt habe, haben wir links von Unserer Lieben Frau etwas oberhalb einen Engel gesehen, der ein Feuerschwert in der linken Hand hielt; es sprühte Funken und Flammen gingen von ihm aus, als sollten sie die Welt anzünden; doch die Flammen verloschen, als sie mit dem Glanz in Berührung kamen, den Unsere Liebe Frau von ihrer rechten Hand auf ihn ausströmte: den Engel, der mit der rechten Hand auf die Erde zeigte und mit lauter Stimme rief: Buße, Buße, Buße!
Und wir sahen in einem ungeheuren Licht, das Gott ist: ‚etwas, das aussieht wie Personen in einem Spiegel, wenn sie davor vorübergehen‘ und einen in Weiß gekleideten Bischof – ‚wir hatten die Ahnung, dass es der Heilige Vater war‘.
Wir sahen verschiedene andere Bischöfe, Priester, Ordensmänner und Ordensfrauen einen steilen Berg hinaufsteigen, auf dessen Gipfel sich ein großes Kreuz befand aus rohen Stämmen wie aus Korkeiche mit Rinde.
Bevor er dort ankam, ging der Heilige Vater durch eine große Stadt, die halb zerstört war und halb zitternd mit wankendem Schritt, von Schmerz und Sorge gedrückt, betete er für die Seelen der Leichen, denen er auf seinem Weg begegnete. Am Berg angekommen, kniete er zu Füßen des großen Kreuzes nieder.
Da wurde er von einer Gruppe von Soldaten getötet, die mit Feuerwaffen und Pfeilen auf ihn schossen. Genauso starben nach und nach die Bischöfe, Priester, Ordensleute und verschiedene weltliche Personen, Männer und Frauen unterschiedlicher Klassen und Positionen. 
Unter den beiden Armen des Kreuzes waren zwei Engel, ein jeder hatte ein Aspergill aus Kristall in der Hand. Darin sammelten sie das Blut der Märtyrer auf und tränkten damit die Seelen, die sich Gott näherten.“
Mein Resümee
Was Sinn der Erscheinungen war und wieso diese Art der Kommunikation gesucht wurde, ist kaum zu klären. 30 Jahre nach Fatima tauchten weltweit Kugeln und Scheiben am Himmel auf, deren Piloten sich jedoch als „Außerirdische“ zu erkennen gaben und nicht als Statthalter Gottes.
War das der „Besucherin“ damals nicht bekannt? Dass man dann Fragen stellt, die Sichtung von 1917 neu interpretiert? Es ist auch merkwürdig, dass der Marien-Entität Russland so am Herzen lag.
Statt im katholischen Fatima hätte man sich in Moskau präsentieren sollen. Die Bolschewiken wären nicht weit gekommen, wenn die „Seherkinder“ dort Stalin, Lenin und Trotzki gewesen wären.
[Auch Hitler, Himmler, Göring, Goebbels und Hess hätten einen Besuch verdient, um auf andere Gedanken zu kommen!] Viel Aufwand für keinen Ertrag, denn:
Der Marien-Entität hätte bekannt sein müssen, dass selbst ein nichtkommunistisches Russland der Orthodoxie frönt und nichts mit Rom und dem Papst am Hut hat. Und der Systemwechsel in Russland und die neuerliche Hinwendung zur Religion haben nicht zu Frieden in der Region geführt, ganz im Gegenteil!ʬ
Quellen:
Heavenly Lights: The Apparitions of Fátima and the UFO Phenomenon, Autoren: Joaquim Fernandes & Fina D’Armada, Verlag: Anomalist Books, ISBN: 978-1933665214 (Paperback), Seiten: 284
Celestial Secrets: The Hidden History of the Fatima Incident, Autoren: Joaquim Fernandes & Fina D’Armada, Verlag: Anomalist Books, ISBN: 978-1933665221, Seiten: 276, Erscheinungsjahr: 2007
Fátima Revisited: The Apparition Phenomenon in Ufology, Psychology, and Science, Herausgeber / Autoren: Fernando Fernandes, Joaquim Fernandes, Raul Berenguel u. a., Verlag: Anomalist Books, ISBN: 978-1933665238, Seiten: 224, Erscheinungsjahr: 2008
Fatima Shock!: The Real Truth About Fatima and Future Apparitions, Autor: Bob Thiel, Verlag: Nazarene Books, ISBN: 978-0984087174 Seiten: 304, Erscheinungsjahr: 2012
Fátima 1917 und die
„Sekundäreffekte“
der „Sternenfrau“
Zum Thema der vermeintlichen „Marienerscheinung“ von Fátima habe ich hier bereits mehrere Beiträge verfasst – man konsultiere hierzu bitte den entsprechenden Blog-Tag unten! Die Ortsangabe ist aber nicht ganz korrekt:
Die Marienerscheinungen von Fátima fanden in der Cova da Iria statt, einer kleinen Senke in der Nähe der Stadt Fátima in Portugal. Genauer gesagt ereigneten sie sich in der Gemeinde Aljustrel, etwa 2,5 Kilometer vom Zentrum von Fátima entfernt.
Quellen und unbeachtete Zeugen
Geradezu zugeflogen ist mir die Schrift von John de Marchi mit dem Titel The True Story of Fatima („Die wahre Geschichte von Fatima“). Da ich sowohl auf den Ablauf der Manifestationen als auch auf ihre okkulten Facetten eingegangen bin, können wir uns nun mit dem „Kleingedruckten“ beschäftigen – also jenen Sekundäreffekten, die bisher unbehandelt geblieben sind.
Marchi war zu Lebzeiten Pfarrer und hat die Geschichte aufgrund eigener Gespräche mit den Zeugen rekonstruiert. Seine Sicht der Dinge erschien erstmals 1947. Allerdings hat er zwei Zeugen in dem Spiel zu wenig oder gar nicht gewürdigt:
Da hätten wir Maria Carreira, der am Erscheinungsort mit der Eiche eine androgyn wirkende Gestalt begegnet war, die sie zu sich rief. Carreira jedoch, damals etwa zwölf Jahre alt, bekam Angst.
Der Umstand, dass die von ihr beaufsichtigten Tiere plötzlich bewegungslos verharrten und kein Blöken hören ließen, wird den negativen Eindruck noch vertieft haben.
Von einem weiteren Zeugen, ebenfalls ein kindlicher Schäfer, wissen wir nicht einmal den Namen. Er begegnete an ebendiesem Ort einer hell scheinenden Person, die sich als Stella Matutina – „Morgenstern“ – vorstellte (siehe hierzu meinen Beitrag zum okkulten Hintergrund des Geschehens).
Ich weiß nicht, was „Marienerscheinungen“ falsch machen – aber die angesprochenen Kinder flohen, so schnell sie ihre Füße tragen konnten.
Auf den letzten Fall geht Marchi überhaupt nicht ein. Hier verlasse ich mich auf den amerikanischen Ufologen L. A. Marzulli, der in Fátima gewesen ist, vor Ort mit einheimischen Forschern gesprochen, ermittelt und zeitgenössische Quellen studiert hat – also die handschriftlichen Berichte jener, die Augenzeugen gewesen waren.
Begleitphänomene: Die „kleinen“ Wunder
Doch beschäftigen wir uns nun mit den „kleinen“ Wundern, die das Auftreten des Wesens orchestriert haben und von anwesenden Dorfbewohnern beobachtet wurden:
Vor der Erscheinung
Bevor die Entität auftauchte, waren ein Lichtblitz oder eine Lichtentladung zu sehen und dazu passend ein Donnern zu hören. Das Sonnenlicht schien nur noch gedimmt, was den Farben eine unnatürliche Nuance verlieh. Die Temperatur kühlte merklich ab. Etwas, das wie eine kleine Wolke aussah, kam angeflogen und platzierte sich über dem Bäumchen, an dem auch die Gestalt zu erscheinen pflegte.
Während der Erscheinung
Während die Entität mit den Kindern sprach, war sie von Umstehenden weder zu sehen noch zu hören. Allerdings war währenddessen ein summendes Geräusch zu vernehmen – wie das laute Summen einer Biene.
Ende der Erscheinung
Ein Geräusch, wie das Zischen einer Feuerwerksrakete, wird beschrieben. Unklar ist, ob der Effekt einmalig war oder regelmäßig gehört werden konnte. Die „Wolke“ flog in östliche Richtung davon oder verschwand spurlos.
Das Wesen schien durch eine „Tür“ {Portal?} im Himmel zu verschwinden, die sich so schnell schloss, dass die Füße noch zu sehen waren und hineingezogen wurden.
Es war außerdem die Rede von Donner bzw. einer Erschütterung, die sich anfühlte wie ein leichtes Erdbeben und einen Laternenstab, der im Boden steckte, zum Schwingen brachte. Es wurde wieder heller und wärmer.
Weitere Anomalien und Ungereimtheiten
Die Äste des Baumes, über dem die Manifestationen stattfanden, hatten sich dauerhaft verbogen – so, als habe ein schweres Gewicht auf ihnen gelastet.
Aufschlussreich ist, dass die „Seherin“ Lúcia dos Santos über Alpträume berichtete, in denen sie vom Teufel verfolgt wurde. Zumindest zu Anfang hatte sie den Eindruck, dass die „Jungfrau“ der Leibhaftige in Person sei.
Bei der ersten Begegnung der Kinder mit dem „Engel“ erstarrten ihre Schafe und bewegten sich nicht von der Stelle – diesen Effekt kennen wir bereits. Der Besuch des „Himmlischen“ wurde als viel kürzer wahrgenommen, als er letztlich war. Missing Time?
Danach waren die Schäfer völlig erschöpft und ausgelaugt – was wir von anomalistischen Phänomenen her kennen, in denen „Paranauten“ scheinbar an der Lebensenergie von Menschen partizipieren.
Lúcia hatte die „Jungfrau“ beim ersten Treffen gefragt, ob eine zuvor gestorbene Freundin, ein gleichaltriges Kind, im Himmel sei. Die Erscheinung verneinte dies.
Das Mädchen, so sagte sie kaltschnäuzig, befände sich im Fegefeuer und würde dort bis zum Ende der Welt auch bleiben. Für mich ein Grund mehr, dieser Besucherin mit Animosität zu gedenken.
Es muss die Frage gestellt werden, wie viele „Marien“ es eigentlich gibt. Als Christ und Monotheist hat man ja schon so seine Probleme mit der Trinität!
Diese schien auch die „Himmlische“ für sich zu beanspruchen, denn sie kündigte an, dass Our Lady of Sorrows („Unsere Schmerzensreiche Frau“) und die Lady of the Rosary („Dame des Rosenkranzes“) beim Sonnenwunder zugegen seien.
Den Gedanken an einen heidnischen Kult wird man dabei nicht los – Vielgötterei im Namen des einen Gottes? Die Entität outete sich dann letztlich selbst als Our Lady of the Rosary („Unsere Liebe Frau vom Rosenkranz“).
Die Wahrnehmung der Kinder von der Gestalt war nicht sehr gut. Francisco konnte sie sehen, aber nicht hören. Jacinta konnte sie nicht immer hören, vergaß dafür aber oft, was sie gehört hatte. So blieb Lúcia als Hauptzeugin. Was in ihrem Gedächtnis blieb – oder auch nicht –, ist hier die Frage.
Auf den slapstickartigen „Abgang“ der Besucherin mit den eingeklemmten Beinen bin ich weiter oben bereits eingegangen. Es kann nun sein, dass sie einen verdeckten Fingerzeig getan hat – in jene Richtung, aus der sie vielleicht wirklich stammte. Dazu Lúcia:
„Sie begann dann, sich ruhig zu erheben und sich in Richtung Osten zu bewegen, bis sie in der Unermesslichkeit des Raums verschwand, noch immer umgeben von einem äußerst strahlenden Licht, das ihr scheinbar einen Weg durch die Myriaden von Sternengalaxien eröffnete.“ʬ
Fatima 1915
Zum Fatima-Komplex habe ich hier auf dem Blog schon einige Beiträge veröffentlicht, siehe den Tag unten! Meine neueste Quelle ist das Buch „Schwester Lucia spricht über Fatima“, die Autorin war eines der „Seher-Kinder“! 
Zwei Jahre bevor spiritistische Medien die „Stella Matutina“ angekündigt haben, hatte die Autorin ihre ersten drei Begegnungen mit einer fremdartigen Entität, wobei sich der „Kontakt“ lediglich auf die Beobachtung bezog. 
An das genaue Datum konnte sie sich nicht erinnern, es muss aber zwischen April und Oktober 1915 gewesen sein. Sie und die anderen Mädchen waren mit ihren Herden auf dem Hügel Cabeço, um sie dort zu weiden. Nach dem Mittagessen bemerkten sie im Tal eine Gestalt, die über den Bäumen schwebte und aussah wie ein in ein Bettlaken gehüllter Mensch: 
Sie war weiß wie Schnee und schien transparent zu sein, sodass die Sonne sie durchschien. Leider ist nicht zu erfahren, wie genau sie verschwand, sie war wohl plötzlich weg. Überliefert ist, dass diese Entität an zwei weiteren Tagen an gleicher Stelle aufschien, jedoch keinerlei Anstalten machte, sich den Kindern zu nähern. 
Dessen „Konsistenz“ erinnert an den sich 1917 einstellenden „Engel des Friedens“, a.k.a. „Engel Portugals“. Unklar ist, wieso er sich dort blicken ließ. Hatte man bereits zwei Jahre zuvor den „Auftritt“ geplant? Gab es technische Probleme, die eine frühere Marienerscheinung verhinderten, oder kundschaftete man „passende“ Kinder aus? 
Das abgelegene Areal hätte eine perfekte Bühne geboten, in dem Fall wären es vier „Seherinnen“ gewesen. Aufschlussreich ist, dass nicht nur die drei Kinder 1917 Anomalien am Himmel wahrnahmen, ich bin in meinen Beiträgen auf den Aspekt bereits eingegangen. Hierzu Schwester Lucia: 
„In diesem Monat erzählten mir einige Personen, sie hätten verschiedene Dinge gesehen. Einige wollten die Gottesmutter gesehen haben, andere merkwürdige Zeichen an der Sonne usw.“ 
Die späteren Begegnungen mit dem „Engel Portugals“ waren für die Kinder erschöpfend und ermüdend, sie fühlten sich ausgelaugt, hatten kaum noch die Kraft, nach Hause zu laufen. Fast könnte man meinen, ihnen sei Energie vom „Engel“ entzogen worden. Wurde bei diesen Treffen wirklich nur gebetet? 
Interessant war folgende Beschreibung: 
„Als wir uns erhoben, sahen wir, dass es Abend und daher Zeit war, nach Hause zu gehen.“ 
Offenbar hatte das Stelldichein mit dem Energievampir/Engel länger gedauert als gedacht! Missing Time? Handelte es sich beim gemeinsamen Beten um eine „Deckerinnerung“, so wie wir sie auch aus den UFO-Entführungsberichten her kennen?ʬ

🎼 Hinweis: Hören statt lesen!

Vorlesen statt Lesen? So geht’s im Browser:

Viele Browser können Webseiten automatisch
vorlesen – ideal für Lesemuffel oder Augenhuscher:

  • Edge (Windows): Rechtsklick auf die Seite ☞ „Laut vorlesen“.
  • Chrome: Über den integrierten Lesemodus die Vorlesefunktion aktivieren oder die entsprechende Funktion in der Symbolleiste verwenden.
  • Firefox: Leseansicht aktivieren (F9) ☞ Lautsprecher-Symbol anklicken.
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  • Mobilgeräte: In den Bedienungshilfen (iOS/Android) die entsprechende Vorlesefunktion aktivieren.

Tipp: Einfach ausprobieren –
und sich vorlesen lassen, was man sonst überfliegt.

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