🎼Hildegard von Bingen und das lebendige Licht

Die Beschäftigung mit den „Gesichten“ der Hildegard von Bingen ist inspiriert durch moderne Zeugeninterviews bei CROPfm, die unter anderem von einer außerkörperlichen Erfahrung („High Strangeness“ in Gilching) und einem Todesnaherlebnis („Einmal sterben und retour“) berichten.
Hildegards „Gesichte“ sind in diesem Kontext zwischen Nahbegegnungen mit Außerirdischen und außerkörperlichen Erfahrungen (AKE) anzusiedeln.
Beginn der Visionen in der Kindheit
Entgegen einer früheren Annahme, Hildegard sei erst in ihren 40ern von den „Gesichten“ heimgesucht worden – was als untypisch für das Phänomen gilt – begannen diese tatsächlich bereits in ihrer Kindheit.
Aus der Biographie von E. Horst geht hervor, dass Hildegard selbst in „Moderndeutsch“ berichtete:
„In meinem dritten Lebensjahr sah ich ein großes Licht dass meine Seele erbebte, doch wegen meiner Kindheit konnte ich mich nicht darüber äußern. […] Bis zu meinem fünfzehnten Lebensjahr sah ich vieles, und manches erzählte ich einfach, so dass diejenigen, die es hörten, sich sehr wunderten, woher es käme und von wem es sei“. [S. 20]
Parallelen zum modernen Besucherphänomen
Als ich begann, mich mit dem Leben und Werk Hildegards von Bingen (ursprünglich durch ihre Musik) zu beschäftigen, entdeckte ich Aspekte, die dem modernen „Besucherphänomen“ ähneln.
Hildegards lebenslange „Visionen“ und „Schauungen“ umfassen inhaltlich fast alle Elemente des „modernen“ UFO-Phänomens:
Sichtung fremdartiger Flugobjekte.
Konfrontation mit exotischen Entitäten.
Reise zu einer „anderen Welt“.
Außerkörperliche Erfahrungen (AKE). Ihre „Visionen“ unterschieden sich klar von denen anderer zeitgenössischer Mystiker und deuten darauf hin, dass ihre „himmlischen Verbindungen“ ausgeprägter waren, als bisher angenommen.
Wer war Hildegard von Bingen?
Hildegard [1098–1179] war eine der bedeutendsten Frauen des Mittelalters. Sie wurde 1098 als Kind der adeligen Familie Hildebert in Rheinhessen geboren und zeigte früh auffallende Begabungen.
Ihre religiöse Erziehung übernahm die Äbtissin Jutta von Spannheim im Kloster Disibodenberg.
Nach Juttas Tod im Jahr 1136 wählten die Nonnen Hildegard zur Oberin. Gegen den Willen des Abtes von Disibodenberg gelang es ihr, in Rupertsberg bei Bingen ein unabhängiges Kloster zu gründen, dessen Bau sie persönlich leitete.
Obwohl sie ihr ganzes Leben von Krankheiten geplagt war, nahmen diese „Heimsuchungen“ laut ihrem Bericht im Jahr 1141 ab, und sie erlebte stattdessen eine Reihe von „religiösen Visionen“.
Ihr Sekretär, Volmar, und die Nonne Richardis halfen ihr, diese Erlebnisse im Buch „Scivias“ („Wisse die Wege“) niederzuschreiben. Sie verfasste außerdem dreizehn weitere Schriften (über Theologie, Medizin, Naturwissenschaften), dreihundert Briefe, Gedichte, achtzig Vokalkompositionen und das musikalische Drama „Ordo virtutum“.
Im Jahr 1147 erkannte und bestätigte Papst Eugen III. sie nach dem Hören von Auszügen aus dem „Scivias“ als echte Seherin und Prophetin.
Die Initialsichtung
Hildegards Beschreibungen der von ihr beobachteten Phänomene sind oft stark mit dem UFO-Phänomen verwoben. Ein Bericht über eine „himmlische Schauung“ aus dem Jahr 1141, als sie zweiundvierzig Jahre und sieben Monate alt war, beschreibt:
„…kam ein feuriges Licht mit Blitzesleuchten vom offenen Himmel hernieder. Es durchströmte mein Gehirn und durchglühte mit Herz und Brust gleich einer Flamme [...]. Darauf sah ich ein riesenhaftes Gebilde, rund und schattenhaft.
Wie ein Ei spitzte es sich oben zu, wurde in der Mitte breiter und nach unter zu wieder schmäler. Seine äußerste Schicht war lichtes Feuer. Darunter lagerte eine finstere Haut.
In dem lichten Feuer schwebte ein rötlich funkelnder Feuerball, so groß, dass das ganze Gebilde von ihm sein Licht empfing.“
Das Gebilde wies zudem drei Leuchten über dem Feuerball auf, Blitze und Verwirbelungen („Wind mit seinen Wirbeln“) entsandten sich aus der lichten Feuerzone und der finsteren Haut, und im Äther unter der finsteren Haut flutete eine sehr große, weißglänzende Feuerkugel mit zwei haltenden Leuchten darüber.
Die Beobachtung des riesigen, Lärm verursachenden Gebildes mit fester Oberfläche, eiförmiger Gestalt, Lichterkranz und innerer „Feuerkugel“ ist eine eindeutige Sichtung eines beeindruckenden Flugkörpers.
Diese „Initialsichtung“ machte Hildegard empfänglich für weitere „mystische“ Erfahrungen, was auch heute von vielen UFO-Zeugen und „Entführten“ bezeugt wird.
Interessant ist auch Hildegards Vermerk auf den „Niederschlag“ oder „Platzregen“ als Sekundärphänomen der Erscheinung, was belegt, dass es sich um eine „Outdoor“-Erfahrung handelte und nicht um einen Traum oder eine mystische Eingebung in ihrer Zelle.
Begegnungen der „Dritten Art“
Die Konfrontation oder der Kontakt mit fremdartigen Entitäten, heute als „Unheimliche Begegnungen der Dritten Art“ (CE3) bekannt, ist ein Phänomen, über das die CUFOS (Center for UFO Studies) rund 2500 Berichte in ihrem Katalog „HUMCAT“ archiviert hat.
Hildegard von Bingen hatte Erlebnisse, die mit heutigen Reporten übereinstimmen.
In einem Vorfall beschreibt sie:
„Ich schaute – und sah etwas wie einen großen, eisenfarbigen Berg. Darauf thronte ein so Lichtherrlicher, dass seine Herrlichkeit meine Augen blendete. […] Vor ihm, zu Füßen des Berges, stand ein Wesen, das über und über mit Augen bedeckt war – so dass ich wegen der Augen nicht einmal die menschlichen Umrisse erkennen konnte.“ Davor stand ein Wesen in Kindergestalt mit mattfarbenem Gewand und weißen Schuhen. Der „Berg“ selbst hatte „sehr viele kleine Fenster, in denen Menschenhäupter, teils bleich, teils weiß erschienen“.
Hildegard deutete den hellstrahlenden, „eisenfarbigen Berg mit Fenstern“ und die Wesen davor im zeitlichen Kontext religiös, ähnlich wie heute „Außerirdische“ in UFOs (im weitesten Sinne) gesehen werden – beides ist lediglich eine soziokulturell geprägte Exegese.
Sie beschrieb zudem weitere „alienartige“ Begegnungen:
✔ Eine saphirblaue Gestalt eines Menschen, die durch und durch im sanften Rot einer flutenden Lohe funkelte und von hellem Licht durchflutet wurde.
✔ Eine Gestalt in der Mitte eines Rades, deren Gesicht wie die Sonne leuchtete, deren Kleider wie Purpur glänzten und deren Schuhe Blitzesleuchten ausstrahlten. Vor ihr erschien eine Tafel, die wie Kristall leuchtete, und die Linie, auf der sie saß, geriet in Bewegung.
✔ Eine Gestalt in der nördlichen Region, deren Haupt in solcher Herrlichkeit erglänzte, dass der Glanz den Blick blendete, deren Körper aber ganz und gar bedeckt von den Schuppen eines Fisches war [sic!].
Dieses schuppenbewehrte Wesen wird auch heute noch in rund 10 % der CE3-Berichte erwähnt.
✔ Eine Schar von Menschen auf den Stufen eines hell leuchtenden Turmes mit feurigem Antlitz, in weißen Kleidern und schwarzen Schuhen, von denen einige an Größe und Glanz die übrigen übertrafen.
Die hellstrahlenden Gestalten sind in Überlieferungen weltweit bekannt (z. B. „Devas“ in Indien) und tauchen bei UFO-Begegnungen, Nahtoderlebnissen (TNE/NDE) und Außerkörperlichen Erfahrungen (AKE/OOBE) auf. Auch die sumerischen „Urgötter“, die „Anunaki“, sollen einer „reptilienartigen“ Spezies angehört haben (These von Prof. Arthur David Horn).
Reise in die Welt der „Anderen“
Bei der Auswertung von 270 UFO-Entführungsfällen entdeckte der Forscher T. Bullard 54 Fälle, in denen Menschen in eine „exotische“, nichtirdische Welt geführt wurden.
Auch Menschen mit TNE und AKE berichten von vergleichbaren, wenn nicht sogar denselben Welten, was die Frage aufwirft, ob es sich um ein und dasselbe verursachende Phänomen handelt, das sich nur unterschiedlich manifestiert.
Auch bei UFO-Begegnungen berichten Probanden über „Ausleibigkeitserfahrungen“.
Hildegard von Bingen beschreibt ebenfalls einen solchen Vorfall, wobei unklar bleibt, ob er im physischen Zustand oder im Rahmen einer metaphysischen „Seelenreise“ stattfand:
„ [...] ich schaute eine gewaltige Stadt: Sie war im Viereck angelegt und von einem besonderen Glanz [...] Inmitten der östlichen Gegend erblickte ich einen gewaltigen herausragenden Berg [...] von dessen Gipfel ein Spiegel aufleuchtete [...]
Nach Süden hin erschienen nun im Glanze eine Wolke, oben leuchtendweiß und unten ganz schwarz. Auf ihr erglänzte eine große Schar von Engeln, von denen einige wie [...] Sterne strahlten“.
„Paraphysikalische“ Erfahrungen
Menschen, die mit dem „Besucherphänomen“ in Kontakt geraten, schildern immer wieder paranormale Elemente vor, während oder nach der Begegnung.
Hildegard verfügte über präkogntive Fähigkeiten und sagte den Werdegang vieler Menschen richtig voraus.
Sie betätigte sich auch als Heilerin und besaß die Gabe des „geistigen Heilens“ (z. B. die wundersame Heilung der Klostermagd Bertha).
Auch außerkörperliche Erfahrungen waren ihr nicht fremd. Sie beschrieb, wie ihre Seele in der Schau bis in die Höhe des Firmaments emporsteige und sie die Dinge „einzig in meiner Seele“ wahrnehme, nicht durch die fünf Sinne.
Sie erklärte in einem Brief, dass sie sich in der Schau wie eine „kleine Feder“ emporgehoben fühle und Erkenntnisse fast nach Art eines „unkörperlichen Wesens“ empfange.
Daneben berichtete Hildegard auch von einem „Spukphänomen“:
Eine Erscheinung ballte sich wie ein dichter Rauch zu einer menschlichen Gestalt zusammen, die jedoch keine Glieder, sondern nur große schwarze Augen [sic!] besaß – eine Parallele zu den Augenwesen der „Greys“. Das Wesen verharrte völlig unbeweglich in der Finsternis, bevor es spurlos entschwand.
Das „Lebendige Licht“ und die „Frau in Schwarzrot“
In ihren Visionen erschien Hildegard öfter ein besonderes Licht, das ihr als das „lebendige Licht“ bezeichnet wurde:
„In diesem Licht sehe ich zuweilen, aber nicht oft ein anderes Licht, das mir das ‚lebendige Licht’ genannt wird. Wann und wie ich es schaue, kann ich nicht sagen. Aber solange ich es schaue, werden alle Traurigkeit und alle Angst von mir genommen, sodass ich mich wie ein einfaches junges Mädchen fühle und nicht wie eine alte Frau...“
Das Licht ist nicht an den Raum gebunden, viel lichter als eine von der Sonne durchzogene Wolke, und es ist weder Höhe noch Länge noch Breite zu erkennen. Es wird ihr als der „Schatten des lebendigen Lichtes“ bezeichnet, in dem ihr Schriften, Reden, Kräfte und gewisse Werke der Menschen aufleuchten.
Ein weiteres Gesichte beschreibt eine „sinistre ‚Alienfrau’ in Schwarzrot“:
„Und hernach sah ich eine Frauengestalt. Sie war schattig vom Scheitel bis zur Leibesmitte, und von der Leibesmitte bis hin zu den Füßen selbst war sie blutig rot. Eine glänzende weiße, vollkommen reine Wolke schwebte um ihre Füße. Doch die Gestalt hatte keine Augen […]. Auf ihrem Haupt hatte sie einen Stirnreif, der strahlte wie das Morgenrot“.
Die nebulöse Wolke an den Füßen ist ein Detail, das auch aus CE3-Reporten bekannt ist!
Kosmologische Visionen
In ihren kosmologischen Visionen sah Hildegard einen „Kosmiker“ (den sie für Gott hielt), den sie wie ein abgespieltes Hologramm beschreibt. Diese Gestalt ist in steter Bewegung und dreht sich in die vier Himmelsrichtungen sowie mit der Erde.
Hildegard erhielt erstaunliche Interpretationen kosmischer Sachverhalte.
Dazu gehört ihre berühmte Sicht der Ellipse als Grundkomponente des Weltalls in der dritten Schau des ersten Buches, die sie als ein riesenhaftes, rundes und „eiförmiges“ Gebilde beschrieb:
„Wie ein Ei spitzt es sich oben zu, wurde in der Mitte breiter und nach unten wieder schmaler.“
Die Illumination stellt einen Kosmos dar, der ausgehend von einer „Sandkugel“ in immer größeren Ellipsen ein sternerfülltes Weltall und weitere Schichten zeigt.
Dies ist bemerkenswert, da die Erkenntnis, dass die Bahnen der Planeten elliptisch sind, erst 1609 durch Johannes Kepler gemacht wurde.
Das Lichtwunder nach Hildegards Tod
Kurz nach Hildegards Tod am 17.09.1179 ereignete sich ein „Lichtwunder“, von dem auch die mit ihr lebenden Nonnen Zeugen wurden und das von ihrem ersten Biographen Theoderich zusammengefasst wurde:
„…’erschienen zwei überaus helle Bögen von verschiedener Farbe am Himmel’. Die Bögen dehnten sich aus nach den vier Weltgegenden... Wo die Bögen sich kreuzten erstrahlte ein ‚helles mondförmiges Licht’, das die nächtliche Dunkelheit vom Haus der verstorbenen Äbtissin vertrieb.
In diesem Licht erblickte man ein ‚rot schimmerndes Kreuz’, das schnell ‚zu ungeheurer Größe anwuchs’. Dieses einzelne Kreuz aber umgab unzählige verschiedenfarbige Kreise, in denen wiederum einzelne kleine rötliche Kreuze aufschimmerten.“
Die Erscheinung dehnte sich über das ganze Firmament aus und richtete sich schließlich auf das klösterliche Haus, in dem die Äbtissin heimgegangen war, und hüllte den ganzen Rupertsberg „in strahlendes Licht“.
Resümee
Hildegard von Bingen war nicht nur eine geniale und hochintelligente Frau des Mittelalters, deren Werke noch heute Beachtung finden, sondern war höchstwahrscheinlich auch vom „Besucherphänomen“ betroffen:
Sie beobachtete exotische Flugvehikel und fremdartige Wesen, erhielt Einblick in eine andere „Existenzebene“ und erlebte die gesamte Bandbreite paranormaler Manifestationen, von außerkörperlichen Erfahrungen bis hin zu Spukerscheinungen.
Ihre „Visionen“ belegen den uralten Hintergrund des Besucherphänomens mit all seinen spukigen „Sekundäreffekten“.
Sollten Menschen mit UFO-Erlebnissen eine Schutzheilige benötigen, wäre Hildegard von Bingen die richtige Patronin!ʬ
Verwendete Literatur:
Hildegard von Bingen, Scivias – Wisse die Wege, Pattloch Verlag
Rosel Termolen, Hildegard von Bingen Biographie, Pattloch Verlag
Ingrid Riedel, Hildegard von Bingen, Kreuz Verlag
Thomas Schäfer, Visionen, Droemer Knaur Verlag
Otto Betz, Hildegard von Bingen, Kössel Verlag
Autorenteam, Alien Discussions, 2001 Verlag
Raymond Fowler, Der Fall Andreasson, Reichel Verlag
W. Raab, Unheimliche Begegnungen, CTT Verlag
Prof. A. D. Horn, Götter gaben uns die Gene, Silberschnur Verlag.

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