🎙️ CROPfm: Das "Chupa-Chupa" Phänomen, mit Wladislaw Raab, Sendung am 18. September 2026, 19h

Der Begriff "Chupa-Chupa" leitet sich vom portugiesischen Wort "chupar" ("saugen") ab und steht sinnbildlich ...

📰 Leitartikel: Papuas Wildnisgeist

📰 Leitartikel: Wenn die Technik Geister sieht...

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13/09/26

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Fliegende Jäger in
Mythologie & Ufologie

Das Phänomen der „fliegenden Jäger“ – Wesen oder Objekte, die Menschen jagen, entführen oder angreifen – taucht weltweit in Mythen, Sagen und modernen ufologischen Berichten auf. 
Diese Erscheinungen, die oft mit hypnotisierenden Lichtern, Entführungen oder tödlichen Begegnungen verbunden sind, tragen regional unterschiedliche Namen wie Chupa-Chupa, Mundele ya Mwinda, Muhnochwa, Cortacabezas, Drachenschlange, Motor-Zobop, Penculikan oder UFO. 
Dieser Beitrag beleuchtet die Gemeinsamkeiten und Besonderheiten dieser Phänomene anhand verschiedener Quellen. 
Fliegende Jäger in der Mythologie 
In vielen Kulturen werden fliegende, menschenjagende Wesen beschrieben. Pascal Boyer, ein Anthropologe, untersuchte den Volksstamm der Fang in Kamerun. Dieser glaubt an „Zauberer“, die nachts mit „Zauberpfeilen“ Menschen jagen, entführen und töten, um sie zu verspeisen. Die Wesen überfliegen Dörfer, um ihre Opfer auszuwählen. Leider gibt die Quelle keine Details zu den Namen dieser „Zauberer“ oder ob hypnotisierendes Licht eine Rolle spielt, wie es in anderen Berichten häufig vorkommt. 
Ein weiteres Beispiel stammt aus dem Norden Pakistans, wo das Volk der Hunzukutz die „Bilas“ kennt. Diese verwandlungsfähigen Wesen können Tiergestalten annehmen, fliegen wie Feen und entführen Menschen, um sie an einem Versammlungsplatz der Hexen zu töten und ihr Fleisch aufzuteilen. Diese Beschreibungen zeigen Parallelen zu anderen globalen Mythen, die fliegende Wesen mit übernatürlichen Kräften und feindseligem Verhalten verbinden. 
Fliegende Jäger in Afrika 
Im Kongo wird das Phänomen des „Mundele ya Mwinda“ beschrieben, ein Mann – oft als Weißer dargestellt –, der mit einer „magischen Taschenlampe“ Afrikaner lähmt, entführt und verspeist. Diese urbane Sage hebt den Aspekt des lähmenden Lichts hervor, ein wiederkehrendes Motiv in vielen Berichten. 
Ähnlich wie bei den Chupa-Chupas in Brasilien oder dem Muhnochwa in Indien wird dieses Phänomen in heißen, abgelegenen Regionen mit dichter Dschungelvegetation gesichtet. Die Parallelen deuten auf ein kulturell übergreifendes Muster hin, bei dem Licht als Waffe oder Kontrollmechanismus dient. 
Penculikan & Jin Kuraci 
In Indonesien, genauer auf Sulawesi, ereigneten sich 2007 mysteriöse Entführungen, bekannt als „Penculikan“. In einem Fall verschwanden fünf Männer, von denen nur einer zurückkehrte, ohne sich an die „fehlende Zeit“ erinnern zu können. Der Überlebende berichtete von Begegnungen mit „Jin Kuraci“, kleinen dämonischen Wesen. 
Diese Berichte ähneln anderen Entführungsszenarien, bei denen übernatürliche Wesen oder Lichter involviert sind. Spekulationen über Organraub oder psychologische Operationen (PsyOps) kursieren, doch die Existenz dämonischer Wesen bleibt eine lokale Erklärung. 
Chupa-Chupas und Nan Madol 
Das Chupa-Chupa-Phänomen, besonders bekannt aus dem Amazonasgebiet der 1970er Jahre, beschreibt Lichtkugeln (Uforbs), die Menschen angreifen und töten. Ähnliche Erscheinungen werden auf der Pazifikinsel Pohnpei bei Nan Madol berichtet, einer Ruinenstadt aus tonnenschweren Basaltblöcken, die etwa 12.000 Jahre alt sein soll. 
Einheimische meiden den Ort, da sie „gespenstische Leuchterscheinungen“ fürchten, die mit tödlichen Begegnungen verbunden sind. Ein Veteran des Friedenskorps berichtete in den 1970ern von einem leuchtenden, basketballgroßen Objekt, das sich zwischen den Ruinen bewegte. 
Ein deutscher Gouverneur, der 1910 eine Nacht in Nan Madol verbrachte, wurde am nächsten Morgen tot aufgefunden, ohne geklärte Todesursache. Diese Berichte verbinden Nan Madol mit den Chupa-Chupas, da beide Phänomene intelligente, aggressive Lichtkugeln in abgelegenen, heißen Regionen beschreiben. 
UFO-Angriffe in Brasilien 
In Brasilien ereigneten sich 1983 in Demerval Lobão, einer Stadt im Nordosten, Sichtungen eiförmiger UFOs, die als Feuerbälle beschrieben wurden. Der Ex-Polizeichef Odilio Goncalves und die Bürgermeisterin Maria Mendes bestätigten, dass diese Objekte die Stadt in Panik versetzten. 
Ein Bauer, Jose Macedo, beobachtete, wie drei Feuerbälle sein Gelände taghell erleuchteten, bevor sie bunte Lichtstrahlen aussandten. Ein Arbeiter, der ein Messer nach einem Objekt warf, wurde paralysiert. 
Ähnliche Vorfälle ereigneten sich 1977 im Amazonasgebiet, wo Chupa-Chupas (portugiesisch für „saugen“) Lichtstrahlen aussandten, die Zeugen blendeten, schwächten oder verletzten. Eine Frau erlitt nach einer Begegnung eine Fehlgeburt, andere berichteten von Sehstörungen und Schwellungen. 
Zwischen 2013 und 2016 wurden im Dorf Apiwtxa (Bundesstaat Acre) und später in Nova Floresta, nahe der Grenze zu Peru, weitere UFO-Angriffe auf indigene Stämme wie die Kampa do Amônia und Kampa do Envira dokumentiert. Ein UAP feuerte 2014 Lichtstrahlen auf Dorfbewohner, was zu Ermittlungen durch die Bundespolizei und die Fundação Nacional do Índio führte. 
2016 wurde ein Indio, Laka Kampa, von einem grünlich leuchtenden Objekt getroffen und ins Krankenhaus eingeliefert, nachdem er und andere 18 Schüsse darauf abgefeuert hatten. Der Forscher Rony Vernet veröffentlichte über 120 Seiten offizieller Dokumente und Videomaterial, darunter eine Aufnahme von Paula Colares. 
Gemeinsamkeiten und kulturelle Interpretationen 
Die Berichte über „fliegende Jäger“ zeigen weltweit wiederkehrende Muster: aggressive Lichtphänomene oder Wesen, die in abgelegenen, heißen und oft dschungelreichen Gebieten auftreten, Menschen lähmen, entführen oder töten. 
Der Aspekt des „lähmenden Lichts“ – sei es durch Zauberpfeile, magische Taschenlampen oder UFO-Lichtstrahlen – ist zentral. Kulturelle Interpretationen variieren: 
In Afrika und Indonesien werden die Phänomene oft als dämonische Wesen oder Zauberer gesehen, während sie in Brasilien und auf Pohnpei mit UFOs oder Ahnengeistern assoziiert werden. 
In Europa tauchen ähnliche Erscheinungen als „Totenlichter“ auf, die mit Seelen oder Geistern in Verbindung gebracht werden. Die Parallelen deuten auf ein universelles Phänomen hin, das durch lokale Mythen gefiltert wird. 
Ob es sich um tatsächliche übernatürliche Wesen, unbekannte Technologien oder psychologische Phänomene handelt, bleibt unklar. Die Verbindung zu abgelegenen Regionen mit geringer Infrastruktur könnte auf eine Präferenz dieser Phänomene für ungestörte Gebiete hindeuten oder auf kulturelle Narrative, die in solchen Umgebungen entstehen!ʬ 
Quellen: 
Dawkins, Richard: Der Gotteswahn, Ullstein Verlag, 2007; Felmy, Sabine: Märchen und Sagen aus Hunza, Verlag C.H. Beck, 1998; Van Reybrouck, David: Kongo: Geschichte eines zerrissenen Landes, Suhrkamp Verlag, 2012; Paulides, David: Missing 411 – North America and Beyond, CreateSpace Independent Publishing Platform, 2012; Joseph, Frank: Lemurien: Aufstieg und Fall der ältesten Weltkultur, Kopp Verlag, 2006; Esotera, Dezember 1984, diverse Onlinequellen (YouTube & UAP Brazil)

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