📰 Leitartikel: Papuas Wildnisgeist

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31/08/26

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Prophetische Träume?
Wer manipuliert die Geschichte?

2018 habe ich u.a. das Buch DER EINZELGÄNGER von Helmut Ortner gelesen. Es geht darin um den „Hitler-Attentäter“ Georg Elser. Wobei die Bezeichnung „Hitler-Attentäter“ so nicht korrekt ist, da er 8 Tote und 63 verletzte Unschuldige „produziert“ hat, nur Hitler war nicht dabei! 
Als Elser nach seinem dilettantischen Attentatsversuch gen Schweiz geflüchtet ist, wurde er vom Zollbeamten Xaver Reitlinger geschnappt. Interessant ist der Umstand, dass Reitlinger bereits Wochen vor der Gefangennahme von dieser geträumt hatte und davon seiner Frau, als auch seinem Postenführer erzählt hat. Die Festnahme Elsers sei dann fast identisch zu seinem Traum verlaufen. [S. 10f] 
Da fragt man sich: Wie „deterministisch“ ist die Realität und wer schrieb das Drehbuch? Das Traktat war, nachdem man sich eingelesen hatte, doch interessanter als angenommen: 
Elser hatte, um an Sprengstoff zu kommen, bei einem Steinbruch unweit Königsbronn angeheuert. Sein damaliger Chef sagte aus, dass er dort Kontakt zu einem Karl Kuch hatte. Dieser war gebürtiger Königsbronner mit Wohnsitz in der Schweiz. 
Kuch soll versucht haben, den Besitzer des Steinbruches als Spion zu akquirieren, und erwähnte, dass „wir“ [also die Gruppe, der er angehörte] Hitler „noch in diesem Jahr“ [also 1939] „erledigen werden“. [S. 152] 
Es ist also schon ein merkwürdiger Zufall, dass der Attentäter in spe, Elser, an jemanden gerät, der zu einer [unbekannten] Organisation gehörte, die Hitler ebenfalls töten wollte! Übrigens war man im dritten Reich auch nicht sonderlich bemüht, die wahren Drahtzieher des Attentates ausfindig zu machen! 
Es ging vor allem Himmlers SS und der Gestapo bzw. auch Goebbels darum, aufgrund der weltpolitischen Großwetterlage, eine internationale Verbindung nach London nachzuweisen, was so aber nicht gelang. Elser war Mitglied im [1939 illegalen] Rotfrontkämpferbund kurz RFB [rotes Gegenstück der SA]. 
Als man ihn an der Grenze erwischt hatte, trug er das Abzeichen der Truppe an seinem Revers! Erkennungszeichen für die Genossen auf der anderen Seite der Grenze, die dort auf ihn warteten? 
Möglich, dass er im Rahmen des RFB eingesetzt wurde, was man aber geheim hielt, da es in der Propaganda des dritten Reiches ja hieß, dass man die einheimischen Kommunisten bereits längst zerschlagen habe. 
Und da wäre ein fast „gelungenes“ kommunistisches Attentat auf den Staatsführer ein Armutszeugnis gewesen, nicht zu vergessen ist hier auch der Hitler-Stalin-Pakt vom 23. August 1939! Bis Barbarossa hatten beide Seiten, UdSSR und drittes Reich, Kreide gefressen, was die gegenseitigen Beziehungen betrifft! Der Fall Elser wäre im Sommer 1941 politisch wohl ganz anders ausgeschlachtet worden! 
Die Geschichte um Elser ist wirklich sehr merkwürdig: 
Er hat zu Protokoll gegeben, dass er 3 Monate, oder genauer 30 Tage, im Bürgerbräukeller „gearbeitet“ hat. Seine Zielsetzung war, eine dort im Veranstaltungssaal befindliche Säule auszuhöhlen und darin die von ihm gebaute Bombe zu platzieren. Dabei hat er sich jeweils immer einschließen lassen, 30 Tage hintereinander, ohne erwischt zu werden! 
Lediglich einmal sei er beim frühmorgendlichen Aufschließen aufgefallen und konnte sich mit einem auszudrückenden Furunkel herausreden. Nachts arbeitete er mit Hammer und Meißel, während sich gleichzeitig ein Luftschutzwart im Gebäude befunden hat. Der muss wohl schwerhörig und blind gewesen sein! [S. 182] 
Den anfallenden Schutt hat er parallel einher auch beseitigt und dabei [im verdunkelten Raum, der nur von einer Taschenlampe illuminiert war, vor der ein Tuch hing, um den Lichtkegel abzudecken] auch Tische, Stühle, Tischdecken, den Boden und alles, was sich im Saal befunden hat, so gründlich gereinigt, dass keine Spuren mehr zu sehen waren! 
Ich weiß ja nicht, ob die Gestapo-Beamten die Geschichte wirklich geglaubt haben… Es wird aber noch bunter: 
Elser wollte in die Schweiz. Die Wahrscheinlichkeit, dass man in Deutschland auf seine Spur gekommen wäre und einen Auslieferungsantrag an die Eidgenossen gestellt hätte, ist sehr hoch. Auf die Frage, wie er sich das denn gedacht habe, antwortete er, Originalzitat: 
Ich hatte mir auch überlegt, dass es unter Umständen möglich sein könnte, dass ich von der Schweiz an Deutschland ausgeliefert werden würde. Dem wollte ich dadurch vorbeugen, dass ich bestimmtes Material, von dem ich glaubte, dass es für die Schweizer militärischen Stellungen interessant sei, mitnahm“. [S. 187] 
Wir erinnern uns: 
Glaubt man den heutigen Historikern, war Elser an Einzeltäter, ein einfacher Handwerker. Welche bedeutsamen Militärinformationen könnte er mit sich geführt haben, und wer hat ihn damit versorgt? 
In den Unterlagen des Zolls wird ein entsprechender Fund nicht aufgeführt, womöglich hat die Gestapo dafür gesorgt, dass brisante Akten in Elsers Besitz nicht aufscheinen!? 
Wer sich mit der jüngeren Geschichte Deutschlands beschäftigt, wird wissen, wie es im dritten Reich Widerstandsgruppen [„Weiße Rose“, Stauffenberg & Operation Walküre etc.] ergangen ist. Entweder wurde sofort exekutiert, oder die Angeklagten landeten beim stimmgewaltigen Präsidenten des Volksgerichtshofs, Roland Freisler, und wurden dann exekutiert. 
Wer aber über die Haftbedingungen von Elser liest, reibt sich verwundert die Augen. Er wurde ins Lager Sachsenhausen verbracht und dort einer „Sonderbehandlung“ zugeführt: 
Er hatte eine Einzelzelle. Diese war mal größer als die der anderen Gefangenen, darin befand sich auch eine Werkstatt. Für das Lager übernahm er Aufträge [Buchregale, Stühle, Schubladen etc.], die mit Zigaretten bezahlt wurden. 
Er bekam besonders gute Verpflegung und vertrieb sich seine Zeit mit Musik, er spielte Zither. In Sachsenhausen war er der am besten bewachte Gefangene, wurde von anderen Sträflingen isoliert und hatte zwei Bewacher ganz für sich alleine. Als die Russen anrückten, verbrachte man ihn nach Dachau, und dort wurde er, als die Amerikaner kamen, am 9. April 1945 erschossen. [S. 214] 
Wie sich diese „Sonderbehandlung“ erklärt, bleibt offen. Die Hypothese, dass man den Württemberger Elser nach dem [für Deutschland siegreichen] Weltkrieg nach London verbringen und dort anklagen wollte, ist absurd, es gab nämlich keinerlei Anhaltspunkte, die gegen UK wiesen, sonst wäre dies im Rahmen der Propaganda ["Seelöwe"] von Goebbels bereits im Vorfeld ausgeschlachtet worden!
✔ Postskriptum: 
In „Die 42 Attentate auf Hitler“ von Will Berthold fand ich weitere Anekdoten zum Elser-Attentat! Zum Umstand, dass Hitler 42 mal Mordversuchen entging, schrieb der Autor: 
„[…] dass der Diktator zahlreiche Anschläge nur durch eine beispiellose Serie schier unglaublicher Zufälle überlebt hat“. 
Hitlers Ansicht, von der „Vorsehung“ geleitet zu sein, hatte mit den überlebten Attentaten zu tun und einer „Kuriosität“ im Ersten Weltkrieg: 
Im Schützengraben mit seinen Kameraden essend, vernahm er plötzlich eine innere Stimme, die ihn aufforderte, sich einen anderen, entfernten Sitzplatz zu suchen. Diese Botschaft war penetrant und wiederholte sich, bis Hitler gehorchte. Kurz darauf schlug eine Granate ein und tötete seine Kameraden, während ihm kein Haar gekrümmt wurde. In seinen „Tischgesprächen“ brachte Hitler ähnliche Anekdoten aus Kindheit und Jugend. 
[=Das Gegenteil zu Hitlers „Vorsehung“ und Glück wäre die Pechsträhne der Kennedys, die mit immer neuen Unglücks- und Todesfällen belastet sind!] 
Offenbar hatte Hitler auch einen „Riecher“, der ihn immer wieder dazu brachte, Tagespläne über den Haufen zu werfen. So misslang Elsers Mordversuch, da Hitlers Rede im Bürgerbräukeller wesentlich kürzer ausfiel als vorgesehen: 
„Später sollte Hitler zu seinem Leibfotografen Hoffmann bemerken: ‚Ich hatte so ein eigenartiges Gefühl. Ich wusste selbst nicht, warum es mich wegtrieb aus dem Bürgerbräukeller’“. 
Elser, der während seiner Haft in Dachau angab, den Auftrag zum Bau der Bombe von der SS erhalten zu haben, wurde durch Himmler angeordnet einer „Sonderbehandlung“ unterzogen. Er wurde nicht nur hypnotisiert, es wurde auch ein Hellseher zu Rate gezogen, um Licht in die Angelegenheit zu bringen! 
Georg Elsers Attentat auf Hitler scheint nicht nur eine irdische, sondern auch eine überirdische Wechselwirkung gehabt zu haben, wie man oben lesen kann! 
Interessant ist nun, dass der gebürtige Schweizer Karl Ernst Krafft, ein Astrologe und Nostradamus-Exeget, ebenfalls eine Vorahnung davon hatte! Der gebürtige Schweizer arbeitete in Deutschland beim Reichssicherheitshauptamt (RSHA)! 
„Am 2. November 1939 schickte Krafft seinem Kontaktmann im RSHA einen Bericht, in dem er voraussagte, dass Hitlers Leben vom 7. bis 10. November 1939 in Gefahr ist. Konkret schreibt er, dass die Möglichkeit eines Attentatsversuchs durch Explosivstoffe besteht!“ 
Nachlesen kann man das in Stephan Berndts Buch „Hellseher und Astrologen im Dienste der Macht – Die geheimen Einflüsse auf Politiker und Herrscher“! Nach dem Attentatsversuch vom 8. November 1939 im Bürgerbräukeller war das eidgenössische Medium natürlich der Tat verdächtig und wurde von seinem Wohnort Urberg nach Berlin gebracht, konnte dort jedoch seine Unschuld beweisen! 
Urberg ist ein Ortsteil der Gemeinde Dachsberg (Südschwarzwald) im Landkreis Waldshut. Elser stammte aus Hermaringen, einer Gemeinde im heutigen Baden-Württemberg, beide Orte sind gut 185 Kilometer voneinander entfernt. 
Der letzte Wohnort Elsers, bevor er nach München zog, war Jebenhausen, ca. 155 Kilometer von Urberg entfernt. Die Entfernung zwischen München und Urberg beträgt etwa 260 Kilometer, alle Entfernungsangaben in Luftlinie! 
Elser wollte in die Schweiz flüchten und wurde an der Grenze gefasst. Krafft stammte von dort, möglich, dass aufgrund der relativen Nähe zum Attentäter und deren beiderseitiger Verbindung zur Schweiz hier eine gewisse Wechselwirkung herrschte! 
Himmler [=SS] setzte seine besten Medien ein, um den Attentäter zu finden, doch überschnitt sich Elsers Verhaftung mit der paranormalen Suche! Wenn man sich die Tatsachen vergegenwärtigt, fallen einem gleich drei mediale Warnungen auf: 
1. Der Wahrtraum des Zollbeamten; 
2. Hitlers schlechtes Gefühl, welches seinen Aufenthalt im Bürgerbräukeller verkürzte; 
3. Die Vision, die Krafft zugestellt worden ist! 
Elser hatte es also nicht nur mit dem ganzen Sicherheitsapparat des Dritten Reiches zu tun, auch ein weiterer Mitspieler versuchte ihm aus dem Hintergrund heraus einen Strich durch die Rechnung zu machen! Bei solchem Support verwundert es nicht wirklich, dass Hitler 42 Attentatsversuche überlebt hat!ʬ

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