Goethe behielt Schillers Totenschädel nach einer Graböffnung in seinem Besitz, bis Herzog Carl August darauf pochte, diesen wieder zurückzugeben, um ihn dann in der Weimarer Bibliothek aufzuheben! Goethe war schon immer makaber und morbid gesinnt, und der Tod umschlich ihn – und er den Tod.
Sein Die Leiden des jungen Werthers hatte den merkwürdigen Effekt, dass mehrere Leser es dem Protagonisten Werther nachmachten und Selbstmord begingen! Auch ohne eigene „Lotte“ als Antrieb – also jene Frau, die Grund für den übereilten Abgang war –: Wir bewegen uns noch immer auf literarischem Boden fiktiver Charaktere!
Hier in München ist er dafür bekannt, dass er inkognito angereist war, um sich jenen Ort anzusehen, von dem eine junge Frau von der Frauenkirche in den Tod gestürzt war. Die Reise hatte tatsächlich nur diesen einen Zweck! Bis jetzt ist auch nicht so wirklich klar, was Goethe so alles in Italien getrieben hat!
War auch Schiller in einer Geheimgesellschaft gewesen? Hierzu meine oben angegebene Quelle:
„Alle frühen Stücke Schillers bis hin zum Don Carlos haben mit Verschwörungen gegen die Ordnung beziehungsweise deren Repräsentanten, mit Aufstand und Rebellion zu tun.“
Da man Adelshäuser nicht infiltrieren und bestechen konnte – die Stände blieben unter sich –, gaben sich Verschwörer, die selbst an die Macht strebten, als Demokraten aus, um den Adel aus den Angeln zu heben. Möglich, dass Schiller mitwirkte. Erst die blutige Revolution in Frankreich brachte ihn auf Abstand, auch wenn die Hasardeure und Mörder in Paris Schiller wegen seiner Räuber zum Franzosen machten!
Goethe ist, wenn man sich mit seinen „Hobbys“ beschäftigt, so suspekt, dass dunkle Machenschaften nicht ausgeschlossen sind. Er hat sicher versucht, Schiller in einen seiner „Vereine“ zu bringen! Sollte sich dieser nicht regelkonform verhalten haben, kann eine Nase voll Schnupftabak die gewünschte strafende Wirkung erbracht haben!ʬ
Das Märchen von den Aderlässen, damals angeblich einzig von Ärzten angewandt, darf man getrost als solches ansehen. Beim Dichter kam Naturheilkunde zum Einsatz, Heilkräuter / Heilpflanzen und verwandte Substanzen und daraus bereitete Arzneien, die wahlweise geschluckt oder inhaliert werden mussten. Hinzu gesellten sich Besuche in Heilbädern mit Trink- und Badekuren, die eine lebensverlängernde Wirkung hatten!
In der oben genannten Quelle werden die präkognitiven Fähigkeiten der Charlotte von Kalb erwähnt, die, glaubt man den Gerüchten, zumindest zeitweise Geliebte Schillers war.
„Charlotte von Kalb wurde als Kind eines Marschalk von Ostheim auf Schloss Waltershausen an der fränkischen Saale am 25. Juli 1761 geboren. […] mit der Gabe der Vorahnung geschlagen. […] Die Schwester Wilhelmine stirbt in ihrem ersten Wochenbett, fast am gleichen Tag fällt der geliebte Bruder im Duell. Charlotte, die das Unheil vorausgeahnt hatte, vergräbt sich in ihrem Schmerz.“
Interessant ist jedoch noch der Hinweis auf eine kurz danach erfolgte „Halluzination“, die leider nicht näher beschrieben wird. Sie fiel darauf in Ohnmacht. Nicht unwahrscheinlich, dass Bruder und / oder Schwester im Rahmen eines „Nachtodeskontaktes“ erschienen waren!ʬ