🎙️ CROPfm: "Contactee" • Sendung mit Alexandra Herzog-Schmitt • Freitag, 16. Oktober 2026 • 19:00 Uhr!

Mein live Gast Alexandra Herzog-Schmitt erlebt seit frühester Kindheit etwas, das man gemeinhin als "Kontakterlebnisse" bezeichnet...

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25/08/26

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Goatman & Name Game

Micha aus Dresden war so nett, mir das Buch „Lake Worth Monster“ von Lyle Blackburn zu spendieren, dafür vielen Dank! „Meine“ Blogleser werden Blackburn wahrscheinlich aufgrund der diversen Rezensionen kennen, die ich in der Vergangenheit verfasst habe. Er ist „Bigfooter“, also Bigfoot-Forscher aus Texas und hat sich auf den „Südstaaten-Squatch“ spezialisiert.
Die bizarre Kreatur von Lake Worth
Lake Worth liegt „links“ von Dallas und nur wenige Kilometer von Blackburns Heimatstadt entfernt. Während im Sommer 1969 die Aufmerksamkeit der Amerikaner himmelwärts gerichtet war, die Mondmission stand an, tauchte am See eine bizarre Kreatur auf, die bald darauf lokal als „Goatman“/„Ziegenmann“ bezeichnet wurde.
Mich erinnert der unkonventionelle Zeitgenosse eher an einen Satyr, Pan himself, oder schlicht an den Teufel!
Seinen Einstand gab das Wesen am 10. Juli 1969, als es von einem Baum herab sprang und vor dem Wagen einer Frau auftauchte, deren Mann gerade beim mitternächtlichen Fischen war. Sie war in Panik geraten und hatte nach ihrem Gatten geschrien, der gleich zur Hilfe eilte. 
Der Störenfried war geschätzte 210 cm groß, haarig weiß, hatte ein flaches Gesicht mit „Brandnarben“ und wirkte wie eine Mischung aus Ziege und Mensch. Über den Geruch findet sich in meiner Quelle kein Hinweis, auch nicht auf rot leuchtende Augen.
Begegnungen am See und „Lovers Lanes“
Dem Fischer gelang es, an der Kreatur vorbei sein Auto zu entern und mit Höchstgeschwindigkeit zu einem unweit gelegenen Diner zu fahren, um von dort aus die Polizei anzurufen.
In ihrem Gefolge tauchten zwei weitere Fahrzeuge auf, in denen sich Pärchen befanden, die den abgelegenen See zu ganz eigenen „biologischen Studien“ nutzen wollten und dabei von dem kryptiden Spanner gestört worden waren.
Es ist wirklich erstaunlich, dass gerade „Lovers Lanes“ Anziehungspunkt für Kryptide sind. Das erinnert an „Slasher“-Horrorfilme und deren „schwarze Pädagogik“! Auch da tauchen menschliche oder überirdische Mutanten auf, um Liebespaaren die Nacht zu versalzen! 
Sechs Zeugen haben das Wesen also gesehen. Nun zeigte sich beim Interview mit den Polizisten, dass das Wesen Hörner am ungehörigen Schädel aufgehabt und dem Wagen des Fischers mit seiner rechten Pranke einen tiefen Kratzer verpasst hatte.
Daneben schimmerten am Körper augenscheinlich Fischschuppen oder etwas Ähnliches. Später sollte sich noch zeigen, dass es ein ganz ausgezeichneter Schwimmer war! Ein amphibischer Goatman?
Medienrummel und die Jagd auf Greer Island
Den ersten Pressebericht zum Geschehen schrieb kurioserweise Jim Marrs, der Jim Marrs, der Jahrzehnte später auch zu unserem Themenkreis mehrere Bücher verfasst hatte, die auch ins Deutsche übersetzt worden waren. Damals war er noch Journalist beim „Fort Worth Star Telegram“ und vermutete einen Scherzbold im Affenkostüm.
Der Vorfall ereignete sich, wie bereits weiter oben erwähnt, am 10. Juli. Am gleichen Tag erschien die Pressemeldung und da gerade Freitag war, zogen Schaulustige und Monsterjäger zum See und der darin befindlichen Greer-Insel.
Die Neugierigen wurden nicht enttäuscht. Man machte das Wesen auf einem Hügelkamm aus, auf welchem es auf und ablief. Als sich ihm einige Zuschauer nähern wollten, schleuderte es einen Autoreifen über die Köpfe der Menge hinweg und verschwand hinter dem Hügel. Vor Ort sollen sich um die 200 Personen befunden haben, darunter ein Polizeibeamter im Dienst, der es ebenso gesehen hatte.
Literarische Aufarbeitung und physische Spuren
In dem Areal wurden schon seit langem merkwürdige Gestalten gesehen, doch nahm die Polizei die Angelegenheit nicht wirklich ernst und ermittelte nicht. Lokal wurde das Monster zuerst als „The Thing“ bezeichnet.
Kurz darauf verfasste eine geschäftstüchtige Autorin namens Sallie Ann Clarke ein Buch zum Thema, an dem sie drei Tage lang geschrieben hatte. Viel zu früh, wie sich später zeigen sollte. Bei den folgenden Expeditionen zum See bekam sie den Kryptid noch fünfmal zu Gesicht! Folglich finden sich ihre eigenen Beobachtungen nicht im Buch, denn eine zweite Auflage mit Erweiterung erblickte nie das Licht der texanischen Sonne!
Was nun folgen sollte, waren diverse Einzelsichtungen, sowohl am See als auch auf der Insel Greer, die damals dicht bewachsen und unübersichtlich war. Offenbar hatte der „Goatman“ bigfootartige Füße und keine Bockhufe, wie anfänglich vermutet. 
Diese hatten eine Größe von 16 bis 18 Inch und fanden sich bei zwei Gelegenheiten am See. Daneben fand man Kadaver toter Nutz- und Haustiere, die etwas Kraftvolles regelrecht zerrissen hatte.
Weitere „Beweise“ für dessen Existenz lagen in Form von Polaroid-Fotos vor, die von zwei Zeugen, Bobby Brooks und Allen Plaster, unabhängig voneinander gemacht worden waren. Allerdings kann ich da nicht mehr erkennen als typische Blobsquatches! 
Kuriose Zwischenfälle und das „Name Game“
Slapstickartig verlief die Begegnung von Charles Buchanan. Er war ebenfalls zur „Monsterjagd“ aufgebrochen und übernachtete am See auf der Ladefläche seines Pickups, im Schlafsack liegend.
Von diesem wurde er nachts hochgehoben und zu Boden geworfen. Wer der Schelm war, kann man sich denken. Buchanan rettete seinen Hals mittels eines gebratenen Hühnchens, welches er im Schlafsack gehabt haben will. Er warf es dem Wesen entgegen, welches nach der Mahlzeit schnappte und mit dieser verschwand.
Dieser slapstickartige „rote Faden“ zieht sich fast durch alle Berichte im Buch, sie weisen alle skurrile und surreale Elemente auf! Dass der „Goatman“ stellenweise als Bigfoot ausgemacht wurde, ist nicht uninteressant. Dies könnte darauf hinweisen, dass er seine Gestalt verändern konnte.
Auf der von ihm bevorzugten Greer-Insel war es auch zuvor schon nie ganz geheuer gewesen. Zeugen hatten dort einen „Mud Man“/„Schlamm-Mann“ gesehen, andere einen halbtransparenten, männlichen Geist und ein folkloristisch anmutender Gnom oder Zwerg soll sich dort auch getummelt haben.
Solche „Transformationen“ sind bei anomalistischen Wesen nicht ganz unbekannt. Die äußere Form ist nie in „Stein gemeißelt“! Das „Name Game“, also die Beziehung zwischen Kryptid und Orts- und Personennamen, lässt sich auch hier feststellen:
In Lake Worth gibt es eine „Goat“-Insel und ein nahes Rehabilitationszentrum für Alkoholiker mit angeschlossener Tierzucht trug den Namen „Goat Farm“.
Resümee
Aufschlussreich ist, dass ziemlich genau zehn Jahre vor dem „Goatman“ ein wilder Affe das Areal unsicher gemacht hat. Es ließ sich nicht klären, wo er ausgebüchst war, vielleicht Privathaltung? Da er auf Tier und Mensch übergriffig war, wurde er, praktisch in Notwehr, um einen Hund zu schützen, erschossen.
Tatsächlich könnte man als Leser des Buches auf den Gedanken kommen, dass die kuriose Fama des Ortes mit all ihren Verrücktheiten das Wesen miterschaffen hat.
Es blieb übrigens nicht lange, zuletzt wurde es 1970 gesehen, seitdem herrscht dort Ruhe. Was wohl auch damit zusammenhängt, dass das Areal in den darauffolgenden Jahrzehnten stark „urbanisiert“ worden ist und nun kein Platz mehr ist für Goatman, Zwerge, Gnome und Geister aller Art!ʬ
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