🎙️ CROPfm: "Contactee" • Sendung mit Alexandra Herzog-Schmitt • Freitag, 16. Oktober 2026 • 19:00 Uhr!

Mein live Gast Alexandra Herzog-Schmitt erlebt seit frühester Kindheit etwas, das man gemeinhin als "Kontakterlebnisse" bezeichnet...

📰 Leitartikel: Sumoringer & Kugellichter

📰 Leitartikel: Merowinger Caspar Hauser?

📰 Leitartikel: Nebel

📰 Leitartikel: Schicksalskugel zu Dresden

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15/10/26

🏆📖
Buch des Jahres 2025
▬
Chicago 2017:
Kündigte Mothman sein
Erscheinen per Mail an?

Zuletzt hat mich „Mothman“ beschäftigt, als die Sichtungswelle 2017 in Chicago ausbrach – dies in den Gebieten mit der höchsten Kriminalitätsrate und den meisten Toten der Stadt bei der Pandemie von 2020. 
Zum Thema habe ich Artikel verfasst und einen Leserbrief von einem deutschen Zeugen erhalten, der sich zum fraglichen Zeitpunkt in Chicago befunden hat! 
Es traf sich also gut, dass mir Leser Micha aus Dresden das Buch „Mothman“ von Richard Estep und Tobias Wayland spendiert hat – vielen Dank dafür! 
Im Buch selbst werden verschiedene Aspekte des Phänomens aufgegriffen und beleuchtet, nicht nur im Hinblick auf Chicago. Wobei eine Information mir mein Resthaar hat aufstellen lassen! 
Unheimliche Begegnungen und der himmlische Stalker 
Die Zeugenberichte weisen Gemeinsamkeiten über die Jahrzehnte hinweg auf. Mothman erscheint meist nicht einmalig; er neigt dazu, sich als „Hitchhiker“ zu betätigen und die Menschen als himmlischer Stalker regelrecht zu verfolgen. 
So hatte ein Lkw-Fahrer auf seinen Touren drei Sichtungen – sicher kein Zufall. Zeigt sich Mothman nicht ein zweites Mal, so begegnet man wahrscheinlich nach kurzer Weile einem UFO oder Uforb! 
Wobei unklar ist, wie die Zeugen wiedergefunden werden, da sie, wie etwa der Lkw-Fahrer, an völlig anderen Orten unterwegs sind oder sich zu Hause befinden. 
Mothman macht auf sich aufmerksam. 
Die meisten Begegnungen spielen sich in tiefer Nacht ab. Um gesehen zu werden, macht er Geräusche, rüttelt an Bäumen sowie Ästen, vokalisiert Schreie und Ähnliches. 
Er will unbedingt gesehen werden, was wohl auch erklärt, dass er beständig über Straßen unterwegs ist – was für ein geflügeltes Wesen eigentlich unnötig ist. 
Damit hält er sich somit an die gleichen Spielregeln wie Bigfoot und andere Kryptide. Unklar ist mir, was es den Entitäten bringt, von uns gesehen zu werden. Was ist der (verborgene) Vorteil dessen? 
Formwandler & Rocketman 
Motti scheint nicht einheitlich in seiner Erscheinung zu sein. Gesehen wird eine menschlich wirkende Schattengestalt mit Flügeln, ein haariges, tierähnliches Gebilde oder die klassische Form des Mottenmannes, wie wir ihn „kennen“. 
Gibt es da verschiedene „Geflügelte“ oder nur einen Formwandler? Seine Flügel sind wohl nur Staffage; er bewegt sie nicht beim Fliegen, stattdessen hebt er ab wie eine Rakete. 
Sekundäreffekte des Phänomens 
Wie die meisten Kryptiden erzeugt er EM-Effekte. Das wirkt sich aus auf stotternde Automotoren, Lichtmaschinen, die nur Dunkelheit „produzieren“, und rauschende Radios, die nur noch „berauschende“ Musik von sich geben. Kryptide wirken wie UFOs – vielleicht sind sie es auch, wenn sie andere Erscheinungsformen annehmen. 
Während der Sichtungswelle in Point Pleasant / West Virginia im Jahre 1966/67 wurden Einwohner des Ortes von unbekannten Anrufern belästigt, die mit metallischen Stimmen sprachen. Auch John Keel, der in der Zeit vor Ort ermittelt hat, erhielt solche „Exocalls“! 
Der „Grinning Man“ wurde in jener Zeit als schattenhaft-diabolischer Bedroom-Visitor beobachtet und schien seinem Kollegen Mothman stehenden Fußes zu folgen. 
Damals war wirklich alles aktiv, was das Superspektrum entbehren konnte – ultimative Urlaubssperre bei den Ultraterrestriern! 
Ein weiterer Aspekt war „Babygeschrei“, welches die anderen Phänomene flankierte. Und zwar sowohl in Häusern als auch im Freien, in einer Lautstärke, die über alles ging, was ein Kind von sich geben konnte. Solche Soundeffekte kennt man sonst nur von Bigfoot und Poltergeistern! 
Wer wusste von der kommenden Sichtungswelle 2017 in Chicago? 
Wir kommen nun zu dem Punkt, der mich am meisten aus dem Häuschen gebracht hat, weil die Implikationen weitreichend sind. 
Bekanntlich begannen die Aktivitäten mit dem Mothman in Chicago mit drei Mails von drei vermeintlichen Zeugen, die im gleichen Zeitfenster an MUFON geschickt worden waren. 
Interessant ist – und nun halte sich der Leser sehr gut fest –, dass zwei der drei IP-Adressen identisch waren, also von der gleichen Person stammten! 
Die Sache ist bizarrer, als sie scheinen mag, denn man kann sich fragen: Wer hat vom kommenden „Flap“ vorab gewusst? 
Oder verschickte Mothman selbst digitale Post, um auf sich aufmerksam zu machen? Man kann durchaus unterstellen, dass alle drei Mails an MUFON von der gleichen Quelle kamen, die MUFON zeitgleich informiert hat! 
MUFON hatte die drei Mails erst im Nachhinein veröffentlicht, als in Chicago und Illinois schon „der Mothman steppte“! Wer also wusste vorab Bescheid und meldete sich schriftlich zu Wort? 
2017 wurden über 50 Sichtungen gemeldet, ein Dutzend weitere Sichtungsberichte entstammten dem Areal des O’Hare International Airport von Chicago, der Jahre zuvor durch eine UFO-Sichtung in die Schlagzeilen geriet! 
Galgenvogel? 
Seinen schlechten Ruf als Unglücksbringer hatte Mothman seit dem Einsturz der Silver Bridge in Point Pleasant mit 46 Toten weg. Das war aber nicht das einzige Großereignis, welches er orchestriert hatte: Bereits in Mexiko war er – oder ein Kollege von ihm – im Jahr 1985 aufgetaucht, kurz vor dem verheerenden Erdbeben vom 19. September! 
Steampunk & Hotspots 
Anomalistische Phänomene verändern sich im Laufe der Epochen und passen sich dem Zeitgeist an. Und so kann es niemanden verwundern, dass in den 1950er-Jahren menschlich aussehende „Aeronauten“ mit künstlichen Flügeln und Gerätschaften unterwegs waren, die wirkten, als kämen sie aus einer futuristischen viktorianischen Epoche – was den Steampunk ja ausmacht. Alles wirkte biomechanisch, strotzte vor „Aluminium“ und elektronischen Kontrollpanels. Abenteuerliche Anomalien, als das Fliegen noch abenteuerlich war? 
Rein geografisch hat Mothman eine Schwäche für das nördliche Mexiko, den südwestlichen Part der USA ganz allgemein, West-Texas, New Mexico, Arizona und Südkalifornien! 
Point Pleasant Airship-Crash 1931 
Lange vor dem Mottenmann, trug sich in der Hügellandschaft zwischen Point Pleasant und Gallipolis, getrennt durch den Ohio River, ein anderes himmlisches Spektakel zu, welches sogar als noch bizarrer angesehen werden kann! 
Einwohner beider Orte beobachteten ein abstürzendes Luftschiff, dessen Passagiere sich mittels Fallschirmen retteten. Man informierte Polizei und Feuerwehr, die in die fragliche Zone rasten, um Menschenleben zu retten. 
Groß war das Erstaunen der Rettungskräfte, als sie vor Ort weder Reste des Luftschiffes entdeckten noch die Personen, die sich vermeintlich gerettet hatten. War hier ein zeitgenössischer „UFO-Absturz“ inszeniert worden? Oder handelte es sich um ein Retrophänomen zur Erinnerung an die Luftschiffwelle von 1896/97? Das eine kam zu früh, das andere zu spät! 
Resümee 
Das Buch ist ausgesprochen spannend geschrieben und gerade der besprochene Aspekt mit den Chicago-Mails ist ein wirklich bizarres Rätsel! 
Im Buch geht man noch kurz auf den „Van Meter Visitor“ ein, auf den ich in einem eigenen Artikel bereits eingegangen bin. Auch dieses Phänomen scheint kein Ende gefunden zu haben: 
1980 wurde unweit des Ortes ein Mann von einer riesigen Fledermaus überflogen und 2006 beobachtete ein Pastor einen fliegenden „Drachen“. Bei der Nachrecherche stellte sich heraus, dass dieser so beschaffen gewesen war wie die „Monster“ von 1903! 
So viel Spiel, Spaß und Spannung sollte belohnt werden mit dem Titel „Buch des Jahres 2025“ (Erscheinungsjahr)!ʬ
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Vielen Dank!ʬ

20/08/26

📜
Die Manns
und das Okkulte
{+Updates!}

In den diversen Biografien über die Manns, die ich in den letzten Jahren gelesen habe, tauchen immer wieder Hinweise auf paranormale Phänomene und Synchronizitäten auf. Aus diesem Grunde ist es wohl sinnvoll, anhand solcher Quellen die okkulte Familiengeschichte der Autoren-Dynastie zu ergründen und so zu erhellen. Meine aktuelle Quelle ist „Thomas Mann – Deutscher und Weltbürger“ von Donald A. Prater.
Die Anomalien beginnen vielleicht mit dem Vater von Thomas und Heinrich Mann sowie deren beiden Schwestern. Dieser verstarb im Jahr 1891 an Blasenkrebs. Noch im Fieber liegend verkündete er Sterbetag und Sterbestunde auf die Minute genau, wie man feststellte, als er zum angegebenen Zeitpunkt tatsächlich verschied.
Thomas Mann, der sich auch mit der indischen Maya-Philosophie beschäftigt hatte, wurde von einer bizarren Synchronizität heimgesucht, auch wenn er als Einziger von ihren Auswirkungen nicht betroffen war. Damals erkrankte nämlich fast jedes Familienmitglied an einer Blinddarmentzündung, während er selbst verschont blieb. 
Aufeinanderfolgende Operationen in einer entlegenen Klinik waren bei Golo, Monika und Erika schließlich bis zum Juni erfolgreich bei Katia verlaufen. Bei Klaus traten jedoch ernsthafte Komplikationen sowie ein Magendurchbruch auf, sodass insgesamt vier Eingriffe nötig wurden und sein Leben an einem seidenen Faden zu hängen schien.
Klaus wurde nach seiner Genesung nackt und bei eingeschaltetem Licht nachts auf seinem Bett liegend angetroffen, ohne dass er sich seinen Zustand erklären konnte. War er als Schlafwandler unterwegs oder gab es andere Gründe für diesen Blackout?
Thomas Mann beschäftigte sich nachweislich in den 1920er Jahren mit dem Spiritismus. Bisher ist in keiner mir verfügbaren Quelle vermerkt, ab wann exakt diese Beschäftigung begann und was den Auslöser darstellte.
Neue Einblicke ergaben sich durch zwei spiritistische Sitzungen kurz vor Weihnachten und zu Beginn des neuen Jahres, die von dem Münchner Arzt und Parapsychologen Baron von Schrenck-Notzing organisiert worden waren. Thomas Mann wohnte ihnen mit großer Aufmerksamkeit bei. 
Seine begeisterten Berichte über die üblichen Phänomene wie Tischchenrücken, schwebende Taschentücher, Glockenläuten, Maschinenschreiben, Tamburine und sogar Geistererscheinungen – deren Echtheit zu bezweifeln ihm unmöglich schien – dienten nicht nur der Unterhaltung beim Abendessen, sondern wurden auch detailliert an Schrenck-Notzing übermittelt.
Katia, die als mathematischer Kopf diesen Dingen skeptisch gegenüberstand, akzeptierte dennoch seinen Glauben, da sie ihm stets mit tiefer Taktvollkommenheit und Anpassungsbereitschaft begegnete. Seine okkulten Erlebnisse verarbeitete er im Anschluss ziemlich ausführlich in seinem Roman Der Zauberberg.
Daneben schrieb er über die okkulten Erlebnisse, die er demnächst in Augsburg präsentieren werde. In Wien, Budapest und Prag gab er den erzieherischen Ansatz freilich zugunsten des Okkulten auf, und seine Darbietungen entfalteten eine außergewöhnliche Wirkung auf das Publikum.
P.S.: Thomas Mann & die Geisterkralle
Heute habe ich mir die Thomas Mann-Biografie von H. Kurzke besorgt. Das Buch ist eine Zumutung, da es darin im Grunde nur um die homoerotischen Neigungen des Autors geht und sämtliche Lebensbereiche sowie Werke ausschließlich in diesem Kontext auf erotische Fantasien reduziert werden. Bei moderneren Biografien lässt sich diese völlige Sexualisierung historischer Persönlichkeiten immer wieder beobachten.
Als es ab Seite 336 schließlich um die okkulten Interessen Manns geht, wird Kurzke plötzlich dramatisch und urteilt, es folge ein peinliches Kapitel, das man weder verstehe noch billige. Der verwendete Pluralis Majestatis ist in dieser Hinsicht durchaus bemerkenswert. 
Da Kurzke nicht weiter auf ein von Mann selbst erlebtes Phänomen eingeht, sondern das Thema stattdessen erneut in eine sexuelle Richtung lenkt, muss ich stattdessen auf Hans Benders Werk „Unser sechster Sinn – Telepathie, Hellsehen, Spuk“ zurückgreifen.
Darin wird geschildert, wie Thomas Mann in einem Vortrag über okkulte Erlebnisse von Sitzungen mit dem Medium Willy Schneider berichtet, an denen er Anfang der 1920er Jahre in München auf Einladung von Dr. Schrenck-Notzing teilnahm.
Während dieser Sitzungen hob sich ein Taschentuch mehrmals außerhalb der Reichweite des gefesselten Mediums in die Höhe. Die dritte Steigerung beschrieb Thomas Mann so, dass man mit unverkennbarer Deutlichkeit das von innen erfolgende Hinein- und Übergreifen von Gliedmaßen eines Greiforgans beobachten konnte, das schmäler als eine menschliche Hand erschien und eine klauenartige Form aufwies.
Eine derartige Krallenhand wird übrigens auch im Zusammenhang mit dem Stans-Spuk erwähnt – vielleicht ist es unter dem Strich ganz gut, dass die Unsichtbaren unsichtbar bleiben... ʬ
P.S.²: Die Mann’s ⅋ der Wilde Mann
Die Autorin Dagmar von Gersdorf war mir schon von ihrer Biografie über Goethes Mutter bekannt, einem meiner Lieblingsbücher. Goethe hatte ja selbst ein ungewöhnliches Erlebnis mit einem Lichter-Reigen während einer nächtlichen Überlandfahrt! Von Gersdorf verfasste auch eine ausgesprochen interessante Abhandlung über Julia Mann, also die in Brasilien geborene Mutter von Thomas & Heinrich Mann!
Die ungewöhnlichen Aspekte der Familiengeschichte wurden hier bereits in Form von Beiträgen oben behandelt!
Allerdings war bisher nicht zu erfahren, ob auch Julia Mann entsprechende Erlebnisse hatte oder nicht.
In der Regel vererben sich „wilde Talente“ [=also paranormale Fähigkeiten] von der mütterlichen Seite, hier jedoch scheinen beide Familienzweige eine entsprechende Vorgeschichte zu haben!
Der Leser erfährt nicht viel zu dem Thema, aber ein wenig schon!
So hatte Julia „als Kind die Mutter Gottes im blauen Mantel über dem Meer erblickt“ – es war der Südatlantik, sie hatte ihre Kindheit in Angra dos Reis und Paraty verbracht, also im heutigen Staat Rio de Janeiro!
Jahrzehnte später, kurz vor ihrem Tod, hatte sie, fernab von Südamerika, in Polling / Bayern, ein Erlebnis, welches von ihrem Enkel Klaus Mann niedergeschrieben und überliefert ist!
Unklar bleibt, ob es sich dabei um ein einmaliges Vorkommnis gehandelt hat, oder nicht!
Sie berichtete über „kalte Blitze, die in Form von durchsichtigen Kugeln auftreten und zunächst ganz reizend anzusehen sind, wenn sie vom Dache abwärts durchs Fenster schweben, von Stockwerk zu Stockwerk, bis sie den Keller erreichen, wo sie explodieren und alles verwüsten“.
Diesen Part hatte ich meiner Kollegin Corinna [ehemals UFOs & Co] kurz in einer E-Mail beschrieben, ohne genauer auf die Zusammenhänge einzugehen.
Sie antwortete mir:
„Bei Kugel denke ich an Planeten. Saturn und die ihn umrundenden Ringe. Ursymbol für Leben und Tod und Erneuerung. Kein Anfang, kein Ende. Keine Richtung, kein Ziel. Eine durchsichtige Kugel jedoch kann verpuffen, platzen wie eine Seifenblase. Eine Todesankündigung?“
Tatsächlich starb Julia Mann nicht lange nach diesen merkwürdigen „Kugelblitzen“, wenn es denn solche waren.
Mir ist kein Fall bekannt, in dem diese als „Cluster“ auftreten – wer es besser weiß, möge mich bitte aufklären: retroanomalien@gmx.de
Aufschlussreich, gerade aus mythologischer und forteanischer Perspektive heraus, ist das alte Wappen der Familie – Heraldiker aufgemerkt!
„… ein wilder Mann mit einem Fell um die Lenden, in einer Hand eine Keule und in der anderen einen ausgerissenen Baum“.
Der Wilde Mann als Elementarwesen mit seinen übernatürlichen Kräften spukt durch die Sagenwelt und ist seinem Gegenstück – Sasquatch oder Bigfoot – artverwandt!
Besonders erhalten hat sich dieses Erbe in UK, wo sein Motiv neben Familienwappen Pub-Schilder und Namen ziert!
Wappen haben einen direkten Bezug zur Familie, symbolisieren meist deren Gewerbe oder Adelsstand. Welchem Gewerbe gingen die Vorfahren der „modernen“ Manns nach? In meiner Quelle ist lediglich vermerkt, dass es sich um ein sehr altes Wappen handelt – Mittelalter? –, erklärt wird das Motiv nicht.
Hatten die „historischen“ Manns irgendwie mit Elementarwesen zu schaffen, vergleichbar mit Schamanen, und vererbten sich diese „wilden Talente“ bis in die Moderne hinein?ʬ
P.S.³: Thomas Mann ⅋ der Grinning Man(n)
Auf die paranormalen Interessen von Thomas Mann und entsprechende Vorkommnisse in seiner Familie bin ich bereits oben eingegangen! Weitere Hinweise auf „wilde Talente“ fanden sich in „Im Netz der Zauberer“ von Marianne Krüll! Dreh- und Angelpunkt zweier Ereignisse, von denen Thomas Mann und sein Bruder Heinrich betroffen waren, war der Selbstmord der Schwester Carla!
Heinrich befand sich gerade im Urlaub, als er etwas Merkwürdiges erlebte:
„Gegen Mittag erging ich mich in einem kahlen Garten, dem einzigen auf diesem Südtiroler Berg. Es war still, da wurde ich gerufen: ich meinte aus dem Haus. Ich war so wenig vorbereitet, dass mir im ersten Augenblick nicht einfiel: hier ruft niemand mich bei meinem Namen. Später am Tag kam das Telegramm mit der Nachricht!“
Dass der Tod von nahestehenden Personen oft durch Rufen oder andere akustische Phänomene „angezeigt“ wird, ist in der parapsychologischen Forschung bekannt.
Eine interessante Synchronizität war die, dass Heinrich Mann gerade an einem Stück mit dem Titel „Varieté“ schrieb, in dem es um eine Schauspielerin und ihren Freitod geht! Carla Mann war Schauspielerin!
Kurz nach Carlas Tod schrieb Thomas Mann die Novelle Tod in Venedig. Die Hauptfigur begegnet darin auf einem Gottesacker in München einer unheimlichen, finster grinsenden und starrenden Gestalt.
„Viele in der Novelle geschilderte Ereignisse sind bis ins kleinste Detail realen Vorkommnissen […] nachempfunden. […] sogar der seltsame Todesbote auf dem Münchner Friedhof – all das hatte Thomas Mann erlebt“.
Seinerzeit sah Mann den diabolischen „Grinser“ an einer Friedhofskapelle!
Aufmerksame Leser dieses Blogs kennen diesen „Paranauten“, er ist der „Grinning Man“, der auch vom UFO-Phänomen adoptiert worden ist – man denke an Indrid Cold und andere Gestalten bei „Nahbegegnungen“!
Dass das UFO-Phänomen entsprechende Entitäten aus der Überlieferung und der Mythologie „kopiert“ und „modernisiert“ wieder einsetzt, ist auch anhand der Men in Black gut nachzuvollziehen, die ihrerseits zuerst als Todesboten unterwegs waren, um dann im Umfeld fliegender Untertassen sinister aufzutrumpfen!
Unheilsboten haben sich bei den Manns immer wieder eingestellt:
Bevor Klaus Mann, ein Sohn von Thomas Mann, 1915 eine Blinddarmerkrankung hatte, die dann auch noch von einer Bauchfellentzündung flankiert war, und er schon von den Ärzten aufgegeben wurde, hatte er Alpträume von einem Mann ohne Kopf, der ihn mit dem Tod bedrohte!
Als Erwachsener sollte er sich dann u. a. mit Kaspar Hauser beschäftigen!
Möglicherweise war Thomas Mann das „Hauptmedium“ der Familie, denn ihn umkreisten die meisten Phänomene, und er war es auch, der sich ab den 1920er-Jahren, beginnend in München, mit parapsychologischen Erscheinungen und Séancen beschäftigte!
Das Meiste wird wohl nie enthüllt werden, wie etwa eine erschreckende Vision, die er in Italien hatte:
„Peter de Mendelssohn schreibt, dass Thomas Mann offenbar während seines ersten Besuchs mit Heinrich in Italien in jenem […] Saal ein unheimliches Erlebnis, eine Art Vision hatte, die ihn erschreckte und die er nun – fast ein halbes Jahrhundert später – in die Faustus-Geschichte einbrachte“.
Thomas Mann erinnert mich in der Hinsicht an den amerikanischen Schriftsteller Lovecraft. Dieser hatte seine Alpträume zu Literatur geformt, so dass seine „Privatoffenbarungen“ in Millionenauflage ihren Weg in die Vorstellungswelt der Leser antreten konnten!
Mann „literaturisierte“ seine unheimlichen Begegnungen ebenfalls und ließ sie, versteckt zwischen den Zeilen seiner Bücher, hinaus in die Welt und in die Köpfe seiner Leser, wo sie zu kulturellen Archetypen heranwuchsen und ein Eigenleben entfalteten!ʬ
P.S.⁴: OSS, Hitler & die Argentinien-Connection
In der Literatur zum Zweiten Weltkrieg finden sich immer wieder Randnotizen und Fußnoten über Hitlers angebliche Flucht nach Argentinien. In der Regel lassen sich dazu aber keine vernünftigen Quellen eruieren. Nun fand ich in dem Buch „Die Manns – Geschichte einer Familie“ von Tilman Lahme einen zumindest zeitlich einzugrenzenden Hinweis: 
Thomas Mann trug 1944, kurz nach dem Stauffenberg-Attentat auf Hitler, eine aufschlussreiche Bemerkung in sein Tagebuch ein. Demnach plane Hitler, mit einem U-Boot Deutschland zu verlassen, nach Argentinien zu „fahren“ und von dort aus gen Japan zu steuern!
Im Buch wird die Quelle der Information nicht angegeben. Allerdings diente Manns Sohn Golo für eine gewisse Zeit beim OSS, dem Vorläufer der CIA. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass die Information von ihm stammte.
Das „Gerücht“ geht also auf das Jahr 1944 zurück. Heute behaupten Historiker, dass entsprechende „Auswanderungspläne“ Hitlers nie bestanden hätten; sie seien erst weit nach dem Zweiten Weltkrieg als Gerücht in Umlauf gebracht worden. Das scheint nicht zu stimmen, wie der Eintrag in Manns Tagebuch illustriert!ʬ

🎼 Hinweis: Hören statt lesen!

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  • Edge (Windows): Rechtsklick auf die Seite ☞ „Laut vorlesen“.
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und sich vorlesen lassen, was man sonst überfliegt.

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