🎙️ CROPfm: Lagerfeuer #23 • Freitag, 2. Oktober 2026 • 19h

Der Herbst ist eingezogen und hat der Sommerhitze ein wohlverdientes Ende bereitet, zumindest vorerst. Doch keine Sorge, ein CROPfm Lagerfeu...

📰 Leitartikel: Wenn UFOs nicht wie UFOs aussehen

📰 Leitartikel: Wenn die Technik Geister sieht...

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05/09/26

📚
Rezension:
Roland M. Horn
„Gottes Rückkehr –
Warum Wissenschaft ohne
Gott nicht funktioniert“

Die Frage, ob unser Universum und das Leben auf unserem Planeten Teil eines göttlichen Plans oder purer Zufall sind, beschäftigt die Wissenschaft seit etwa dem 18. Jahrhundert, während der größte Teil der Menschheit bis heute von einem Schöpfer überzeugt ist. 
Der deutsche Autor Roland Horn beteiligt sich an dieser für uns essenziellen Diskussion in seinem neuesten Buch „Gottes Rückkehr – Warum Wissenschaft ohne Gott nicht funktioniert“. Wobei die „Rückkehr“ im Titel nicht unterstellen möchte, dass Gott einmal außerhäusig war; sie ist nur bezogen auf seine Präsenz bzw. Nichtpräsenz in den Theorien der modernen Wissenschaft. 
Horn behandelt fundamentale Fragen. So etwa die nach der Entstehung des Universums und die Kontroversen um den „Big Bang“, das angeblich „zufällige“ Aufblühen des Lebens auf der Erde in zunehmender Komplexität als auch die verblüffenden Eigenschaften unseres körpereigenen Datenträgers, der DNA. 
So nimmt er auch Bezug auf die „Kambrische (Lebens-)Explosion“ vor 541 Millionen Jahren, als völlig neue Lebensformen scheinbar ohne Vorfahren auftauchten, die oftmals so exotisch gestaltet waren, dass Paläontologen Probleme hatten, sie den bekannten Spezies zuzuordnen. 
Dass die Entstehung des Lebens einem „Programm“ zu folgen scheint und die Natur nicht zum Würfeln neigt, davon sind zwischenzeitlich immer mehr Wissenschaftler überzeugt, die sich der „Intelligent Design“-Philosophie anschließen, die einen, wie auch immer gearteten, Schöpfer bzw. eine Intelligenz unterstellt – im Universum selbst oder darüber hinaus. 
Autor Horn lässt die Frage offen, wer oder was Gott ist oder sein könnte; der Leser kann seine eigenen Schlüsse ziehen. Seien diese verhaftet in der biblischen Überlieferung oder zu avantgardistischen Überlegungen neigend über ein simuliertes Universum bzw. Extraterrestrier, die technologisch so weit entwickelt sind, dass sie selbst zu kosmischen Schöpfern wurden. 
Das Buch ist spannend und anschaulich geschrieben, so gehalten, dass auch der Nicht-Wissenschaftler folgen kann. Es lädt zum Nachdenken und Recherchieren ein! Sehr empfehlenswert!ʬ 
Omnivers Verlag, Zürich 2026, Paperback, 248 Seiten, zahlreiche Abbildungen, ISBN 978-3-03972-003-3, 28€

15/08/26

🗿
Hans Giffhorn:
Wurde Amerika in
der Antike entdeckt?

„Vielleicht wurden schon längst Artefakte gefunden, die antike transatlantische Kontakte (…) belegen könnten. Nur weiß die Öffentlichkeit bisher nichts davon, weil das bis heute verhindert wurde.“
(Hans Giffhorn)
Früher war die Prä-Astronautik die Avantgarde, heute jedoch sind es Forscher, die querdenken, jedoch mehr oder minder zum Establishment gehören. Das liegt daran, dass wir heute in der Prä-Astronautik die wahren Dogmatiker sitzen haben (die Zertrümmerung der „Atlantis-Hypothese“ durch die AAS etwa war so ziemlich das Dümmste, was einfallen konnte, wenn man sich die nacheiszeitliche Entwicklung des Meeresspiegels und die diversen „versunkenen“ Städte in Indien und anderswo ansieht!), während heute viele „schulwissenschaftliche“ Forscher flexibler an die Sache herangehen und smarter mit Arbeitshypothesen jonglieren.
Da fehlt auch jeder fanatische Unterton, der vielen ET-Jüngern eigen ist… (Keine Kritik, nur ein Denkanstoß mit Vorschlaghammer!)
Die mysteriösen Wolkenmenschen von Kuelap
In diesem Zusammenhang ist das Buch „Wurde Amerika in der Antike entdeckt?“ von Hans Giffhorn (Kulturwissenschaftler und Dokumentarfilmer) interessant, in dem er sich mit der (wirklich!) mysteriösen Chachapoya-Kultur beschäftigt.
Als Erbauer der gewaltigsten Festungsanlage in Südamerika, Kuelap, ist diese im Nordosten Perus verortet. Auf dieses Themenspektrum stieß der Autor kurioserweise bei der Suche nach einem scheinbar ausgestorbenen Kolibri – die Spezies erfreut sich zum Glück noch bester Gesundheit!
Die Mitglieder dieses Stammes zeichneten sich (und zeichnen sich noch heute!) durch – für Indianerverhältnisse – enorme Körpergröße (180 cm +), blondes und rötliches Haar sowie Sommersprossen aus.
Dies war übrigens schon zu einer Zeit der Fall, als sie den Spaniern (und vor ihnen den Inkas) erstmals begegnet sind. An sich müssen sie wie keltische Krieger gewirkt haben und setzten sich als schwierigste Gegner der Inka auch recht effektiv zur Wehr. 
Die Chachapoya-Kultur kam aus dem „Nichts“ und auch deren Baustil fand sich nirgendwo sonst, wenn man mal von vergleichbaren steinernen Hausrundbauten der Kelten in Irland und Spanien absieht.
Aufstieg und Diskurs einer vergessenen Kultur
Die Inka gaben ihnen den Namen „Chachapoya“, was so viel wie „Nebelwaldkrieger“ oder „Wolkenmenschen“ bedeutet. Die Anfänge werden auf etwa 400 n. Chr. datiert. Da die Siedlungsgebiete jedoch archäologisch kaum erschlossen sind, kann man Überraschungen nicht ausschließen.
Die höchste Bevölkerungsspitze wird auf 500.000 bis 1.000.000 geschätzt. Heute werden sie von den „reinrassigen“ Indios abfällig als „Gringuitos“ (kleine Gringos) bezeichnet.
Kurioserweise verwahren sich die „echten“ Indios (und deren Vertreter innerhalb der Behörden und der staatlich geführten Wissenschaft in Peru) dagegen, in ihnen europäische Einwanderer zu sehen, die mit eigener Hochkultur glänzten.
Solches wird als europäischer / nordamerikanischer „Rassismus“ gebrandmarkt – eine verrückte Welt, wenn man sich die diversen Indiolegenden über die weißen Götter ansieht, die das Wissen gebracht haben sollen: Viracocha, Quetzalcoatl & Co.!
Spurensuche zwischen Krankheiten und Architektur
Was der Chachapoya-Kultur „fehlt“, sind ausgesprochene Pracht- und Repräsentationsbauten, wie sie sonst von Königen eingefordert worden sind. Das könnte auf „ursozialistische“ Charakterzüge hindeuten, wie wir sie auch aus der (frühen) Donaukultur herauslesen zu können meinen.
Das Siedlungsgebiet hatte eine Ost-West-Ausrichtung von 230 Kilometern und eine Nord-Süd-Achse von 300 Kilometern. In diesem Zusammenhang ist auch das Auftauchen der eurasischen Tuberkulose in Amerika interessant. Die ersten Spuren der Krankheit finden sich in Peru in einem Zeitfenster von vor über 2000 Jahren – wer brachte sie auf den Kontinent?
Auch der Hinweis auf die Handelsbeziehungen der Chachapoya bis hin an den Pazifik lädt zum Spekulieren ein, vor allem, wenn man etwas weiter denkt und die Osterinsel mit ihren rothaarigen Moais (angedeutet durch die roten Steinaufsätze / Pukao) einbezieht. Diese verfügen übrigens auch über ausgesprochen unpolynesische Gesichtszüge – schafften es die Europäer auch bis dahin?
Migration über den Atlantik und den Amazonas
Der Untergang der Kultur wurde von den Spaniern eingeleitet, weniger durch Kriegswerk, sondern durch Pocken, Masern und Grippe. Aufgrund der kulturellen Nähe vermutet der Autor eine spanisch-keltische Einwanderungsbewegung, zuerst über den Atlantik, dann durch den Amazonas hindurch bis nach Peru.
Indizien dafür sind die Tradition der Trophäenköpfe, dekorativer Zierrat an Gebäuden, der Schlangenkult, die steinerne Rundbauweise der Hütten sowie der Gebrauch identischer Schleudern und Gottheiten mit Hörnern bzw. Hornhelmen.
Als Beleg fanden sich Felszeichnungen und Reliefs von Tieren aus dem Amazonasraum sowie Skelett- und Pflanzenreste dortiger Arten – man kannte also die Verbindungslinie zwischen dem Atlantik und dem Binnenland! 
Dabei erwähnt wird übrigens auch die Marajó-Kultur, deren Siedlungsgebiet im Nordosten Brasiliens bei Belém liegt. Diese gilt als die höchstentwickelte in der Region; Besiedlungsspuren finden sich für einen Zeitraum von 5500 Jahren!
Am Amazonasnebenfluss Rio Guaporé, an der Grenze zu Bolivien, fand sich zudem eine scheinbar antike Streit- und Kultaxt aus Messing mit Horntierkopf, die eurasisch-antik wirkt. Da man Hornvieh vor Kolumbus in Amerika nicht kannte, kann es sich dabei durchaus um eine Hinterlassenschaft europäischer Einwanderer handeln.
Resümee
„Wurde Amerika in der Antike entdeckt?“ ist eines der aufregendsten Bücher zu historischen Rätseln, das ich in der jüngeren Zeit gelesen habe – spannend geschrieben ist es noch dazu. Der Autor beschäftigt sich auch mit weiteren Sekundärphänomenen, vor allem in Brasilien, die sich durch europäische Siedler erklären lassen.
Dazu gehören etwa hochgewachsene blonde und rothaarige Amazonasindianer, derer Spanier und Portugiesen ansichtig wurden und die auch heute noch einheimische Ethnologen wie Darcy Ribeiro verwundern.
Auch die in granitharten Gneis eingeschlagene Botschaft (Felsgravur) von Pedra do Ingá und weitere Rätsel um den unkonventionellen Kulturtransfer werden thematisiert.
Daneben beleuchtet er historische Quellen, aus denen hervorgeht, dass bereits zu antiken Zeiten (freiwillige und unfreiwillige) Atlantikquerungen von Europa aus gelungen sind.
Es ist durchaus möglich, dass diese begnadeten Prä-Astronautiker von der indigenen Bevölkerung für Götter gehalten worden sind, die (natürlich überhöht und überzeichnet) Einzug in die Mythen gefunden haben.
Nicht vergessen sollte man dann auch noch die genetischen Eigenheiten der Nachfahren der Chachapoya (gelegen übrigens in der peruanischen Provinz San Martín), auf die ich aber nicht weiter eingehen möchte, denn ich bin der grundlegenden Ansicht, dass man sich das Buch unbedingt kaufen und lesen sollte!ʬ
P.S.: Paracas-„Langschädel“: Nordeuropäer statt Aliens!
Ein Fan von Giorgio Tsoukalos bin ich wirklich nicht. Das liegt wahrscheinlich an seiner Angewohnheit, wirklich hinter allem „Außerirdische“ auszumachen.
Folglich habe ich mir die Drei-DVD-Collection „Auf den Spuren der Aliens“ auch nur gekauft, da sie auf einem digitalen Wühltisch für ein paar Groschen angeboten wurde.
Gereicht wurde dann viel Bekanntes (Puma Punku), albernes Zeug (Nessie ein Raumschiff?) und thematisch völlig unpassendes (Gründungsmythos der USA).
Neue Erkenntnisse aus Nasca und Paracas
Mein leichter Schlummer wurde erst unterbrochen, nachdem man die Nasca-Graffiti aufgriff. Das Thema hat zwar auch schon einen langen Bart, jedoch wurden zwei Informationen gereicht, die mir neu waren:
Ein zu Nasca befragter Wissenschaftler schilderte eine UFO-Sichtung über Paracas (Peru). Er beobachtete in der Dämmerung eine fliegende Scheibe mit einem geschätzten Durchmesser von 30 Metern. Das „Ding“ hatte auf seiner Oberfläche Lichter. (Angefügt sei auch, dass zwei Nasca-Fremdenführer angaben, über dem historischen Areal „fliegende Lichter“ gesehen zu haben!)
Die in Paracas aufbewahrten Langschädel wurden einer genetischen Untersuchung unterzogen (Haarproben). Dabei ergab sich, dass es sich um Nordeuropäer gehandelt hat, die in der Vergangenheit irgendwie nach Peru gekommen sind – was den Mythos um die „weißen Götter“ und Kulturbringer erklären dürfte. Tsoukalos hat die Information scheinbar gleich wieder vergessen und behauptete trotzdem, die Schädel stammten von „Außerirdischen“ – der Bursche ist wirklich unfreiwillig komisch!
Geheimnisse in Malta und anatomische Besonderheiten
Ziemlich geärgert hat mich ein Beitrag über Malta. Vor rund fünf Jahren war ich dort und stattete auch dem Historischen Museum in Valletta einen Besuch ab.
Erst über die DVD erfuhr ich, dass dort einige Langschädel versteckt werden (unzugänglich für normale Besucher). Tsoukalos konnte sie jedoch nach Anfrage besichtigen.
Sowohl die Schädel in Malta als auch die in Peru wiesen keine Pfeilnaht auf der Schädeldecke auf. Möglich, dass die Baumeister von Malta auch in Peru unterwegs waren!ʬ

🎼 Hinweis: Hören statt lesen!

Vorlesen statt Lesen? So geht’s im Browser:

Viele Browser können Webseiten automatisch
vorlesen – ideal für Lesemuffel oder Augenhuscher:

  • Edge (Windows): Rechtsklick auf die Seite ☞ „Laut vorlesen“.
  • Chrome: Über den integrierten Lesemodus die Vorlesefunktion aktivieren oder die entsprechende Funktion in der Symbolleiste verwenden.
  • Firefox: Leseansicht aktivieren (F9) ☞ Lautsprecher-Symbol anklicken.
  • Safari (Mac): Text markieren ☞ Rechtsklick ☞ „Sprachausgabe starten“.
  • Mobilgeräte: In den Bedienungshilfen (iOS/Android) die entsprechende Vorlesefunktion aktivieren.

Tipp: Einfach ausprobieren –
und sich vorlesen lassen, was man sonst überfliegt.

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