Leser Andre war so nett, mir das Buch „David Bowie, UFOs, Witchcraft, Cocaine and Paranoia“ von Timothy Green Beckley zu schenken, vielen Dank dafür! Wie der Titel schon aussagt, ist es kein „klassisches“ Buch zur UFO-Materie, viel mehr beleuchtet es den Pop-Zeitgeist der 1970er Jahre in New York und darüber hinaus!
Das Buch hat eigentlich zwei Aufhänger, besagte Epoche und Walli Elmlark, eine „weiße“ Wicca-Hexe, deren Brotberuf jedoch das Schreiben von Artikeln zur Musikszene war, die in den damals angesagten Magazinen veröffentlicht wurden!
Das New York der damaligen Zeit war wild, unkonventionell, ausprobierfreudig und zog allerhand Musiker / Künstler aus aller Welt an. Der Begriff „Musiker“ passt aber nicht wirklich! An sich waren es Pop-Schamanen, die mittels Musik und bewusstseinserweiternden Substanzen Rituale durchführten und nicht nur Konzerte gaben!
Hinzu gesellte sich das Interesse für okkulte und grenzwissenschaftliche Themen, die damals unter dem Begriff „New Age“ firmierten! Elmlark selber hielt, berufsbedingt, Kontakt zu diesen „Schamanen“, man tauschte sich aus und sie hielt im Epizentrum der damaligen Bewegung, der „New York School of Occult Arts and Sciences“ Vorträge zu Themen wie Hexerei, Wicca und Paganismus!
Neben ihr brillierte an der gleichen Örtlichkeit auch John Keel, dessen neue Konzepte zu UFOs, Kryptiden & Co. ebenfalls eine Revolution im dichten und denken darstellten! Seine Bücher und jene von Brad Steiger, waren für viele der erste Schritt zu neuen Horizonten!
Wie angesprochen, begegnete Elmlark vielen der „Schamanen“, etwa David Bowie, der mit 15 Jahren in UK eine UFO-Sichtung gehabt haben will. Ein paar Jahre später stieg der „Leibhaftige“ aus seinem Whirlpool! Sicher spielten hier ein paar eingenommene „Substanzen“ eine Rolle, so dass wir festhalten können, dass diese ufoartige Visionen hervorrufen können! Wer denkt da nicht an DMT?
Bowie beschäftigte sich auch mit Aleister Crowley und den okkulten Aspekten des Nationalsozialismus! Natürlich hing man nicht über Büchern oder alten Folianten, sondern ließ sich inspirieren von der Pop-Art-Sicht, kolportiert in Comics, Filmen und Dokumentationen bzw. im Rahmen der Selbsterfahrung!
Elmlark arbeitete besonders gerne mit Kerzen. Brauchte man etwa Geld, besorgte man sich eine grüne oder blaue, schrieb auf einen Zettel die gewünschte Summe, zündete die Kerzen an und sprach sein Sprüchlein: „Money, money come to me; this is what I need“!
Natürlich funktioniert so was nur bei zunehmendem Mond! Ich werde das beschriebene Konzept mal probieren und wenn ich den Blog demnächst aus New York State „füttere“, von einem im viktorianischen Stil erbauten Haus aus, so hat es geklappt!
Das Buch erinnert mich stellenweise an meine Kindheit in Glasgow. OK, Glasgow ist nicht New York, es ist nicht mal London, aber es war trotzdem bunt und verrückt, wobei meine Eltern damals „schwarze“ Musik aus den USA hörten, hier vor allem „Soul Train“, was von einem UK-Sender übernommen worden war. In der Zeit könnte es locker auch ein Piratensender gewesen sein! An die schrägen Klamotten und das Lebensgefühl kann ich mich noch entsinnen!
Doch zurück nach Funky New York! Ein weiterer „Schall-Schamane“, und mit dem kann ich tatsächlich etwas anfangen, da ihn meine Eltern seinerzeit auch gehört haben, war HENDRIX, der nun am meisten auf Aliens und Parallelwelten stand und dessen Musik diese Vorliebe noch immer in die Welt hinaus trägt! Was würde wohl geschehen, könnte Hendrix auf die Skinwalker-Ranch? Wir hätten in Sekunden den Erstkontakt!
Er und seine Mitschamanen wurden während eines üblen Sturmes in New York State, bei dem sie im Schnee stecken geblieben waren, von einem „heißen“ Alien gerettet, der, kaum aus dem UFO gestiegen, diesen zum Schmelzen gebracht hat! Man war frei und konnte seine Botschaft wieder unter die Menschen tragen!
Bei einem seiner Konzerte in Maui / Hawaii wurden UFOs über dem dortigen Vulkan beobachtet, UFOs & Vulkane sind ein Evergreen der Ufologie! War seine Musik, das passende Signal für die da oben? Bestand womöglich wirklich Kontakt? Indigene Schamanen haben ihren Austausch mit fremden Welten mittels „Substanzen“ und Musik, nicht anders als bei HENDRIX! HENDRIX ist nicht tot, ganz bestimmt nicht! Viel mehr ist er jetzt bei „IHNEN“, oder einer von IHNEN!?
Ein weiterer „Schamane“ war John Lennon, der von seinem Balkon aus, mit Blick auf den Central Park, ein hell erleuchtetes Objekt sah! Lennon hat sich mir persönlich nie erschlossen, doch, dass er KONTAKT zu anderen Sphären suchte, ist ein Spiegel seiner Zeit!
Auch der Ausnahmeboxer aka Boxschamane Muhammad Ali, hatte eine Form der „Erleuchtung“. Die kam von oben, als er im Central Park seine Runden lief und zwei UFOs beobachten konnte, die gestaltet waren wie Glühbirnen. Einer, der anderen eins auf die Birne gibt, begegnet Birnen die fliegen können! Da soll noch einer sagen, Aliens hätten keinen Humor!
Auch die NASA der 1960er / 1970er Jahre suchte nach ANSPRACHE, doch eben mittels Raumschiffen und nicht Musik! Die beiden Jahrzehnte waren eine aufregende Ausnahme in der Menschheitsgeschichte, eine Ära des angestrebten Bewusstseinswandels und des Wunsches, den Planeten zu verlassen um sich mit ANDEREN zu treffen! Dies alles wurde vom Konsum & Kommerz der 1980er / 1990er Jahre restlos erschlagen.
Wir haben keine Träume, keine Visionen mehr, marschieren im Gleichschritt durch unser kurzes Leben! Unbunt, von schlechter Musik beschallt, Schamanen gibt es schon lange nicht mehr! Und Elmlark hatte zu kämpfen gehabt. Sie entstammte einer konservativen jüdischen Familie und ihre Aktivitäten sah man da nicht gerne.
Da war der Wunsch frei zu sein und zu leben wie sie wollte, aber auch die Anziehungskraft ihrer Familie wirkte auf sie ein, die einen völlig anderen Lebenswandel von ihr forderte. Sie zerbrach innerlich und nahm sich 1980 das Leben! Was hätte aus ihr werden können, wenn sie den ihr vorbestimmten Weg weiter gegangen wäre? Menschen, haltet an euren Träumen fest!ʬ

