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12/08/26

📜
Ultima Thule, Asen
& die grüne Gobi

Leser Andre war so nett und hat mir das Buch „Geheimdienst mbH“ von Herbert Rittlinger zukommen lassen! Darin geht der Autor auf seine Geheimdiensttätigkeit im Zweiten Weltkrieg ein, hier vor allem in der Türkei, genauer Istanbul! Einer seiner V-Männer war der türkische Staatsbürger deutscher Abkunft, Freiherr Rudolph Adam Glandeck von Sebottendorff [auch nur mit einem „f“ geschrieben]! Was im Orient so klangvoll schallte, nahm seinen Anfang in kleinsten Verhältnissen:
Als Rudolf Glauer wurde er geboren, am 9. November, einem schicksalhaften Tag der deutschen Geschichte, im Jahre 1875! Er war Sohn eines Lokomotivführers in Hoyerswerda, Sachsen!
Spätestens 1908 hatte es ihn in die Türkei bzw. ins Osmanische Reich verschlagen, wo ihn ein Baron Heinrich von Sebottendorff nach türkischem Recht adoptiert hatte! Damit verbunden waren ein nicht unbeträchtliches Erbe und der Erhalt der türkischen Staatsbürgerschaft!
Welche Gegenleistung der junge Mann dem Älteren dafür erbringen musste, erschließt sich aus meiner Quelle nicht! Reine Menschenliebe wird es nicht gewesen sein, zumindest nicht im herkömmlichen Sinne. Auch ist unklar, wie die Beziehung der beiden geartet war!
Wie auch immer:
Der „Baron“ [O-Ton Rittlinger] hatte ein ausgesuchtes okkultes und völkisches Interesse. Nachdem er nach Deutschland zurückgekehrt war, wurde er in Leipzig zum Mitbegründer des „Germanenordens“ und Gründer der „Thule-Gesellschaft“, die heute als Fundament der NSDAP angesehen wird!
Man darf nicht vergessen, dass damals alle Nationalsozialisten auch Okkultisten waren, übrigens selbst der „Parteilinke“ Goebbels auf seine passive Art und Weise. Man beachte hierbei die Aufzeichnungen in seinen Tagebüchern! 
Diese Okkultisten versuchten, mittels spiritistischer Medien den Radius auf fremde Welten auszuweiten.
Sebottendorff beteiligte sich 1918 am Kauf des Eher-Verlages, der später den „Völkischen Beobachter“ herausbrachte, als Sprachrohr Hitlers und der NSDAP!
Was die Verlagsfinanzierung betrifft, half auch die Reichswehr mit. Immerhin war der spätere „Führer“ ein „Produkt“ des Wehrmacht-Vorgängers, wie ich bereits in diversen Beiträgen erörtert habe.
Der „Baron“ unterstützte auch das Publikationsorgan „Auf gut deutsch“ des völkischen Okkultisten Dietrich Eckart. Dessen Aussage „Wir haben ihm [Hitler] die Mittel gegeben, mit IHNEN [den Asen] in Verbindung zu treten“, versteht nur, wer die schon erwähnte gängige Praxis solcher „Clubs“ kennt, mittels Medien Kontakt zu den „Anderen“ herzustellen.
Übrigens war München damals das Zentrum spiritistischer und okkulter Gruppen. Allerdings hatten nicht alle Spiritisten eine politische Agenda. Die parallele Entwicklung ist aber interessant und lässt sich auch in der heutigen „Esoterik“ nachweisen.
[Ein Treppenwitz der Geschichte ist, dass Himmlers SS-Medien prognostiziert haben, dass der Weltkrieg verloren geht. Wahrscheinlich der einzige Fall, in dem er deren „Erkenntnisse“ nicht beherzigt hat!]
Rittlinger schildert die damaligen Glaubenssätze von Sebottendorff & Co., erklärt jedoch nicht, woher dieses „Wissen“ genau kam. Beruhte es auf einer neuen Interpretation alter Mythen oder den „Kontakten“ von Medien? Die Inhalte klingen für heutige Verhältnisse schräg.
Rittlinger ist als „weltlicher“ Zeuge eine gute Quelle, immerhin war er der Vorgesetzte von Sebottendorff und hat dessen Ansichten aus erster Hand erhalten, auch wenn er nichts damit anfangen konnte.
Demzufolge stammen die Deutschen ursprünglich aus dem Gebiet der heutigen Gobi, die damals paradiesisch gegrünt und geblüht haben soll. Dort waren sie nicht alleine, das nordische Pantheon war mit ihnen: Asen, Odin, Thor, Tyr, Baldur, Heimdall, Frigg etc., alle da! Wenn man so will, ein germanischer Gegenentwurf zur keltischen Anderswelt.
Verortet in der Zeit soll diese Gemeinschaft vor 3000 bis 4000 Jahren existiert haben, bis ein kosmisches Ereignis, eine Katastrophe, womöglich ein Angriff, aus dem Paradies eine Wüste gemacht haben soll. Die Deutschen wanderten gen Europa, die Götter nach Ultima Thule.
Ultima Thule ist ein mystisches „Nordland“. „Entdeckt“ wurde es angeblich von einem Abenteurer namens Pytheas von Massalia, einem Griechen, der zwischen 350 und 320 vor Christus Britannien umschifft hat. Von Nordschottland aus erreichte er nach sechs Tagesreisen die Grenzen der damals bekannten Welt.
An sich dürfte er entweder auf der Vulkaninsel Island gelandet sein oder auf Grönland, für Amerika ist die Reisezeit zu kurz gewesen.
Über den Namen „Ultima Thule“ schreibt Wikipedia:
„Daher stand der Name Thule seit der Antike sprichwörtlich für den äußersten Nordrand der Welt (lateinisch ultima Thule). Da Thule etymologisch mit urindogermanisch *#telu 'Boden', 'Ebene' zusammenhängen könnte (vgl. lat. tellus oder urkeltisch *#telǝ-mō 'Erde'), war die Bedeutung in der keltischen Mythologie und germanischen Mythologie wahrscheinlich 'letztes Land'.“
Verbunden wurde diese „Terra Nova“ mit Asgard. Thor selbst sei mit seinem Schiff dort eingelaufen. Natürlich trug es auf seinem Segel eine große Swastika!
Der medial veranlagte Karl Haushofer, Herausgeber der „Zeitschrift für Geopolitik“ sowie Mentor und Förderer von Rudolf Heß, sah in Tibet ein weiteres Kulturzentrum der Indogermanen und ging damit konform mit der Blavatsky-Lehre.
Dies würde auch die Tibet-Expedition der SS erklären bzw. die gleichgelagerten Anstrengungen der Forschungsgemeinschaft Deutsches Ahnenerbe e. V.!
Um die Sache richtig rund zu machen wie eine Flugscheibe, fehlen eigentlich nur noch Wunderwaffen, und eine vage Andeutung davon fand sich tatsächlich bei Sebottendorff! Hierzu Rittlinger:
„… bestand eines seiner […] Projekte darin, über seine Freimaurerbeziehungen ein internationales, neutrales Industriekonsortium zu gewinnen, das an der Entwicklung eines unbemannten Flugkörpers arbeite. […] Der Flugkörper, mit hochbrisantem Nitroglyzerin gefüllt, würde wie Raketen als 'Brander' in angreifende Flugzeugpulks geschossen und sie zur Vernichtung bringen.“
Sebottendorff wurde am 9. Mai 1945 verselbstmordet aus dem Bosporus gezogen!ʬ

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