Am 11. Juli verdunkelt sich mitten am Tag der Himmel über Mexiko-Stadt. Tausende stehen auf den Straßen und feiern. Niemand ahnt, dass aus dieser Finsternis eine richtige UFO-Welle losbricht. An dem Nachmittag steht ein Fernsehmanager namens Guillermo Arragin auf einem Dach und filmt die Finsternis. Plötzlich sieht er über sich etwas, das da nicht hingehört. Jaime Maussan, damals einer der bekanntesten Fernsehjournalisten Mexikos, bekommt das Material später zu sehen und sagt nur:
„Als ich das gesehen hab, dachte ich: Scheiße, das ist ein echtes UFO. Du kannst dir das Video anschauen und bist überzeugt.“
Acht Tage später zeigt Maussan das Arragin-Video in einer Spezialsendung. Die Telefonleitungen explodieren. 40.000 Anrufe gleichzeitig, dann bricht das System zusammen. In den nächsten Tagen flattern über 15 weitere Videos rein. In mindestens sieben davon sieht man laut Maussan genau dasselbe Objekt.
Einer der Einsender ist der 19-jährige Student Erick Aguilar. Er wollte eigentlich nur die Finsternis filmen und entdeckt plötzlich etwas am Himmel:
„Zuerst war da nur ein weißer Punkt. Dann wurde er größer, hat angefangen zu leuchten. Kein Punkt mehr – ein richtiges Objekt, das Licht abgestrahlt hat.“
Rund 100 Kilometer entfernt filmt zur gleichen Zeit ein Geschäftsmann namens Luis Lara etwas Ähnliches:
„Als ich die Kamera hochgenommen hab, war da was in den Wolken. Metallisch. Klar kein Stern. Es hatte einen Schatten unten drunter. Ein Stern oder Planet wäre komplett hell gewesen.“
Noch ein Video kommt von der Familie Breton aus Puebla, 130 Kilometer östlich von Mexiko-Stadt. Bei der Vergrößerung sieht man hinter der scheibenförmigen Sache eine seltsame, wellenförmige Spur – fast wie eine Energiespur. Maussan legt das Breton-Video und das Arragin-Material übereinander. Fast 160 Kilometer Entfernung, und die Objekte sehen praktisch identisch aus.
„Das war das erste Mal, dass man zwei Aufnahmen desselben Objekts von zwei verschiedenen Orten im exakt gleichen Moment hatte.“
Der Hype ist da. Zwei Monate später steht der Ingenieur Vicente Sanchez auf einer Militärflugschau in Mexiko-Stadt und filmt. Er verfolgt gerade ein Flugzeug, als er etwas anderes im Bild hat:
„Ein glänzender Punkt. Flog nicht wie ein Flugzeug, sondern wellenförmig. Ich hab die Flugzeuge links liegen gelassen und mich auf den Punkt konzentriert. Hell, rund, ungefähr zehn Meter Durchmesser, silbern, hat das Sonnenlicht stark reflektiert und ist schnell und unruhig durch die Luft gezogen.“
Ein Jahr später, wieder auf derselben Flugschau, filmt Alejandro Leal etwas Ähnliches. Diesmal sinkt die Scheibe schnell ab und ist plötzlich weg.
„Es ist so stark gegen den Wind geflogen, dass es bei dem Rotorenwind der Hubschrauber abgestürzt wäre, wenn es ein Ballon gewesen wäre. Aber es ist kerzengerade und ruhig geblieben, bis es im Himmel verschwunden ist.“
Seit der Finsternis 1991 gibt es in Mexiko Tausende Sichtungen. Die meisten rund um Mexiko-Stadt. Zeugen sind Piloten, Ärzte, Busfahrer, Schulkinder – die ganze Bandbreite.
Sind die Dinger echt? Die Videos sind schwer wegzudiskutieren. Ein Skeptiker wird natürlich Schwindel rufen. Die Leute, die sie am Himmel gesehen haben, sagen einfach: Sehen heißt glauben.
(Quelle: UFOs Over Mexico! Encounters with Unidentified Aerial Phenomena von Noe Torres, Carlos Alberto Guzman, Garret Moore und Ruben Uriarte)