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14/08/26

💥
Tunguska 1908 –
Krieg der Sterne
über Sibirien?
{+Updates!}

Der Tunguska-Zwischenfall beschäftigte mich erstmals in meiner frühen Jugend! In den 1970er- und 1980er-Jahren erschienen mehrere Abhandlungen zum Thema, die ich mit Eifer konsumiert habe. Da sich allerdings in den darauffolgenden Jahren keine neuen Facetten auftaten, faszinierte mich das Thema nicht weiter. Bis ich unlängst in Putins TV einen Beitrag sah, aus dem hervorging, dass das vermeintliche Absturzgebiet heute diverse Anomalien aufweist, die es zu einem „Paraspot“ machen.
Unter anderem wurde der OZ-Faktor beschrieben: Zeitanomalien, Veränderung der Realitätswahrnehmung usw. Folglich habe ich mir als Update das umständlich und verwinkelt geschriebene Buch „The Tunguska Mystery“ von Wladimir Rubtsov besorgt, dessen dröge Schreibe das Lesen zu einem wahren Willensakt macht! 
Dessen ungeachtet jedoch waren dort allerhand interessante Informationen geparkt! Was also geschah über der Tunguska?
Die Körper
Bisher ging man davon aus, dass ein Objekt in die Erdatmosphäre eingetaucht und dann explodiert sei. Dies ist beim heutigen Wissensstand so nicht mehr zu halten.
Tatsächlich wurden zeitgleich zwei kosmische Eindringlinge beobachtet [= über 500 Augenzeugen!], die im Buch als „Tunguska Space Bodies“ [= TSB] bezeichnet werden.
Der eine kam aus südlicher Richtung [= „Südobjekt“], flog östlich an Vanavara vorbei und schwenkte dann auf die Flugbahn des zweiten Objektes ein, welches sich auf ziemlich gerader Linie in Ost-West-Richtung bewegte [= „Ostwestobjekt“].
Interessant ist, dass das „Südobjekt“ über den Fluss Lena flog! Es gibt ausgerechnet in dieser Gegend recht anschauliche Hinweise auf „Götter-Aktivitäten“!
Eines der Objekte, der Autor schreibt nicht welches, legte in 5 Minuten gut 1000 Kilometer zurück und flog parallel zum Erdboden. Nach der Explosion [= ohne zurückbleibende Trümmer oder einen Krater] flog zumindest noch „etwas“ durch die Atmosphäre und wurde weitere 1000 Kilometer vom Epizentrum entfernt beobachtet!
Wie gesagt: NACH der Explosion! Interessant ist die sehr geringe Fluggeschwindigkeit von nur 3 Kilometern pro Sekunde! 
Fassen wir kurz zusammen:
Zwei Objekte tauchen, mehr oder weniger zeitgleich, in die Atmosphäre ein, auf zwei verschiedenen Flugrouten rasen sie über Sibirien hinweg, bis der eine Flugkörper auf die Flugbahn des anderen einschwenkt. Es gibt kurz darauf eine gewaltige Explosion und nur noch ein Objekt fliegt weiter. War das „Südobjekt“ also der Verfolger und wurde 1000 Kilometer weiter als „Sieger“ einer potentiellen Auseinandersetzung gesichtet?
Rund 90 % der Augenzeugen berichteten, das „Südobjekt“ habe ausgesehen wie ein heller, weißer Ball, welcher von Süd gen Nord zog und keinen „klassischen“ Schweif hinterließ, wie wir ihn von anderen kosmischen Körpern her gewohnt sind. Stattdessen hatte das Ding eine Schleppe in Regenbogenfarben!
Beide Körper waren zu „flach“ und zu langsam unterwegs, um eine ballistische Schockwelle zu erzeugen; folglich musste die Explosion einen anderen Grund gehabt haben.
Das „Südobjekt“ hatte dabei wahrscheinlich 2000 Kilometer zurückgelegt, ohne abzustürzen. Von sich aus hätte es aber auch nicht mehr die Dynamik haben dürfen, die Atmosphäre gen All wieder zu verlassen – wenn man einen Gesteinsbrocken oder „schmutzigen Schneeball“ aus dem All unterstellt!
Der Knall
Was auch immer explodierte, es explodierte mit der Gewalt von 40–50 Megatonnen TNT, was umgerechnet 3000 Atombomben vom Typ Hiroshima entsprechen würde.
Gehört wurde der Knall noch 800 Kilometer vom Epizentrum entfernt. Im Umkreis von 200 Kilometern zerriss es Fenster, 2100 Quadratkilometer Wald und sonstige Vegetation wurden flachgelegt!
Der parallel einhergehende Lichtblitz verbrannte im Umkreis des Epizentrums 200 Kilometer Baumbestand. Alles in allem wurden 30 Millionen Bäume zerstört!
Das magnetographische und meteorologische Observatorium in Irkutsk registrierte einen 5-stündigen elektromagnetischen Sturm nach der Explosion. Es wurde errechnet, dass der „Knall“ in einer Höhe von 6–8 Kilometern stattfand!
Kuriositäten
Wer sich mit dem Tunguska-Phänomen schon beschäftigt hat, wird wissen, dass es nach der Explosion im russischen und europäischen Raum zu kuriosen Lichterscheinungen gekommen ist.
Eine fluoreszierende Substanz in der Atmosphäre erleuchtete über Tage hinweg weite Gebiete, in denen es nachts so hell wurde wie zur Morgendämmerung – und man konnte ohne Probleme Zeitung lesen! Wir wissen, dass es sich dabei um keine Nordlichter gehandelt haben kann.
Zu sehen waren etwa silberfarbene Wolken, helles Zwielicht und alle möglichen Licht- und Farbeffekte. Das Merkwürdige ist, dass dieser Lichterzauber nicht erst am 30. begann, sondern viel früher!
So wurde diese Anomalie bereits ab dem 20. bzw. 21. gesehen, wobei sich diese Effekte kontinuierlich verstärkten, um letztlich am 30. und danach in seine stärkste Phase zu treten!
Es gibt noch eine weitere Kuriosität
Das oben bereits erwähnte Irkutsker Observatorium verfügte auch über Seismographen. Die Tunguska-Explosion war so stark, dass diese auch als Bodenerschütterung registriert wurde. Nur 2 Tage davor gab es eine wesentlich stärkere Erschütterung, die gleichfalls als „Erdbeben“ aufgezeichnet wurde.
Was spielte sich in der Gegend VOR dem 30. ab? Gab es bereits am 28. eine vergleichbare „Verfolgungsjagd“ über dem Gebiet, mit einer noch stärkeren Explosion, aber geringeren Lichteffekten in Russland und Europa? Auf jeden Fall zeigte sich nirgendwo ein Einschlagkrater!
Schmetterlingseffekt
Die niedergelegten Bäume zeigten nicht in eine, sondern in zwei verschiedene Richtungen, was von oben betrachtet, aufgrund der Fallrichtung, den optischen Eindruck eines Schmetterlings ergab.
Der Physiker Mikhail Sadovsky erklärte diesen ungewöhnlichen Umstand damit, dass der Flugkörper eine „komplizierte Form“ gehabt haben muss.
Wobei man natürlich nicht ausschließen kann, dass es zwei unterschiedliche Einschläge im selben Gebiet gegeben hat, einmal am 28. und einmal am 30., siehe oben den Hinweis auf die beiden „Erdbeben“!
Anomalien
An zwei Orten um das Epizentrum herum stellte sich „beschleunigtes“ Baumwachstum ein. Unabhängig davon, ob es sich dabei um „überlebende“ Bäume handelte oder „Nachwuchs“.
Nordwestlich vom Epizentrum, unweit dem Kimchu-Fluss, und südöstlich vom Epizentrum, etwa am Khushwo-Fluss, wuchs die Flora 36-mal [sic!] schneller als sonst üblich! Biologen hatten versucht, dieses Phänomen zu erklären und zu reproduzieren, was ihnen jedoch nicht gelang.
Dieser unbekannte „Faktor“ sorgte auch für Fehlbildungen und Mutationen bei Insekten, Pflanzen und Menschen, wobei in dem Areal nur leicht erhöhte Radioaktivität gemessen wurde!
Datenvernichtung
Interessant ist, dass das sowjetische Meteoriten-Komitee systematisch Datenmaterial vernichtet hat:
So befragte man etwa Augenzeugen und kam auf 926 Beschreibungen zu Flugverhalten, Form, Sekundäreffekten usw. der einfliegenden Objekte. 212 Zeugenberichte verschwanden jedoch in der „Rundablage“, im Müll!
1500 Luftaufnahmen, 1938 aufgenommen, wurden 1975, auf Geheiß des Leiters des Meteoriten-Komitees Evgeny Krinov, verbrannt! Offensichtlich mochten gewisse Kreise nicht, dass dieses Rätsel jemals aufgeklärt wird oder die Überlegungen womöglich in die „falsche“ Richtung liefen!
1920 berichteten die Ewenken, also die Ureinwohner der Region, einem russischen Expeditionsteam, dass sie Metallfragmente entdeckt hatten, die heller schimmerten als eine Messerklinge. Auch diese sind nun nicht mehr auffindbar; landeten auch sie im Müll, oder wurden sie verbrannt?
Seltene Erden
Im Boden des Explosionsgebietes fanden sich die Elemente Terbium, Cer, Thulium [= 130-fach erhöht], Ytterbium [= 800-fach erhöht] und Europium [= 150-fach erhöht].
Der Autor geht davon aus, dass es sich hierbei um die Reste des explodierten Körpers handelt! Moderne Datenträger kommen ohne Terbium nicht aus und Europium verbessert die Leitfähigkeit von Halbleiterelementen.
Thulium wird in Atomkraftwerken als Neutronenabsorber eingesetzt, es spielt aber auch in der Lasertechnologie eine Rolle! Ytterbium wird zur Härtung von Stahl verwendet und von ihm gehen Röntgenstrahlen aus.
Resümee 
Russische Ufologen gehen heute von einem Krieg der Sterne über Sibirien aus, wenn sie an die Tunguska-Katastrophe denken! Auf jeden Fall muss sich etwas sehr Stranges abgespielt haben an jenem 30. Juli 1908, Ortszeit 7:16 Uhr!ʬ
Der Anunnaki der Jakuten
Meine U-Bahn-Lektüre im Coronamonat Februar 2020 war „Östlich der Sonne“ von Klaus Bednarz. Darin schilderte er eine eigene Sibirien-Expedition von 2001 und ging dabei auch jeweils auf die Mythologien der dort lebenden Völker ein.
Interessant ist die jakutische Überlieferung über den Gott ETYGEJ, „der im Himmel geboren wurde“, und über den es heißt, dass er das erste Pferd und den ersten Menschen [=in dieser Reihenfolge!] an den Gestaden des sibirischen Flusses LENA erschaffen hat! 
Aufschlussreich ist nun eine Entdeckung, die Etygejs Eifer bestätigen könnte, denn ausgerechnet dort, wo die Überlieferung dieses sibirische „Eden“ verortet, fand sich tatsächlich etwas:
„Professor Dr. Jurij Motschanow […], hat im Jahr 1982 eine Entdeckung gemacht, die wie nur wenige der letzten Jahrzehnte die archäologische Fachwelt in Erstaunen versetzte und polarisierte.
Bei Grabungen in der Nähe der Siedlung Diring-Jurjach – von Jakutsk 140 Kilometer stromaufwärts am rechten Ufer der Lena gelegen – stieß er auf Steinwerkzeuge und Waffen, wie man sie zuvor in Tansania, Kenia und Äthiopien gefunden hatte. 
Diese afrikanischen Artefakte galten bis dahin als die ältesten Spuren der Menschheit. Doch die sibirischen Funde ähneln ihnen ‚wie ein Tropfen Wasser dem anderen’.
Nach Überzeugung von Professor Motschanow sind sie 1,8 bis 2,5 Millionen Jahre alt, ‚mindestens genauso alt wie die ältesten Funde in Afrika’. […] alles Werkzeuge, meist aus Quarz, alle von Menschenhand bearbeitet: Faustkeile, Schaber, Dorne, Speerspitzen“. 
Was genau Etygej war oder ist, wird auch den Jakuten nicht wirklich klar gewesen sein. Unweit Lenas „Eden“ befindet sich ein Fels, über den es heißt:
„Für die Jakuten beginnt auf den Spitzen des Felsmassivs das Reich der Zauberer, der bösen und guten Geister, die alle Phasen des Lebens bestimmen. Die jakutische Regierung erklärte den Lena-Felsen 1995 zum ersten Nationalpark“.
Ähnlich „verschroben“ präsentiert sich uns auch der Baikalsee mit seiner irdischen und vor allem überirdischen Gefolgschaft: 
„Den Burjaten, den Ureinwohnern am Baikalsee, gilt er als schrecklich und heilig zugleich; als Ort, wo böse Götter wohnen, die Söhne des burjatischen Gottes Ucher, der Verderben bringende Winde schickt. Sie bestrafen jeden, der es wagt, sich mehr als zwei bis drei Kilometer vom Baikal-Ufer weg auf ihr heiliges Territorium zu begeben. [..]
Die Chinesen wussten damals schon, dass sich der Baikal im Winter mit Eis überzieht, und sie glaubten, dass die Bewohner der nördlichsten Gebiete Sibiriens Riesen seien – eine Vorstellung, die auch in unzähligen Legenden der Nordvölker überliefert ist, in denen von ‚mythischen Giganten des Eismeeres’ berichtet wird.“ʬ
Atlantis in Sibirien?
Beim Krämer meines Vertrauens habe ich das Buch „Der Mensch kam aus Sibirien“ von meinem Landsmann, dem Archäologen Alexej Pawlowitsch Okladnikow, erstanden. Es ist recht interessant geschrieben; behandelt werden verlassene Städte, Monolithanlagen, archäologische Funde usw. in Sibirien.
In der Vergangenheit hat Leserin Anastasia mir einige Links zum Thema zukommen lassen, in denen gerade die beeindruckenden Anlagen, bestehend aus enormen, tonnenschweren Steinen, behandelt worden sind (ich finde sie gerade nicht, vielleicht liest Anastasia gerade mit und kann sie mir nochmals schicken? ;-)
Ich war auch nicht wirklich erstaunt, im Buch dort auf Seite 71 eine Statuette abgebildet zu finden, die aus Kondon stammt, auf das Neolithikum datiert ist und eine Gestalt zeigt, die wie ein „Grey“ aussieht und mich an die Vinča-Figuren aus Serbien erinnert! 
Die Hypothesen über die sibirische Kultur
Über den Hintergrund der sibirischen Aktivitäten ist viel spekuliert worden, dazu der Autor:
„Unter den vielen Hypothesen über die Schöpfer dieser alten Kultur tauchte im 18. Jahrhundert jene des gelehrten Abtes Jean-Sylvain Bailly auf, der sie den Atlantiden des Plato zuschrieb. […] schrieb er, dass Atlantis keineswegs von den Wogen verschlungen und nicht Opfer einer Vulkankatastrophe wurde.
Atlantis befand sich vielmehr, wie Bailly versicherte, in der Tiefe des asiatischen Kontinents, etwa in der Gegend des heutigen Minussinsk am Jenissej, wo in der Vergangenheit ein ‚aufgeklärtes Volk wohnte, das als erstes die Wissenschaft erfand und das Menschengeschlecht lehrte’.
Von wem sonst als den Bewohnern von Atlantis konnten – nach Baillys Meinung – diese grandiosen Kurganfelder stammen, auf denen tonnenschwere Steinplatten standen, von wem die erstaunlichsten Erzeugnisse aus Gold und Silber mit Abbildungen von sagenhaften Ungeheuern, die rätselhaften Stellen, mit Schriftzeichen einer unbekannten Sprache bedeckt?“ 
Kurios ist übrigens, dass der Sibiriologe Okladnikow im Jahre 1908 geboren wurde, dem Jahr des Tunguska-UFO-Crashs… ;-)
Künstlicher Kanal am Baikalsee?
Über Sibirien kommen einem über Umwege die tollsten Gerüchte zu Ohren. Derzeit lese ich gerade das Buch „Ballade vom Baikalsee“ von Klaus Bednarz †.
Auf Seite 16 geht er kurz, zu kurz für meinen Geschmack, auf lokale Spekulationen ein, demzufolge der Baikalsee mittels eines Kanals mit dem Nordmeer verbunden ist, was ein ziemliches Wegstück darstellt. Allerdings würde mich so was nicht verwundern, in Sibirien gibt es ja eine ganze Reihe merkwürdiger „Bauanlagen“!ʬ

🎩
War Herr Professor
Georg Friedrich Daumer
ein früher Forteaner?
Oder Mr. Charles Hoy Fort
ein später Daumerianer?

Professor Georg Friedrich Daumer wird dem aufmerksamen Blogstudenten im Zusammenhang mit dem Kriminalfall Kaspar Hauser bekannt sein. Er war Lehrer, Freund und Ziehvater des Findlings. Zu seinem Schicksal verfasste er drei Bücher, unabhängig davon sind auch seine privaten Notate zu Hauser in den 1990er-Jahren veröffentlicht worden.
Daumer publizierte eine ganze Reihe religiöser und philosophischer Schriften, in denen er – und das war mir neu – auch Meldungen aus wissenschaftlichen bzw. zeitgenössischen Büchern & Magazinen übernahm, in denen anomalistische Phänomene und höchst ungewöhnliche Naturerscheinungen thematisiert worden sind!
Damit nahm er die Arbeit des 1874 geborenen Charles Fort voraus, der seine Zeit, in Bibliotheken sitzend, damit verbrachte, angelsächsische Literatur zu durchforsten, um auf Kuriositäten, Wunder, Manifestationen und Phänomene zu stoßen! Die Funde wurden dann auf Karteikarten übertragen und bildeten so den Grundstock für drei Bücher, welche übrigens auch in Deutschland veröffentlicht worden sind!
Daraus bildete sich der „Forteanismus“, wie dieser neue Interessenszweig in Anlehnung an den Namen des „Begründers“ genannt wurde. 
Nach seinem Dahinscheiden nahmen andere Personen den Faden auf, was sich aber nicht nur in Literaturstudien erschöpfte, sondern sich auch durchaus handfest in Feldforschung niederschlug bzw. immer noch niederschlägt.
Wenn man so will, ist auch dieser Blog ein Beispiel für solch eine Arbeitsweise, wobei meine Kollegen und ich die Sache dahingehend anders angehen, da wir erst in schriftlichen Überlieferungen suchen, wo sich in der Vergangenheit Manifestationen eingestellt haben, um diese dann in der Gegenwart zu untersuchen.
Da sich entsprechende Hotspots über Jahrhunderte hinweg halten, auch wenn die Erscheinungen dort, dem phänomenologischen Zeitgeist folgend, eine Transformation erfahren!
Wo früher kopflose Reiter, schwarze Hunde, „Aufhocker“ und „Hexen“ manifest waren, sind es heute „Außerirdische“ mit ihren Weltraumschiffen oder eben Kryptide!
Daumer scheint bereits vor Fort Forteaner gewesen zu sein, oder Fort Daumerianer, wobei man wohl ausschließen kann, dass dieser den Deutschen kannte!
So wundert man sich also nicht, dass Daumer in seinem Buch „Kaspar Hauser – Wesen, Unschuld, Erduldung“ auch auf eine Lichterscheinung in Halle eingeht! Ob damit Daumer auch der erste deutsche Ufologe war, wird sich erst noch zeigen müssen!
Jedoch hat er ein ausgesprochenes „Anomalien-Buch“ mit dem Titel „Das Reich des Wundersamen und Geheimnisvollen“, erschienen 1872, veröffentlicht.
Ich habe es bisher [August 2026] noch nicht gefunden, weder in der Originalausgabe noch als Reprint. Sobald es jedoch aufgespürt worden ist, wird es einer dezenten Rezension unterzogen werden.
Vielleicht offenbaren sich dort auch ufologische Phänomene? Diese waren in jener Epoche nicht selten!
Doch sehen wir uns das von Daumer entdeckte Illuminationsgeschehen in Halle etwas genauer an, welches sich im November 1871 einzustellen pflegte! 
Seine Quelle ist: Kleine Gäa. Jahrgang VIII. 1872 Heft 3!
„Am 14. November hat sich das in seiner Ursache von der Wissenschaft noch völlig unergründete Erdlicht während der ganzen Nacht mit auffallender Intensität gezeigt; die Nacht war erhellt ohne Mond- und Sternenschein.
Die Helle erreichte gegen 12 Uhr [=Mitternacht!] einen so beträchtlichen Grad, dass man im Freien deutlich kleinere Druckschrift zu lesen vermochte und dass dem Auge sehr ferne Gegenstände der Landschaft sichtbar wurden, erhellt wie in der Frühdämmerung im Sommer.“ 
Ein Nordlicht wird es nicht gewesen sein, ein solches wäre erkannt worden. Irgendwie fühle ich mich erinnert an die Illumination in Zentraleuropa 1908, nachdem in den Weiten Sibiriens das Tunguska-Objekt explosiv in Erscheinung getreten ist!ʬ
Frühe Prä-Astronautik
2015 habe ich u. a. von Nicholas Goodrick-Clarke „Die okkulten Wurzeln des Nationalsozialismus“ gelesen. Behandelt wird darin auch die Arbeit des Guido von List. Erstaunlich ist, dass dieser bereits 1911 Gedankengänge der „Prä-Astronautik“ vorwegnahm. Zitat:
„Er erwähnte auch die Luftschiffe und Zyklopenbauten der Atlantier. […] List behauptete auch, dass die prähistorischen Megalithe und Wackelsteine in Niederösterreich das Überleben einer atlantischen ‚Insel’ mitten im modernen Europa bewiesen“. [S. 53ff]

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