🎙️ CROPfm: Lagerfeuer #23 • Freitag, 2. Oktober 2026 • 19h

Der Herbst ist eingezogen und hat der Sommerhitze ein wohlverdientes Ende bereitet, zumindest vorerst. Doch keine Sorge, ein CROPfm Lagerfeu...

📰 Leitartikel: Wenn UFOs nicht wie UFOs aussehen

📰 Leitartikel: Wenn die Technik Geister sieht...

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11/09/26

🔎👻
Kleine Geisterkunde

In seinem Buch „Niemand stirbt für alle Zeit“ widmet sich der kanadische Autor Ian Currie einer breiten Palette vermeintlicher Jenseitsbeweise. Das Spektrum reicht von klassischem Spuk über Nachtodeskontakte bis hin zu Besessenheit. Ob diese Anekdotensammlung in ihrer thematischen Weite nicht zu sehr auf Kosten der Tiefe geht, muss letztlich jeder Leser selbst entscheiden. 
Nachtodeskontakt 
Umfragen in England, Wales und Kanada unter Witwen und Witwern ergaben, dass rund 50 % von ihnen ihrem verstorbenen Partner nach dessen Tod begegnet seien – teilweise mehrfach. Unklar bleibt jedoch, ob dabei tatsächlich Informationen ausgetauscht wurden oder überhaupt eine Form von Kommunikation stattfand. 
Medien/Sensitive 
Besonders aufschlussreich erscheinen die Berichte von Medien und Sensitiven, die entweder mittels Trance oder Hypnose – oder auch ganz ohne solche „Hilfsmittel“ – angeblich Geister wahrnehmen und mit ihnen kommunizieren können. Auffällig ist dabei ein wiederkehrendes Motiv: 
Viele dieser Entitäten wissen offenbar nicht, wohin sie gehören. Sie starben, verließen ihren Körper – und blieben dann auf der Erde hängen. Kein Tunnel, kein Licht, keine verstorbenen Verwandten als Empfangskomitee. Die populäre Jenseitsliteratur zeichnet bekanntlich ein deutlich komfortableres Bild. 
Manch einer dieser „Zurückgebliebenen“ kommt dabei auf dumme Gedanken und beginnt zu spuken – was kaum verwundert, wenn man über zu viel Freizeit verfügt, weder schlafen noch zur Arbeit muss. 
Interessant ist zudem die Behauptung, das Spukgeschehen gehe nicht von der eigenen Energie der Geister aus. Stattdessen sollen sie sich bei Lebenden „anzapfen“, was die häufig berichteten Erschöpfungszustände der Betroffenen erklären würde. 
Astralkörper und Doppelgänger 
Medien berichten ferner, nicht nur Geister, sondern auch Seelen bzw. Astralkörper von Menschen wahrnehmen zu können, die sich in einem außerkörperlichen Zustand befinden. Letztlich dürften Geist und Seele identisch sein – der Unterschied besteht lediglich darin, dass der eine noch über einen physischen Leib verfügt, der andere nicht mehr. 
Ein prominentes Beispiel liefert das amerikanische Medium Christine Whiting. In einem Experiment konnte sie den „zweiten Körper“ von Alex Tanous sehen, der bewusst seinen Körper verlassen hatte und sich zu einem vorher festgelegten Zeitpunkt in einem bestimmten Raum einfinden sollte. Whiting sah ihn, nannte die korrekte Uhrzeit und beschrieb seine Kleidung – identisch mit derjenigen, die Tanous physisch tatsächlich trug. 
Todesnaherlebnisse und die „Lichtstadt“ 
Auf meinen diversen Blogs habe ich bereits mehrfach darauf hingewiesen, dass das Jenseits in vielen Berichten erstaunlich planetar erscheint: mit Natur, Städten, Gebirgen, Monden und Sternen. Ein junger amerikanischer Soldat schilderte nach einem Todesnaherlebnis im Jahr 1943 eine sogenannte „Lichtstadt“: 
„Ich sah eine Stadt – aber eine Stadt, falls so etwas verständlich ist, die aus Licht bestand. […] Mauern, Häuser und Straßen schienen selbst Licht zu verströmen, und Wesen aus reinem Licht bewegten sich darin.“ 
Solche Schilderungen führten mich zu der Überlegung, dass das „Jenseits“ womöglich ein eigener Planet ist, dessen Bewohner ihren physischen Leib abgelegt haben und nun mittels Inkarnation durch das Weltall ziehen – um es aus der Perspektive des „Einheimischen“ zu erforschen. 
Ektoplasma 
Über Ektoplasma habe ich bereits in früheren Blogs berichtet. Neu war für mich jedoch, dass diese bei Séancen auftretende Substanz tatsächlich chemisch analysiert wurde. Das Ergebnis: Albumin und Aminosäuren – kurz gesagt Protein. 
Limbus 
Noch unerquicklichender als das Vergessenwerden auf der Erde ist offenbar ein Zustand, den Currie als „Limbus“ bezeichnet – handfest auch als Hölle beschreibbar. Dort sollen Menschen landen, die Selbstmord begingen oder „nicht wunschgemäß“ lebten. Die religiösen Glaubenssätze würden somit durch angebliche Augenzeugenberichte bestätigt. 
Besessenheit und Walk-ins 
Auch das Phänomen der Besessenheit spielt im Buch eine Rolle: körperlose Seelen, die auf der Erde festhängen, drängen sich in einen Körper, der bereits „vermietet“ ist. Neu war für mich die Behauptung, dass man diese ungebetenen Untermieter mittels statischer Elektrizität wieder vertreiben könne. 
Verstorbene als Omen 
Nicht selten sollen Verstorbene zudem als Todesomen auftreten und den nahenden Tod ankündigen. Ein entsprechendes Beispiel findet sich in der Biographie „Otto der Große“ von Johannes Laudage: 
„Es ist nämlich von einem Traumgesicht die Rede, das Abt Liudolf sehr erschreckt habe. Erzbischof Wilhelm sei ihm im Schlafe erschienen und habe ihm in derselben Nacht, in der er tatsächlich verstarb, seinen bevorstehenden Tod angekündigt.“ 
Resümee 
Currie hat meines Erachtens zu viele anomalistische Teilbereiche in ein einziges Buch gepackt – weniger wäre hier mehr gewesen. Aufschlussreich hingegen ist der Hinweis auf die „vergessenen Toten“, für die sich offenbar niemand interessiert. 
Ich frage mich, ob dies womöglich der Normalzustand ist. Muss man sich dann selbst einen neuen Körper suchen, der sich gerade im Werden befindet – so, wie es aus zahlreichen Reinkarnationsberichten überliefert ist? 
Vielleicht sind Tunnel und Licht gar keine natürlichen Einrichtungen, sondern bewusst geschaffene Strukturen – eingerichtet von jemandem, der sich der Seelen bemächtigen möchte, die sich sonst frei auf der Erde tummeln würden!ʬ

31/08/26

💣💥
Prophetische Träume?
Wer manipuliert die Geschichte?

2018 habe ich u.a. das Buch DER EINZELGÄNGER von Helmut Ortner gelesen. Es geht darin um den „Hitler-Attentäter“ Georg Elser. Wobei die Bezeichnung „Hitler-Attentäter“ so nicht korrekt ist, da er 8 Tote und 63 verletzte Unschuldige „produziert“ hat, nur Hitler war nicht dabei! 
Als Elser nach seinem dilettantischen Attentatsversuch gen Schweiz geflüchtet ist, wurde er vom Zollbeamten Xaver Reitlinger geschnappt. Interessant ist der Umstand, dass Reitlinger bereits Wochen vor der Gefangennahme von dieser geträumt hatte und davon seiner Frau, als auch seinem Postenführer erzählt hat. Die Festnahme Elsers sei dann fast identisch zu seinem Traum verlaufen. [S. 10f] 
Da fragt man sich: Wie „deterministisch“ ist die Realität und wer schrieb das Drehbuch? Das Traktat war, nachdem man sich eingelesen hatte, doch interessanter als angenommen: 
Elser hatte, um an Sprengstoff zu kommen, bei einem Steinbruch unweit Königsbronn angeheuert. Sein damaliger Chef sagte aus, dass er dort Kontakt zu einem Karl Kuch hatte. Dieser war gebürtiger Königsbronner mit Wohnsitz in der Schweiz. 
Kuch soll versucht haben, den Besitzer des Steinbruches als Spion zu akquirieren, und erwähnte, dass „wir“ [also die Gruppe, der er angehörte] Hitler „noch in diesem Jahr“ [also 1939] „erledigen werden“. [S. 152] 
Es ist also schon ein merkwürdiger Zufall, dass der Attentäter in spe, Elser, an jemanden gerät, der zu einer [unbekannten] Organisation gehörte, die Hitler ebenfalls töten wollte! Übrigens war man im dritten Reich auch nicht sonderlich bemüht, die wahren Drahtzieher des Attentates ausfindig zu machen! 
Es ging vor allem Himmlers SS und der Gestapo bzw. auch Goebbels darum, aufgrund der weltpolitischen Großwetterlage, eine internationale Verbindung nach London nachzuweisen, was so aber nicht gelang. Elser war Mitglied im [1939 illegalen] Rotfrontkämpferbund kurz RFB [rotes Gegenstück der SA]. 
Als man ihn an der Grenze erwischt hatte, trug er das Abzeichen der Truppe an seinem Revers! Erkennungszeichen für die Genossen auf der anderen Seite der Grenze, die dort auf ihn warteten? 
Möglich, dass er im Rahmen des RFB eingesetzt wurde, was man aber geheim hielt, da es in der Propaganda des dritten Reiches ja hieß, dass man die einheimischen Kommunisten bereits längst zerschlagen habe. 
Und da wäre ein fast „gelungenes“ kommunistisches Attentat auf den Staatsführer ein Armutszeugnis gewesen, nicht zu vergessen ist hier auch der Hitler-Stalin-Pakt vom 23. August 1939! Bis Barbarossa hatten beide Seiten, UdSSR und drittes Reich, Kreide gefressen, was die gegenseitigen Beziehungen betrifft! Der Fall Elser wäre im Sommer 1941 politisch wohl ganz anders ausgeschlachtet worden! 
Die Geschichte um Elser ist wirklich sehr merkwürdig: 
Er hat zu Protokoll gegeben, dass er 3 Monate, oder genauer 30 Tage, im Bürgerbräukeller „gearbeitet“ hat. Seine Zielsetzung war, eine dort im Veranstaltungssaal befindliche Säule auszuhöhlen und darin die von ihm gebaute Bombe zu platzieren. Dabei hat er sich jeweils immer einschließen lassen, 30 Tage hintereinander, ohne erwischt zu werden! 
Lediglich einmal sei er beim frühmorgendlichen Aufschließen aufgefallen und konnte sich mit einem auszudrückenden Furunkel herausreden. Nachts arbeitete er mit Hammer und Meißel, während sich gleichzeitig ein Luftschutzwart im Gebäude befunden hat. Der muss wohl schwerhörig und blind gewesen sein! [S. 182] 
Den anfallenden Schutt hat er parallel einher auch beseitigt und dabei [im verdunkelten Raum, der nur von einer Taschenlampe illuminiert war, vor der ein Tuch hing, um den Lichtkegel abzudecken] auch Tische, Stühle, Tischdecken, den Boden und alles, was sich im Saal befunden hat, so gründlich gereinigt, dass keine Spuren mehr zu sehen waren! 
Ich weiß ja nicht, ob die Gestapo-Beamten die Geschichte wirklich geglaubt haben… Es wird aber noch bunter: 
Elser wollte in die Schweiz. Die Wahrscheinlichkeit, dass man in Deutschland auf seine Spur gekommen wäre und einen Auslieferungsantrag an die Eidgenossen gestellt hätte, ist sehr hoch. Auf die Frage, wie er sich das denn gedacht habe, antwortete er, Originalzitat: 
„Ich hatte mir auch überlegt, dass es unter Umständen möglich sein könnte, dass ich von der Schweiz an Deutschland ausgeliefert werden würde. Dem wollte ich dadurch vorbeugen, dass ich bestimmtes Material, von dem ich glaubte, dass es für die Schweizer militärischen Stellungen interessant sei, mitnahm“. [S. 187] 
Wir erinnern uns: 
Glaubt man den heutigen Historikern, war Elser an Einzeltäter, ein einfacher Handwerker. Welche bedeutsamen Militärinformationen könnte er mit sich geführt haben, und wer hat ihn damit versorgt? 
In den Unterlagen des Zolls wird ein entsprechender Fund nicht aufgeführt, womöglich hat die Gestapo dafür gesorgt, dass brisante Akten in Elsers Besitz nicht aufscheinen!? 
Wer sich mit der jüngeren Geschichte Deutschlands beschäftigt, wird wissen, wie es im dritten Reich Widerstandsgruppen [„Weiße Rose“, Stauffenberg & Operation Walküre etc.] ergangen ist. Entweder wurde sofort exekutiert, oder die Angeklagten landeten beim stimmgewaltigen Präsidenten des Volksgerichtshofs, Roland Freisler, und wurden dann exekutiert. 
Wer aber über die Haftbedingungen von Elser liest, reibt sich verwundert die Augen. Er wurde ins Lager Sachsenhausen verbracht und dort einer „Sonderbehandlung“ zugeführt: 
Er hatte eine Einzelzelle. Diese war mal größer als die der anderen Gefangenen, darin befand sich auch eine Werkstatt. Für das Lager übernahm er Aufträge [Buchregale, Stühle, Schubladen etc.], die mit Zigaretten bezahlt wurden. 
Er bekam besonders gute Verpflegung und vertrieb sich seine Zeit mit Musik, er spielte Zither. In Sachsenhausen war er der am besten bewachte Gefangene, wurde von anderen Sträflingen isoliert und hatte zwei Bewacher ganz für sich alleine. Als die Russen anrückten, verbrachte man ihn nach Dachau, und dort wurde er, als die Amerikaner kamen, am 9. April 1945 erschossen. [S. 214] 
Wie sich diese „Sonderbehandlung“ erklärt, bleibt offen. Die Hypothese, dass man den Württemberger Elser nach dem [für Deutschland siegreichen] Weltkrieg nach London verbringen und dort anklagen wollte, ist absurd, es gab nämlich keinerlei Anhaltspunkte, die gegen UK wiesen, sonst wäre dies im Rahmen der Propaganda ["Seelöwe"] von Goebbels bereits im Vorfeld ausgeschlachtet worden!
✔ Postskriptum: 
In „Die 42 Attentate auf Hitler“ von Will Berthold fand ich weitere Anekdoten zum Elser-Attentat! Zum Umstand, dass Hitler 42 mal Mordversuchen entging, schrieb der Autor: 
„[…] dass der Diktator zahlreiche Anschläge nur durch eine beispiellose Serie schier unglaublicher Zufälle überlebt hat“. 
Hitlers Ansicht, von der „Vorsehung“ geleitet zu sein, hatte mit den überlebten Attentaten zu tun und einer „Kuriosität“ im Ersten Weltkrieg: 
Im Schützengraben mit seinen Kameraden essend, vernahm er plötzlich eine innere Stimme, die ihn aufforderte, sich einen anderen, entfernten Sitzplatz zu suchen. Diese Botschaft war penetrant und wiederholte sich, bis Hitler gehorchte. Kurz darauf schlug eine Granate ein und tötete seine Kameraden, während ihm kein Haar gekrümmt wurde. In seinen „Tischgesprächen“ brachte Hitler ähnliche Anekdoten aus Kindheit und Jugend. 
[=Das Gegenteil zu Hitlers „Vorsehung“ und Glück wäre die Pechsträhne der Kennedys, die mit immer neuen Unglücks- und Todesfällen belastet sind!] 
Offenbar hatte Hitler auch einen „Riecher“, der ihn immer wieder dazu brachte, Tagespläne über den Haufen zu werfen. So misslang Elsers Mordversuch, da Hitlers Rede im Bürgerbräukeller wesentlich kürzer ausfiel als vorgesehen: 
„Später sollte Hitler zu seinem Leibfotografen Hoffmann bemerken: ‚Ich hatte so ein eigenartiges Gefühl. Ich wusste selbst nicht, warum es mich wegtrieb aus dem Bürgerbräukeller’“. 
Elser, der während seiner Haft in Dachau angab, den Auftrag zum Bau der Bombe von der SS erhalten zu haben, wurde durch Himmler angeordnet einer „Sonderbehandlung“ unterzogen. Er wurde nicht nur hypnotisiert, es wurde auch ein Hellseher zu Rate gezogen, um Licht in die Angelegenheit zu bringen! 
Georg Elsers Attentat auf Hitler scheint nicht nur eine irdische, sondern auch eine überirdische Wechselwirkung gehabt zu haben, wie man oben lesen kann! 
Interessant ist nun, dass der gebürtige Schweizer Karl Ernst Krafft, ein Astrologe und Nostradamus-Exeget, ebenfalls eine Vorahnung davon hatte! Der gebürtige Schweizer arbeitete in Deutschland beim Reichssicherheitshauptamt (RSHA)! 
„Am 2. November 1939 schickte Krafft seinem Kontaktmann im RSHA einen Bericht, in dem er voraussagte, dass Hitlers Leben vom 7. bis 10. November 1939 in Gefahr ist. Konkret schreibt er, dass die Möglichkeit eines Attentatsversuchs durch Explosivstoffe besteht!“ 
Nachlesen kann man das in Stephan Berndts Buch „Hellseher und Astrologen im Dienste der Macht – Die geheimen Einflüsse auf Politiker und Herrscher“! Nach dem Attentatsversuch vom 8. November 1939 im Bürgerbräukeller war das eidgenössische Medium natürlich der Tat verdächtig und wurde von seinem Wohnort Urberg nach Berlin gebracht, konnte dort jedoch seine Unschuld beweisen! 
Urberg ist ein Ortsteil der Gemeinde Dachsberg (Südschwarzwald) im Landkreis Waldshut. Elser stammte aus Hermaringen, einer Gemeinde im heutigen Baden-Württemberg, beide Orte sind gut 185 Kilometer voneinander entfernt. 
Der letzte Wohnort Elsers, bevor er nach München zog, war Jebenhausen, ca. 155 Kilometer von Urberg entfernt. Die Entfernung zwischen München und Urberg beträgt etwa 260 Kilometer, alle Entfernungsangaben in Luftlinie! 
Elser wollte in die Schweiz flüchten und wurde an der Grenze gefasst. Krafft stammte von dort, möglich, dass aufgrund der relativen Nähe zum Attentäter und deren beiderseitiger Verbindung zur Schweiz hier eine gewisse Wechselwirkung herrschte! 
Himmler [=SS] setzte seine besten Medien ein, um den Attentäter zu finden, doch überschnitt sich Elsers Verhaftung mit der paranormalen Suche! Wenn man sich die Tatsachen vergegenwärtigt, fallen einem gleich drei mediale Warnungen auf: 
1. Der Wahrtraum des Zollbeamten; 
2. Hitlers schlechtes Gefühl, welches seinen Aufenthalt im Bürgerbräukeller verkürzte; 
3. Die Vision, die Krafft zugestellt worden ist! 
Elser hatte es also nicht nur mit dem ganzen Sicherheitsapparat des Dritten Reiches zu tun, auch ein weiterer Mitspieler versuchte ihm aus dem Hintergrund heraus einen Strich durch die Rechnung zu machen! Bei solchem Support verwundert es nicht wirklich, dass Hitler 42 Attentatsversuche überlebt hat!ʬ

23/08/26

🗡️🎩
Caspars Visionen:
Wurde Hauser eingekerkert
und ermordet weil
er ein Medium war?

Kaspar Hauser war noch außergewöhnlicher als von mir anfangs angenommen. Grundlage meines Erstaunens ist das Buch KASPAR HAUSER – Augenzeugenberichte und Selbstzeugnisse von Herrmann Pies. In diesem kommen Zeitgenossen Hausers, Hauser selbst und amtliche Verlautbarungen und Verhörprotokolle zu Wort. Dabei finden sich viele Hinweise auf seine außergewöhnlichen Befähigungen!
Hauser konnte etwa ausgesprochen scharf und weit sehen, schärfer und weiter als Personen, die er mit diesen Fähigkeiten verblüffte. Er sah in der Nacht wie am Tag und konnte in tiefster Finsternis Farben erkennen. Er hörte ausgesprochen gut und vernahm anfahrende Kutschen, Spaziergänger oder durch die Gassen ziehende Hochzeitsgesellschaften und Kapellen weit vor anderen Personen.
Das Gleiche bezog sich auf seinen Geruchssinn, der selbst feinste homöopathische Ausdünstungen auf 100 Schritte und mehr identifizieren konnte. Daneben verspürte er Metalle, ohne diese sehen oder anfassen zu müssen. Hatte jemand zu Testzwecken etwas mitgebracht, vermochte Hauser diese sofort zu bestimmen!
Doch auch zu Übersinnlichem hatte er Talent! Präkognition, also das Wissen um Dinge, die kommen, gehörte dazu!
Am 17. Oktober 1829 sollte Hauser ermordet werden. Er lebte damals bei seinem Vormund Professor Daumer in Nürnberg. Als er gerade auf dem Abtritt saß, erschien vor ihm ein dunkel gekleideter Mann, der ihn mit einem großen, scharfen Gegenstand auf den Kopf schlug. Dieses Attentat misslang, und was blieb, war eine tiefe Narbe!
Interessant ist, dass er vor diesem Überfall von Ahnungen und Träumen geplagt wurde:
Er träumte, eine schöne männliche Gestalt in weißem Gewand trat vor sein Bette und reichte ihm einen Kranz mit dem Bemerken dar, dass er in vierzehn Tagen sterben werde. 
Hauser sagte zurückweisend, er sei noch nicht lange auf der Welt und möge noch nicht sterben, worauf jener entgegnete, es sei um so besser, wenn er, ohne lange gelebt zu haben, von der Welt scheide. 
Hierauf legte der Mann den Kranz auf einen Tisch. Hauser stand auf, ihn zu nehmen, da begann derselbe zu glänzen, und wie er immer heller und heller glänzte, sagte Hauser „Ich will sterben“ und wachte bald nachher auf.
Der himmlische? Bote irrte, Hauser überlebte dieses Attentat, erst das nächste und letzte sollte sein Leben kosten! Über Hausers Ahnungen schrieb Professor Daumer:
„… fingen die Ahnungen am Montag und Dienstag vor dem Sonnabend an, an welchem die Tat geschah, sich zu regen an, und trat am Mittwoch mit voller Bestimmtheit ein. Es befielen ihn des Morgens Angst und Frostschaudern mit der Vorstellung verbunden, es werde jemand kommen und ihn umbringen. Dieses Gefühl hatte er die vier Tage lang bis zur Begebenheit. [...]
Wenn er allein im Zimmer war, kam es ihm vor, als sei ein unbestimmter Mann darin, auf der Straße, als gehe ihm ein Mann nach, nach welchem er sich auch umsah. [...] Es befiel ihn, mitten auf dem Markte unter vielen Menschen mit Frostschaudern und Vorstellungen von Ermordung, die heute oder morgen an ihm geschehen werde, so dass er seine Begleiterin, eine Person meines Hauses, ohne ihr jedoch einen Grund zu nennen, antrieb, nach Hause zu gehen. [...]
Bis zum Sonnabend ward es mit jedem Tag ärger; gleich als er am Sonnabend aufwachte, befiel es ihn mit der größten Stärke, und höchst schmerzhaft wurde ein grabendes Gefühl in der Brust. Nicht lange vor der Begebenheit klagte er mir sein Unwohlsein und bat um Erlaß einer Lehrstunde“.
Hauser hatte erwartet, im Freien angegriffen zu werden, tatsächlich aber erwischte es ihn auf dem Lokus! Ähnliche Ängste und Ahnungen plagten ihn auch 1833, als er final ermordet wurde!
CASPAR das Medium?
Die Kaspar Hauser Forschung forscht, seit Kaspar Hauser das Erdenrund zu Nürnberg erklommen hat. Aber diese Forschung fragt niemals nicht, warum er so anders war, ganz und gar! Sollten 10 Jahre in einem Kerker ihn zum Supermann gemacht haben?
Isolation als Einstieg in die PSI-Welt? Und wieso lassen sich ähnliche Effekte nicht bei anderen Langzeithäftlingen nachweisen? Die nehmen ob der Isolation eher Schaden, als ihr Bewusstsein zu erweitern!
Wir wissen ziemlich sicher, dass Hauser vor seinem 7. Lebensjahr eingesperrt worden ist. Zeit genug, festzustellen, dass das Kind CASPAR über Fähigkeiten verfügt, die viele seiner Zeitgenossen womöglich erschrocken haben.
Landete er im Verließ, weil er den anderen unheimlich war? Stammte er gar von einer sehr gläubigen Familie ab, die ihn als Wechselbalg ansah und verschwinden ließ? Und wurde er ermordet, weil sich seine Gabe nach einem Jahrzehnt nicht verflüchtigt, sondern aufgeblüht war?
Kaspar kann ein badensischer Erbprinz gewesen sein, doch in der ihm zugesprochenen Ahnenreihe erwuchs niemand mit ähnlichen Gaben ... woher also nehmen, wenn nicht stehen?ʬ

21/08/26

📜
„Mentalist“ Jesus und
die Erde als Seelengefängnis

Es gibt Bücher, die so ungewöhnlich und strange sind, dass sie selbst mich verwundern, obwohl ich, was High-Strangeness betrifft, außerordentlich abgehärtet bin. Einer dieser Titel ist Die biblischen Wunder vom tschechischen Parapsychologen Professor Milan Rýzl. Es geht darin um Versuche, die kurz nach dem Zweiten Weltkrieg, genauer 1948/1949, in Prag durchgeführt worden sind. Mir ist nicht klar, ob dies im staatlichen Auftrag erfolgte oder auf die private Initiative der Forscher zurückzuführen war. 
Beteiligt waren zwei sehr begabte weibliche Medien, 16 und 21 Jahre alt, die ihre Fähigkeiten bereits bei anderen Versuchen unter Beweis gestellt hatten. So war es ihnen möglich, „versteckte“ Gegenstände an anderen Orten zu finden und zu beschreiben; sie sagten zukünftige Ereignisse voraus, unter anderem einen Sportunfall, der einem der Medien selbst widerfahren sollte. Daneben konnten sie Texte lesen, die in anderen Räumen auslagen, und vieles mehr.
Dafür wurden sie in Hypnose versetzt, was ihre Fähigkeiten steigerte und auf bestimmte „Targets/Ziele“ angesetzt wurde, was sich ähnlich gestaltete wie wir es heute vom Remote Viewing in Russland kennen. Ich denke, man könnte auch hier im Westen mittels Hypnose bessere Erfolge erzielen!
Der Autor und seine Kollegen gaben den Medien zwei Themengebiete vor: Das eine umfasste die menschliche Seele, das andere „biblische“ Gestalten, wobei hier Jesus im Fokus stand.
Die Ergebnisse der „Sessions“ waren hochinteressant:
Die Seele würde bei der Geburt „eingeatmet“ und beim Tod „ausgeatmet“. Sie befindet sich nicht im Körper, sondern rücklings hinter ihm, in ovaler 2D-Form. Die Seele vibriert!
Neben der Seele gibt es einen „Ätherleib“, daneben ein merkwürdiges, vom Gehirn produziertes, nebelartiges Gespinst, welches unter anderem auch für außersinnliche Wahrnehmungen zuständig ist, indem es als Bote fungiert und die Informationen heranschafft. Die gesammelten Daten gelangen ins Gehirn und werden dort verarbeitet.
Nach dem Tod steigen die Seelen von der Erde auf, werden jedoch in einer zylinderartigen Struktur „gesammelt“, welche länglich gestaltet und um einiges größer als die Erde ist. Sie befindet sich also direkt im Weltraum und umschließt dabei auch unseren Planeten.
Die Seelen bewegen sich dabei auf dem oberen und unteren Rand. Nach einer gewissen Zeit „regnen“ sie zur Erde herunter, um dort wieder von Neugeborenen „inhaliert“ zu werden. 
Einige wenige Seelen können diesen „Container“ verlassen; wohin, ist unklar. Im Zylinder hatten die Seelen die Form von unbeleuchteten Glühbirnen. In einem Fall zog etwas wie eine „Wolkenwand“ in rechteckiger Form über den oberen Zylinderrand.
Die Versuche fanden 1949 statt, als noch nicht von „Seelengefängnissen“ und der Erde als „Strafplanet“ die Rede war. Von daher sind die Ergebnisse verblüffend und von den katholisch erzogenen Medien auch nicht zu erwarten. Wer hätte damals einen scheinbar quasitechnischen Apparat erdacht, der Seelen einsammelt, sie aufbewahrt, um sie dann wieder auf die Erde „regnen“ zu lassen?
Das erinnert mich natürlich wieder an den „Schlüsselmeister“, dem Whitley Strieber begegnet ist und der von Seelenmaschinen sprach. Ich denke, der Zylinder passt ganz gut zu der Beschreibung und bestätigt meine These, dass „Seelen“ Gebrauchsgegenstände sind, die eingesetzt werden, um biologisches Leben zu ermöglichen.
Wer denkt da nicht an die theatralische MATRIX-Tetralogie und die „Batterie“ der ersten Folge, die Morpheus in die Kamera hält? Nur in diesem Falle ist die Seele die Batterie der physischen Leiber, die sich ohne Seele nicht rühren können.
Die Ergebnisse zum Target Jesus waren nicht weniger erstaunlich. Jesus selbst erschien optisch anders als erwartet: Er war klein, schmächtig, bartlos und dunklerhäutig, als er heute dargestellt wird.
Johannes der Täufer brachte ihn, als er etwa zwölf Jahre alt war, in ein fremdes Land und sperrte ihn dort für zwanzig Jahre in eine Hütte, damit er dort paranormale Fähigkeiten entwickelte, wie sie ein Yogi oder Fakir zeigt. Jesus lernte, auf Nahrung zu verzichten, seinen Körper gesund zu erhalten, Wärme zu erzeugen und zu levitieren!
Die Parallelen zu Kaspar Hauser sind erstaunlich; auch dieser wurde über eine lange Zeit eingesperrt und entfaltete merkwürdige Fähigkeiten, die Charles Fort wohl als „Wilde Talente“ bezeichnen würde. Wussten Hausers „Verstecker“ vom Schicksal Jesu und versuchten, es zu wiederholen?
Bei den „Sessions“ gelang den Medien auch telepathischer Kontakt zu Jesus, selbst wenn dieser betont zurückhaltend war. Trotz seiner „erweiterten Fähigkeiten“ war er NICHT der Sohn Gottes. Auch die anderen biblischen Gestalten waren eher Magier und Illusionisten, wohl stark geprägt von ägyptischen Vorbildern, die ihre politischen Ziele und Vorstellungen mit viel „Hokuspokus“ umsetzten.
Freunde der Prä-Astronautik kommen übrigens nicht auf ihre Kosten: weit und breit keine Aliens! Aber die magischen Künste ägyptischer Priester sollten genauer beleuchtet werden.
Resümee
Die erstaunlichen Inhalte des Buches sollte man im Hinterkopf behalten, da, wo die Seele sein soll, rücklings! Vielleicht finden sich irgendwo bestätigende Informationen zum Thema?ʬ

⚜️
Frankreich 1395:
Ein Mann aus Erz
⅋ Himmelswunder
{+Update!}

U-Bahn-Lektüre im November 2021 war „Isabeau de Bavière – Die Wittelsbacherin auf Frankreichs Thron“ von Jean Markale! Es geht darin – nomen est omen – um Königin Isabeau, der die französischen Historiker nicht wirklich wohlgesonnen sind, da sie ihre Tochter mit dem König Englands verkuppelt hatte, was fast zu einem Groß-Großbritannien, historisch nicht korrektes Wortspiel, bestehend aus England und Frankreich, geführt hätte, das jedoch als handfeste politische Union nie bestand.
Dessen ungeachtet scheint jemand großes Interesse an den zeitgenössischen Umtrieben gehabt zu haben, der jedoch aus völlig anderen Gefilden stammte. Dazu Markale:
„Im gleichen Jahr 1395 hieß es, […] im Lande Languedoc war am Himmel ein großer Stern gesehen, sowie fünf kleine. Diese, so schien es, griffen an und wollten den großen bekämpfen, und sie verfolgten ihn wohl eine halbe Stunde lang. Und man vernahm vom Himmel eine Art Geschrei. Und dann ward ein Mann gesehen, der wie aus Kupfer schien, mit einem Speer in seiner Hand und Feuer speiend, und er packte den großen Stern und schlug ihn. Und dann ward nichts mehr gesehen.“
Die Quelle des Autors ist ein Chronist namens Juvénal des Ursins. Markale selbst schreibt zu dem Vorgang: 
„Diese Erscheinung […], die man heute auf die berühmten UFOs und das Eingreifen von Außerirdischen zurückführen würde, löste eine Fülle widersprüchlicher Kommentare aus.“
Die Himmelserscheinung könnte eine Verbindung zu Jeanne d’Arc haben, denn – wie zukünftig hier noch erörtert wird – hatte das junge Mädchen vergleichbare Manifestationen beobachtet! Wie auch immer!
Man konnte Isabeau nicht wirklich vorwerfen, dass sie es mit der ehelichen Treue übertrieb! Karl VI., ihr Gatte, galt als geistesgestört, und woher die ganzen Kinder kamen, die sie auf die Welt setzte, war unklar. 
Ihr Sohn Karl VII., der bekanntlich eine wichtige Rolle im Leben der Jeanne d’Arc spielen sollte, wusste auch nicht sicher, wer sein Vater war. Theoretisch konnte es unter anderem auch Ludwig von Orléans gewesen sein!
Natürlich behielt er solche Gedanken für sich, doch Jeanne gab sich ausgesprochen gut informiert. Sie wusste um seine Zweifel, sprach ihn darauf an und bestätigte ihm, dass sein Vater der rechtmäßige König Karl VI. war!
Möglich, dass die Gestalten, die Jeanne regelmäßig erschienen, davon berichtet haben, um ein Vertrauensverhältnis zwischen den beiden aufbauen zu können!
Wir wissen heute , dass irgendwer irgendwann Jeanne bei Karl VII. „angekündigt“ hatte, denn es war ein Codewort vereinbart worden! Gut möglich also, dass nicht nur Jeanne, sondern auch Karl „Besuch“ erhalten hatte!
Deterministisch, wie die Welt nun mal so ist, wurde auch dies von einem nicht ganz unbekannten Seher gesehen, der entsprechende „Gesichte“ hatte:
„… eine uralte, dem Zauberer Merlin zugeschriebene Weissagung […] worin dieser verkündete, einst werde ein junges Mädchen aus den Marken Lothringens kommen, um die feindlichen Bogenschützen zu bezwingen.“
Die ganze Angelegenheit ist interessant:
Da haben wir die bizarren „Sterne“ und den „Mann aus Erz“, die „Erscheinungen“ der Jeanne und die politische Agenda, ein „Groß-Großbritannien“ zu verhindern! Irgendwer scheint tatsächlich in Politik und Zeitgeschehen einzugreifen und Veränderungen vorzunehmen – nicht direkt, sondern durch menschliche Marionetten und jede Menge „Himmelsspuk“!ʬ
Jeanne d'Arc und die Chrononauten
Eine historische Persönlichkeit, die mich ganz besonders interessiert, ist Johanna von Orleans. Der Grund, weshalb mich ihre Geschichte so anspricht, hängt unter anderem mit einem Film zusammen, den ich vor Äonen gesehen habe. Darin wurde das französische Bauernmädchen von „Aliens“ (in der Geschichte waren es natürlich „Engel“) heimgesucht und auf eine Mission gegen England geschickt.
Derzeit liegt mir das Buch „Johanna von Orleans“ von Edward Lucie-Smith vor. Bereits auf Seite 12 steht, dass Johanna kurz vor ihrem Ende eingestehen musste, dass sie von den „Stimmen“, die sie hörte, getäuscht wurde – tatsächlich ein verbindendes Element in der „Aliengeschichte“, denn Trickserei und Betrug gehören zu den Fremden wie das Schwert zu Johanna.
Ich sollte vielleicht noch mal erwähnen, dass sie nicht nur Stimmen gehört hat, sondern Entitäten begegnet ist...
Die Besucher
Die „Visionen“ des Kindes begannen wahrscheinlich im Sommer 1425. Sie war damals etwa 13 Jahre alt und neigte plötzlich zur Frömmelei und suchte ausgesprochen oft die Nähe des Pfarrers, um zu beichten. So ganz geheuer waren ihr die „Begegnungen“ offenbar nicht, noch viel weniger war ihr die „Quelle“ klar, aus der die „Besucher“ stammten.
Interessant ist der Umstand, dass sie ihre frühe Kindheit mit Spiel und Tanz an einem „Feenbaum“ verbrachte. Wer die phänomenologischen Parallelen zwischen „Feen“ | „Elfen“ und dem modernen „Besucherphänomen“ kennt, wird nicht erstaunt sein. 
Lucie-Smith, offenbar ein Brite, der sich mit versteckter Polemik über den weiblichen Engländerschreck ergeht, fasst die Geschichte ihrer „Kontakte“ recht gut zusammen, auch wenn er sie natürlich als „Halluzinationen“ deutet.
Diese erklären aber nicht die Kenntnisse des Bauernmädchens (ich will mich am Historikerstreit nicht beteiligen, ob sie nun Schafe oder Rinder gehütet hat!), die ihr später im Kriegshandwerk, im Benimm, in der Taktik usw. attestiert worden sind!
Nicht vergessen darf man auch, dass sie über drei Jahre hinweg von ihren „Halluzinationen“ in diesen Gebieten geschult worden ist!
„’Als sie dreizehn Jahre alt war, hörte sie eine Stimme von Gott, die ihr half, zu wissen, was sie tun sollte. Und das erste Mal hatte sie große Angst. Und diese Stimme kam zur Mittagsstunde zur Sommerzeit im Garten ihres Vaters … Sie hörte die Stimme auf der rechten Seite, auf die Kirche zu, und sie hörte sie selten ohne eine begleitende Helligkeit … Und nachdem sie die Stimme bei drei Gelegenheiten gehört hatte, begriff sie, dass es die Stimme eines Engels war’. […] ‚Das erste Mal war sie in großem Zweifel, ob es Sankt Michael war, der zu ihr kam, und sie sah ihn zu wiederholten Malen, ehe sie wusste, dass es Sankt Michael war.’“ (S. 34ff) 
Offensichtlich erschienen ihr gleich mehrere „Engel“, die kuriose optische Effekte manifestierten:
„’So soll Johanna einem ihrer Richter mitgeteilt haben, sie habe einmal ‚eine Vielzahl von Engeln in der Verkleidung sehr kleiner Dinge gesehen’; und einem anderen Richter berichtete sie, ihre Erscheinungen seien oftmals ‚in sehr großer Zahl und in sehr kleinen Dimensionen zu ihr gekommen.’“ (S. 36)
Besucht wurde sie regelmäßig von drei Personen:
„Sie erwähnt im Besonderen drei Namen: Sankt Michael (der als Erster zu ihr kam), Sankt Katharina und Sankt Margarethe. Sie sprachen mit ihr Französisch. […] Sankt Michael erschien ihr in der Verkleidung eines ‚gut aussehenden Herren’“. (S. 37) 
Unklar ist, ob dieser „Sankt Michael“ wirklich wie ein normaler Mann ausgesehen hat. Johanna war nämlich nicht bewusst, ob er Haare hatte oder nicht (S. 29), und auch die weiblichen Erscheinungen ließen lediglich ihre Köpfe sehen. Auf diesen saßen „funkelnde Kronen“ (S. 38).
Die Erscheinungen müssen eigentlich ziemlich gruselig gewesen sein, für das Kind wohl nur im religiösen Kontext erträglich. Es wird auch darauf hingewiesen, dass sie die Frage nach der „Form“ der Wesen nervös gemacht habe! Die Frauengestalten, die ja nur aus „schwebenden Köpfen“ bestanden, waren physisch anfassbar, zumindest hatte Johanna eine von ihnen umarmt.
Die „Stimmen“ der Wesen hatten sie regelmäßig „bearbeitet“ und angetrieben, die gestellte Aufgabe zu erfüllen. Ihr Einwand, dass sie lediglich ein Bauernmädchen sei, welches vom Kriegshandwerk nichts wüsste und nicht einmal reiten könne, wurde nicht akzeptiert! Dazu eine Textpassage über ihre Gerichtsverhandlung:
„Sie bekannte auch, dass diese Stimme ihr zwei- oder dreimal in der Woche gesagt habe, es sei notwendig, dass sie, Johanna, aufbreche und nach Frankreich gehe. […] Sie berichtete weiter, dass ihr die Stimme sagte, sie werde nach Frankreich gehen und dass sie nicht länger dort bleiben könne, wo sie war; sie gestand auch, die Stimme habe ihr gesagt, dass sie die Belagerung von Orleans aufheben werde. Sie sagte, die Stimme habe ihr befohlen, dass sie, Johanna, in die Festungsstadt Vaucouleurs gehen solle, um Robert de Baudricourt, den Kommandanten des Ortes, zu finden, und dass er ihr Leute geben würde, die mit ihr gingen […]“ (S. 40)
Diese physischen / nichtphysischen „Regulatoren“ tauchen übrigens in der Historie immer wieder auf, erteilen „Marschbefehle“ und scheinen so die Geschichte zu manipulieren!
UFO-Zeugin Jeanne d'Arc?
Bisher bin ich immer davon ausgegangen, dass die von Johanna beobachteten Lichterscheinungen entweder auf Bodenniveau angesiedelt waren oder aber das Licht von den Entitäten abstrahlte. Das war aber offenbar eine Fehleinschätzung, denn das Licht flog beziehungsweise schwebte in bester Ufomanier am Himmel:
„Es mag also sein, dass das helle Licht, das Johanna bei ihrer ersten Vision sah und das bei den späteren Visionen fast immer wiederkam, beim ersten Mal leuchtend neben der […] Kirchenruine schwebte.“ (S. 41)
Propheten & Prophetinnen
Was am meisten an den Ereignissen um Johanna verwundert, ist der Umstand, dass sie Karl (also der König, für den sie in die Schlacht zog und der zu Lebzeiten nie mehr war als ein zweitklassiger Staatenlenker, ausgestattet mit allerhand Phobien und psychischen Eigenheiten) an seinem Hof empfing.
Zu der damaligen Zeit tummelten sich allerhand „Propheten“, vermeintliche oder tatsächliche Jungfrauen mit göttlicher „Berufung“ und andere Mystiker im Lande. Daneben waren die Standesgegensätze so groß, dass man eine Bäuerin nicht mal eben dem König präsentierte. 
Tatsächlich scheint es so gewesen zu sein, dass auch er „Besuch“ erhielt. Immerhin ist überliefert, „dass der König, ehe er ‚sie ans Werk schickte, zahlreiche Erscheinungen und schöne Enthüllungen gehabt habe’“ (S. 89).
Johanna wurde also „angekündigt“ und von einem gemeinsamen Zeichen war die Rede, welches Johanna besessen haben soll bzw. von dem sie, und nur sie, wusste – vielleicht ein „Codewort“, das sie als die „richtige“ Jungfrau auszeichnete. In der Hinsicht ist auch nicht völlig uninteressant, dass ihr Vater prophetische Träume gehabt haben soll, in denen er Johanna mit ihren Soldaten sah. (S. 44)
Die Sache wurde noch verwunderlicher. Sie wurde über sechs Wochen hinweg von den Intellektuellen und Geistlichen des Hofes geprüft, und obwohl sie Analphabetin war und über keinerlei Bildung verfügte, hielt sie allen Anfechtungen stand. Daneben zeichnete sie sich auch als Kämpferin aus. (S. 100)
Lucie-Smith, der Autor des Buches und völlig bornierte Brite, zweifelte jedoch die Aussagen an, denen zufolge Johanna über ein umfangreiches militärisches und taktisches Wissen verfügt haben soll.
Er meint, dass sie ihre Kriege nach „Lehrbuch“ geführt habe, ohne aber zu erklären, wie eine Bäuerin und Analphabetin, die ihr Leben mit einfachsten Arbeiten in Hof und Haus verbrachte, sich diese angeeignet haben soll. Zumindest waren ihre Gegner aus dem verfluchten Albion so beschränkt, dass sie sich von ihr vorführen ließen!
Es ist viel darüber spekuliert worden, wie sich ihr Vorherwissen erklären könnte. Sie hatte bei mehreren Gelegenheiten ihren Kampfgenossen das Leben gerettet durch Hinweise zur richtigen Zeit. Offenbar wusste sie auch über ihr eigenes Schicksal Bescheid. 
So ist verbürgt, dass sie eine komplexe Hals-/Schulterverletzung, die sie sich bei einer Erstürmung zuzog, bereits Wochen vorher schriftlich / brieflich angekündigt hatte! Das lässt sogar ihren Biographen Lucie-Smith nachdenklich werden:
„Das ist vielleicht das am besten belegte Beispiel für Johannas prophetische Gabe, es ist auch ein Fall, für den es keine rationale Erklärung gibt.“ (S. 148)
Es ist möglich, dass Johanna ihre Informationen über einen „Ring“ erhalten hat. Überliefert ist, dass sie einen solchen fast dauernd angesehen hat (S. 107) und dass in ihm eine besondere Kraft (S. 196) liegen würde – ohne dies näher zu erläutern! Das würde vielleicht auch erklären, wie ein Bauernmädchen die Truppen geführt hat!
Denn auf die ständig wechselnde Situation auf dem Schlachtfeld musste individuell und in „Echtzeit“ reagiert werden. Wer immer auch mit Johanna in Kontakt stand, er beherrschte ihre Gegenwart und konnte in die Zukunft blicken!
Im Buch wird, leider nur am Rande und mit wenigen Worten, eine Frau namens Pierronne erwähnt. Diese stammte aus der bretonisch sprechenden Bretagne und unterstützte Johanna. Sie schien ebenfalls „Begegnungen“ gehabt zu haben, die sie natürlich im soziokulturellen Kontext ihrer Epoche ausdeutete (ihr Gott in Menschengestalt wäre heute ein Alien). Über sie steht geschrieben: 
„Gott erscheine ihr oft in menschlicher Gestalt und spreche mit ihr wie ein Freund zu einem anderen“ (S. 229)
Leider wird nicht erwähnt, ob zwischen den Entitäten Zusammenhänge bestehen. Waren die „Besucher“ beider Frauen identisch? Wurden die Frauen zusammengebracht, wie wir das heute oft beim Abduktionsphänomen illustriert bekommen?
Jeanne d'Arc vs. Groß-Großbritannien?
Ich hatte mich die letzten Jahre immer wieder gefragt, welchen Sinn es für eine unbekannte Intelligenz machen würde, ein Bauernmädchen durch „Visionen“ zu behelligen und sie in die Schlacht zu schicken.
Lucie-Smith erwähnt, dass Englands König Heinrich zur Kampfzeit von Johanna in Paris weilte und von der Pro-Burgund-Fraktion aufgefordert wurde, ein gemeinsames Reich, bestehend aus England und Frankreich, zu schaffen! (S. 248) 
Tatsächlich war der schwächliche Karl der Einzige, der diesen Plänen im Wege stand. Die „Unbekannten“ wollten offenbar ein Groß-Großbritannien vermeiden! Reizvoll wäre für mich das Gedankenspiel der „Zeitfahrerhypothese“! Da ein direktes Eingreifen in die Geschichte scheinbar nicht möglich ist, schickte man „Hologramme“ in die Vergangenheit, um Johanna zu manipulieren, damit sie stellvertretend die Geschichte ändert!
Mir sind die diversen Zeitparadoxien bekannt, jedoch lasse ich sie einfach mal undiskutiert, da wir effektiv nicht wissen, wie Zeit „funktioniert“ und Paradoxien überhaupt auftreten! Womöglich gab es eine „Gegenwart“ mit einem übermächtigen Französisch-Englischen-Block in Europa, der von politischen Gegenspielern „rückwirkend“ aufgelöst wurde?
„Auferstehung“?
Bekanntlich wurde Johanna von den Stimmen prophezeit, dass sie in Gefangenschaft geraten würde, ihr aber auch die Flucht gelänge. Und genau hier setzt ein weiterer „Historikerstreit“ an. Offiziell wurde sie von englischen Handlangern an der Universität Paris abgeurteilt und anschließend wie eine Hexe verbrannt.
„Inoffiziell“ jedoch tauchte sie nach ihrem Tod wieder auf – hatten sie die „Unbekannten“ oder „irdische“ Verbündete gerettet? Diese Johanna² wird für eine Betrügerin gehalten.
Jedoch wurde sie von ihren Mitstreitern erkannt, und sie passte auch in ihre Rüstungen, die damals „an den Leib geschmiedet“ wurden… 
Aber das ist ein Thema für einen eigenen Beitrag, der folgen wird, wenn ich mehr Informationen gesammelt habe!ʬ
P.S.: Blaublütige Jungfrau?
Autor Jean Markale spekuliert in seinem Buch, dass Jeanne d’Arc ggf. die uneheliche Tochter von König Karl VI. gewesen sein könnte, gezeugt mit dessen Konkubine Odette de Champdivers.
Die beiden hatten zwei Töchter, eine davon war spurlos verschwunden, was mich an Kaspar Hauser denken lässt und an den adligen Umgang mit unerwünschten Kindern.
Damit wäre die französische Nationalheldin Halbschwester von Karl VII. gewesen. Bewiesen ist diese These nicht, doch würde sie erklären, wieso ausgerechnet sie von den ANDEREN kontaktiert und präpariert worden ist!
Der Drang, England und Frankreich zu einem einzigen Land und Königreich zu pressen, ist hingegen schon alt und eine englische Marotte.
So wollte auch Heinrich V. klare Verhältnisse schaffen, allerdings hatte man die Rechnung anfangs ohne den französischen Wirt gemacht. Die „Union“ dauerte folglich nur wenige Monate und zerfiel wieder, da sich die Engländer als Besatzer und Kolonialherren gebärdeten.
Einer der Gegenspieler Englands war übrigens der Herzog von Burgund mit dem netten Namen „Johann Ohnefurcht“, der einem Mordanschlag zum Opfer fiel, der allerdings nichts mit dieser „Fusion“ zu tun hatte. Es war vielmehr ein Akt der Blutrache für einen von ihm in Auftrag gegebenen Mord, eine rein innerfranzösische Angelegenheit.
Interessant ist, dass sein beratendes „Medium“ namens Mousque vor dem Mordanschlag gewarnt hatte. Wieso hält man sich einen „Seher“, wenn man im entscheidenden Augenblick nicht auf ihn hört?ʬ

15/08/26

🗡️🎩
Caspar und
die Somnambule

Um hinter das Geheimnis von Kaspar Hauser zu kommen, wurden nicht nur konventionelle polizeiliche Mittel eingesetzt, sondern auch unkonventionelle, wie der Einsatz eines Mediums. Im Dezember 1829 reiste ein Dr. Hentzler mit einem weiblichen Medium, dessen Name nicht angegeben ist, nach Nürnberg. 
Dort traf er die Herren Binder [Bürgermeister von Nürnberg], Daumer [Lehrer von Hauser], Tucher [zukünftiger Vormund von Hauser] und Roeder [Kreisrat].
In meiner Quelle, der Stanhope-Biographie von Johannes Mayer, wird dem Vorgang leider kaum Raum zugestanden. Das Medium wurde in Hypnose versetzt und arbeitete sich an Hausers Schicksal heran:
Da war die Rede von „Teufelskünsten“, einem Freimaurerbund und dem Umstand, dass Hauser geopfert werden solle! Was, wie wir heute wissen, fast genau vier Jahre später auch umgesetzt worden ist!
Aufgezeichnet wurden leider keine Namen, was kriminalistisch gesehen für uns bedauerlich ist.
Erwähnt wurde übrigens auch, dass es Hausers leibliche Mutter selbst war, die das Kind hatte fortschaffen lassen, weg vom Vater. Wer auch immer diese Frau war!
Stanhope selbst scheint eine völlig andere Rolle in dem Gaunerstück gespielt zu haben als bisher angenommen, denn er suchte bereits 1822 die Nähe zu Stephanie von Baden, Hausers vermeintlicher Mutter.
Daneben unterhielt er Kontakte zu Personen am Hof in Mannheim, die ihm Auskunft geben konnten über das Schicksal des ersten Sohnes, der angeblich verstarb / verstorben oder entfernt worden ist!
Er reiste auch über sieben Jahre hinweg in einem relativ kleinen Areal in Süddeutschland herum, als ob er etwas suchen würde. Als er schon in Nürnberg bei Hauser war, erhielt er seine Geldmittel aus Baden, vom Bankhaus Haber in Karlsruhe!
Das macht die Sache noch komplizierter! Wenn die Verstecker von Hauser in Baden saßen, wieso ließen sie Stanhope sieben Jahre lang ermitteln, denn ihnen war bekannt, wo Hauser sich befand.
War dem Hause Baden selbst unklar, was aus dem Thronnachfolger geworden war? Gab es da andere Kräfte, die einwirkten? Die Angelegenheit um Hauser wird immer komplizierter, je tiefer man sich darin verfängt!
Doch zurück zur Somnambule. Wenn sie recht hat und ein Teufels- oder Freimaurerbund hinter der Angelegenheit steckt, ist vielleicht folgende Beobachtung interessant:
Wenn Hauser sich konzentrierte, formte er eine Hand oder beide Hände zu diesem merkwürdigen Zeichen. Daumen und Zeigefinger bildeten einen Kreis, während die restlichen drei Finger abstanden.
Dabei könnte der Kreis für Vollendung stehen und die drei restlichen Finger für die 666, so wie dies heute von „modernen“ Satanisten „angezeigt“ wird!
Im Kontext des bisher Gelesenen könnte dies durchaus passen! Unklar ist jedoch, ob dieses Zeichen schon damals die gleiche Bedeutung hatte!ʬ
Wer weiterführende Informationen hat, darf mich gerne kontaktieren: retroanomalien@gmx.de!

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