🚸 Straße der Forteana

Dass UFOs und sogenannte „Paranauten“ eine starke Affinität für menschliche Verkehrswege haben, ist in der Grenzwissenschaft bekannt.
In Sheffield, UK, scheint diese Anziehung jedoch besonders intensiv ausgeprägt zu sein:
Ein Journalist untersuchte im Jahr 2007 die einlaufenden UFO-Sichtungen über der Stadt und stellte fest, dass die Carbrook Hall das Epizentrum bildete – mit der Westbury Street als „Hotspot im Hotspot“.
Seit den 1970er-Jahren fungiert diese Straße als Anziehungspunkt für UFOs, schwarze Phantomhunde und Geister.
Ab 1997 gesellte sich ein anomaler „Rumtreiber“ hinzu: eine schwarze Gestalt mit rot leuchtenden Augen, die Passanten auflauerte, sie erschreckte oder gar umstieß, um sofort danach zu verschwinden.
Nachforschungen ergaben, dass diese Entität bereits in den 1950er-Jahren unterwegs war. Sie trug damals ein Cape, war über sechs Fuß groß, bewegte sich auf den Dächern und blickte bereits damals mit rot leuchtenden Augen in die Welt.
Der springende Schrecken und der Ripper
Zur klassischen Forteana gehört ein Phänomen, das oft nur Insidern bekannt ist: Spring Heeled Jack.
Ab 1837 soll sich dieser „Lüstling“ in Südengland und London aufgehalten haben, wobei er abenteuerlich verkleidet auftrat und Frauen überfiel, um sie unzüchtig zu berühren.
Da die viktorianische Presse sehr zurückhaltend über seine Taten berichtete, bleibt das volle Ausmaß seines Sündenregisters bis heute im Dunkeln.
Besonders surreal wirkt der Umstand, dass er seine Opfer als vermeintlicher Feuerspucker anging und dabei Flammen spie, wie man es aus dem Zirkus kennt.
Zudem vollführte er Sprünge von fünf Metern und mehr.
Dies nährt die Theorie, dass sich hinter der Maskerade ein Artist eines Wanderzirkus verbarg, der sein Handwerkszeug für kriminelle Zwecke nutzte.
Dennoch bleibt die Akte blutig:
1845 wurde er als Mörder der Prostituierten Maria Davis überführt.
Zeitgleich zu den Vorfällen in UK tauchte er auch in den USA auf. Dies erinnert an einen fast-Zeitgenossen namens „Jack the Ripper“, der 1888 im gleichen Areal in East London aktiv war und seine Blutspur ebenfalls bis in die USA zog.
Es ist signifikant, dass sich in diesem engen Zeitfenster zwei bizarre Mörder im selben geografischen Gebiet herumtrieben, die es auf Frauen abgesehen hatten und aufgrund ihrer Untaten tief in die Folklore eingegangen sind.
Das argentinische Phantom: Slapstick und Schrecken
In Argentinien ereigneten sich in den Jahren 2004 und 2005 Begegnungen mit einem Wesen, das stark an den viktorianischen Spring Heeled Jack erinnerte:
Die Erscheinung war über zwei Meter groß, trug schwarze Kleidung, ein Cape, eine Maske sowie einen Stock und bewegte sich mit katzenartiger Akrobatik. Gelegentlich rasselte sie mit Ketten oder stieß Heullaute aus.
Das Wesen besaß Krallen oder Handschuhe mit Spikes, mit denen es Kratzspuren an Wänden hinterließ. Auffällig waren erneut die rot glühenden Augen, die man auch von anderen „Paranauten“ wie Bigfoot oder Ufonauten kennt.
Interessanterweise beschrieben Zeugen die Einlagen des Wesens als reinen „Slapstick“, der einer Comicfigur ähnelte. Dennoch war die Bedrohung real:
Das Wesen erklomm mühelos sieben Meter hohe, glatte Wände, konnte Zeugen durch bloße Anwesenheit bewegungsunfähig machen und beherrschte das spurlose Verschwinden.
Eine Augenzeugin, Ivana Molina, konnte sich nur knapp retten, woraufhin der Unbekannte die Drohung „mueres“ (du wirst sterben) an ihr Fenster schrieb.
Ein Polizeigroßeinsatz blieb erfolglos, und die Gestalt verschwand 2005 so plötzlich, wie sie gekommen war.
Infrastruktur als Navigationshilfe für UFOs?
Die Verbindung zwischen paranormalen Phänomenen und Verkehrswegen findet sich auch in der modernen UFO-Forschung.
Laut dem „Journal für UFO-Forschung“ der GEP ergab eine MUFON-Publikation von 2006, dass sich an Interstate Highways besonders viele Sichtungen ereignen.
Steve Reichmuth vom UFO-Weather-Maps-Projekt wirft die Frage auf, ob diese Objekte Autobahnen gezielt als Navigationshilfen nutzen.
Dieses Muster ist historisch beständig:
Schon bei den „Airship“-Sichtungen von 1896 und 1897 bewegten sich die Objekte auffällig entlang von Bahngleisen.
Auch bei der belgischen „Triangel“-Welle (1989–1992) und Sichtungen im Bundesstaat New York folgten die Flugkörper den Autobahnen.
Es bleibt kurios, warum eine technologisch fortgeschrittene Zivilisation scheinbar auf Landmarken am Boden angewiesen ist.
Warum suchen sie das Rampenlicht?
Die Journalistin Linda S. Godfrey stieß in Wisconsin auf ähnliche Berichte. An der einsamen Bray Road begegneten Zeugen wolfsartigen, bipedalen Kreaturen, die eher mit Kryptiden wie dem Bigfoot als mit klassischen Werwölfen verwandt scheinen.
Auch hier stellt sich die Frage: Warum suchen diese Wesen die Nähe von Straßen?
Besitzen sie ein so schlechtes Gehör, dass sie Autos nicht kommen sehen, oder ist das „Gesehenwerden“ die eigentliche Motivation?
Viele UFOs setzen Suchscheinwerfer und Lichtspiele ein, anstatt sich dezent im Hintergrund zu halten.
Dies führt zu der Überlegung, ob diese Entitäten von unserer Aufmerksamkeit oder unserer Lebensenergie existieren.
Sind wir die „Batterien“, die sie antreiben, oder formt sich Energie entsprechend unseren Vorstellungen? Möglicherweise sind wir selbst die Tore, durch die diese Wesen in unsere Welt gelangen!ʬ
Quellenverzeichnis
John Matthews: Spring Heeled Jack, S. 131. + Barton M. Nunnelly: The Inhumanoids, S. 128ff. + GEP: Journal für UFO-Forschung, Nr. 177, 03-2008, S. 93ff. + MUFON: Unconventional Flying Objects | The Best Evidence | 37th Annual International UFO Symposium Proceedings | July 14-16th, Denver, Colorado, 2006. + Linda S. Godfrey: The Beast of the Bray Road. + https://www.rpginc.com/humanoid/