Ende Juli 1952 erklärte Lt. Col. Moncel Monts, Informationsoffizier der amerikanischen Luftwaffe, UFOs den „Luftkrieg“:
„The jet pilots are, and have been under orders to investigate unidentified objects and shoot them down if they can’t talk them down“.
Zu der Zeit war das US-Territorium noch nicht völlig von Radar kontrolliert, und so gründete man SKYWATCH, ein Projekt mit bis zu 350.000 Freiwilligen, die den Luftraum per Augenschein überwachen sollten und einen direkten Draht zur Air Force hielten!
Die Panik in den USA galt NICHT den Russen, sondern vielmehr unkonventionellen, in vielen Fällen drohnenartigen, kleinen und mittleren Flugkörpern, die in der bis dahin größten UFO-Sichtungswelle der Geschichte das Land überschwemmten und sich vor allem einen Spaß daraus machten, Militäranlagen zu „besuchen“ und die Besatzungen zu „zwiebeln“!
Der amerikanische Ufologe Frank C. Feschino beschäftigte sich mit diesem „Krieg der Welten“ und fand einige recht interessante Aspekte:
Zwischen 1951 und 1956 stürzten – oder verschwanden spurlos – 200 Kampfjets der amerikanischen Luftwaffe. Dabei waren die Rahmenbedingungen dubios: Entweder hatten die Jets den Auftrag, UFOs abzufangen, oder Zeugen beobachteten um sie herum „andere“, exotische Flugobjekte! Hinzu gesellten sich nicht erklärbare, also NICHT technisch bedingte Abstürze, für die man keine Ursache finden konnte. „Hauptkriegsgebiet“ waren die östlichen USA, von Florida ausgehend!
Kurios ist der pünktliche Start der Sichtungswelle von 1952 am 01.06. Zuvor waren die Sichtungszahlen „normal“ gewesen; man denkt da unweigerlich an militärisches Timing!
Wurde der WW² etwa mit anderen Mitteln fortgesetzt? War dies unter anderem die Antwort auf die amerikanische Militäraktion HIGHJUMP von 1946 an ganz anderen, antarktischen Gestaden?
Major Donald Keyhoe stellte fest, dass die meisten „Besucher“ nachts kamen und ein starkes Interesse an Militär- und Atomanlagen hatten, wobei sie Kampfflugzeugen besondere Aufmerksamkeit zukommen ließen. Beachtenswert ist, dass ab Mitte Juli bis zu täglich 20 Eindringlinge für Unruhe beim Militär sorgten!
Während der „Washington Invasion“ leitete das Air Traffic Control Center die Abwehrmaßnahmen und beorderte Jets dorthin, wo sich gerade „UFOs“ herumtrieben.
Dabei war aufgefallen, dass die Fremden die Kommunikation offenbar abgehört hatten und auf entsprechende Anweisungen reagierten, etwa gewisse Areale verließen, in die Abfangjäger dirigiert worden waren! Sprachen die „Außerirdischen“ Englisch?
Man wusste zwar nicht, wer die Luftfeinde waren, es erstaunte jedoch, dass diese oft in militärischer Angriffsformation angeflogen kamen, was von zahlreichen Soldaten und Piloten gemeldet worden ist. Hatten die „Außerirdischen“ irdische Flugstunden genommen und entsprechende Formationen gepaukt?
Es bestand eine 24-stündige Flugbereitschaft, gekoppelt mit einem staatsweiten Luftalarm! Wohlgemerkt, dieser galt NICHT den Russen, sondern den fliegenden Kisten und ihren tollkühnen Piloten, die den US-Luftraum verletzten!
In jedem Luftkrieg gibt es Opfer. Die Zahl der Fälle, in denen Jets „technische Probleme“ hatten, nahm von Juni auf Juli um 20% zu! In dieser Zeit hatten 235 Maschinen „Unfälle“, 94 wurden völlig zerstört!
Der unlängst verstorbene Ufologe Stanton Friedman fand ein militärisches Memo unter der Bezeichnung AFCF5-4A, welches von einem General Craig erstellt worden war und in welchem die Folgen des ungleichen Luftkrieges über den USA 1952 erörtert wurden.
In den ersten sechs Monaten des Jahres kam es zu 1100 „Flugzeugunfällen“ mit 497 toten Air-Force-Piloten bzw. fliegendem Personal! Damit war der Luftraum des umkämpften Korea viel sicherer als der in den „friedlichen“ USA, denn dort gab es im gleichen Zeitfenster nicht einen einzigen Unfall!
Es war also nicht die schlechte Technik der Amerikaner, die ihre Piloten in den Tod riss! „Jemand“ hatte das dringende Bedürfnis, die USA in ihrem eigenen Luftraum zu demütigen! Revanche? Aber Revanche für was?
Bemerkenswert: Nicht in einem einzigen Fall machte man der UdSSR Vorhaltungen – der ideologische Todfeind spielte keine Rolle! Was dem Realismus geschuldet war, denn das, was da durch die USA flog, wurde ganz sicher nicht von Moskau gesteuert!
Nach Keyhoe wurden während des „Luftkrieges“ 300-mal Eindringlinge auf Radar erfasst und entsprechend mit eigenen Kräften angegangen. Ausgesprochen oft beschrieben Zeugen UFOs in der Form von Metallbällen.
Im Februar 1953 tauchte ein elliptisches Flugobjekt über Middletown, Pennsylvania, auf und wurde von Seiten der nahegelegenen Olmstead Air Force Base mit heftigem Artilleriefeuer „begrüßt“. Der Besucher zog jedoch (scheinbar) ohne Blessuren davon.
Washington D.C. –
UFO-Invasion 1952
Im Jahr 1967 verfasste Lt. General Hewitt T. Wheless (USAF Assistant Vice Chief of Staff) einen Rundbrief an alle Kommandanten.
Es ging dabei um bizarre Zwischenfälle mit falschen Air-Force-Mitarbeitern, die bei UFO-Zeugen aufgetaucht waren und diese in mehreren Fällen mit gezogener Waffe bedroht hatten, damit sie über das Erlebte schwiegen.
Solche Übergriffe sollten umgehend gemeldet werden. Kurioserweise tauchten die Fremden oft nur wenige Minuten nach der Sichtung auf – lange bevor die Zeugen auch nur daran dachten, eine Meldung an die Behörden zu verfassen.
Ganz offensichtlich gehörte dieses falsche „Bodenpersonal“ also zu den „Betreibern“ der Vehikel; anders kann man sich deren blitzartiges Erscheinen nicht erklären.
Daneben verkleideten sich die Unbekannten als Polizisten und fuhren mit Streifenwagen vor. Auch diese waren gefälscht bzw. der „richtigen“ Polizei nicht bekannt.
Diese Männer benutzten Limousinen und trugen deutsche Luger-Pistolen, also – anders als die echten Air-Force-Agenten – keine automatischen Waffen aus US-Produktion und keine Militärfahrzeuge.
Diese unfreundlichen Herren erinnern an das Subphänomen der MIB (Men in Black), auf die ich bereits in der Vergangenheit eingegangen bin (vor allem auch, weil MIBs Amerikanisch mit deutschem Akzent sprachen).
Theorien und Prophezeiungen
Wer waren sie? Gehörten sie womöglich zu einer Organisation, bestehend aus „Paperclip“-Ingenieuren aus Deutschland und ihren amerikanischen Kollegen, die reichsdeutsche „Wunderwaffen“ weiterentwickelten?
Nicht weniger kurios ist auch die „Prophezeiung“ eines namentlich nicht genannten amerikanischen Wissenschaftlers, über die Capt. Ruppelt (BLUE BOOK, Erfinder des Akronyms „UFO“) in seinem Buch „Report on Unidentified Flying Objects“ berichtet.
Dieser kündigte ihm im Juni 1952 einen baldigen, großen „Flap“ (also eine kurzfristige Sichtungshäufung) für New York City oder Washington D.C. an – was für die US-Hauptstadt so auch eintraf.
War der Wissenschaftler also „medial begabt“ oder arbeitete er etwa an einem entsprechenden Projekt, und die „Vorhersage“ an Ruppelt war der berühmte Wink mit dem Zaunpfahl?
UFO-Invasion in Washington 1952
Einer der interessantesten UFO-Zwischenfälle ereignete sich 1952 in Washington D.C. Dies gilt besonders, wenn man die separate UFO-Welle in Washington innerhalb der großen, globalen UFO-Welle jenes Jahres als einen durchgehenden Vorgang betrachtet.
Nicht nur, weil man der westlichen Supermacht aufzeigte, wer in Wahrheit die Lufthoheit besitzt, sondern auch wegen der hochrangigen Zeugen und der Bestätigung der Beobachtungen durch Radar. Zuletzt auch deshalb, weil das Schauspiel ein interessantes Remake im Jahr 2002 hatte.
Am 19. Juli 1952 erschienen auf einem der zwei Radarschirme des Washington National Airport merkwürdige „Anzeigen“ – sogenannte „Blips“.
Air Traffic Controller Edward Nugent entdeckte sie gegen 23:40 Uhr zuerst auf dem Schirm und erstattete Meldung an seinen direkten Vorgesetzten Harry G. Barnes.
Die beiden beobachteten erstaunt die verrückten Flugmanöver der Objekte. Barnes informierte Howard Cocklin, der die Aufsicht über den zweiten Radarschirm am anderen Ende des Flughafens hatte.
Dieser bestätigte nicht nur die Präsenz der Objekte auf seinem Schirm, er konnte selbst eines der UFOs durch sein Fenster sehen, das sich als helles, oranges Licht am Himmel präsentierte.
Radarbeobachtungen und Abfangmanöver
Ein weiterer Zeuge fand sich in Airman William Bradley, der einen orangen Feuer- bzw. Lichtball beobachten konnte, der sich in Kreisbahnen bewegte.
Kurz darauf schoss er mit unglaublicher Geschwindigkeit davon und wurde von einem baugleichen Objekt „ersetzt“, das einen Bogen in der Luft schlug und sich dann ebenfalls davonmachte.
Zu dieser Zeit kontaktierte man auch die Andrews Air Force Base und erhielt dort die Bestätigung, dass die UFOs auch auf dem militärischen Radar zu sehen seien.
Flugkapitän S. C. Pierman von der „Capital Airlines“, der sich mit einer DC-4 auf dem Weg nach Washington befand, wurde vom Flughafen angefunkt und gefragt, ob er etwas Verdächtiges sehen könne.
Tatsächlich sah er sechs langsam fliegende, weiße Lichter, die er über 14 Minuten lang beobachten konnte. Gleichzeitig erschienen die Objekte auch auf den Radarschirmen des Flughafens.
Die Sichtung zog sich bis in den frühen Morgen. Gegen 3 Uhr erschien ein weiterer Pilot am Himmel über Washington, Capt. Howard Dermott, der die Objekte auf der Acht-Uhr-Position beobachten konnte, bis sie plötzlich außer Sicht gerieten und vom Schirm verschwanden.
Kurz darauf tauchte ein Geschwader aus Newcastle auf, um die Angelegenheit militärisch zu klären. Da die Landebahnen auf der Andrews Air Force Base gerade erneuert wurden, standen dort keine Jets zur Verfügung. Doch die Objekte blieben so lange weg, bis den Jets das Kerosin ausging und sie abdrehen mussten.
Kurz darauf waren die merkwürdigen Besucher wieder vor Ort. Harry G. Barnes hatte den Eindruck, dass die UFOs den Funkverkehr abhörten, denn immer wenn er seine Kollegen auf ein bestimmtes Objekt hinwies, verschwand es plötzlich.
Ihr Flugverhalten erinnerte ihn an die Bewegungen spielender Kinder, die herumtobten – mal in der Gruppe, mal als „Einzelkämpfer“, wobei sich eine Vorliebe für rechtwinklige Richtungswechsel zeigte.
Ab 5:30 Uhr war jedoch Feierabend; die UFO-Piloten hatten fürs Erste genug. So wirklich verschwunden waren sie dann auch in der darauffolgenden Woche nicht. Immer wieder tauchten sie auf den Schirmen auf, verhielten sich aber zurückhaltender.
Eskalation am zweiten Wochenende
Es war Samstag, der 26. Juli 1952, gegen 20:15 Uhr, als ein Pilot der „National Airlines“ zusammen mit einer Stewardess rot glühende Objekte am Himmel ausmachte, die ihre Maschine mit gut 100 mph verfolgten. Die UFOs tauchten abermals auf den Radarschirmen auf und ein Master Sergeant des Flughafens sah sie vom Boden aus.
Gegen 23:30 Uhr tauchten zwei F-94 Abfangjäger aus Newcastle auf. Einer von ihnen – gesteuert von Lt. William Patterson – wurde zu einem der Objekte dirigiert, das sich in etwa 10 Meilen Entfernung befand.
Dabei musste er nicht einmal die ganze Strecke zurücklegen, denn die UFOs waren so freundlich, ihm entgegenzukommen und ihn einzukreisen.
Dezent fragte er beim Tower an, was er tun solle – „beobachten und stillhalten“ war die einzige Anweisung, die er erhielt. Kurz darauf erlosch das Interesse der Eindringlinge und sie verschwanden.
Unsichtbare Begleiter und das offizielle Dementi
Etwas merkwürdiger war die Angelegenheit beim zweiten F-94 Jet, in dem Capt. John McHugo saß. Obwohl auf den Radarschirmen des Flughafens ersichtlich war, dass er von den UFOs eingekreist wurde, konnte er nichts sehen. Machten sich die Objekte womöglich unsichtbar?
Gegen 3 Uhr morgens waren die Abfangjäger abgezogen und eine „Eastern Airlines Constellation“ näherte sich dem Flughafen. Man informierte die Piloten, dass sich ihnen etwas von hinten „angehängt“ habe.
Da man vom Cockpit aus nichts erkennen konnte, drehte die Maschine bei. Der Begleiter verschwand plötzlich, um wenig später als Licht wieder aufzutauchen, das von der Besatzung über 12 Minuten lang beobachtet wurde.
Am 29. Juli 1952 fand eine Pressekonferenz im Pentagon statt, in der man erklärte, es habe sich lediglich um Temperaturinversionen gehandelt. Dies wurde jedoch weder von den Zeugen noch vom U.S. Weather Bureau geglaubt. Letzteres sah sich sogar dazu veranlasst, die Erklärung in den Medien anzuzweifeln.
Das Jubiläum im Jahr 2002
Rund 50 Jahre später – am 26. Juli 2002 – meldeten sich zahlreiche Zeugen aus Washington bei den Medien. Sie hatten rötliche und bläuliche Lichtkugeln am Himmel beobachtet; einige berichteten sogar von verfolgenden Kampfjets.
Tatsächlich hatte die Andrews Air Force Base gegen 1 Uhr morgens zwei F-16 Jäger hochgeschickt, nachdem unidentifizierte Radarsignale aufgetaucht waren.
Das Militär gab an, dass man nichts entdeckt habe, während Beobachter wie Renny Rogers aus Waldorf von einer regelrechten Verfolgungsjagd sprachen.
Er schilderte eine strahlend blaue Lichtkugel, die von einem Kampfjet verfolgt wurde. War das womöglich eines der Objekte von vor 50 Jahren?ʬ
[Quelle: Strange Skies: Pilot Encounters With Ufos, Jerome Clark, Kensington Publishing Corporation (Citadel), Erscheinungsjahr: 2003, ISBN-10: 0806522992, ISBN-13: 9780806522999, Seitenzahl: 254]