Im Jahr 1957 ereignete sich ein signifikanter Zwischenfall in São Francisco de Salles [heute ca. 3000 Einwohner] im brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais – einem absoluten „UFO-Hotspot“, in dem sich u.a. auch der vermeintliche Varginha-UFO-Crash abgespielt haben soll.
Es begann eigentlich damit, dass am 5. Oktober 1957 ein kreisförmiges Licht über dem ländlichen Areal erschien, in dem Antonio Villas Boas [damals 23 Jahre alt, er verstarb 1991 im Alter von 52 Jahren] mit seiner Familie lebte.
Da die Feldarbeit oftmals in der Nacht erledigt wurde und er sich mit seinem Bruder im Freien befand, konnte es recht gut am Himmel beobachtet werden. Das UFO richtete gezielt „Lichtstrahlen“ auf den Boden oder direkt auf die jungen Männer.
Am 16. Oktober befand sich Antonio alleine auf dem Feld, als das Licht abermals erschien und immer näher kam. Nun erkannte er auch seine eiförmige Gestalt und bemerkte, dass es landete, wobei es zuvor drei „Landebeine“ und eine Leiter ausfuhr.
Aus dem Objekt stiegen vier menschenähnliche Wesen, die in etwas wie „Taucheranzüge“ gekleidet waren. Die vier Unbekannten verschleppten ihn an Bord des UFOs, zogen ihm die Kleider aus, rieben ihn mit einer Flüssigkeit ein und nahmen eine Blutprobe von seinem Kinn.
Nachdem er alleine gelassen wurde, breitete sich in dem Raum ein Gas aus, sodass er sich übergeben musste. Kurz darauf erschien eine kleine, bleiche, blonde „Frau“ mit fast dreieckig wirkendem Gesicht und blauen Augen im Evakostüm und hatte zweimal mit ihm Sex.
Nach dem Akt deutete sie mit ihrer Hand erst auf ihren Bauch und dann in Richtung Himmel und verschwand. Die Wesen in den „Taucheranzügen“ erschienen und gaben ihm seine Kleidung wieder.
Er zog sich an und versuchte – um einen Beweis für sein unglaubliches Erlebnis zu bekommen – einen Apparat „mitgehen zu lassen“, der entfernt aussah wie eine Uhr. Doch leider bewegte sich der dort angebrachte Zeiger nicht.
Die Ufonauten waren jedoch aufmerksam genug, um diesen Diebstahl zu bemerken und nahmen ihm das Artefakt wieder ab. Er wurde dann wieder zurück auf das Feld geführt, und das UFO verschwand am nächtlichen Himmel.
Alles in allem war er 4 Stunden und 15 Minuten an Bord gewesen. Dr. Olavo Fontes untersuchte den Zeugen im Februar 1958. Dieser zeigte keinerlei Anzeichen psychischer Instabilität und war auch körperlich fit.
Der Fall wurde nun vom brasilianischen Forscher Pablo Villarubia – unterstützt von seinem Kollegen Claudio Tshuhioshi Suenaga – unlängst wieder aufgerollt, der dabei recht interessante Details zu Tage förderte.
Als gute Quellen erwiesen sich hier vor allem Odercia Villas Boas, die Schwester von Antonio, und sein Neffe João Francisco de Queiroz. Zum einen stellte sich heraus, dass die außerirdische „Eva“, die er „beglücken“ durfte, ausgesprochen hässlich war – entgegen den Darstellungen in der populären Literatur – und er es lediglich der Substanz zuschrieb, mit der er eingerieben wurde, dass es überhaupt zum Geschlechtsverkehr kam.
Das UFO soll auch acht Tage nach dem Vorfall abermals aufgetaucht sein – allerdings ist Näheres über diesen „Besuch“ nicht bekannt. Daneben scheinen sich auch Poltergeister bei den Boas eingestellt zu haben – ein Detail, das wir aus vielen CE4-Reporten kennen.
Nicht weniger ungewöhnlich ist der Hinweis, dass er einige Monate nach der Entführung – als er gerade in Rio de Janeiro weilte – von Militärs in ein Flugzeug geschafft und nach Kalifornien, USA, verbracht wurde. Dort wurde er befragt und einem Lügendetektortest unterzogen.
Man brachte ihn angeblich auch in eine Halle, die wie ein „Museum“ wirkte, wo einige UFO-Wracks gelagert wurden, und fragte ihn, ob das, was er gesehen habe, dem dort aufgebahrten ähneln würde. Diese Männer besuchten ihn dann auch noch die kommenden acht bis zehn Jahre in Brasilien.
Man mag von diesen Schilderungen halten, was man möchte, so wirklich interessant ist für mich die Tatsache, dass auf dem Land der Familie Boas seinerzeit die Kayapó-Indianer lebten, in deren Überlieferungen eine Gestalt namens Bep-Kororoti eine Rolle spielte. Dabei handelte es sich um ein Wesen, das so etwas wie einen Astronautenanzug trug und in den Himmel fuhr, aber versprach, wiederzukommen. Wurde dieses Versprechen im Jahr 1957 eingelöst?
In dem Areal war es übrigens nie wirklich geheuer. UFO-Sichtungen waren schon seit dem Jahr 1941 bekannt, und ein schwarzer „Phantomreiter“ trieb dort sein Unwesen, der wahlweise nur gehört oder aber auch gesehen wurde. [Quelle: Webarchiv]
War der Boas CE4 ein PSYOP?
Obwohl ich das eine oder andere UFO-Buch gelesen habe, konnte ich bis „vorhin“ mit dem Namen Bosco Nidelcovic nicht viel anfangen. Ich denke, den meisten Lesern geht es nicht anders.
Dieser ließ 1978, bei einem Interview mit dem UFO-Forscher Rich Reynolds, eine Bombe hochgehen, die in der globalen Ufologie lautlos verhallte.
Nidelcovic, im ehemaligen Jugoslawien geboren, war Linguist und CIA-Agent, beteiligt an diversen verdeckten Operationen [PSYOP, Psychological Operations / Psychologische Kriegsführung]. Zwischen 1956 und 1963 wurde er in Südamerika eingesetzt bei einem Projekt namens MIRAGE, welches das Ziel hatte, UFO-Zwischenfälle zu „inszenieren“, um dahinter andere Aktivitäten zu verschleiern.
Unter anderem brachte man Halluzinogene in der Bevölkerung aus [MKULTRA?]. Bei diesen Einsätzen wurden High-Tech-Hubschrauber eingesetzt, die wohl auch entsprechend „dekoriert“ waren [Hellcopter?]. Nidelcovic zufolge war eines der „Versuchskaninchen“ Villas Boas!
Es erstaunt deshalb wohl auch nicht, dass der Untersucher des Falles, der Ufologe und Physiker Dr. Olavo Fontes, nur vier Tage nach einem ersten Interview mit Boas plötzlich Besuch vom brasilianischen Marinegeheimdienst bekam und aufgefordert wurde, sich aus dem Fall herauszuhalten!
Dass Boas – siehe oben – nach seiner Entführung in die USA geschafft wurde, passt sehr gut in den Kontext! Wenn bereits 1957 „UFO-Entführungen“ inszeniert wurden, wie real sind UFO-Abductions dann überhaupt? → David Booher, No Return, S. 141ʬ
