🎙️ CROPfm: Das „Chupa-Chupa“-Phänomen • Wladislaw Raab • Freitag, 18. September 2026, um 19 Uhr

Der Begriff "Chupa-Chupa" leitet sich vom portugiesischen Wort "chupar" ("saugen") ab und steht sinnbildlich ...

📰 Leitartikel: Elisabethanische Spekulationen

📰 Leitartikel: Wenn die Technik Geister sieht...

17/09/26

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Pascagoula CE4 &
Katastrophismus ¹

Einer der bekanntesten UFO-Abduktionsfälle in den USA spielte sich am 11. Oktober 1973 in Pascagoula, Jackson County, Mississippi, ab. Betroffene waren die Arbeitskollegen Charles Hickson, damals 42 Jahre alt, und Calvin Parker, 19 Jahre alt. 
Zum Thema erschienen drei Bücher, die ich mir bestellt habe, um einen etwas tieferen Einblick in die Materie zu bekommen: UFO CONTACT AT PASCAGOULA von William Mendez & Charles Hickson, PASCAGOULA-THE CLOSEST ENCOUNTER: MY STORY von Calvin Parker und THE ROAD TO PASCAGOULA: A Research Trip von Stefanos Panagiotakis. 
Die Begegnung am Fluss 
Beginnen wir unsere Einblicke also nun mit UFO CONTACT AT PASCAGOULA! Das Buch wurde verfasst von William Mendez, der die Ermittlungen zum Fall zwischen August 1974 und Januar 1976 durchführte. 
Hickson und Parker arbeiteten beim Schiffbauer F. B. Walker & Sons und hatten es sich angewöhnt, nach Feierabend bei guten Witterungsverhältnissen fischen zu gehen – so auch am 11. Oktober. Sie versuchten ihr Glück am Pascagoula River, als zwischen 21:30 Uhr und 22:00 Uhr aus einer Entfernung von 60 bis 70 Fuß ein merkwürdiges Geräusch ertönte, das an einen sich öffnenden bzw. schließenden Reißverschluss erinnerte. 
Das Geräusch und ein blau pulsierendes Licht, das den Himmel erleuchtete, stammten von einem Objekt, welches auf die beiden zugeflogen kam. Es hatte die ungefähre Form eines amerikanischen Footballs mit einer kleinen Kuppel obenauf. 
Es war etwa 30 Fuß lang und 8 bis 10 Fuß hoch, an der Unterseite befanden sich zwei Fenster. Es blieb stehen und schwebte in unmittelbarer Nähe der beiden Männer, die sich nicht mehr bewegen oder fliehen konnten. 
Die Entführung und die Entitäten 
Das blaue Licht erlosch und eine „Tür“ öffnete sich. Zu erkennen waren drei Entitäten; der Raum hinter ihnen war gleißend hell. Die Fremden schwebten auf die Männer zu. Sie waren 5 bis 6 Fuß groß, der Kopf saß halslos auf den Schultern, und sie hatten graue, faltige „Elefantenhaut“ – dazu passend wirkten auch die Füße elefantös. 
Die Hände bestanden aus zwei Teilen, Fäustlingen oder Krabbenscheren nicht unähnlich. Am Kopf saßen auf Höhe der Ohren bzw. der Nase kleine Erhebungen, wobei Hickson, als er anschließend abtransportiert wurde, beobachten konnte, wie eine davon in den Kopf ein- und wieder ausgefahren wurde. Über Augen schienen die Ufonauten nicht zu verfügen, als Mund diente ein Schlitz. 
Hickson wurde von einer Entität am linken Oberarm gepackt und spürte einen stechenden Schmerz. Er und Parker wurden von dem Trio ins UFO geschwebt – hier wurden sie getrennt. Hickson fand sich in einem strahlend hell erleuchteten Raum wieder. Aus der Wand kam ein schwebendes „Auge“ auf ihn zu, dessen Fokus aus einem andersfarbigen Material bestand als der Rest des Körpers. 
Dieses „scannte“ seinen Körper und verschwand dann wieder in der Wand. Obwohl der Raum viel zu hell war, konnte er während der Prozedur seine Augen nicht schließen. Die nächste Zeit geschah nichts; er war nach wie vor alleine und befürchtete bereits, vergessen worden zu sein. Dann ging alles ganz schnell. 
Rückkehr und erste Untersuchungen 
Er und Parker wurden aus dem UFO heraus zu ihrem Angelplatz geschwebt und abgesetzt. Die Entitäten verschwanden im Schiff, und dieses flog mit den gleichen Geräuschen und Lichteffekten wie zu Anfang wieder davon. Es war nun gegen 22:15 Uhr. Die Männer meldeten den Vorfall dem Jackson County Sheriff’s Department, wo Hickson später auch einen Lügendetektortest erfolgreich absolvierte. Er wiederholte seine Aussage auch auf der Keesler Air Force Base. 
Das Nachspiel und gesundheitliche Folgen 
Calvin Parker erlitt als Folge der Vorfälle zwei Nervenzusammenbrüche und musste medizinisch behandelt werden. Signifikant ist, dass bei ihm im Laufe der Jahre eine Vielfalt gesundheitlicher Probleme auftrat, wie wir dies bei „Nahbegegnungen“ immer wieder geschildert bekommen. 
Charles Hicksons linker Oberarm – jene Stelle also, an der er Schmerz verspürte, als er entführt wurde – blutete noch bis in den nächsten Tag hinein. Man kann sich fragen, ob ihm auf diese Weise Blut abgenommen wurde. 
J. A. Hynek, ehemals Blue-Book-Mitarbeiter, untersuchte den Fall und sprach sich für die Männer aus – er fand keinen Hinweis auf einen möglichen Betrug. Zwischen Februar und Mai 1976 wurden beide Männer Hypnoseregressionen unterzogen, die der Hypnosetherapeut John Kraus durchgeführt hat. Thematisiert wurde dabei u. a. die äußere Form bzw. die Beschaffenheit der Ufonauten. Diese gaben einen summenden bzw. brummenden Ton von sich, bewegten sich „mechanisch“, sahen identisch aus und machten den Eindruck von Robotern. 
Neue Details unter Hypnose 
Das von Hickson beobachtete „Auge“ bestand aus einem transparenten Material, das aussah wie Kristall. Im Inneren befand sich eine metallisch wirkende Kugel, die sich im Uhrzeigersinn drehte. Erst unter Hypnose wurde er gewahr, dass er sich nicht alleine im Raum befand; hinter ihm standen seine Entführer, die sich entfernten, nachdem das „Auge“ in der Wand verschwunden war. 
Unweit dieser Stelle befand sich auch ein Bildschirm an der Wand, auf dem sich etwas bewegte – es war jedoch nicht zu erkennen, was genau. Kurios ist der Umstand, dass bei Parkers Wagen nach dem Vorfall das Fenster auf der Beifahrerseite geborsten war und herausfiel. Ob es jemand zuvor beschädigt hatte oder ob es einen Zusammenhang mit der Entführung gab, ist jetzt nicht mehr zu beantworten. 
Im Januar 1976 wurden die Zeugen im Harper Hospital, Detroit, untersucht; es fanden sich weder psychische noch physische Auffälligkeiten. Arbeitgeber, Nachbarn und Familienangehörige sprachen sich für die Männer aus. Sie waren nie zuvor mit phantastischen Geschichten vorstellig geworden und hatten keinerlei Bezug zum oder Interesse am UFO-Phänomen. 
Parallelsichtungen in der Region 
Im gleichen Zeitfenster und geografischen Raum gab es zwei Reports, die im Zusammenhang mit der Entführung stehen könnten: 
Petal, Mississippi, 07.10.1973: Mehrere Zeugen, darunter Polizeibeamte, beobachteten ein UFO, welches geformt war wie ein Drehkreisel und bei seinem nächtlichen Flug die Gegend illuminierte. 
Pascagoula, Mississippi, 11.10.1973: Zum Zeitpunkt der Entführung wurde an anderer Stelle der Stadt ein großes, kuppelförmiges, „lichtvolles“ UFO beobachtet, welches über einem Telefonmasten hing. 
Der Gedanke, dass man so womöglich die Kommunikation (ein- und ausgehende Anrufe) überwachte, während man sich gleichzeitig an einem anderen Ort als Kidnapper betätigte, drängt sich einem regelrecht auf. Zusätzliche Berichte sind erst unlängst gemeldet worden! 
Nachkontakt und telepathische Botschaften 
Viele Einzelsichtungen sind lediglich das „Intro“ für weitere Begegnungen. Im Januar 1974 war Hickson auf der Jagd. Plötzlich herrschte völlige Stille, und kein Tier war mehr zu sehen. Teilweise verdeckt von Bäumen sah er „sein“ UFO wieder und „hörte“ plötzlich eine Stimme in seinem Kopf. Er solle sich nicht fürchten, man wolle weder ihm noch sonst jemandem schaden. Dann verschwand das Objekt wieder. 
Einen Monat später wurde er nachts von seinen bellenden Hunden geweckt. Er ging ins Freie und „hörte“ die gleiche Stimme, die ihn darauf hinwies, dass die Fremden in der Zukunft den Menschen helfen wollten, bevor es „zu spät ist“ – ein UFO war nicht zu sehen. Solche Hinweise finden sich bei den meisten „Nahbegegnungen“ (CE3 + CE4) mit Entitäten. Wer die Bücher oder Fallsammlungen von Albert Rosales liest, stößt immer wieder darauf. 
Dieser „Katastrophismus“ beinhaltet die Warnung vor einem zukünftigen „Großereignis“, welches die Erde treffen soll und so vernichtend ist, dass selbst die Fremden es nicht aufhalten können. Vermögen sie in die Zukunft zu blicken oder rechnen sie kosmologische Entwicklungen einfach hoch? 
Das Ende der Begegnungen 
Die UFO-Abenteuer von Hickson nahmen ein dramatisches Ende (?) zum Muttertag, den 12. Mai 1974: Nach einem Familienbesuch fuhren er und fünf seiner Angehörigen mit dem Auto nach Hause. Sie befanden sich zwischen Saucier {NameGame?} und Ocean Springs auf dem Highway 67, als sie bemerkten, dass sie verfolgt wurden. 
Ihnen näherte sich von hinten ein Licht, welches zu einem scheibenförmigen Objekt mit Fensterreihe und einer umgedrehten Kuppel an der Unterseite heranwuchs, von der helles Licht abstrahlte, welches den Boden unter sich erhellte. 
Man hielt kurz an, um sich das Vehikel genauer anzusehen. Da die Frauen im Wagen jedoch in Panik gerieten, startete man durch und fuhr davon. Hickson erhielt die telepathische Botschaft: „Andere Zeit, anderer Ort“. Hickson verstarb 2011. Aus dem Buch ging nicht hervor, ob er nach 1974 noch weitere Kontakte hatte oder nicht!ʬ
Pascagoula CE4 & Katastrophismus ²
Im ersten Teil der Pascagoula-Rezension bin ich auf die Perspektive von Charles Hickson eingegangen. Im zweiten Teil wollen wir beleuchten, was Calvin Parker in seinem Buch "MY STORY" zu sagen hatte. Das Intro und die Hintergründe zum Fall findet der geneigte Leser im ersten Teil der angeplanten Trilogie! 
Hier soll es losgehen mit der Trennung von Parker und Hickson, die an Bord des UFOs in verschiedenen Räumen „untersucht“ wurden: Parker wurde von seiner „Roboter-Entität“ in einen kleinen, hell erleuchteten Raum gebracht, der keine sichtbare Lichtquelle aufwies. 
Er wurde in die Raummitte „geschwebt“ und auf einen Tisch gelegt, den er unter sich nicht spüren konnte. Eine kleine, blaue, quadratische Box, die klickende Geräusche von sich gab, umflog ihn. Als diese verschwand, tauchte im Raum ein kleines, etwa 5 Fuß großes Wesen auf. 
Es hatte ein zierliches, schmales Gesicht, große braune Augen und wirkte auf Parker weiblich. Er hörte einen zischenden Laut und vernahm in seinem Kopf die telepathische Botschaft, dass er sich nicht fürchten solle. Danach fühlte er sich wie betäubt und ruhiggestellt. 
Anschließend kam etwas aus der Wand (womöglich das von Hickson beschriebene „Auge“) und umzirkelte seinen Körper, um dann zu verschwinden; auch die Entität verließ den Raum. Einer der „Roboter“ trat ein und levitierte ihn wieder zum Angelplatz, wo auch bereits Hickson „wartete“. 
Beide Männer wurden nach ihrer Rückkehr – siehe Teil 1 – auf der Keesler Air Force Base befragt. Interessant ist der Hinweis Parkers, dass ein schwarz gekleideter Mann die Gesprächsführung hatte und die fünf uniformierten Militärs lediglich in einer Statistenrolle aufmarschiert waren. 
Sekundärzeugen und weitere Sichtungen 
Es gab Sekundärzeugen, die UFO-Erlebnisse im nahen zeitlichen und geographischen Raum hatten – siehe auch hier den ersten Teil der Besprechung! 
2001 wurde die Geschichte von Mike Cataldo bekannt, einem pensionierten Navy-Offizier, der kurz vor der Entführung von Hickson & Parker zwei UFO-Sichtungen hintereinander hatte. Er und zwei Freunde waren mit dem Wagen gen Biloxi, Mississippi, unterwegs. 
Es war noch lichter Tag, als sie am Himmel eine „Sternschnuppe“ bemerkten, die ihren Flug plötzlich abbrach, herankam und sich für rund 30 Sekunden auf Baumwipfelhöhe positionierte. 
Das Ding drehte sich im Kreis und hatte an seinen Seiten und obenauf blinkende Lichter. Das UFO erinnerte von seiner Form her an eine weiß-graue Seemannsmütze und war geschätzt größer als ein Verkehrsflugzeug. Das Ding schoss davon. 
Bei seiner Rückfahrt, diesmal war Cataldo alleine im Wagen, tauchte es abermals auf, um nach 45 Sekunden zu verschwinden. Sowohl bei der ersten als auch bei der zweiten Begegnung befanden sich weitere Automobilisten auf der Straße. Er meldete den Vorfall der Keesler AFB, erhielt jedoch keine Rückmeldung! Der Sichtungszeitpunkt lag geschätzt bei etwa 18:00 Uhr! 
Ein weiterer Zeuge meldete sich nach einem Beitrag auf OPEN MINDS, 2017. Er war 1973 zwölf Jahre alt und lebte in Stone County, Mississippi, auf einer Farm. Er erinnerte sich daran, dass es zu der Zeit zahlreiche Berichte über UFO-Vorfälle in den Regionalmedien gab. 
Eine Stunde vor der Hickson & Parker Entführung beobachteten er und sein Vater – letzterer rief ihn ins Freie – ein UFO, welches langsam und ziemlich tief ihre Farm überflog und gestaltet war wie der obere Teil einer alten Straßenlaterne. 
Die kommenden zwei bis drei Wochen wurde das UFO immer wieder gesehen, der gleichen Flugroute folgend, jedoch nicht mehr so nah wie bei der ersten Begegnung! 
Das submarine Phänomen 
Am 6. November 1973 beobachteten zwei Fischer auf bzw. bei Round Island, Pascagoula River, gegen 21:00 Uhr ein „USO“, also ein submarines Vehikel, das etwa 4–6 Fuß unter Wasser mit geschätzten 6 Knoten unterwegs war. 
Dabei droschen die Zeugen von ihrem Boot aus mit ihren Rudern nach dem Körper [sic!], der sich einen Spaß daraus machte, ihren Schlägen auszuweichen und wieder auf sie zuzuschwimmen [sic!]. 
Die Küstenwache wurde alarmiert und zwei Beamte beobachteten es von ihrem Boot aus. Im Buch finden sich mehrere Seiten des von der Küstenwache abgefassten Berichtes zum Fall – erklären konnte man sich die intelligent agierende, mit einem bernsteinfarbenen Licht bestückte Erscheinung nicht! 
Nachkontakt und Hypnose 
Ähnlich wie Hickson hatte auch Parker nach 1973 noch eine „Begegnung“, ziemlich genau 20 Jahre später. Gegen 7:00 Uhr morgens war er beim Fischen auf Cat Island, als es plötzlich übergangslos dunkel war; die Uhr zeigte 23:00 Uhr an! Mehrere Stunden waren vergangen, über die er sich keine Rechenschaft ablegen konnte, auch seine Verpflegung war spurlos verschwunden. 
Parker wurde kurz danach zu einer UFO-Konferenz in Florida eingeladen und lernte dort Budd Hopkins kennen, der ihm anbot, ihn zu hypnotisieren. Wenn Laien Hypnose anwenden, muss man vorsichtig sein und die „Ergebnisse“ kritisch hinterfragen, gerade bei Hopkins! Daher unter Vorbehalt: 
Parker berichtete von einer grauen Wolke, die über ihm erschien, während er auf seinem Boot fischte. Er wurde in diese hineingezogen, sah sich dabei jedoch noch auf dem Boot sitzen, völlig erstarrt. An Bord der „UFO-Wolke“ befand sich die kleine, „weibliche“ Gestalt, die ihm auch 1973 bei seinem ersten „Abenteuer“ begegnet war. Wie es weiterging, ließ sich mittels Regression nicht mehr erkunden. 
Mysteriöse Tonbandstimmen 
Hopkins hypnotisierte Parker auch zu den Erlebnissen von 1973. Dabei ist die „Rückführung“ nicht so interessant, viel mehr ist es die Aufnahme. Obwohl die beiden [also Hopkins & Parker] nur zu zweit gewesen waren, konnte man bei dem mitgelaufenen Tonband weitere Stimmen hören, eine männliche und eine weibliche. Diese murmelten vor sich hin und die männliche sprach Parker gezielt an. 
Solche „Tonbandstimmen“ tauchen bei Zeugenbefragungen immer wieder auf. Leider erfährt der Leser des Buches nicht, was da gemurmelt oder gefragt wurde. 
Bei anderen Fällen [etwa bei John Keel, Philip Imbrogno, Stan Gordon, Raymond Fowler usw.] wurden von „Unbekannt“ beleidigende Äußerungen der Ü-18-Kategorie getätigt bzw. outeten sich die „Sprecher“ mit ihrem Namen – dieser ließ sich dann oft zurückverfolgen und gehörte zu mythologischen Dämonengestalten oder zu „gefallenen“ Engeln. 
Parker gab übrigens unter Hypnose u. a. an, auch schon 1973 eine AKE während der Entführung gehabt zu haben. Die weibliche Aliengestalt sei ihm auch bereits in seiner Kindheit erschienen. Zumindest ließ sich verifizieren, dass er mit 5 oder 6 Jahren angab, in einem nahe gelegenen Wald einen „Geist“ gesehen zu haben, was von seiner Familie natürlich nicht geglaubt wurde. 
Ausflug ins Bizarre 
Die Ufonauten hatten irgendwie die „Adressen“ von Parkers Mutter und seinem Stiefvater herausbekommen. Seine Mutter und sein Bruder beobachteten nach dessen Entführung ein großes, lichtintensives Objekt auf der Farm. Es schwebte über einer Weide und illuminierte die dort in Panik geratenen Kühe – ein Tier war nach dieser „Visite“ verschwunden. 
Der Stiefvater hatte nach seiner Pensionierung einige Fischteiche angelegt. Über einem tauchte ein UFO auf und tötete die darin befindlichen Tiere – dem Wasser wurde jeglicher Sauerstoff entzogen! Gerade solche Elemente lassen das Phänomen mal wieder in einem bizarren, unwirklichen, keelianischen Licht erscheinen! 
Man fragt sich wirklich, ob die Fremden nicht unter Neuroparasiten leiden; anders sind diese infantilen Aktivitäten nicht zu erklären! Welche Hochtechnologie mit Forschungseifer verewigt sich rüpelnd auf Tonbandkassetten, klaut dem Abductee seine Jause, dessen Mutter eine Kuh und tötet die Fische seines Stiefvaters?! 
Um das UFO-Phänomen zu verstehen, muss man die Erklärungsansätze viel unkonventioneller anlegen – mit „vernünftigen“ Theorien werden wir die „Intelligenz“ hinter den Erscheinungen nicht verstehen!ʬ
Pascagoula CE4 & Katastrophismus ³
Der griechische Ufologe Stefanos Panagiotakis diente seit den 1970er-Jahren in der griechischen Handelsmarine. Durch eine Reihe von Zufällen und Synchronizitäten erhielt er 1981 die Gelegenheit, auf ein Schiff zu gelangen, welches unter anderem Pascagoula ansteuerte. 
Die zeitliche Distanz zum Vorfall erwies sich als Vorteil, da weitere Zeugen bekannt wurden, die kurz vor, während oder kurz nach der Entführung eigene UFO-Erlebnisse hatten. 
Der Sheriff von Pascagoula, Fred Diamond, erhielt in der Woche nach der Entführung rund 2000 Anrufe mit UFO-Meldungen, wobei die Sichtungswelle das gesamte Grenzgebiet zwischen Alabama und Mississippi umfasste. 
Dabei erwiesen sich die Flugobjekte oft als ausgesprochen aufdringlich. Sie rückten den Bewohnern der Südstaaten so sehr „auf den Pelz“, dass diese hier und da zur Waffe griffen und das Feuer eröffneten – allerdings ohne eine Reaktion oder Wirkung zu provozieren. 
Sichtungen im zeitlichen Umfeld der Entführung 
Der griechischstämmige Baptistenprediger G. P. Siglas war in kirchlicher Angelegenheit auf dem Highway 90 unterwegs. Mit dabei waren das Gemeindemitglied und der Ex-Cop Raymond Broadus – ein Cousin von Sheriff Diamond – sowie eine junge Frau namens J. A. Hallmark. 
Etwa 15 bis 20 Minuten vor der Entführung von Hickson und Parker bemerkten sie ein zylindrisch-ovales Objekt am Himmel. Es bewegte sich auf einer geschätzten Höhe von 900 Metern und schien die Fahrmanöver des Wagens, wie Beschleunigen und Bremsen, zu imitieren. 
Nachdem man sich über zehn Meilen hinweg als „Tandem“ fortbewegt hatte, stoppte das hell erleuchtete, blau-grün-gelb strahlende Vehikel und verschwand gen Westen. Die Nachuntersuchung des Falles ergab, dass es dabei genau die Richtung zum Pascagoula River eingeschlagen hatte, wo sich die beiden künftigen Entführten gerade beim Fischen befanden.  
Man könnte spekulieren, ob die „Ufonauten“ zuvor vielleicht die Absicht hatten, Siglas und seine Begleiter zu entführen – die Verfolgung über zehn Meilen legt dies nahe. 
Weitere Zeugen und Radarbestätigungen 
Auf die Sichtung von Larry Booth vom 11. Oktober 1973 bin ich bereits im ersten Teil eingegangen. Kurz nach seinem Anruf bei der Polizei meldete sich bei den Beamten ein weiterer Zeuge anonym und beschrieb die Sichtung des gleichen Objektes. Auch die Naval Base Ingalls verzeichnete im gleichen Zeitfenster eine Radarmeldung, deren Auslöser nicht identifiziert werden konnte. 
An der Stelle, an der die beiden Angler entführt wurden, befindet sich eine Brücke als Verlängerung des Highway 90. Von einem durchschnittlichen Auto aus konnte man die Stelle unten am Fluss nicht einsehen, da das Geländer zu hoch war. Man benötigte einen Van oder Truck für eine erhöhte Sitzposition. Tracy Green verfügte über ein solches Fahrzeug und beobachtete zur Zeit der Entführung ein blaues, nebelhaftes Licht am beziehungsweise über dem Tatort. 
Synchronizität und die Begegnung in Pascagoula 
Dass Panagiotakis durch diverse Zufälle nach Pascagoula gekommen ist, habe ich erwähnt, doch ließ ihn die Synchronizität auch dort nicht im Stich. Er bewegte sich im Ort meist mit einem Taxi fort und hatte in der Zentrale Bertil Moore als Ansprechpartnerin, der er von seinen Recherchen berichtete. 
Diese erzählte ihm von einem eigenen Erlebnis, das sich zwei oder drei Tage nach der Entführung von Hickson und Parker zugetragen hatte. Sie und ihr Mann befanden sich gerade beim Essen, als ihr Nachbar Bob Reas Sturm klingelte. 
Ein ovales, metallisches UFO flog auf einer geschätzten Höhe von etwa 150 Metern am Himmel und strahlte intensiv blaugrün. Gürtelartig um den Mittelteil befanden sich mehrere Fenster. Es bewegte sich Richtung Nordost, in Richtung Mobile, Alabama. Die Sichtungsdauer lag bei zirka sechs Minuten, da es das Vehikel offenbar nicht eilig hatte. 
Katastrophismus und die Absichten der Fremden 
Panagiotakis unterhielt sich natürlich auch mit Hickson, der allerdings nicht mit allen Details herausrückte. Völlig geöffnet hatte er sich scheinbar nur gegenüber J. Allen Hynek. Ein zentraler Punkt war sein Wissen darüber, dass der Erde eine große Katastrophe bevorsteht, die sich in ähnlicher Form bereits fünfmal zugetragen haben soll. 
Man kann wohl ableiten, dass er diese Botschaft von den Fremden erhalten hat. Damit befindet er sich in guter Gesellschaft, denn seit den 1950er-Jahren berichten Kontaktierte regelmäßig davon, dass die Entitäten sie vor einer solchen Katastrophe gewarnt hätten. 
Dröselt man die Reporte chronologisch auf, bemerkt man, dass Entführten seit einigen Jahren erzählt wird, sie würden diese Katastrophe noch selbst erleben. Der genetische Aspekt des Phänomens soll darin seine Ursache haben. 
Offenbar transformieren die Fremden unsere Spezies in eine weltraumtaugliche Variante – zumindest die unfreiwillige Nachkommenschaft der Abductees. Die Hickson-Parker-Entführung gehört alleine schon aufgrund der vielen Sekundärzeugen zu den besten CE4-Fällen!ʬ
Mumien & fliegende Untertassen
Als bemühter Ufologe stößt man immer wieder auf Muster. Manche sind subtil, andere springen einen förmlich an. Während der Fall Pascagoula (1973) mit seinen „elefantenhäutigen“ Robotern weltweit Berühmtheit erlangte, liegt ein weit weniger bekannter, aber fast noch verstörender Fall Jahrzehnte davor im Dunkeln: Die Begegnung auf der Panamericana in Peru im Jahr 1949. 
Stellen wir uns die Szene vor: Peru, 1949. Ein Handelsvertreter ist allein auf der einsamen Panamericana unterwegs: In einer Ära, in der das moderne UFO-Phänomen gerade erst durch Kenneth Arnold (1947) seinen Namen erhielt, erlebt dieser Mann etwas, das weit über das damals Vorstellbare hinausging. 
Er trifft auf der Straße auf ein gelandetes UFObjekt und dessen Besatzung. Die Details, die mir hier vorliegen, sind absolut außergewöhnlich. Es waren zwei Wesen, die ihn zunächst auf Englisch ansprachen. Als sie merkten, dass er sie nicht verstand, wechselten sie fließend in perfektes Spanisch. 
Schon hier zeigt sich eine enorme kognitive Überlegenheit – oder eine Technologie, die Sprache in Echtzeit analysiert. Zu einem zweiten Treffen kam es jedoch nie, da die Wesen schlicht nicht mehr auftauchten. 
Das wohl spektakulärste Element dieses Falls ist die biologische Information, die die Wesen preisgaben. Sie erklärten dem Vertreter, dass sie sich nicht auf menschlichem Wege, sondern durch Körperteilung reproduzieren. In der Ufologie der 40er und 50er Jahre dominierten meist „Space Brothers“ in silbernen Anzügen oder kleine graue Männchen. 
Die Idee einer makroskopischen Zellteilung bei intelligenten Lebewesen war völlig fremdartig und wirkt fast wie ein Vorbote für die technoid-biologischen Hybrid-Beschreibungen späterer Jahrzehnte. Es unterstreicht die Fremdartigkeit der Besucher: Sie sind keine Menschen von anderen Sternen, sondern etwas fundamental Anderes. 
Und wo fand sich der Bericht? Natürlich in dem hervorragenden Buch The Fourth Wall Phenomenon von Joshua Cutchin! Es hat mir außerordentlich gut gefallen, wurde zum Buch des Jahres, da Cutchin mit einer Gründlichkeit vorgeht, die man selten findet. Er analysiert das Phänomen der „vierten Wand“ und zieht Parallelen zu Theater, Literatur und unserer 3-D-Realität, was dem Thema eine enorme Tiefe verleiht. Zurück zum CE3-Fall: 
In Peru berichtete ein Zeuge (oft als C.A.V. geführt) von drei „Mumien-ähnlichen“ Wesen mit grauer, faltiger Haut. Das deckt sich exakt mit Hicksons Beschreibung der „Elefantenhaut“ in Mississippi. 
In beiden Fällen agierten die Wesen methodisch und fast schon mechanisch. In Peru war der Kontakt zwar eher informativ, doch die kühle Art der Interaktion erinnert stark an die „Roboter-Atmosphäre“, die Hickson unter Hypnose beschrieb. 
Beide Begegnungen fanden an Transitorten statt (einer Straße, einem Flussufer), und beide Male verschwanden die Wesen mit dem Versprechen oder der Andeutung eines Wiedersehens, das niemals stattfand. Die peruanischen Wesen tauchten nie wieder auf; Hickson erhielt nur noch kryptische telepathische Fetzen wie „Andere Zeit, anderer Ort“. 
Was bedeutet das für uns? Wenn zwei Zeugen im Abstand von 24 Jahren auf zwei verschiedenen Kontinenten Wesen beschreiben, die wie lebende Mumien aussehen und biologische Konzepte wie die Körperteilung oder mechanische Fortbewegung teilen, dann verlassen wir den Bereich des Zufalls. 
Der Peru-Fall von 1949 ist für mich das fehlende Puzzleteil zu Pascagoula. Er beweist, dass diese spezifische Art von Besuchern – diese faltigen, grauen Entitäten mit ihren seltsamen Erhebungen am Kopf und dem Fehlen klassischer Augen – ein konsistentes Phänomen sind, das die Erde schon lange vor dem Medienrummel der 70er Jahre besuchte. 
Wenn sie sich durch Teilung vermehren und vor Katastrophen warnen – sind sie dann Beobachter unserer Evolution oder vielleicht das Endstadium einer technologischen Zivilisation?ʬ

🎼 Hinweis: Hören statt lesen!

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Tipp: Einfach ausprobieren –
und sich vorlesen lassen, was man sonst überfliegt.

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