Ich habe noch nie ein Buch rezensiert und gleich im Intro darauf hingewiesen, es NICHT zu kaufen! Hier ist es allerdings notwendig! Lazar beschreibt darin weniger als in seinen Interviews!
Wer eine GUTE, deutschsprachige Einführung zu Lazar und seinen Aussagen haben möchte, besorgt sich am besten Timothy Goods „SIE SIND DA“, vor Jahrzehnten bei Zweitausendeins erschienen!
Dessen ungeachtet möchte ich zu einigen Themen spekulieren bzw. philosophieren!
Die Geheimnisse der blauen Ordner
Am ersten richtigen Arbeitstag auf S⁴ wurde Lazar in einen Raum geführt, in dem ein Stapel blauer Ordner lag! Zuvor musste er einen „Alien-Allergie-Test“ absolvieren und eine ihm unbekannte Flüssigkeit trinken!
Obwohl er stundenlang in den Ordnern gelesen hatte, die Insiderinformationen über die Fremden enthielten, berichtet er uns nur, dass die angeblichen „Außerirdischen“ von Zeta Reticuli stammen und er zwei Torso-Bilder von verunfallten Aliens zu sehen bekam!
Was dort sonst stand, berichtet er nicht! Kein Hinweis auf Menschen als „Seelencontainer“ und Religion als Manipulationsmittel der Fremden! Sowas findet man aber bei Good, der mit Lazar in den Jahren nach dessen Outing zu tun hatte!
Dass eines der neun UFOs, die er sah, ein Projektil abbekommen hatte und eine weitere Untertasse alt und ausgebuddelt wirkte, erfährt man bei einem Interview, aber nicht im Buch! Das Projekt, an dem er arbeitete, hieß Galileo!
Zeta Reticuli und die Sternenkarte der Hills
Jeder, der sich mit UFOs beschäftigt, kennt sie: die „Reticulaner“ aka Greys! Ihren ersten großen Auftritt in der Öffentlichkeit hatten sie beim Hill-CE⁴-Vorfall. Die Hills wurden entführt und Betty wurde eine Sternenkarte gezeigt. Die Wesen wollten von ihr wissen, wo sich auf der Karte die Erde befände. Das wusste sie aber nicht zu sagen, und ergo wurde die Astronomie-Studie abgebrochen!
Die Lehrerin Marjorie Fish beschäftigte sich mit der von Betty unter Hypnose gezeichneten Karte, befragte die astronomische Literatur ihrer Zeit und fertigte neben diversen Karten auch ein 3D-Modell mit Perlen und Schnüren an!
Mir ist nicht bekannt, ob die Rekonstruktion mittels eines modernen Astronomieprogramms nachgestellt oder bestätigt worden ist? Fakt ist, dass die beiden deutschen Ufologen Koch & Kyborg die Sternenkarte auf unser Sonnensystem übertrugen und damit erstaunlich erfolgreich waren!
Dreh- und Angelpunkt der Argumentation war, dass einer der Punkte auf besagter Sternenkarte die Erde gewesen sein muss. So war also ein kleiner „Sternenraum“ zu sehen und kein „großer“ wie bei Fish! Es wäre sinnvoll, beide Interpretationen heute noch mal abzuklopfen – Freiwillige vor!
Der UFO-Reaktor: Ein antikes Zyklotron?
Der basketballgroße UFO-Reaktor, der Antigravitation erzeugte, erinnerte Lazar an ein hoch entwickeltes Mini-Zyklotron! Wobei ich mich ganz ketzerisch frage, ob es nicht ein solches war, in den 1920ern auch in Berlin entwickelt und später in den USA „schwarz“ finanziert mit den fast uneingeschränkten Mitteln des „Tiefen Staates“?
Die russische Beteiligung und Reagans Vision
Wer kann sich noch an Ronald Reagans UN-Rede erinnern, in der es um den menschlichen Zusammenhalt im Angesicht einer außerirdischen Gefahr ging? Laut Lazar befanden sich vier Russen unter den Wissenschaftlern auf S⁴!
Diese verschwanden dann plötzlich, und zeitgleich erhielt er eine 22er Smith & Wesson zu seiner eigenen Sicherheit, wie es hieß. Das wäre eigentlich nicht nötig gewesen, da er damals eine UZI mit sich führte!
Im Buch erfährt man natürlich nicht, warum sie verschwanden, aber in Interviews wird erklärt, dass der Material-Gruppe ein großer Durchbruch gelungen sei und man das Quartett deshalb nach Hause geschickt hat!
Die Frage ist, ob es damals in der UdSSR nicht ein Parallelprojekt gegeben hat, denn ganz ohne Gegenleistung wird dieses ungewöhnliche Teamwork nicht funktioniert haben! Es scheint auf einer gewissen „Metaebene“ Austausch zwischen Washington und Moskau gegeben zu haben!
MIBs: Die stillen Wächter
Wie in jeder guten UFO-Posse spielen auch in dieser Story MIBs eine Rolle. Zwei schwarz gekleidete Gestalten in einem optisch dazu passenden Fahrzeug, die vor Lazars Haus wachten bzw. ihn „begleiteten“.
Bewegungsdrang schienen sie nicht gehabt zu haben; sie saßen über Stunden wie eingefroren in ihrem Fahrzeug und blickten starr geradeaus! Lazar rief die Polizei, die jedoch nur schnell vorfuhr, sich mit den Männern kurz austauschte und dann wieder verschwand. Offenbar kannte man sich!
Kosmisches Theater oder gezielte Desinformation?
Lazar wurde überwacht – das war Teil des Arbeitsvertrages! Man wusste etwa, dass seine Frau ihn betrog, und man war darüber informiert, mit wem er abhing! Mit einer einzigen Ausnahme:
Ausgerechnet der berühmt-berüchtigte Ufologe John Lear spielte angeblich keine Rolle!
Lazar hatte „Begleiter“, sein Telefon wurde überwacht und es gab unangekündigte, anonym ablaufende „Hausdurchsuchungen“, wenn er und seine Frau nicht da waren. Das merkte man lediglich an Kleinigkeiten: nicht verschlossene Schubladen, verschobene Möbel etc., wobei niemals etwas verschwand oder gestohlen wurde!
Dann tauchte ein ihm beiläufig bekannter Immobilienhändler auf, der „zufällig“ auch für die Lears arbeitete und ihn bat, ihn zu einem Meeting mit John Lear zu begleiten, um dort Fotos des Hauses zu machen!
Lear hatte damals bereits ein ausgesprochen großes Interesse an der Area 51 und hatte Interviews zum Thema mit George Knapp geführt! Man darf nicht vergessen: Las Vegas war damals schon kein Nest. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass der richtige Deckel auf den richtigen Topf fällt?
Und wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein rund um die Uhr überwachter Area-51-Mitarbeiter ausgerechnet zu dem Ufologen fährt, dessen Steckenpferd die Anlage ist, ohne dass es den Arbeitgeber irgendwie stört?
Erst wenige Tage zuvor war das Haus der Lazars gestürmt worden, da er telefonisch mit einem Freund geblödelt hatte und dazu „verschlüsselte“ Sätze gebraucht wurden!
Blödeln am Telefon wurde also sanktioniert, die Freundschaft zu Lear jedoch, der ein Auge auf Lazars „Arbeitsplatz“ geworfen hatte, war okay?
Hatte man also geschlafen, oder wurde der Kontakt arrangiert, um künstlich einen Whistleblower zu kreieren? Ging es darum, die Öffentlichkeit über die „Hintertür“ zu informieren? Oder wollte man nur so tun, als ob man über Alien-Hochtechnologie verfügt, um falsche Spuren zu setzen?
Es kam, wie es kommen musste: Lazar führte Lear in die UFO-Wüste, sie wurden beim Beobachten nächtlicher Lichter erwischt, Lazar bekam Ärger, entkam einem dilettantischen Attentat und landete zum „Selbstschutz“ bei Knapp – natürlich durch Vermittlung von John Lear! Und wenn sie nicht gestorben sind!ʬ

