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15/08/26

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Der Zorn der Nechbet

Im Buch „Der vergessene Pharao“ von Philipp Vandenberg fand ich einen Hinweis auf den „Fluch der Pharaonen“. Um die Angelegenheit in Schwung zu bringen und verständlich zu machen, müssen wir eine gedankliche Zeit- und Ortsreise unternehmen: Lehnen wir uns also zurück und richten unsere Aufmerksamkeit nach Ägypten, genauer nach Luxor und in das Tal der Könige! Wir schreiben das Jahr 1922! 
Es geht um das Grab des jung dahingeschiedenen bzw. ermordeten Pharaos Tut-ench-Amun [Schreibung im Buch!] bzw. neu geschrieben Tutanchamun, der bei seinem „Auffinden“ bereits 3260 Jahre Grabesruhe genossen hatte.
Die Beteiligten und das Schicksal
Es gibt in dem Reigen zwei Personen, die für uns wichtig sind! Da haben wir den blaublütigen Engländer George Edward Stanhope Molyneux Herbert, den fünften Earl of Carnarvon! Dieser hatte, nach einem bereits überstandenen und ausgeheilten Autounfall, trockene Hitze statt englischen Wetters verschrieben bekommen und war folglich nach Ägypten gereist.
Hier begeisterte er sich passiv für die Geschichte des Landes und finanzierte den Zeichner und Autodidakten Howard Carter, der erst nach seiner Entdeckung zum Doktor und Ägyptologen geschlagen worden war! Der pekuniäre Support weilte über 15 Jahre. Geduld und finanzielle Potenz hatten – verdorbene? – Früchte getragen!
Der Schlamassel begann am 25.11.1922, als in die Grabkammer eingebrochen worden war. Am 17.02.1923 wurde das Grab des Pharaos geöffnet oder entweiht, je nach Sichtweise!
Der Beginn des Fluchs
Das erste Opfer des Fluches war Carnarvon. Er hatte sich eine fiebrige Infektion eingefangen, die sich von den zugezogenen Ärzten nicht bestimmen ließ. Eine der üblichen Tropenkrankheiten wurde ausgeschlossen, man wusste nicht, wie man ihn behandeln sollte.
In seinen Fieberphantasien drehte sich alles um einen imaginären Vogel, der ihn angriff und sein Gesicht zerkratzte. Das würde verblüffend gut zur altägyptischen Glaubenswelt passen. Die Geiergöttin Nechbet hatte die Aufgabe, Grabfrevel zu ahnden und die fragliche Person bis zum Tod zu piesacken!
Als Carnarvon starb, gingen nicht nur bei ihm die Lichter aus! Sowohl im Hotel Continental-Savoy als auch in ganz Kairo herrschte plötzlich zehnminütige Dunkelheit! Darauf ging das Licht von selbst wieder an, ohne dass eine regelnde Hand den Ausfall behoben hätte.
Seltsame Begleiterscheinungen
Zeitgleich starb in England der Terrier des Briten, der zuvor noch quicklebendig war! Die Sache war noch einen Zacken schräger als in meiner Quelle aufgeführt. 
Charles Fort, der „Vater“ aller Forteaner, hatte in englischen Zeitungsmeldungen aus der Zeit entdeckt, dass auf dem Land des verstorbenen Earl vor seinem Tod ein wilder Mann unterwegs war, siehe unten!.
Im englischen Duktus ist gemeint, dass ein haariger Unhold, dem Bigfoot nicht ganz unähnlich, vor Ort auf Achse war. Ich meine jedoch zu wissen, dass sich im ägyptischen Pantheon keine äffischen Götter herumgetrieben hatten? Auf jeden Fall scheint es einen „animalischen“ Bezug im Fluch zu geben!
Interessant ist, dass Autor Vandenberg mit den Zeitzeugen gesprochen und vor Ort ermittelt hatte. Das Resümee veröffentlichte er in seinem Buch „Der Fluch der Pharaonen“, welches ich mir dezent zu Gemüte führen werde!
Der Body Count
Ab hier folgte nun ein tödlicher Body Count! Wenn ich richtig gezählt habe – Strichliste geführt! –, verstarben kurz nach Carnarvon 18 Personen, die unmittelbar mit dem Grab zu tun hatten, wobei der örtliche Faktor nicht entscheidend war, sondern nur die Beteiligung am Projekt! Es „erwischte“ also auch Personen, die nie zuvor in Ägypten gewesen waren! Jedoch war keiner der ägyptischen Arbeiter betroffen!
Einige der Todesfälle hatten einen bizarren, surrealen, grotesken Unterton, wie wir ihn auch von anomalistischen Phänomenen her kennen: 
Gestorben war u.a. Carters Sekretär Richard Bethell. Dessen 78-jähriger Vater stürzte sich darüber aus Verzweiflung aus dem 13. [sic!] Stock eines Londoner Hauses. Der Krankenwagen, der den Toten abtransportierte, erfasste auf einer Kreuzung ein Kind, welches an den Folgen des Unfalls starb.
Ausschlaggebend für die verfrühten Tode waren drei verschiedene Krankheitsarten. Da wären schwere Fieberanfälle mit Wahnvorstellungen und Todesahnungen; Schlaganfälle mit Kreislaufversagen; plötzlich auftretende Krebserkrankungen, die in kürzester Zeit zum Tode führten. Die Frage ist, wie viele „Sekundärtote“ es noch gegeben haben mag, siehe mein Beispiel oben!
Das Schicksal von Dr. Taha
Vandenberg hatte sich unter anderem auch mit dem ägyptischen Mediziner und Biologen Dr. Ezzedin Taha von der Universität Kairo zum Thema besprochen. 
Dieser erklärte die Todesfälle mit Pilzbefall der Atemwege jener Personen, die im Grabe zugegen waren. An einen Fluch glaube er nicht und wies darauf hin, dass er selbst nicht betroffen sei.
Am 3. November 1963 hielt er eine Pressekonferenz zu seiner Theorie. Anschließend fuhr er mit einem Begleiter auf einer kaum frequentierten Wüstenstraße und prallte gegen einen der wenigen entgegenkommenden Wagen. Taha war an Kreislaufversagen gestorben und hatte es in diesem Zustand noch geschafft, in das andere Fahrzeug zu krachen!
Parallelen zum Ötzi
Der Fluch der Pharaonen scheint keine ägyptische Einzelerscheinung zu sein, wenn man bedenkt, was mit den Personen geschah, die mit dem Ötzi auf Tuchfühlung gegangen waren!
Fluch der Pharaonen und wilder Mann
Stellenweise ist es bizarr, in welchen Zusammenhängen Bigfoots, Sasquatches und die britischen wilden Männer auftauchen!
Nachdem seine Expedition die Grabkammer des Tutanchamun aufgebrochen hatte, verstarb Lord Carnarvon aka George Edward Stanhope Molyneux Herbert, 5. Earl of Carnarvon.
Im heimatlichen Britannien wurde zu der Zeit sein Anwesen von einem wilden Mann belagert und heimgesucht.
Charles Fort, der erste Forteaner überhaupt, gab an, dass er aus einigen Londoner Zeitungen (Daily Mail, 2. April 1923; Daily News, 3. April 1923) Hinweise auf den kuriosen Bipeden entdeckt hatte:
„Auf Lord Carnarvons Besitz bei Newburg, Hampshire, wurde oft ein nackter, wilder Mann gesehen, aber nie gefasst. Zum ersten Mal wurde er am 17. März beobachtet. Lord Carnarvon erkrankte am 17. März und starb am 5. April. Etwa ab 5. April gingen keine weiteren Meldungen über den wilden Mann von Newburg mehr ein.“ʬ 
[Quelle: Mitchell & Rickard, Die Welt steckt voller Wunder]

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