Dort traf er die Herren Binder [Bürgermeister von Nürnberg], Daumer [Lehrer von Hauser], Tucher [zukünftiger Vormund von Hauser] und Roeder [Kreisrat].
In meiner Quelle, der Stanhope-Biographie von Johannes Mayer, wird dem Vorgang leider kaum Raum zugestanden. Das Medium wurde in Hypnose versetzt und arbeitete sich an Hausers Schicksal heran:
Da war die Rede von „Teufelskünsten“, einem Freimaurerbund und dem Umstand, dass Hauser geopfert werden solle! Was, wie wir heute wissen, fast genau vier Jahre später auch umgesetzt worden ist!
Aufgezeichnet wurden leider keine Namen, was kriminalistisch gesehen für uns bedauerlich ist.
Erwähnt wurde übrigens auch, dass es Hausers leibliche Mutter selbst war, die das Kind hatte fortschaffen lassen, weg vom Vater. Wer auch immer diese Frau war!
Stanhope selbst scheint eine völlig andere Rolle in dem Gaunerstück gespielt zu haben als bisher angenommen, denn er suchte bereits 1822 die Nähe zu Stephanie von Baden, Hausers vermeintlicher Mutter.
Daneben unterhielt er Kontakte zu Personen am Hof in Mannheim, die ihm Auskunft geben konnten über das Schicksal des ersten Sohnes, der angeblich verstarb / verstorben oder entfernt worden ist!
Er reiste auch über sieben Jahre hinweg in einem relativ kleinen Areal in Süddeutschland herum, als ob er etwas suchen würde. Als er schon in Nürnberg bei Hauser war, erhielt er seine Geldmittel aus Baden, vom Bankhaus Haber in Karlsruhe!
Das macht die Sache noch komplizierter! Wenn die Verstecker von Hauser in Baden saßen, wieso ließen sie Stanhope sieben Jahre lang ermitteln, denn ihnen war bekannt, wo Hauser sich befand.
War dem Hause Baden selbst unklar, was aus dem Thronnachfolger geworden war? Gab es da andere Kräfte, die einwirkten? Die Angelegenheit um Hauser wird immer komplizierter, je tiefer man sich darin verfängt!
Doch zurück zur Somnambule. Wenn sie recht hat und ein Teufels- oder Freimaurerbund hinter der Angelegenheit steckt, ist vielleicht folgende Beobachtung interessant:
Wenn Hauser sich konzentrierte, formte er eine Hand oder beide Hände zu diesem merkwürdigen Zeichen. Daumen und Zeigefinger bildeten einen Kreis, während die restlichen drei Finger abstanden.
Dabei könnte der Kreis für Vollendung stehen und die drei restlichen Finger für die 666, so wie dies heute von „modernen“ Satanisten „angezeigt“ wird!
Im Kontext des bisher Gelesenen könnte dies durchaus passen! Unklar ist jedoch, ob dieses Zeichen schon damals die gleiche Bedeutung hatte!ʬ