Im Jahr 2002 versetzte ein rätselhaftes Phänomen den Norden Indiens in Angst und Schrecken. In Uttar Pradesh, dem bevölkerungsreichsten Bundesstaat der Indischen Republik, berichteten zahlreiche Menschen von Angriffen durch merkwürdige, aggressive „Lichtbälle“. Diese wurden von den betroffenen Einheimischen als Muhnochwa, was „Gesichtkratzer“ bedeutet, bezeichnet.
Geographischer Hintergrund
Uttar Pradesh ist mit 110 Millionen Einwohnern der bevölkerungsreichste Bundesstaat Indiens. Die Hauptstadt ist Lucknow, und die Hauptsprachen sind Hindi und Urdu. Mit einer Fläche von 294.413 km² erstreckt sich das Staatsgebiet vom Hochgebirge des Himalaya über die vorgelagerten Randgebirge und die fruchtbare nordindische Tiefebene bis zu den nördlichen Ausläufern des Dekkan-Hochlandes.
Das Phänomen der Lichtbälle
Die Vorfälle begannen im Juli 2002, etwa ein Jahr nach dem Erscheinen des mysteriösen „Affenmannes Hanuman“, einer haarigen, phantomartigen Kreatur, die nach dem hinduistischen Affengott benannt wurde.
Rund 100 Augenzeugen berichteten übereinstimmend von kugelartigen, rot leuchtenden Objekten mit blinkenden Lichtern, die etwa die Größe von Fußbällen hatten.
Diese Objekte attackierten nachts Menschen, die aufgrund der Hitze auf den Dächern ihrer Häuser schliefen. Laut der indischen Nachrichtenagentur PTI standen sieben Todesfälle in Verbindung mit diesen Vorfällen, wobei unklar bleibt, ob die Objekte direkt den Tod verursachten oder ob die Opfer in Panik bei der Flucht ums Leben kamen.
Verletzungen und Traumata
Viele Betroffene wiesen Verbrennungen auf, die so schwer waren, dass sie über mehrere Tage in Krankenhäusern behandelt werden mussten. Mediziner stellten zudem fest, dass zahlreiche Opfer traumatisiert waren.
Die Angriffe begannen in den Bezirken Mirzapur, Chandauli und Varanasi und breiteten sich bald über den gesamten Osten Uttar Pradeshs aus.
Auch aus dem benachbarten Nepal, insbesondere aus der Stadt Nepalgunj, kamen Berichte über ähnliche Vorfälle. Dort wurde eine Frau an zwei aufeinanderfolgenden Nächten von solchen Kugeln angegriffen, was von ihren Nachbarn beobachtet wurde. Selbst ein lokaler Polizeibeamter, der Superintendent von Nepalgunj, bestätigte die Sichtung eines solchen Objekts.
Beweise und Untersuchungen
Die Existenz der Objekte wird durch mehrere Beweise untermauert: Fünf Videotapes sollen die Phänomene zeigen, und ein Staatsbeamter konnte eines der Objekte fotografieren, was die Theorie einer Massenhysterie widerlegt.
Am 7. August 2002 traf sich der Bezirksmagistrat von Kanpur, Arvind Kumar, mit Sanjay Dhande, dem Direktor des Indischen Instituts für Technologie (IIT), um das Phänomen zu untersuchen. Ein IIT-Team wurde entsandt, um vor Ort Erklärungen zu finden.
Da Zeugen berichteten, die Objekte würden von technischen Geräten „angezogen“, stellte man einen laufenden Mixer mit einer Kamera als „Köder“ auf. Tatsächlich wurde ein kugelförmiges Licht aufgezeichnet, das an der Kamera vorbeiflog.
Mechanische Objekte?
Unabhängige Beobachter berichteten, dass die Objekte in Wahrheit oval und metallisch seien, aber durch ihre starke Lichtemission kugelförmig erschienen. Versuche, diese Objekte zu fangen, führten zu schweren Schnittverletzungen, und es wurde beobachtet, dass sie Elektroschocks abgeben konnten.
Arvind Kumar betonte, die Zeugen sprächen eindeutig von einem „mechanischen Ding mit Blinklichtern“. Es wurde spekuliert, dass es sich um kleine, unbemannte, scheibenförmige Drohnen (UAVs) handeln könnte, die mit nichtletalen Waffen ausgestattet waren, ähnlich der Sikorsky-Drohne „Cypher“, die vom US-Militär und SWAT-Einheiten verwendet wird.
Der deutsche Autor Andreas von Rétyi beschreibt in seinen Büchern Geheimbasis Area 51 und Streng geheim: Area 51 und die Schwarze Welt ähnliche Beobachtungen von hell strahlenden, wendigen Objekten über dem Testgelände in Nevada, die unkonventionelle Flugmanöver ausführten, was auf hochentwickelte UAVs hinweist.
Ausbreitung nach Uttranchal
Die Vorfälle weiteten sich im September 2002 auf den Bundesstaat Uttranchal aus. Am 2. September wurde im Terai-Gebiet von Kumaon ein grünes Licht beobachtet, das etwa 20 Sekunden über den Bezirken Khatima, Sitarganj, Kichha, Kashipur, Jaspur und Maldwani sichtbar war und über ein Dutzend Verletzte forderte.
Ein Zeuge, Arvind Bisht aus Ramnijaswa, berichtete, er sei in seinem Hof von einem grellen Licht geblendet worden. In Punnapur nahe Khatima erlitten zwei Mädchen Gesichtsverletzungen und wurden ohnmächtig.
Dr. Ramsagar, Direktor des Staatsobservatoriums bei Mainital, hielt das Phänomen für einen Meteor, doch wurde kein Meteor registriert, was er auf den dunstigen Himmel zurückführte. Ein Journalist aus Kichha, Mahid Khan, berichtete von einem kleinen brennenden Stein, der in seiner Nähe zu Boden fiel.
Psychologische Kriegsführung?
Ein Artikel in der britischen Zeitung The Scotsman, verfasst von Ian MacKinnon, deutete darauf hin, dass die Polizei vor Ort ein ferngesteuertes Flugobjekt vermutete, das Säure versprühen könne, um Unruhe zu stiften – ein Hinweis auf mögliche psychologische Kriegsführung.
Die öffentliche Aufregung über die Muhnochwa-Attacken beeinflusste sogar die Innenpolitik von Uttar Pradesh. Ministerin Mayawati warf der oppositionellen Samajwadi Party vor, das Phänomen für politische Zwecke zu missbrauchen. Die Untätigkeit der Behörden führte zu wachsendem Druck, während Polizei, Behörden und Wissenschaftler widersprüchliche Erklärungen lieferten.
Wissenschaftler des IIT scheiterten mit ihrer „Kugelblitz“-Hypothese, und die Polizei schoss wahllos auf Füchse und Fledermäuse, während ein angebliches „gentechnisch verändertes“ Insekt sich als Grashüpfer entpuppte.
Weitere Vorfälle in Puranpur
Am 26. August 2002 wurde in Puranpur nahe Pilibhit ein fremdartiges Objekt gesichtet, das einen summenden Ton von sich gab und mit einem „Lichtstrahl“ Verbrennungen verursachte. Bereits am 25. August war eine Kuh getötet worden, und weitere Tiere wiesen Brandverletzungen auf.
Wenige Tage später wurde der verbrannte Leichnam eines Mannes gefunden, während ein Mädchen mit Brandverletzungen nur knapp entkam, indem es in ein Haus flüchtete. Diese Vorfälle weisen Parallelen zu Berichten aus Brasilien von 1977 auf, wo ebenfalls fliegende Objekte mit „heißem Licht“ Verbrennungen und Todesfälle verursachten.
Das Phänomen breitete sich auf Bezirke wie Sultanpur, Sitapur, Rai Bareilly, Pratapgarh, Lakhimpur Kheri, Pilibhit, Lucknow, Kanpur und Allahabad aus.
Gesellschaftliche Auswirkungen
Zahlreiche Opfer wiesen Traumata und schwere Verletzungen auf, die teils lange Behandlungen erforderten. Ein Experte aus Allahabad forderte schließlich das Eingreifen der Nationalen Menschenrechtskommission. Die Vorfälle destabilisierten die Region:
Fremde wurden auf den Straßen attackiert, eine wütende Menge versuchte, eine Polizeistation zu stürmen, und im Parlament von Uttar Pradesh kam es zu Streit, da die Opposition der Regierung Unfähigkeit vorwarf.
Spekulationen über die Ursache
Die Spekulationen über die Ursache des Phänomens reichen von UFOs, die an frühere „Telemeterscheiben“ erinnern, bis hin zu einer unbekannten Macht, die Drohnen für psychologische Kriegsführung einsetzt. Viele Verdächtigungen richteten sich gegen Pakistan, doch es erscheint unwahrscheinlich, dass ein Land der „Dritten Welt“ solche Hightech-Drohnen entwickeln könnte.
Ob es sich um ein außerirdisches Phänomen oder einen gezielten Einsatz fortschrittlicher Technologie handelt, bleibt unklar. Möglicherweise bringen zukünftige Erkenntnisse, etwa durch einen Absturz einer solchen „Drohne“, mehr Klarheit!ʬ [Quelle: www.ufoindia.com]
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Nachbetrachtung 2026:
In der Nachbetrachtung ist es interessant, dass die „Gesichtskratzer“ {Muhnochwa} Parallelen zeigen zu den „Gesichtsschälern“ {Pelacaras} in Peru. Opfer „ohne Gesicht“ wurden 2008 und 2023 in Peru entdeckt; unklar ist, wie viele Tote es gegeben haben könnte. Beiträge zum Thema:
Der Muhnochwa als schwarzer HundEine besonders ungewöhnliche Aussage im Zusammenhang mit der Muhnochwa-Sichtungswelle von 2002 stammt aus Biswan im Distrikt Sitapur im zentralen Uttar Pradesh.
Der indische Wissenschaftler und Wissenschaftskommunikator Chandra Mohan Nautiyal untersuchte die damaligen Ereignisse vor Ort und hielt die unterschiedlichen Aussagen der Bewohner schriftlich fest.
Dabei weist er ausdrücklich darauf hin, dass es sich bei diesen Schilderungen um Aussagen der Bewohner handelte und dass seine Untersuchung keine Feldbeobachtung im üblichen wissenschaftlichen Sinn war.Unter den verschiedenen Beschreibungen des Muhnochwa befanden sich neben Berichten über Katzen, Lichtquellen und einen etwa drei Fuß hohen, schwebenden „Puppen“-ähnlichen Gegenstand auch Aussagen über ein hundeähnliches Wesen.
Nautiyal berichtet zunächst, dass einige Bewohner Katzen gesehen haben wollten, während eine Person einen Hund als Erscheinungsform des Muhnochwa bezeichnete. Die Beschreibungen des vermeintlichen Wesens unterschieden sich insgesamt erheblich voneinander.Noch konkreter wird Nautiyal bei einem weiteren Vorfall. Er schreibt:„Another reported incident involved clawing by the 'muhnochwa' (in guise of a black dog) past mid night when the 'victim' slept at the terrace along with many others.“Auf Deutsch:„Ein weiterer berichteter Vorfall betraf Kratzverletzungen durch den ‚Muhnochwa‘ in Gestalt eines schwarzen Hundes nach Mitternacht, als das ‚Opfer‘ zusammen mit mehreren anderen auf einer Dachterrasse schlief.“Am folgenden Morgen habe der Betroffene frische Blutergüsse an seinen Oberarmen gezeigt. Nautiyal beschreibt zwei Gruppen von insgesamt 15 Spuren, von denen jede etwa drei Zoll lang gewesen sei. Die beiden Gruppen von Blutergüssen hätten sich gekreuzt.
Nach Aussage des Betroffenen habe der Muhnochwa, der wie ein Hund ausgesehen habe, nur einmal mit seinen Krallen gekratzt. Nautiyal weist anschließend auf einen Widerspruch in dieser Schilderung hin:
Wenn dies tatsächlich so gewesen sei, könnten die Spuren weder zusammenlaufen noch die Zahl der Krallen an den beiden Vorderpfoten eines Hundes überschreiten. Auch ein Kreuzen der Spuren sei unter diesen Umständen nicht erklärbar.Die Episode ist deshalb besonders interessant, weil sie zeigt, dass der Muhnochwa während der Ereignisse von 2002 keineswegs immer in derselben Gestalt beschrieben wurde. Neben den häufig erwähnten leuchtenden Erscheinungen existierten unterschiedliche Vorstellungen darüber, was die Bewohner tatsächlich gesehen oder erlebt hatten.
Nautiyal erwähnt unter anderem horizontale Lichtbewegungen am Himmel, die anschließend auf Häuser herabgestiegen seien, außerdem Katzen, einen Hund, einen schwebenden Gegenstand und weitere, teilweise widersprüchliche Beschreibungen.Dabei ist wichtig, die Quelle präzise einzuordnen: Nautiyal berichtet hier nicht von einer eigenen Beobachtung eines schwarzen Hundes, sondern von der Aussage eines damaligen Bewohners beziehungsweise Betroffenen.
Der Vorfall gehört zu seiner Untersuchung der Muhnochwa-Ereignisse von 2002 in Biswan, Sitapur District, Uttar Pradesh. Bereits zu Beginn seines Berichts bezeichnet er die damaligen Meldungen als Sichtungen eines von den Bewohnern „Muhnochwa“ genannten Wesens – wörtlich etwa „Gesichtskratzer“ – und schildert die dadurch ausgelöste Unruhe in Biswan und Umgebung.Genaue QuellenangabeChandra Mohan Nautiyal: „A look at S&T Awareness – Enhancements in India“, Journal of Science Communication, Vol. 7, No. 2, June 2008, Abschnitt 5.3 „The 'unnatural' events“, S. 7–8. Die Passage über den schwarzen Hund befindet sich auf S. 8. Die Originalpublikation ist bei der SISSA / Journal of Science Communication abrufbar.Die heute bei ResearchGate abrufbare Fassung ist außerdem Bestandteil von Nautiyals Beitrag „Science and Science Communication in India“ in The Encyclopedia of Science and Technology Communication, 2010, S. 385–392, herausgegeben von Susanna Priest und veröffentlicht bei Sage Publications.Originalpassage: Chandra Mohan Nautiyal, „A look at S&T Awareness – Enhancements in India“, Journal of Science Communication 7 (2), June 2008, S. 8:„Another reported incident involved clawing by the 'muhnochwa' (in guise of a black dog) past mid night …“Onlinequelle: ResearchGate – „Science and Science Communication in India“Zusammenfassung: Wladislaw Raab / ChatGPT, nach einem Bericht von Chandra Mohan Nautiyal.
Auf den Hund gekommen
Zu den kuriosesten Aspekten des UFO-Phänomens zählen sicherlich die unheimlichen Begegnungen der „dritten und vierten Art“ [also Berichte über „Wesen“ und „Entführungen“]:
Wenn man sich einmal überlegt, was – zumindest den Zeugenaussagen nach – schon so alles aus UFOs gekrochen, geklettert, gehüpft und geflattert ist, möchte man die ganze Angelegenheit eigentlich ins Reich der Fabeln verbannen.
Wenn, ja wenn da nicht die signifikanten Übereinstimmungen von weltweiten Berichten wären, die sich noch dazu mit historischen Überlieferungen decken würden.
Mystische Wächter und schwarze Hunde
Ein solch „exotisches“ Element sind die UFO-Berichte, in denen die mystischen bzw. sagenhaften „schwarzen Hunde“ eine Rolle spielen. Glaubt man dem Volksmund, waren diese die Wächter von alten Friedhöfen, historischen Wegen und heidnischen Kultplätzen.
Das Verhalten dieser Kreaturen lässt sich sehr schwer einordnen. So gibt es überlieferte Berichte über feindliches, ja sogar aggressives Verhalten; andererseits treten die Phantomgestalten als „neutrale Beobachter“ oder gar als artige Retter in der Not auf.
Der Vorfall in der Dorfkirche
Der älteste bekannte Bericht über diese „spukigen“ Vierbeiner stammt aus dem 9. Jahrhundert und ist in der Chronik der Frankenkönige [„Annales Francorum regum“] festgehalten. Der „Zwischenfall“ trug sich während eines Gottesdienstes in einer kleinen Dorfkirche zu:
Nach etwa der Hälfte des Gottesdienstes war die Kirche plötzlich in Dunkelheit gehüllt und alle Augen richteten sich auf einen großen, schwarzen Hund, der, statt „Gassi“ zu gehen, dort auf geheimnisvolle Weise aufgetaucht war.
Mit wild glühenden Augen lief das Tier um den Altar herum, als ob es nach jemandem suchte. Dann verschwand er genauso plötzlich, wie er gekommen war, ohne eine Spur zu hinterlassen. [1]
Die Sage vom Leumann Hans
Ähnlich dramatisch verlief eine andere Begegnung in Oberösterreich. In einer lokalen Sage können wir erfahren:
„Der Leumann Hans war Zimmermann in Gschwendt bei Geboltskirchen. Als er einmal von der ‚Stör‘ spät abends nach Hause ging und in Stiefering eine kleine Brücke passieren wollte, sah er auf der anderen Seite des Steges einen schwarzen Hund. Sofort fiel ihm ein, dass über solche Tiere, die sich im Gebiet der Höllenleiten, zu der auch Stiefering gehörte, herumtreiben, schon oft gesprochen wurde.
Der Hund starrte den Zimmermann mit feurigen Augen an. Der Leumann Hans meinte, den heißen Atem des Tieres zu spüren, so kam er beim Anblick des Tieres ins Schwitzen. Er versuchte, ein Kreuz zu schlagen, versuchte zu beten – alles vergebens. Da erinnerte er sich des Stückels Hausbrot, das ihm die Bäuerin auf den Heimweg mitgegeben hatte. Das hausgebackene Brot wird noch heute mit Weihwasser besprengt und beim Anschneiden mit drei Kreuzen gesegnet.
Das hielt er der Bestie über den schier drei Meter langen Steg entgegen. Und sofort verwandelte sich der Hund in einen nach Pech und Schwefel stinkenden Nebelballen, der sich langsam auflöste. An allen Gliedern zitternd, aber heilfroh, dem höllischen Erlebnis entronnen zu sein, kam der Leumann in seinem Häusel an.“ [2]
Physische Folgen und diabolische Begegnungen
Eine weitere Überlieferung stammt aus dem Rheinland und enthält bereits ein Element, das geradezu obligatorisch ist für die Begegnung mit unheimlichen Wesen und Flugobjekten aller Art: Der Zeuge weist nach seinem „diabolischen“ Abenteuer physische Nachwirkungen auf [soll heißen, diese Form von „Kontakt“ macht „krank“]. Über diese Begegnung können wir erfahren:
„Im Jahre 1792 stieß ein gewisser Jan Volten von Troisdorf nachts nach zwölf Uhr auf dem Heimwege vor dem Grimmelstore auf einen schwarzen Hund, der ihm den Weg verlegte. Als er versuchte, an ihm vorbeizukommen, schwoll das Tier so an, dass es die ganze Straße sperrte.
Darauf kehrte Jan um und versuchte durch das Köllentor seinen Weg zu nehmen. Aber auch dort fand er das Gespenst, wie vor jedem anderen Tor der Stadt. Aber nun fasste er sich ein Herz, lieh bei der Wache am Holztor eine Pike und ging dem Tier zu Leibe.
Aber so wie er den ersten Schlag nach ihm führte, flog ein Feuermeer auf; der Mann sank zusammen und wurde am anderen Morgen in einem Korbe in das städtische Spital geschafft. Er litt darauf viele Monate an der Gicht.“ [3]
Muster der Formwandlung
Der Bericht entspricht ganz und gar dem klassischen „Muster“ einer Begegnung mit fremdartigen Wesen. Wie ich bereits erwähnt habe, hatte das „Abenteuer“ für den Zeugen ein gesundheitliches Nachspiel. Ein weiterer „Nenner“ taucht in der Fähigkeit des Wesens auf, seine Form und Gestalt zu ändern. Dämonische Wesen als auch die „Ufonauten“ unserer Tage vermögen das Gleiche.
Erfolgloser Widerstand gegen das Unbekannte
Auch den Versuch, das vierbeinige „Ungeheuer“ mittels einer Pike anzugehen, war von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Es gibt zahllose Berichte von waffenbewehrten Erdenbürgern, die versucht haben, „Dämonen“, „Kobolde“, „schwarze Hunde“ bzw. UFO-Piloten mittels Gewalt ins Nirwana zu befördern – immer völlig erfolglos. Auch das spurlose Verschwinden in einem Flammenmeer erinnert an gleichlautende Berichte aus dem UFO-Sektor.
Die Luftfahrten des Nachtjägers
Noch um einiges „ufoartiger“ mutet eine weitere Sage an, die aus der Alpenrepublik Österreich stammt. Hier geht es gleich um „Luftfahrten“, ein fremdes Wesen und die uns bereits bekannten schwarzen Vierbeiner:
„Der Großvater des Erzählers hat einst auf dem Felde Gerste gehütet. Und wie es so zwischen elf und zwölf in der Nacht ist, kommt der Nachtjäger aus der Luft herunter, mit zwölf Hunden, und ‚umstellt‘ ihn. Er wusste aber, dass man sich dann mit dem Angesicht auf die Erde werfen muss. Und das tut er auch und rührt sich nicht. Er hört nur, wie der Nachtjäger immer die Hunde anhetzt. Die Hunde schnuppern an ihm. Hätte er sich gerührt, so hätten sie ihn auf der Stelle zerrissen. Um Schlag zwölf Uhr verschwand er wieder durch die Luft mit seinen Hunden.“ [4]
Die Feuerkugel von Norfolk
Aus dem Jahre 1893 stammt ein weiterer Bericht, der schon ganz klar umrissene Parallelen zu den damals verstärkt auftretenden UFOs, wie wir sie heute kennen, enthält. Ganz offensichtlich passen sich auch „schwarze Hunde“ an „Trends“ an!
In besagtem Jahr fuhren zwei Männer mit ihrem Karren auf einer Straße von Norfolk, Großbritannien. Plötzlich mussten sie die Zügel an sich reißen, denn mitten auf dem Weg stand ein schwarzer Hund. Der Kutscher wollte mit dem Pferd direkt auf den Hund zufahren, aber sein Begleiter, der einiges über diese Erscheinung wusste, hielt ihn zurück.
Doch nach einer Weile wollte der Kutscher nicht länger warten und trieb trotz der flehentlichen Bitten des anderen das Pferd an. Als die Kutsche den Hund berührte, schien sich die Luft mit dem Geruch von Schwefel zu füllen, und der Hund – mit vor Wut funkelnden Augen – verschwand in einer Feuerkugel [sic!]. Wenige Tage nach diesem Zwischenfall starb der Kutscher überraschend. [1] {Muhnochwa? Siehe oben!}
Evolution der Erscheinungsformen
Der bühnenreife „Abgang“ des Hundes in einer „Feuerkugel“ und der mysteriöse Tod eines der Zeugen ist, ich sprach dies bereits schon an, alles andere als neu. Wir haben schon seit hunderten, wenn nicht gar seit tausenden von Jahren ähnliche „Auftritte“ dieser Kreaturen gehabt.
Mal treten sie als „Kobolde“ auf, dann als „Kapuzenwesen“, „Dämonen“, „Engel“, „Erscheinungen“ usw., bis sie in der modernen Zeit als UFO-Piloten in ihren „Raumschaukeln“ wahrgenommen und interpretiert werden.
Das „Erzähl- und Ablaufmuster“ dieser Geschichten ist in sich stimmig und identisch; nur die „Präsentation“ dessen, was gerade aufgeführt wird, passt sich Zeit, Zeugen und Umfeld an.
Begegnungen in Südafrika und den USA
Der Kreis schließt sich, wenn man UFO-Berichte betrachtet, in denen die fidelen Schoßhündchen eine bestimmende Rolle spielen:
Zum Beispiel sahen zwei Männer am 14. Dezember 1963 in Südafrika einen außergewöhnlich großen Hund auf der Straße. Unmittelbar darauf wurde die Umgebung merkwürdig erleuchtet und ein seltsames, helles Objekt flog über ihr Auto und verschwand am Himmel, während sie es beobachteten.
Ein weiterer Vorfall ereignete sich in Savannah, Georgia, USA. Dort beobachteten mehrere Zeugen am 9. September 1973 zehn große schwarze Hunde, die aus einem UFO herauskamen. [5]
Hunde als Ufonauten
Am 4. August 1979 spielte sich in Toronto, Kanada, ein komplexer „Entführungsfall“ ab, bei dem die Zeugin an Bord des UFOs einen Mann in blauem Anzug sah, der sich in Begleitung eines Hundes befand. [6]
Bei einer anderen UFO-Entführung in UK, die am 28. November 1980 stattgefunden haben soll, entdeckte der erstaunte Zeuge einen schwarzen Hund an Bord des UFOs [7], und der amerikanischen Autorin Leah A. Haley, die umfangreiche UFO-Kontakte hatte, wurde an Bord eines UFOs ebenfalls ein Hund „präsentiert“, der einem Dobermann ähnelte. [8]
Theoretische Ansätze: Gegenständlich vs. Abstrakt
Es gibt heute bei UFO-Forschern, die das Phänomen auf eine unbekannte, nichtmenschliche Intelligenz zurückführen, zwei „Denkrichtungen“, die ich mal als „abstrakt“ und „gegenständlich“ umschreiben möchte:
Die Vertreter der „gegenständlichen“ These gehen davon aus, dass UFOs irgendwie Flugobjekte sind [„Nieten-&-Bolzen-Hypothese“] und dass diese realen, pilotierten Objekte „Besatzungen“ an Bord haben. Das grundlegende Problem bei dieser These ist, dass die „metaphysischen“, paranormalen, folkloristischen und abstrakten Dimensionen des Phänomens nicht berücksichtigt werden.
Die Berichte über die „schwarzen Hunde“ passen zum Beispiel nicht in das Schema, denn wer nimmt schon an, dass „Außerirdische“ mit tierischer Begleitung ins UFO steigen oder sich gar Haustiere halten? Folglich werden solche und ähnliche Reporte nicht ernst genommen; sie werden selektiert, um nicht das schöne Bild der „Alien-Invasion“ infrage zu stellen.
Das interaktive Phänomen als Spiegel
Die Vertreter der „abstrakten These“ denken da viel weiter. Sie gehen nicht mit einer vorgefertigten Theorie an das Phänomen heran, sie lassen viel mehr das Phänomen bzw. die Berichte darüber auf sich „einwirken“. Das Entscheidende ist, was der Zeuge beschreibt, nicht was der UFO-Forscher spekuliert.
So erkennt man, dass UFOs nichts Neues sind; alle Facetten des Phänomens finden sich zum einen in historischen Berichten, zum anderen in vielen anderen paranormalen Erscheinungen.
Da diese „phänomenalen Visualisierungen“ sich in einer ständigen „Evolution“ mit den Menschen entwickeln und sich anpassen, muss ein „interaktives“ Phänomen angenommen werden, das zwar selber „wirkt“, aber seine „Inspiration“ aus dem soziokulturellen Umfeld der Menschen ableitet.
Dieses „Phänomen“ muss noch nicht einmal „intelligent“ sein; es kann vielleicht lediglich darauf beschränkt sein, menschliche Vorstellungen zu „fokussieren“, zu „materialisieren“ und nach kurzer Zeit wieder verschwinden zu lassen.
Privatoffenbarungen und kulturelle Wurzeln
Somit erschließen sich diese „Privatoffenbarungen“ gleichzeitig mehreren Menschen, die im Wesentlichen aber immer auch das Vertraute im Fremden wiederfinden:
Der „Außerirdische“, der aus dem UFO steigt, mag fremdartig sein, aber er wirkt wie ein Kobold aus der Folklore | Mythologie; die „Entführung“ an Bord eines UFOs ist erschreckend, aber man kennt sie bereits aus der Historie heraus als „Wilde Jagd“, die den Menschen verschleppt.
Aus diesem Grunde gibt es auch Tausende von UFO-Sichtungen und in fast allen werden andere „Raumschiffe“ beschrieben; ganz ähnlich verhält es sich auch mit den unzähligen „Alienrassen“, die beobachtet werden.
Auch das absurde, ungesteuerte, naive Verhalten der „Ufonauten“ bzw. ihrer diversen Subformen, wie den „schwarzen Hunden“, kann so gedeutet werden.
Scheinbar „bedrängt“ uns ein „interaktives“, „reflektives“ Phänomen, das als „Spiegel“ fungiert und unsere Vorstellungen | Ideen fokussiert wiedergibt. Völlig egal, ob es sich dabei um „Aliens“, „Geister“, „Monster“ oder Ähnliches handelt!ʬ
Quellen
[1] Magazinreihe „Rätselhafte Phänomene“, Heft 101 • [2] Leander Petzoldt, Sagen aus dem alten Österreich, Diederichs Verlag • [3] Hans-Jörg Uther, Sagen aus dem Rheinland, Diederichs Verlag • [4] Leander Petzoldt, Sagen aus dem alten Österreich, Diederichs Verlag • [5] Autorenteam, Verloren und Wiedergefunden, Weltbild Verlag • [6] R. Hall, Ungebetene Gäste, Kopp Verlag, Seite 303 • [7] John Spencer, UFOs, Bertelsmann Verlag, Seite 50 • [8] Leah A. Haley, Meine Entführung durch Außerirdische und das U.S.-Militär, Kopp Verlag, Rottenburg 1996, Seite 136.
Muhnochwa in Eichstätt?Im Jahr 2002 spielte sich in Indien eine sehr bizarre UFO-Sichtungswelle ab Muhnochwa. Beobachtet wurden intelligent agierende, kleine Lichter bzw. Lichtkugeln, die oftmals Menschen angriffen und dabei „Elektroschocks“ abgaben.
In Sagen und Legenden aus Eichstätt von Emmi Böck fand ich eine verblüffend ähnliche Schilderung über „wehrhafte“ Lichter. Die Angelegenheit soll sich bei/in Buchenhüll ereignet haben.„Als die nachmalige Weißin von Buxheim noch ein kleines Mädchen war und in Buchenhüll lebte, sah sie im Garten einmal Irrlichter auf und ab schweben. Eilends lief sie ins Haus und erzählte davon dem Dienstbuben […]. ‚Draußen im Garten tanzen drei Lichterl’! […] Der Bub lief auf ein Lichtl zu […] [=da] ‚derhauten’ […] die Lichtlein ihn. Vor lauter Prügel sah er nichts mehr. Mitleidig führten ihn der Bauer und das Gesinde ins Haus, wo er schneeweiß und ganz benommen auf die Bank niederfiel.“ [S. 31 f.]
