Eines der Bücher, die ich zu Weihnachten bekommen habe, ist Encounters with Star People. Geschrieben hat es Dr. Ardy Sixkiller Clarke (ehemals Professorin an der Montana State University) – allein schon der Name der Autorin rechtfertigt den Kauf des Buches!
Es geht darin um UFO-Kontakte von US-amerikanischen Ureinwohnern. Wer diesen Blog aufmerksam verfolgt, wird wissen, dass gerade Indianerreservate zu den Hotspots zählen und Amerikaner mit indianischen Wurzeln überproportional vertreten sind, wenn es um Sichtungen und Abductions geht.
Mysteriöse Todesfälle unter den Zeugen
Etwas gruselig ist der Umstand, dass acht Zeugen, die Sixkiller interviewt hat, verstorben sind. Tatsächlich fällt mir jetzt kein anderes UFO-Buch ein, in dem es eine ähnlich hohe Sterberate gab. Dies erinnert mich an das erste Bigfoot-Buch von David Paulides:
Dieser befragte kalifornische Hoopa zu ihren Erlebnissen, woraufhin vier Zeugen kurz danach verstarben. Es sollte daran erinnert werden, dass es bei den traditionellen amerikanischen Ureinwohnern als Tabu gilt, sich über paranormale Erlebnisse auszulassen – vor allem, wenn es um Fremde, also Nicht-Stammesmitglieder, geht. Dies würde die sinistren und tödlichen Kräfte hinter den Phänomenen auf den Plan rufen.
Die ambivalente Haltung zur UFO-Thematik
Erstaunt hat mich die sehr ambivalente Haltung der amerikanischen Ureinwohner zur UFO-Thematik. Während Esoteriker behaupten, „Außerirdische“ und „Indianer“ seien die besten Freunde, sind die Erfahrungen offenbar vielfach negativer Natur.
Abductions, Tierverluste durch Mutilations, paranormale Wechselwirkungen und bizarre Vermisstenfälle führen dazu, dass man die Fremden gerne auch mal mit Schusswaffen unter Feuer nimmt, etwa wenn sie Haustiere verschleppen wollen.
Unheimliche Begegnungen in Montana
Am 26. November 2006 ereignete sich ein Vorfall unweit von Billings, Montana, der verblüffende Parallelen zu einem Zwischenfall in Dulce, New Mexico, offenbart:
Ein Ehepaar (ein Tribal-Cop und eine Lehrerin) feierte ihr 20-jähriges Beziehungsjubiläum und war zu diesem Zweck in Richtung Billings unterwegs. Auf dem Weg fielen ihnen vier Rinderkadaver auf der Straße auf, die der Zeuge etwas näher untersuchen wollte. Man hatte ihnen Augen und Ohren entfernt; bei zwei Tieren war die Haut von den Beinen und bei einem Tier waren alle vier Beine entfernt worden.
Daraufhin tauchte am Himmel ein zylindrisches, enorm großes Objekt auf (Vergleichsgröße Football-Feld), das zuerst über ihnen zirkelte und sich dann direkt über sie schob. Es strahlte mehrere helle Lichter auf sie herab, wobei der Wagen seinen Dienst versagte und nicht mehr ansprang.
Hier setzte bei beiden ein „Blackout“ ein und sie „erwachten“ vier Stunden später. Der Wagen befand sich auf der entgegengesetzten Spur in umgekehrter Fahrtrichtung. Die Tierkadaver waren verschwunden, ebenso wie die Waffe, die der Zeuge mit sich geführt hatte.
Erst nach einigem Suchen fand man sie wieder. Die .357er Magnum hatte jedoch einen geschmolzenen Lauf und war nicht mehr einsetzbar.
Tierverstümmelungen als integraler Bestandteil
Tierverstümmelungen scheinen ein integraler Bestandteil des UFO-Phänomens zu sein. An der Grenze von Idaho und Wyoming, genauer an den Togwotee Mountains, waren drei Jäger auf der Pirsch, als ihnen nachts über einem Hügelkamm schwebend ein UFO auffiel.
Es war rund und hatte an seiner Unterseite zahlreiche Lichter, die den Eindruck einer fliegenden Stadt erweckten. Die drei Männer betrachteten es durch die Zielfernrohre ihrer Gewehre und überlegten, es unter Feuer zu nehmen, was jedoch wieder verworfen wurde, da man nicht wusste, wie die Reaktion der Ufonauten ausfallen würde.
Nach rund 40 Minuten Betrachtungszeit bemerkten sie, dass etwas aus dem Vehikel herabgeworfen wurde, anschließend verschwand der „Besucher“. Am nächsten Morgen waren die Jäger am „Tatort“ angekommen und entdeckten einen weiblichen Büffel, verstümmelt und aufgeschlitzt.
Das Tier war trächtig gewesen und ein Embryo lag daneben. Augen, Ohren, Genitalien und die Plazenta fehlten. Die Männer machten keine Meldung, da sie mit dieser Barbarei nicht in Zusammenhang gebracht werden wollten.
Historische Berichte und bizarre Sichtungen
Der St. Louis Democrat (Montana) brachte am 19. Oktober 1865 einen erstaunlichen Bericht. Demzufolge habe der Trapper James Lumley auf der Höhe des heutigen Great Falls ein hell leuchtendes, „abstürzendes“ Objekt am Himmel beobachtet, welches explodierte und in Flammen aufging.
Nachdem das „Ding“ zu Boden gegangen war, breitete sich ein tornadoartiger Wind im Wald aus und es stank nach Schwefel. Trotz des dramatischen Niedergangs war dennoch ein Objekt am Boden auszumachen, welches in seinem Inneren mehrere Räume hatte. Daneben waren auf dessen Oberfläche ihm unbekannte Zeichen zu sehen. Über die Form wurde nichts verlautbart, wahrscheinlich war das UFO zu stark verbeult.
Kurz erwähnt wird im Buch noch ein Report über einen „metallischen Vogel“ am Himmel, der 1897 von Cowboys in Tombstone, Arizona, „stilecht“ unter Feuer genommen wurde – Cowboys & Aliens eben.
In den kanadischen Reservaten ist oftmals vom spurlosen Verschwinden ganzer Familien die Rede, parallel dazu wurden UFOs am Himmel beobachtet. Sixkiller erwähnt einen Fall, bei dem eine 14-köpfige Familie sich „in Luft aufgelöst“ habe. Übriggeblieben sei lediglich ein verbrannter Kreis am Boden nahe der Familienresidenz, der sich über Jahre hielt.
Irdische Technologie oder außerirdische Besucher?
UFO-Berichte, die keiner mag, handeln oft von Autos bzw. Vans, die aus UFOs herauskommen oder in sie hineinfahren. Ein Zeuge beschrieb, dass er auf seinem Grund regelmäßig UFOs bemerkte, aus denen schwarze Limousinen herausfuhren. Eines Nachts blieb einer der Wagen mit einem Platten liegen und ein menschlicher Fahrer bat um Unterstützung.
Im Wagen befanden sich außerdem drei Männer und zwei Frauen in normaler Bekleidung, die jedoch nichts sagten. Für seinen Hilfsdienst erhielt der Zeuge 10 Silberdollar. Er war sich sicher, es mit Amerikanern zu tun zu haben, was belegen würde, dass irdische Flugscheiben technisch möglich sind.
Bei der Verortung der Berichte hält sich Sixkiller in der Regel zurück, genaue Ortsangaben sind Mangelware. Ein Zeuge, der bei der Airforce gedient hatte, schilderte, dass er und zwei Kameraden im Winter nachts nach einem Alarm ein UFO über der Militäranlage gesehen hätten. Es war aus grauem Metall und absolut ebenmäßig.
Am nächsten Tag erklärte man ihnen, dass sie einen Experimentalflugkörper im Rahmen einer „psychologischen Übung“ gesehen hätten.
Psychologische Kriegsführung und geheime Basen
Der Zeuge glaubte die Erklärung nicht. Allerdings würde sie durchaus Sinn ergeben, da sich an US-Militäranlagen ständig merkwürdige Dinge abspielen. So finden sich Reporte über „Werwölfe“ und andere Kreaturen, die sich den Installationen genähert haben sollen – wahrscheinlich verkleidete Soldaten.
Tatsächlich dürfte psychologische Kriegsführung erprobt worden sein, vielleicht mittels Hologrammen. Sixkiller erwähnt auch Fälle, in denen vermeintliche UFOs gelandet sind und deren Besatzungsmitglieder beobachtet werden konnten. Es waren weiße Männer, was zu Verwunderung führte, da auch Militärs sich in den Stammesgebieten nicht ohne Sondergenehmigung tummeln dürfen.
In zumindest einem Fall hatten diese „Aliens“ Walkie-Talkies dabei. Da echte Außerirdische sicher nicht wie Nordamerikaner aussehen und Funkgeräte nutzen, muss vermutet werden, dass hier militärische Aktivitäten stattfanden, die mit dem „E.T.-Mythos“ getarnt wurden.
Mythologie und Untergrundbewohner
In ufologischer Hinsicht ist der Südwesten der USA am interessantesten. Zwar sind sich die befragten Ureinwohner nicht einig darüber, wer hinter dem Phänomen steckt, doch alle sind überzeugt davon, dass die Fremden als „Unterirdische“ im Boden leben.
Das geht nicht nur aus aktuellen Hinweisen über Untergrundbasen hervor, auch die Mythologie der Völker ist eindeutig. Als die Cherokee etwa in den Südwesten kamen, fanden sie bebaute Flächen vor. Dieser „Jemand“ tauchte jedoch nur nachts auf, war kleinwüchsig, blauhäutig, besaß große schwarze Augen und lebte in unterirdischen Städten.
Den Indianern war bekannt, was sich heute auch der Ufologie erschließt: Die Riesenaugen der Aliens legen nahe, dass es sich um nachtaktive Typen handelt, die das Tageslicht scheuen.
Resümee
Was mich an dem Buch erstaunt hat, war die extrem hohe Zahl von acht toten Zeugen, vor allem in Anbetracht des merkwürdigen Namens der Autorin – Name Game? Nur um mal ein Gegenbeispiel zu bringen:
1997 erschien mein Buch Unheimliche Begegnungen mit 22 Zeugenberichten – die Menschen leben alle noch! Sixkiller ging auf die Sterberate nicht ein, was ebenfalls verwunderlich ist. Als „First Nation“ sollte ihr klar sein, dass solche Erlebnisse unter Tabu stehen und das Erzählen an Fremde tödliche Konsequenzen haben kann.
Bis jetzt habe ich lediglich zwei Bücher über Paraphänomene und Indianer gelesen. In beiden Büchern zusammen ergeben sich 12 Tote. Von daher scheint an dem „Aberglauben“ etwas dran zu sein, über solche Begegnungen besser zu schweigen, zumindest wenn man amerikanischer Ureinwohner ist!
Sixkiller hat noch ein zweites Buch geschrieben; ich bin gespannt, wie es da mit der Verlustliste aussieht! „Paranauten“ senken die Lebenserwartung
In THE EIGHT TOWER von John A. Keel, einem Klassiker, den ich vor etwa 30 Jahren erworben habe, fand ich auf Seite 114 eine recht interessante Passage, in der es um die Begegnung mit „Paranauten“ geht.
Unter Paranauten verstehe ich alle nichtmenschlichen Entitäten (also Kryptide, Ufonauten, „Geister“ usw.). Bei seiner Recherche zu entsprechenden Sichtungsfällen kam er nicht wirklich voran, da die Zeugen, meist sechs Monate nach dem Vorfall, bereits verstorben waren. Und zwar wahlweise durch plötzlich auftauchende Krankheiten, Unfälle, Selbstmord oder andere Ursachen.
Der Autor und Untersucher David Paulides beschreibt ein durchaus ähnliches Phänomen. Er hatte sich mit Bigfoot-Sichtungen in Kalifornien beschäftigt und Augenzeugen interviewt. Vier dieser Personen starben daraufhin an unterschiedlichsten Ursachen in einem Zeitfenster von sechs Jahren.
Bei den indianischen Völkern gilt es als Tabu, über die Sichtung zu sprechen. Tut man es doch, ist einem der Tod gewiss. Das erinnert auch an die Sichtung des „Mottenmannes“, der sich vor dem Einsturz einer Brücke in Point Pleasant, West Virginia, mehrfach sehen ließ. Viele der verunfallten 46 Opfer hatten in den Wochen/Monaten zuvor über eine Begegnung mit dem Geflügelten berichtet!ʬ
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