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04/08/26

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Der Gestank der Aliens

© Corinna Bloess
Laut einer Untersuchung aus dem Juli 2000, die sich mit UFO-Gerüchen befasst, stellten sich nach allem, was man über den Gestank paranormaler Begegnungen weiß, dem Untersucher A. F. Rullan (für „NIDS“ – National Institute for Discovery Science, Las Vegas, Nevada, USA) vor allem noch folgende Fragen:
Riechen UFOs von außerhalb der USA genauso wie jene, die innerhalb der USA wahrgenommen werden? Diese Frage ergibt sich wohl aus dem Umstand, dass nur Meldungen aus den USA berücksichtigt wurden.
Sind die Gerüche während Abductions (Entführungen) die gleichen, wie sie bei UFO-Sichtungen berichtet werden? Warum wird verhältnismäßig selten über Gestank während solcher Erlebnisse berichtet?
Wie erklären sich stinkende Wesen, wenn überhaupt kein UFO da ist? Wie lange hält der üble Geruch normalerweise an? Besteht ein Zusammenhang zwischen dem Geruch und eventuell hinterlassenen physischen Spuren am Boden?
Falls die Gerüche von UFO-Antrieben oder Abgasen herrühren, warum stinken dann nicht alle UFOs? Gibt es stinkende und nicht-stinkende Antriebe?
Erkranken Zeugen auch während der Begegnungen mit Wesen an Schwindelgefühlen, Übelkeit sowie Reizungen an Rachen und Nase? Oder passiert das nur während UFO-Sichtungen?
Kritik an der rein technischen Betrachtung
So interessant die Frage nach dem UFO-Gestank auch ist: Rullan geht die Sache meiner Meinung nach nicht richtig an. Es sind natürlich nicht ausschließlich (übel riechende) UFO-Sichtungen, die krank machen.
Daher ist die Frage, ob es die UFO-Antriebe sind, die den Gestank verursachen, die falsche. Insbesondere Menschen, die Wesen begegnet sind, erkranken – und zwar nicht nur an Augenproblemen, Kopfschmerzen oder gereizten Rachenschleimhäuten, sondern manchmal unter anderem an Krebs.
Das dürfte nicht an den nur gelegentlich auftretenden Gerüchen und schon gar nicht an den Gerüchen von UFO-Antrieben liegen (sofern es solche Antriebe überhaupt gibt).
Als einer der ersten Forscher hat sich wohl John F. Schuessler von der MUFON mit den Verletzungen durch UFOs befasst. Auch ich beschäftige mich insbesondere mit den durch UFO- oder Alienbegegnungen hervorgerufenen chronischen Krankheiten. 
Mir ist nicht bekannt, ob Rullan davon weiß oder nicht, aber ich vermute: nein – sonst hätte er die oben genannten Fragen so nicht gestellt.
Die Studie von Rullan (2000)
Rullan ging im Jahr 2000 davon aus, dass die gelegentlich in Verbindung mit UFO-Sichtungen erfahrenen Gerüche Rückschlüsse auf UFO-Antriebe oder deren chemische Prozesse zulassen könnten. 
Die beurteilten Gerüche wurden noch in über 30 m Entfernung wahrgenommen, was eher auf Gase als auf Flüssigkeiten als Geruchsträger hinweist.
Solche Gerüche hinterlassen keine Spuren und können somit als physikalische Beweise nicht zugelassen werden, wenngleich sie auf physischen Umständen beruhen und somit zumindest auf gewisse chemische Verbindungen hindeuten könnten. Gesicherte Aussagen bzgl. der Herkunft der Gerüche können daher nicht getroffen werden.
Der Riechvorgang besteht darin, dass die Endorgane des Geruchsnervs durch die Berührung mit flüchtigen Stoffen in Erregung versetzt werden. Dadurch wird in uns die Auffassung einer Geruchsempfindung erweckt, deren Quelle wir stets unwillkürlich nach außen verlegen. Man muss bedenken:
Die Bezeichnung der Gerüche als angenehm oder unangenehm ist rein individuell und beruht auf Auffassungen, die sich an die Empfindung anschließen. 
Diese wechseln schon mit den physiologischen Körperzuständen. Dem Hungrigen duftet eine Speise angenehm, während beim Gesättigten dadurch Widerwille erregt wird.
Das Superspektrum und die Transmogrifikation
Der amerikanische Forscher John A. Keel war einer der wenigen, die sich mit der Geruchssensation paranormaler Begebenheiten befassten. Er wusste, dass diese oft als verfaulte Eier, Sumpfgas oder Leichengeruch erfahren wurden.
Die Gerüche müssten seiner Überzeugung nach von einer derart großen Gasansammlung erzeugt werden, dass sie nicht von den UFOs selbst kommen könnten, sondern vielmehr ein Nebeneffekt des Prozesses der Transmogrifikation sein müssten – was das intelligente Energiefeld eines in dieser Welt materialisierenden Superspektrums bezeichne.
Ivan T. Sanderson (1911–1973) berichtete, dass UFO-Gerüche zumeist als metallisch oder schwefelartig empfunden werden. Besonders interessant fand er den gelegentlich erwähnten Geruch von Veilchen, da dieser auch immer wieder in Verbindung mit Poltergeist-Erfahrungen genannt worden war.
Die Kuriositäten der Karla Turner
Auch die 1996 verstorbene Ufologin Karla Turner sprach von riechenden UFO-Kuriositäten: 
„Ein Badezimmer an Bord eines UFOs klingt völlig unglaubwürdig. Trotzdem gibt es einige wenige Zeugen, die ausgesagt haben, sie hätten sich in UFO-Badezimmern aufgehalten. Gelegentlich wurde berichtet, dass es im Inneren der Waschräume dreckig aussah und muffig roch. So, als hätte jemand seine Haushaltspflichten stark vernachlässigt.“
Der Affengestank des Bigfoot
Ein knappes Fünftel aller Bigfoot-Sichtungen soll mit einem außergewöhnlich strengen Geruch einhergehen. Zeugen fühlten sich „wie in schmutzige Windeln“ eingewickelt. Da männliche Gorillas einen starken Angst-Geruch entwickeln können, der noch in 30 m Entfernung auszumachen ist, sehen manche Forscher hier einen Zusammenhang.
Diese biologische Erklärung fällt aber spätestens dann in sich zusammen, wenn man die „Nebensächlichkeiten“ der Begegnungen berücksichtigt: Bigfoot kann einfach auftauchen und verschwinden. Er erscheint vornehmlich dort, wo auch UFOs gesehen werden oder verstümmelte Wildtiere aufgefunden werden.
Die Vielfalt der UFO-Sensationen
UFO-Zeugen berichteten über Brandgeruch, muffigen oder morastigen Geruch sowie den Geruch von Ammoniak, Knoblauch oder verfaulten Eiern. Passend dazu gibt es Berichte über einen „komischen Geschmack“ im Mund, zum Beispiel metallisch oder nach „Krankenhaus“. 
Nicht immer präsentiert sich ein UFO durch auffallende Stille; es gibt zischende, ratternde, röhrende und summende Objekte. Riechen, Schmecken, Hören, Sehen, Fühlen – alle Sinne können angesprochen werden.
Inwieweit das zu einer Manipulation führt, ist unbekannt. Das, was passiert, scheint physisch erlebbar und von seinem Ursprung her gleichzeitig un-physisch zu sein. Fast so, als solle eine physische Anwesenheit vorgetäuscht werden.
Manipulation der Sinne und das Jenseits
Je mehr man meint entdeckt zu haben, umso verwirrender wird das Phänomen. C. G. Jung bezeichnete das „kollektive Unbewusste“ als eine Schicht, die sowohl psychisch als auch physisch sei.
Sichtungen und Abductions finden möglicherweise in diesem Zwischenbereich statt, in dieser „Twilight Zone“, wo es weder ausschließlich physisch noch ausschließlich psychisch zugeht.
Es könnte sich um einen Bereich handeln, von dem wir niemals erwarten würden, dass wir zu Lebzeiten Zugang zu ihm hätten: dem Jenseits. Die Palette der paranormalen Begegnungen könnte sich in diesen Überlappungen mit dem Jenseits abspielen. 
Wer sind „sie“? Unsere körperlichen Attribute scheinen für die unbekannte Intelligenz ein unterhaltsames Gebilde aufzuweisen, das zur Irreführung einlädt. Wer sagt denn, dass der Reiz klassisch physisch von außen kommt?
In dem Moment, in dem wir dies denken, hat vielleicht eine fremde Macht bereits unser Urteilsvermögen übernommen, und wir riechen oder schmecken dann nur mehr mit unserer Seele!