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07/08/26

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Leserbrief:
"Mothman"-Sichtung
in Chicago, August 2017

Sehr geehrter Herr Raab,
mit diesem Schreiben wende ich mich an Sie in der Hoffnung, dass Sie meine Schilderung ernst nehmen und vielleicht in einem größeren Zusammenhang bewerten können. Ich bin mir der Brisanz bewusst, aber ich kann das, was ich gesehen habe, nicht einfach als Einbildung abtun.
Ich befand mich im August 2017 beruflich in Chicago, um an einer Konferenz im nahe gelegenen McCormick Place teilzunehmen.
Mein Hotel war das Hyatt Regency McCormick Place. Es ist ein Hochhaus, und mein Zimmer in einem der oberen Stockwerke bot einen weiten Blick nach Osten, über den Michigansee und die Halbinsel Northerly Island.
In der Nacht des 20. August 2017, gegen 23:35 Uhr Ortszeit, stand ich am Fenster und genoss die nächtliche Stille. Der Blick ging über das dunkle Areal des Soldier Field und die dahinterliegende Insel.
Plötzlich, im Bereich der Landzunge von Northerly Island, sah ich eine große, schwarze Silhouette. Sie flog nicht hoch; ich schätze, sie war deutlich unterhalb meiner Höhe, vielleicht 30 Meter über dem Boden.
Das Objekt bewegte sich in einer unheimlichen, fast schwebenden Bewegung langsam von Nord nach Süd über die Insel hinweg. Drei Dinge waren sofort verstörend:
Die Stille: Es gab keinerlei Geräusch, absolut keins. Angesichts der mutmaßlichen Größe und der Nähe zum Lake Shore Drive ist das physisch unmöglich für ein Fluggerät.
Die Form: Es war massiv in der Mitte, aber die Flügel waren ungewöhnlich lang und spitz zulaufend, sie schlugen kaum oder nur sehr verhalten. Es war keine Fledermaus, kein großer Vogel. Ich schätze die Spannweite auf mindestens drei Meter. Es hatte die Proportionen einer Person, aber mit dieser grotesken Flügelform.
Die Augen: Am Kopf (oder dem, was der Kopf war) sah ich zwei kreisrunde, rotorange leuchtende Punkte. Es war kein Scheinwerferlicht oder eine Reflexion von der Stadt, sondern eine Art inneres, tiefes Glimmen, das in der Dunkelheit herausstach.
Das Objekt glitt über die Mitte der Insel und verschwand dann rasch und lautlos über dem dunklen Wasser des Sees in Richtung Süden. Der ganze Vorgang dauerte vielleicht 20 Sekunden, aber die gegenständliche, greifbare Realität dieser Erscheinung hat mich tief verunsichert. Es war kein Wetterballon, keine Drohne und schon gar kein Vogel.
Ich schreibe Ihnen dies als nüchterner Mann der Technik, der eigentlich nicht an Legenden wie den "Mothman" glaubt. Aber das, was ich gesehen habe, passt exakt zu den Beschreibungen, die später in der Lokalpresse Chicagos kursierten.
Ich kann nur bezeugen, dass es real und glaubwürdig aussah, als würde ein großer, düsterer Schatten über die Stadt wachen.
Ich hoffe, diese Beobachtung kann Ihnen dienen.
Mit freundlichen Grüßen aus Hamburg
Jonas Matthiesen
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📌 Den Leserbrief habe ich Mitte September 2025 erhalten und in der darauf folgenden Zeit mehrfach mit dem Zeugen telefoniert. Ich zweifele seinen Bericht nicht an, vor allem auch, weil er mit unzähligen weiteren aus Chicago zur gleichen Zeit konform geht. 
Für mich als Keelianer ist es eine aufregende Sache, nach fast 40 Jahren Feldforschung einmal Mothman gemeldet zu bekommen!ʬ