🎙️ CROPfm: Lagerfeuer #23 • Freitag, 2. Oktober 2026 • 19h

Der Herbst ist eingezogen und hat der Sommerhitze ein wohlverdientes Ende bereitet, zumindest vorerst. Doch keine Sorge, ein CROPfm Lagerfeu...

📰 Leitartikel: Interview mit einem Abductee

📰 Leitartikel: Wenn die Technik Geister sieht...

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21/09/26

🎭👤🛸
MILABS &
Schirmer CE4

Am 3. Dezember 1967 beobachtete der amerikanische Polizist Herb Schirmer während einer Streifenfahrt in Nebraska einen scheibenförmigen Flugkörper, der über ihn hinwegzog und verschwand. Daraufhin stellte sich bei ihm eine „fehlende“ halbe Stunde ein. 
Er ließ sich von einem Therapeuten hypnotisieren, und dabei kam heraus, dass er einem weißen Truck [sic!] mit blinkenden Lichtern begegnet war. Aus diesem kam etwas heraus, mit dem er „mental kommunizierte“. 
Interessant ist, dass diese Trucks bei vielen Entführungserfahrungen (MILABS) eine Rolle spielen – was nahelegt, dass Entführungen durch UFOs lediglich „inszeniert“ sind, um militärische Aktivitäten zu verdecken. 
Erst bei einer zweiten Regression bei einem anderen Therapeuten erzählte er eine „wilde“ Geschichte über (erstaunlich menschenähnliche) Ufonauten. („The Big Book of UFOs“ / Chris Rutkowski / S. 286) 
Merkwürdig nur, dass einer der Fremden ein grünes Gas auf ihn sprühen musste, um ihn zu paralysieren. („UFOs Above the Law“ / Soriano & Bouck / S. 158) 
Solche „Gaseinsätze“ werden immer wieder geschildert. Was sind das eigentlich für komische „Außerirdische“, die mit weißen Vans fahren und Zeugen nicht mit überirdischer Alientechnologie manipulieren, sondern mit schnödem Betäubungsgas? Und wieso weisen die „Entführungsforscher“ nie auf solche Unstimmigkeiten bei den Berichten hin? 
Stecken sie womöglich mit den echten Entführern – die man nicht im All zu suchen hat, sondern eher beim militärisch-industriellen Komplex, der u. a. Menschenversuche im Rahmen von MKULTRA, MONARCH usw. durchgeführt hat – unter einer Decke? 
Erzählen sie uns deshalb Müll über „Reticulaner“, die quer durch das Universum reisen, um sich Eizellen und Sperma zu holen – um sich ausgerechnet mit uns zu hybridisieren? Erklärt das, warum einzelne Ufologen in den USA mit hochdotierten Buchverträgen „belohnt“ werden und von den Medien zu „Experten“ aufgebaut wurden?ʬ 
=== 
Postskriptum: 
K.O. Nebel 
Wenn man sich die etwas älteren UFO-Entführungsberichte ansieht, fällt auf, dass oft ein mysteriöser „Nebel“ beschrieben wurde, der, wenn man ihn durchquerte, für ein „Missing Time“ sorgte. 
Die Automobilisten – und diese betraf es in der Regel – verloren also ihr Bewusstsein. Gerade in Großbritannien wurde dieses Element immer wieder beschrieben, was auch dazu führte, dass die britische Ufologin Jenny Randles ein Buch zum Thema mit dem Titel „Time Storm“ veröffentlichte. 
Randles ging jedoch davon aus, dass „Zeitanomalien“ auftreten, dass Personen also kleine Zeitreisen machen, was jedoch als Arbeitshypothese ziemlich albern ist. 
Dessen ungeachtet ist das Buch eine gute Fallsammlung. Ein interessantes Beispiel für den Einsatz dieses narkotisierenden Nebels bietet der Fall der englischen Avis-Familie. Dieser Entführungsbericht hat in Großbritannien denselben Stellenwert wie der Hill-CE4 in den USA. 
Der Vorfall ereignete sich am 27. Oktober 1974 unweit von Hornchurch. Von der fünfköpfigen Familie befanden sich vier Personen – zwei Erwachsene und zwei Kinder – im Wagen, als sie nach Hause fuhren. 
Es war gegen 21:50 Uhr, als die ersten „Anomalien“ auftraten. Offenbar wurde der Wagen von einem Licht verfolgt, das man zunächst einem Hubschrauber („Hellcopter“?) zuschrieb; erst später wurde es als UFO interpretiert. 
Eine weitere Anomalie war, dass sich die Straße plötzlich wie leer anfühlte – jeglicher Verkehr war verschwunden. Dieses Phänomen kennen wir unter anderem auch aus den USA: 
So hatte der amerikanische Ufologe Imbrogno bei einer Untersuchung festgestellt, dass während einer „UFO-Entführung“ eine Straßensperre errichtet wurde, um das Entführungsopfer zu isolieren. 
Dann tauchte grüner Nebel auf der Straße auf, der einen kompakten Eindruck machte und etwa 270 cm hoch war. Kaum befand sich der Wagen in der „Nebelbank“, setzte bei den Zeugen ein „Blackout“ ein. 
Sie kamen erst wieder gegen 1:00 Uhr morgens zu sich. Was dann folgte, war nicht weniger merkwürdig. Der Hauptzeuge und Familienvater Stuart wurde von diversen Fahrzeugen verfolgt, die sich dadurch auszeichneten, dass sie verdunkelte Scheiben besaßen. Zudem interessierte sich die Polizei plötzlich für ihn und hielt ihn fast täglich an, um ihn zu kontrollieren. 
Hinzu kamen „Flashbacks“, die die „fehlende Zeit“ betrafen. Folglich ließ man sich hypnotisieren, und heraus kam ein ziemlich „klassischer“ Entführungsbericht. Nur die vermeintlichen „Aliens“ waren anders beschaffen: keine Greys, sondern kleine „Kobolde“ und Personen mit synthetisch wirkender „OP-Bekleidung“. 
Signifikant ist, dass Stuart den Eindruck hatte, seine Entführer trügen Masken, womöglich um dem Ganzen ein außerirdisches Ambiente zu verleihen und irdische Menschenversuche zu verschleiern. [Quelle: Haunted Skies 5, S. 268 ff.] 
„In den Fünfziger- und Sechzigerjahren wurden in den Vereinigten Staaten ebenso skrupellose Experimente an Menschen durchgeführt wie während des Nationalsozialismus in Deutschland.“ (Koch & Wech, Deckname Artischocke, Bertelsmann) 
Zum Thema Betäubungsgas und MILABs sind Informationen interessant, die von den Autoren Koch und Wech in ihrem Buch Deckname Artischocke – Die geheimen Menschenversuche der CIA geliefert werden. Auf Seite 207 etwa kann man entnehmen, dass die CIA LSD-Aerosolspray verwendet hat, um Räume einzunebeln – wer denkt da nicht an den Mad Gasser of Mattoon? (S. 229) 
Auch das US-Militär arbeitete daran, gegnerische Truppen mit Drogenschwaden einzunebeln, um danach kampflos einzumarschieren. Getestet wurde dies 1952 – ziemlich zeitnah zu den ersten „Abductions“. Man denke hier an den Tujunga-Canyon-Fall, in dem ebenfalls ein „Narkotikum“ eingesetzt wurde, um zwei Frauen einzuschläfern!ʬ 
=== 
Postskriptum² 
Tujunga-Canyon-Abductions 
Vor ewigen Zeiten, in meinen 20ern, hatte ich mir in einem Buchladen, der auf englischsprachige Literatur spezialisiert war [weit vor Amazon & Co.], ein abgegriffenes Taschenbuch mit dem Titel The Tujunga Canyon Contacts von Ann Druffel und D. Scott Rogo besorgt. 
Es geht in diesem Buch um den „ersten“, zumindest um den ersten schriftlich fixierten „UFO-Entführungsfall“. Involviert waren eine Sara Shaw und ihre Freundin Jan Whitley, die im abgelegenen Tujunga-Canyon-Areal in einer Hütte lebten. 
Ich hatte mir unlängst einen Nachdruck des Buches in Paperback-Form besorgt und fand interessante Details, die mir früher nicht weiter zu denken gegeben hatten: 
Am 22. März 1953, gegen 2 Uhr morgens, wurden beide Frauen durch gleißendes Licht geweckt, das in ihre Hütte hineinstrahlte. Sara postierte sich am Fenster, um zu sehen, was vor sich ging, und Jan holte ihren Bademantel, um ins Freie zu treten. 
Plötzlich hatten beide einen „Blackout“, und die Uhr zeigte 4:20 Uhr morgens an. Sie verließen im Anschluss fluchtartig ihre Behausung und fuhren zu Jans Eltern. Interessant an dem Ablauf waren folgende Beobachtungen: 
¹ Beide Frauen gaben an, dass die Luft in ihrer Hütte unglaublich stickig war. Der erste Gedanke galt der Propangasleitung, doch diese war dicht, und kein Gas war ausgeströmt. Sie fühlten sich wie nach einer Betäubung; kurioserweise wiesen auch ihre beiden Haustiere [Hund und Katze] nach dem Vorfall die gleichen Symptome auf, so als seien sie alle mit einer unbekannten Substanz „eingeschläfert“ worden. 
² Bei ihrer Flucht bemerkten sie vor ihrer Behausung eine Gestalt mit langen Haaren, die hinter einigen Büschen stand und sie zu beobachten schien. Da in den 1950ern langhaarige Männer unüblich waren, kann nicht ausgeschlossen werden, dass es sich um eine Frau handelte, die mit den Vorfällen direkt zu tun hatte und als „Nachhut“ eingesetzt wurde. 
Sara wandte sich 1975 an die kalifornische Ufologin Ann Druffel. Diese wollte die Vorfälle mit Hypnose untersuchen lassen und kontaktierte den Polizeipsychologen Dr. Reiser. Bei der dann durchgeführten Hypnoseregression stellten sich ein paar recht interessante Umstände heraus: 
¹ Nach dem strahlenden Licht erschienen schwarz gekleidete Personen, die ihre Gesichter mit Sturmmasken verborgen hatten. Diese marschierten „regulär“ durch die Tür. Da die Frauen darauf kaum reagierten, muss angenommen werden, dass sie zu der Zeit bereits betäubt waren. Sie wurden dann an Bord einer Flugscheibe gebracht und „medizinisch“ untersucht. 
² Jan, die scheinbar eine etwas robustere Konstitution aufwies, lieferte sich an Bord des Objekts ein Handgemenge mit den „Aliens“, konnte dann aber wieder „ruhiggestellt“ werden. 
³ Sara schilderte, dass sie mit einer merkwürdig gekennzeichneten „4“ „markiert“ wurde. Druffel fand heraus, dass diese Zahl das astrologische Zeichen für Jupiter ist. Man kann sich fragen, ob das ein dilettantischer Versuch war, der Verschleppung etwas „Außerirdisches“ zu verleihen. 
Druffel war offenbar mit den Ergebnissen der Untersuchung nicht zufrieden. Wie anders kann man sich erklären, dass sie auf die Dienste von Dr. Reiser verzichtete, um sich an einen UFO-Freak namens Dr. McCall zu wenden, der aus den Vorfällen mittels Hypnose eine „klassische“ Alien-Entführung machte? Das zeigte sich auch an einem anderen Beispiel: 
Die Zeugin Jan war drei Jahre später mit einer Frau im Wagen unterwegs. Da beide völlig übermüdet waren, suchten sie sich eine abgelegene Stelle, um zu übernachten. Nach einiger Zeit wurden sie von hellen Scheinwerfern geblendet, die von einem Truck stammten, der an den Wagen heranfuhr. 
Ein Mann stieg aus und manipulierte am Fahrzeug der beiden Frauen. Ein „Blackout“ setzte ein, und sie erwachten am folgenden Morgen, ohne sich erklären zu können, was geschehen war. Trucks spielen bei „UFO-Entführungserfahrungen“ eine große Rolle und werden auch noch heute eingesetzt. 
Interessant ist, dass aus dieser ziemlich eindeutig „irdischen“ Begegnung mittels Hypnose ein „Alienkontakt“ gezaubert wurde. Aus dem Truck wurde ein UFO, aus dem Unbekannten ein Alien. Ufologen und sinistre Kreise der „Schattenwelt“ spielen Hand in Hand ein unsauberes Spiel. 
Ist die „Ufologie“ nichts weiter als eine groß angelegte Betrugsveranstaltung, um Opfern von militärischen Entführungen einzureden, sie wären Außerirdischen begegnet? 
Sorgt die Ufologie auch dafür, dass „schwarze“ aeronautische Projekte „schwarz“ bleiben, indem Geheimwaffen zu ET-Kundschaftern werden? Stammen deshalb die meisten bekannten Ufologen aus dem militärisch-industriellen Komplex? 
Druffel erwähnte übrigens noch einen Vorfall, der sich Jahre nach der Entführung abgespielt hatte: 
Am 3. September 1975 beobachteten drei Zeugen im Bereich des Tujunga Canyon ab 20 Uhr eine höchst bizarre „Flugübung“ am Himmel. Auf einer Höhe von 2500 Fuß flog ein Helikopter, unter ihm, auf etwa 1000 Fuß, war ein scheibenförmiges Vehikel zu sehen, das in diversen Farben leuchtete. Dieses begann, sich zu bewegen; die Zeugen verglichen die Manöver mit einem „Schlangentanz“. 
Zeitgleich tauchten zwei weitere Hubschrauber auf, die diese Manöver ebenfalls durchführten. Die „Rotte“ zog davon, war jedoch noch rund drei Stunden lang am Himmel per Fernglas zu beobachten. In der nahegelegenen Nike-Missile-Base waren, wie um das Spektakel zu illuminieren, alle Lichter aktiviert worden. 
Die Leser werden es sich wohl schon denken können: Hubschrauber und Flugscheibe waren in den Augen der Ufologin selbstredend „außerirdische Raumschiffe“… Ganz offensichtlich sind Flugscheiben und Helikopter nicht weit entfernt, wenn MILABs beschrieben werden!ʬ

23/09/26

🦿🦾👹🎩
„Spring Heeled
Jerry“ vor Fayet
{+Update!}

Der YouTuber Mythen-Metzger hatte in den letzten Jahren immer wieder Videos über kuriose oder unheimliche Vorfälle während Kriegen veröffentlicht. Einen solchen habe ich nun ebenfalls entdeckt, und zwar im Buch „Der 21. März 1918“ des britischen Autors Martin Middlebrook. 
Darin geht es um den ersten Kriegstag der sogenannten Kaiserschlacht, in der man von Seiten der deutschen Heeresführung versuchte, die Westfront „aufzurollen“. Dies geschah auch mithilfe von Verbänden von der Ostfront, die aufgrund revolutionärer Veränderungen in Russland frei geworden waren – Moskau fiel als Gegner weg! 
Im Buch kommen Soldaten zu Wort, die direkt am Geschehen beteiligt gewesen sind, also Engländer und Deutsche. Franzosen waren in diesen Frontabschnitten nicht stationiert. 
Der Vorfall, der uns beschäftigen soll, spielte sich an einem Dorf namens Fayet ab, nördlich von St. Quentin, wo sich die Soldaten der feindlichen Nationen gegenüberstanden. Die Briten bezeichneten ihr deutsches Gegenüber als „Jerrys“. Einer dieser „Jerrys“ zeichnete sich durch besonders kurioses Verhalten aus. Dazu berichtet ein englischer Soldat: 
„Ein Deutscher, dessen Uniform eine andere Farbe hatte – sie war blau und nicht feldgrau –, näherte sich sprungweise. Wenn wir schossen, warf er sich hin. Nachdem er eine Weile liegen geblieben war, stürmte er weiter vor. Ich glaube, ich habe viermal auf ihn geschossen. Auch andere taten es, aber keiner traf ihn. Er kam bis auf 50 Meter heran, kehrte dann um und lief genau so zurück und wurde wieder nicht getroffen.“ 
Merkwürdig ist, dass man sich von deutscher Seite aus gerade auf die Großoffensive vorbereitete und die neu zugeführten Soldaten sich strengstens bedeckt halten sollten. Auch Geschütze und andere Waffen waren versteckt worden. Jede Form der Provokation hatte zu unterbleiben; stellenweise sollte sogar auf Beschuss nicht reagiert werden! 
Wer der merkwürdige, schussfeste Springer in fremder Uniform war, ließ sich nicht feststellen. Man denkt jedoch an vergleichbare Gestalten wie Spring Heeled Jack in UK oder den Nuklearhopser in Thüringen bzw. Sachsen! 
Dass der Ort Fayet hieß, ist zudem ein interessantes NameGame. Die feenhafte Herkunft und Bedeutung des Namens habe ich bereits in einigen meiner alten Artikel thematisiert!ʬ
Spring-heeled Jack:
Die Legende des
springenden Dämons
@ Greg Fortunato | Aus dem Amerikanischen übersetzt von GROK! 
Im England der viktorianischen Ära, einer Zeit voller sozialer Umwälzungen, technologischer Fortschritte und einer Faszination für das Übernatürliche, entstand eine der faszinierendsten und zugleich unheimlichsten Legenden: die Geschichte von Spring-heeled Jack. 
Diese mysteriöse Gestalt, die erstmals 1837 in London gesichtet wurde, versetzte die Menschen in Angst und Schrecken. Berichte über seine Erscheinungen verbreiteten sich schnell über die Hauptstadt hinaus, von den Vororten Londons bis in die Midlands, nach Schottland und sogar in entlegene Gegenden wie Sussex. 
Spring-heeled Jack wurde zu einer urbanen Legende, deren bizarre Erscheinung und übermenschliche Fähigkeiten die Fantasie der Menschen beflügelten. Er inspirierte zahlreiche Geschichten, Groschenromane, Theaterstücke und sogar Darstellungen in populären „Punch and Judy“-Shows, wo er als teuflischer Bösewicht auftrat. 
Die Beschreibungen von Spring-heeled Jack variieren, doch eines ist in allen Berichten gleich: Er war eine Gestalt, die Furcht und Entsetzen verbreitete. Zeugen schilderten ihn als teuflische Erscheinung mit glühend roten Augen, die wie „Feuerbälle“ in der Dunkelheit leuchteten. 
Seine Hände waren mit scharfen, metallischen Krallen ausgestattet, die laut einigen Berichten kalt und klamm wie die eines Leichnams waren. Häufig wurde er mit einem schwarzen Umhang gesehen, unter dem er eine enganliegende weiße Kleidung trug, die an Öltuch oder Leder erinnerte, sowie einen Helm, der seine unheimliche Erscheinung unterstrich. 
Andere Berichte beschrieben ihn als groß, schlank und mit gentlemanhafter Haltung, was den Kontrast zwischen seiner höflichen Erscheinung und seinen schrecklichen Taten noch verstärkte. Übermenschliche Fähigkeiten und Geräusche Besonders markant war seine Fähigkeit, blaue und weiße Flammen aus dem Mund zu speien – ein Detail, das viele Zeugen in ihren Schilderungen betonten. Seine übermenschlichen Sprünge machten ihn einzigartig: 
Er konnte angeblich mühelos über Mauern von fast drei Metern Höhe springen, oft begleitet von einem schrillen, durchdringenden Lachen, das die Nacht durchschnitt. Einige wenige behaupteten, er habe in verständlichem Englisch gesprochen, was die Spekulationen über seine wahre Natur weiter anheizte. 
Die Legende von Spring-heeled Jack entstand nicht aus dem Nichts. Schon im frühen 19. Jahrhundert berichteten die Bewohner Londons von geisterhaften Gestalten, die in den dunklen Gassen und Straßen der Stadt lauerten. Diese bleichen, menschenähnlichen Erscheinungen wurden oft als Geister beschrieben, die einsame Passanten überfielen und Angst verbreiteten. 
Solche Geschichten waren Teil einer ausgeprägten Geistertradition in London, die laut einigen Historikern die Grundlage für die spätere Legende von Spring-heeled Jack bildete. Eine der bekanntesten dieser frühen Gestalten war der „Hammersmith Ghost“, der zwischen 1803 und 1804 im westlichen Stadtteil Hammersmith für Unruhe sorgte. 
Diese Erscheinung kehrte 1824 zurück und wurde von Anwohnern als Bedrohung wahrgenommen. Ähnlich verhielt es sich mit dem „Southampton Ghost“, der angeblich über Häuser springen konnte und eine Höhe von über drei Metern erreichte. Diese frühen Geistergeschichten trugen dazu bei, die Menschen für die Idee eines übernatürlichen Wesens zu sensibilisieren, das nachts durch die Straßen streift und Passanten terrorisiert. 
Die ersten dokumentierten Berichte über Spring-heeled Jack stammen aus dem Jahr 1837 in London. Eine der frühesten und bekanntesten Geschichten betrifft Mary Stevens, eine junge Frau, die im Oktober 1837 auf dem Weg nach Lavender Hill war, wo sie als Dienstmagd arbeitete. 
Auf ihrem Weg durch Clapham Common sprang plötzlich eine dunkle Gestalt aus einer Gasse hervor, packte sie mit eisernem Griff und begann, ihr Gesicht zu küssen, während er ihre Kleidung mit seinen kalten, klammen Krallen zerriss. 
In Panik schrie Mary laut auf, woraufhin der Angreifer floh. Die alarmierten Anwohner suchten sofort nach dem Täter, konnten ihn jedoch nicht finden. Am folgenden Tag soll dieselbe Gestalt erneut zugeschlagen haben, diesmal in der Nähe von Mary Stevens’ Wohnort. 
Berichten zufolge sprang er vor eine vorbeifahrende Kutsche, was dazu führte, dass der Kutscher die Kontrolle verlor und schwer verletzt wurde. Zeugen behaupteten, die Gestalt sei über eine knapp drei Meter hohe Mauer geflüchtet, begleitet von einem hohen, durchdringenden Lachen. 
Diese spektakulären Fluchtmanöver trugen dazu bei, dass die Legende von Spring-heeled Jack schnell an Bekanntheit gewann. Bald darauf gab die Presse der mysteriösen Figur ihren Namen, und die Geschichten verbreiteten sich wie ein Lauffeuer durch London. 
Im Januar 1838 trat die Angelegenheit auf eine neue Ebene, als der damalige Bürgermeister von London, Sir John Cowan, in einer öffentlichen Sitzung im Mansion House einen anonymen Brief vorlas, den er einige Tage zuvor erhalten hatte. Der Brief, unterzeichnet von „einem Bewohner aus Peckham“, beschrieb eine schockierende Theorie: 
Angeblich hätten wohlhabende Personen eine Wette abgeschlossen, dass ein leichtsinniger Kumpan in drei verschiedenen Verkleidungen – als Geist, Bär oder Teufel – Dörfer in der Umgebung von London terrorisieren solle. Der Brief behauptete, dieser „unmenschliche Schurke“ habe bereits mehrere Frauen in Ohnmacht versetzt, von denen zwei nicht mehr genesen würden und ihren Familien zur Last fielen. 
Die Presse griff die Geschichte begierig auf. Am 9. Januar 1838 berichtete The Times erstmals über die Vorfälle, gefolgt von anderen nationalen Zeitungen. Der Bürgermeister erhielt zahlreiche Briefe aus verschiedenen Stadtteilen, die ähnliche „bösartige Streiche“ beschrieben. 
In Hammersmith, Kensington und Ealing erzählten Dienstmädchen von schrecklichen Begegnungen mit einem „Geist oder Teufel“. Einige Berichte sprachen von Frauen, die vor Angst in „gefährliche Anfälle“ gerieten oder durch die Krallen des Angreifers verletzt wurden. In Stockwell, Brixton, Camberwell und Vauxhall sollen sogar Menschen vor Schreck gestorben sein. 
Der Bürgermeister selbst blieb skeptisch und vermutete starke Übertreibungen, doch die Flut an Berichten ließ die Angelegenheit nicht mehr ignorieren. Die Polizei wurde angewiesen, den Verantwortlichen zu finden, und Belohnungen wurden ausgesetzt. Dennoch blieb der Täter ein Phantom, das sich jeder Verfolgung entzog. 
Ein besonders merkwürdiger Bericht stammt aus dem April 1838, als The Brighton Gazette von einem Vorfall in Rosehill, Sussex, berichtete, der in The Times vom 14. April veröffentlicht wurde. Ein Gärtner wurde dort von einer unbekannten Kreatur erschreckt, die wie ein Bär oder ein vierbeiniges Tier aussah: 
Nachdem die Gestalt mit einem Knurren seine Aufmerksamkeit erregt hatte, kletterte sie über die Gartenmauer, lief auf allen Vieren entlang und jagte den Gärtner, bevor sie mit einem Sprung über die Mauer verschwand. Dieser Bericht unterschied sich von den typischen Londoner Sichtungen, zeigte aber, wie weit die Legende von Spring-heeled Jack reichte. 
Zwei der bekanntesten Vorfälle betrafen die jungen Frauen Jane Alsop und Lucy Scales, deren Geschichten die Legende weiter befeuerten. Am 19. Februar 1838 öffnete Jane Alsop die Tür ihres Elternhauses, nachdem ein Mann, der sich als Polizist ausgab, sie bat, ein Licht zu bringen, da „Spring-heeled Jack in der Gasse gefasst“ worden sei. 
Als sie ihm eine Kerze reichte, warf der Mann seinen Umhang ab, enthüllte ein „entsetzliches und furchterregendes Aussehen“ und spie blaue Flammen. Seine Augen glühten rot, und er trug eine enganliegende weiße Kleidung sowie einen großen Helm. 
Mit seinen metallischen Krallen zerriss er Janes Kleid und verletzte ihren Hals, bis sie von ihrer Schwester gerettet wurde und der Angreifer floh. Nur neun Tage später, am 28. Februar 1838, wurde die 18-jährige Lucy Scales in Limehouse angegriffen. Als sie mit ihrer Schwester durch Green Dragon Alley ging, trat eine Gestalt mit einem Umhang und einer kleinen Laterne hervor. 
Ohne ein Wort zu sagen, sprühte die Gestalt blaue Flammen in Lucys Gesicht, woraufhin sie das Bewusstsein verlor und in stundenlange Krämpfe fiel. Ihre Schwester konnte sie stützen, doch der Angreifer entkam schnell. Die Polizei verdächtigte mehrere Personen, doch niemand wurde überführt. Die Presse berichtete ausführlich über den Alsop-Fall, während der Angriff auf Scales weniger Beachtung fand. 
Ein Mann namens Thomas Millbank wurde verhaftet, nachdem er sich im Wirtshaus als Spring-heeled Jack ausgegeben hatte. Er trug weiße Overalls und ließ eine Kerze am Tatort fallen, doch Jane Alsop bestand darauf, dass ihr Angreifer Feuer gespien habe – etwas, das Millbank nicht konnte. Er wurde freigesprochen, und die wahre Identität des Täters blieb ein Rätsel. 
Spring-heeled Jack wurde zu einer der populärsten Figuren der viktorianischen Ära. Seine Geschichten erschienen in Groschenromanen, die für wenige Pennys verkauft wurden, und in Theaterstücken, die in den billigen Theatern der Zeit aufgeführt wurden. Selbst in „Punch and Judy“-Shows tauchte er auf, oft als Ersatz für den Teufel, wie der Schriftsteller Henry Mayhew in London Labour and the London Poor festhielt. 
Seine Popularität spiegelte die Faszination der viktorianischen Gesellschaft für das Übernatürliche wider, das in einer Zeit des technologischen Fortschritts und der Urbanisierung eine dunkle, geheimnisvolle Note bot. 
In den 1840er-Jahren wurden die Sichtungen seltener, doch 1843 und erneut 1872–1873 gab es neue Wellen von Berichten. In Northamptonshire wurde er als „Teufel mit Hörnern und Flammenaugen“ beschrieben, während in East Anglia Postkutscher von Angriffen berichteten. 
1877 wurde Spring-heeled Jack in Aldershot gesehen, wo er Soldaten mit Sprüngen und Schlägen terrorisierte. Eine weitere Sichtung in Lincoln beschrieb ihn in einem Schaffell, wie er einer wütenden Menge entkam. Die letzte bekannte Sichtung fand 1904 in Liverpool statt, wo er auf dem Dach einer Kirche gesichtet wurde. 
Die wahre Natur von Spring-heeled Jack bleibt bis heute ungeklärt. Einige vermuteten, er sei ein reicher Scherzkeks, der mit mechanischen Hilfsmitteln wie Sprungfedern seine Sprünge ermöglichte. 
Andere sahen in ihm einen übernatürlichen Dämon oder sogar ein außerirdisches Wesen mit retroreflektierenden Augen und phosphoreszierendem Atem. 
Forteanische Autoren wie Loren Coleman und Jerome Clark reihen ihn in die Kategorie der „Phantomangreifer“ ein, vergleichbar mit dem „Mad Gasser of Mattoon“. Solche Figuren erscheinen oft menschlich, weisen aber außergewöhnliche Fähigkeiten auf und entziehen sich jeder Verfolgung. 
Psychologische Erklärungen verweisen auf Phänomene wie die „Old Hag“-Halluzination, bei der Menschen das Gefühl haben, von einer unsichtbaren Kraft bedrängt zu werden. Dennoch bleiben einige Fälle, die von mehreren Zeugen bestätigt wurden, rätselhaft. 
Die Parallelen zu späteren Figuren wie Pérák, dem „Springenden Mann von Prag“, der während des Zweiten Weltkriegs in Tschechoslowakei gesichtet wurde, zeigen, wie tief solche Legenden im kulturellen Gedächtnis verankert sind. Pérák wurde sogar zum Helden in Animationsfilmen, die ihn als Kämpfer gegen die SS darstellten. 
Fazit: 
Das ungelöste Geheimnis Spring-heeled Jack bleibt eine der faszinierendsten Figuren der viktorianischen Folklore. Seine Geschichte verbindet die Ängste und die Faszination einer Ära, in der die Grenzen zwischen Wissenschaft und Aberglaube verschwammen. War er ein Scherzkeks, ein Dämon oder ein Produkt kollektiver Einbildung? Die Antwort bleibt im Dunkeln, doch seine Legende lebt weiter als Symbol für die unheimlichen Geheimnisse, die in den Straßen des alten Londons lauerten! 
Verwendete Quellen: 
The Mystery of Spring-Heeled Jack: From Victorian Legend to Steampunk Hero von John Matthews (2016) + The Legend of Spring-Heeled Jack: Victorian Urban Folklore and Popular Cultures von Karl Bell (2012) + The Legend and Bizarre Crimes of Spring Heeled Jack von Peter Haining (1977) + Spirits of an Industrial Age: Ghost Impersonation, Spring-heeled Jack, and Victorian Society von Jacob Middleton (2014) + Spring-Heeled Jack - The Terror of London (historische Sammlung, ca. 1860er, Reprint) + Lancashire Legends von John Roby (1911) + The Mystery of Spring-Heeled Jack von John Matthews (Alternative Ausgabe oder Ergänzung, 2016) + The Legend of Spring-Heeled Jack von Karl Bell (Kapitel und Auszüge, 2012) + Spring-heeled Jack: To Victorian Bugaboo from Suburban Ghost von Mike Dash (1996, in Fortean Studies) + The Return of Spring-Heeled Jack: The Terror of London von Jon Mackley (2020, erweiterte Edition)

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und sich vorlesen lassen, was man sonst überfliegt.

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