Die kleine Sichtungswelle [=Flap] in Levelland, Texas, gehört zu den interessanten Klassikern der UFO-Geschichte! Vor allem aufgrund der vermeintlichen elektromagnetischen [„EM“] Effekte, die sich dahingehend niederschlugen, dass Autos bzw. Motoren, Radios und Scheinwerfer ihren Dienst versagten, wenn sich die „fliegenden Eier“ querstellten!
Das Phänomen an sich ist aber nicht neu. Wer sich schon mal mit Sagen beschäftigt hat, dem wird bekannt sein, dass es auch früher nicht weiterging, wenn „überirdische“ Gestalten und Erscheinungen auftauchten. Nur versagten dann aber die Pferde, welche Kutschen und Fuhrwerke nicht mehr ziehen wollten oder konnten, sie waren gebannt!
Meine Quelle ist das Buch LEVELLAND von Kevin D. Randle, dem die vielen Seltsamkeiten in den Fällen nicht zu denken gaben und der nicht in einer einzigen Zeile kritisch reflektierte, was sich ereignet hatte! Die Auflistung der Reporte erfolgt, soweit möglich, in chronologischer Reihenfolge!
Chronologie der Sichtungen
✔ Unweit Canadian, Texas, 02-11-1957, 03h30 Der Zeuge war mit seinem Wagen unterwegs. Seitlich, in einem Feld, befand sich ein u-bootförmiges Objekt am Boden.
Ein plötzlicher Lichtblitz ließ die Scheinwerfer des Fahrzeuges versagen. Das UFO war so lang wie drei oder vier hintereinander stehende Autos, etwa 8 Fuß hoch und hatte einen konischen „Turm“ in der Mitte.
Auf diesem befand sich eine weiße Fahne [„There was a white flag attached to its top …“] und eine Person, Figur oder humanoide Gestalt, je nach Auslegung, stand daneben.
Da der Motor noch lief, fuhr der Zeuge rasch davon. Je weiter entfernt er sich von dem Objekt befand, umso intensiver leuchteten seine Scheinwerfer!
Die weiße Fahne auf dem UFO gab Randle übrigens nicht zu denken, was mir sehr zu denken gibt ...
✔ Unweit Levelland, Texas, 02-11-1957, ??h?? Der UFO-Gruppe NICAP wurde gemeldet, dass zwei Mähdreschern die Motoren versagten, nachdem sie von einem glühenden Objekt überflogen worden waren. Bestätigt wurde der Fall vom Hockley County Sheriff Weir [nicht Weird!] Clem!
✔ Unweit Levelland, Texas, 02-11-1957, 18h? Ein junges Paar war in Richtung Amarillo, Texas, unterwegs. Vor ihnen blockierte ein „nebelverhangenes“ Objekt die Straße. Sie fuhren in den Nebel hinein, was zu einem Totalausfall aller Systeme des Wagens führte! Irgendwann verschwand das Objekt und mit ihm der Nebel. Die Fahrt ging erst weiter, nachdem ein Automobilist half, die Batterien zu laden. Man verständigte die örtliche Polizei.
✔ Zwischen Seagraves und Seminole, Texas, 02-11-1957, 20h30 Sheriff Flenniken berichtete von einem Zeugen, der während einer Fahrt Lichter auf der Straße sah.
Nachdem er näher herangekommen war, setzten Motor und Scheinwerfer aus. Die Lichter entfernten sich und die Technik funktionierte wieder. Ein Objekt war nicht zu sehen gewesen, nur die Lichter!
Interessant ist übrigens die Anekdote, dass beim Condon-Projekt tätige Wissenschaftler ein Problem mit den EM-Effekten hatten. Die Motoren sprangen in Levelland nämlich von selbst wieder an, nachdem das UFO abgezogen war!
Hätte tatsächlich Elektromagnetismus auf sie eingewirkt, wäre der Selbststart nicht möglich gewesen! Vielleicht wirken da ganz andere Kräfte, siehe weiter oben den Hinweis auf historische Berichte und „gebannte“ Kutschen und Fuhrwerke!
✔ Unweit Sundown, Texas, 02-11-1957, 22h45 J. B. Cogburn war in Begleitung seiner Frau unterwegs. Auf einer Höhe von etwa 200 Fuß flog eine Lichtkugel in der Größe eines Basketballs.
Sie bewegte sich dabei seitlich von der Straße, Flugrichtung von Ost gen West! Dann blieb sie stehen und begann in Nord gen Süd Richtung zu pendeln.
Aus dem Ding stiegen Rauch und Funken. Erst jetzt war zu erkennen, dass diese Kugel an einem Seil oder einer Kette hing, die zu einem nicht näher beschriebenen „Ballon“ führte!
Anschließend zog das Gespann mit hoher Geschwindigkeit in die Wolken! Waren da Magonier am Werk, oder ein Hoax? Über Ballone und das Paranormale habe ich mal einen Artikel verfasst! Auch hier keinerlei nachdenkliche Reflektion von Randle!
✔ Levelland, Texas, 02-11-1957, 23h30 Ein Zeuge namens Pedro Saucedo [nicht zu verwechseln mit „Saucer“] war mit einem Bekannten, Joe Salaz [die Namen der Zeugen werden, je nach Quelle, anders geschrieben!], mit seinem Truck auf der Route 116 unterwegs. Rechts von ihm war plötzlich eine Flamme aufgetaucht.
Sein erster Gedanke galt einem möglichen Blitz. Motor und Scheinwerfer fielen aus. Er stieg aus, musste sich jedoch gleich unter seinem Gefährt verstecken, da neben dem Wagen, da wo zuerst die „Explosion“ erfolgt war, ein Objekt stand, welches aussah wie ein Torpedo oder U-Boot. Eine weiße Fahne war diesmal jedoch nicht zu sehen!
Es muss sich vor seinem Stopp mit hoher Geschwindigkeit auf die Männer zubewegt haben. An Farben gab er Weiß und Gelb an, das Ding strahlte Hitze aus und war etwa 200 Fuß lang, Salaz sah es als blaugrün und glühend. Es verharrte wohl vier Minuten neben ihnen und zog dann mit hoher Geschwindigkeit davon, wobei es rot aufglühte.
Ob das UFO auf dem Boden aufgesetzt hatte oder knapp darüber schwebte, ist unklar. Nachdem der Besucher weg war und sich Saucedo wieder unter den „Aufrechten“ befand, sprangen Motor und Licht von alleine an, ein Evergreen bei den Berichten!
Deputy Sheriff Fowler [nicht zu verwechseln mit dem Ufologen Raymond Fowler!] hielt den Telefonanruf der beiden Zeugen für einen Scherz!
✔ Unweit Anton, Texas, 02-11-1957, kurz vor Mitternacht Eine Familie fuhr auf der Texas Farm Road 1073, als Blitz & Donner einsetzten und statisches Rauschen im Radio aufklang. Nach einem zweiten „Blitzeinschlag“ versagten Radio und Scheinwerfer für ein paar Sekunden.
Der Zeuge war Air Force Sergeant Harold D. Wright [nicht zu verwechseln mit den „Kitty Hawk Flyern“!]. In der Region gab es, das wurde festgestellt, kein Gewitter und keinen Regen, die „Entladungen“ müssen also einen anderen Grund gehabt haben!
✔ Unweit Levelland, Texas, 03-11-1957, gegen Mitternacht Ein anderer Wright, diesmal mit dem Vornamen Newel, 19 Jahre alt, fuhr auf dem State Highway 116, zur gleichen Zeit waren da auch Saucedo & Salaz unterwegs!
Wahlweise fiel zuerst der Motor aus, um sofort wieder anzuspringen, und dann verdunkelten sich kurzzeitig die Scheinwerfer! Zu der Zeit sah er dann auch ein nicht näher beschriebenes „Objekt“ am Himmel!
✔ Unweit Kermit, Texas, 03-11-1957, 00h05 Auch ein Frank B. Williams war spät noch unterwegs, als er vor sich ein großes, eiförmiges UFO ausmachte. Motor und Beleuchtung meldeten sich ab. Als das „Ei“ anfing zu pulsieren, erwachten die Scheinwerfer des Wagens zu neuem Leben und pulsierten im gleichen Takt mit! Williams stieg aus und ging auf das Vehikel zu, welches dann mit röhrendem Geräusch abhob und auf einer Höhe von 200 oder 300 Fuß davonstobte. Anschließend funktionierte der Wagen wieder!
✔ Unweit Levelland, Texas, 03-11-1957, nach Mitternacht Jim Wheeler [nicht zu verwechseln mit dem verstorbenen amerikanischen Ufologen John Wheeler oder dem Journalisten David Wheeler, der den Fall untersucht hat!] fuhr auch auf der Route 116, als er einem auf der Straße „liegenden“ UFO-Ei begegnete.
Man kann es sich schon denken, auch hier versagte die Technik! Das Ding illuminierte mit seinem Schein die Umgebung. Wheeler stieg aus dem Wagen, worauf das UFO abhob und verschwand. Die Illumination wurde von mehreren Zeugen mit der von Neonlicht verglichen!
✔ Unweit Levelland, 03-11-1957, 00h45 Ein Ronald Martin sah während der Fahrt am Himmel ein rotglühendes „Ei“, welches in einiger Entfernung vor ihm landete. Auch hier ging alles seinen gewohnten Gang: Technik aus, Fahrer verlässt sein Automobil, UFO fliegt davon, Technik wieder aktiv!
✔ Unweit Whitharral, Texas, 03-11-1957, ??h?? Ein Jose Alvarez rief bei der Polizei an [er landete bei Fowler, siehe oben!] und meldete ein UFO in Form eines Eies, welches über einem Baumwollfeld herumtollte. Da UFOs ihren „Traditionen“ folgen oder schlicht langweilig sind, versagte auch hier die Technik und ging wieder tadellos, nachdem das UFO verschwunden war!
Ich denke, spätestens hier wird dem Leser klar, wieso ich bei einem Interview angemerkt habe, dass das UFO-Phänomen in seinem Wesenskern auf stupider Wiederholung basiert! Vor allem bei den „Wellen“ gleicht ein Fall dem anderen. Man muss lediglich den Namen des Zeugen, den Ort und die Uhrzeit wechseln, der Rest verläuft nach dem gleichen Schema!
✔ Unweit Levelland, Texas, 03-11-1957, 01h15 Identischer Ablauf! Diesmal war es jedoch ein Truck, der nicht mehr weiterkonnte. Der Fahrer stieg aus, das zuvor gelandete UFO flog davon. Die Form des Objektes wurde nicht angegeben, aber es wird wieder ein „Ei“ gewesen sein. Hinweis des Beobachters auf „Neonlicht“!
✔ Unweit Levelland, Texas, 03-11-1957, 01h30 Diesmal beobachtete der für Levelland zuständige Sheriff Clem einen „Lichtstreifen“ am Himmel, als er sich, gefolgt von einem Kollegen (später erfahren wir, dass es drei waren), auf der Oklahoma Flat Road befand. Beobachtet wurde also (angeblich) nur der schnelle Vorbeiflug von „etwas“ am Himmel. Auf das Thema kommen wir noch zurück!
Hinter Clem fuhr Lee Roy Hargrove von der Texas Highway Patrol, die Namen der anderen Beamten scheinen im Buch nicht auf. Beide gaben ihren Bericht an die Air Force weiter und auch das FBI war involviert! Bis dahin waren Reporte von 14 Automobilisten eingegangen!
White Sands
Die Sichtungswelle verlief ziemlich typisch. Ein räumlich begrenztes Gebiet, ein enges Zeitfenster und das immer gleiche Verhalten der UFOs! Aber es gab ein interessantes Intermezzo in einem anderen Bundesstaat, in New Mexico! Genauer White Sands Proving Ground!
In der Zeit zwischen 02h30 & 03h00 hatten die beiden Soldaten Corporal Glenn H. Toy und PFC James E. Wilbanks eine interessante Beobachtung gemacht:
Die Männer schoben auf dem Militärgelände Wache, als ihnen am Himmel ein Licht auffiel, welches sich rasch dem Boden näherte. Das Ding sah aus wie ein Ei und hatte eine geschätzte Größe von 75 bis 100 Yards [1 Yard = 91,44 Zentimeter].
Es landete bei den Bunkeranlagen, schaltete sein Licht aus und rührte sich nicht mehr! Merkwürdig ist, dass die Wachen keinen Alarm schlugen oder, wenn sie es taten, keine Reaktion erfolgte! Es gab auf der Anlage offensichtlich auch keine Alarmsysteme, immerhin hatte man einen unidentifizierten Eindringling auf dem Gelände! Es geschah nichts!
Später wurde behauptet, die Soldaten hätten den Mond gesehen! Man erfährt im Buch nicht, welcher Art die Bunker dort waren; boten sie Platz für eiförmige „Wunderwaffen“, deren Einsatztauglichkeit gerade in Texas unter realen Bedingungen getestet worden war?
Aber es wird noch interessanter! 17 Stunden nach der Sichtung der Soldaten (wir erinnern uns, sie haben angeblich nur den Mond gesehen) waren zwei Techniker auf dem Areal unterwegs: Third Class [E4] Henry R. Barlow und Forest R. Oakes [die Namen der Zeugen sind wirklich der Hammer, Eichenwald?]!
Die beobachteten nun ein aufsteigendes Licht, wieder über der Bunkeranlage! Nach dem Start hielt es sich auf einer Höhe von 50 Fuß und flog rasch davon.
Nachdem die Sache an die Öffentlichkeit kam, beorderte man den Pressesprecher von White Sands, Bill Haggard [The Old Hag?], an die Front, um zu verkünden, dass der fliegende „Mond“ bzw. das fliegende Ei in keinem Zusammenhang mit der Anlage stehen würde!
Das kann man natürlich glauben oder nicht. Ein „Eindringling“, der sich über 17 Stunden unerkannt auf einer amerikanischen Militäranlage aufhalten kann? Eher unwahrscheinlich, vielmehr völlig unmöglich!
Nachlese
Bekanntlich werden UFO-Sichtungen oft erst nach Jahren oder Jahrzehnten interessant, wenn weitere Zeugen auspacken oder mehr Informationen vorliegen. Zu Levelland änderte sich die Lage nach der Pensionierung von Sheriff Clem:
Hatte er anfänglich angegeben, lediglich einen Lichtstreifen am Himmel beobachtet zu haben, äußerte er später, dass er das footballförmige UFO selber gesehen hat und mit ihm drei weitere Beamte!
Von seiner Witwe, seinen beiden Töchtern und einem Freund der Familie konnte man noch erfahren, dass er eine Nahbegegnung hatte, mit einem hellstrahlenden, lauten UFO, inklusive Motor- und Scheinwerferausfall! Er hatte dies 1957 jedoch nicht erzählt, da er vom FBI angehalten worden war zu schweigen!
Die Zahl der Zeugen muss bei über 100 gelegen haben, deren Aussagen aber nicht mehr aufgenommen wurden, was nicht erstaunlich ist bei einer so kleinen Polizeistation! Wir denken da an den wackeren Beamten Fowler, der immer brav ans Telefon gegangen ist, wenn erneut Beobachter angeläutet haben, war kein fauler Fowler! Die Namen machen mich fertig!
Daneben weiß man heute, dass es zumindest zwei „Spurenfälle“ gegeben hat, mit versengten, kreisförmigen Stellen im Gras! Abschließend berichtet Randle, dass UFO-Berichte mit so drastischen EM-Effekten wie in Levelland heute Mangelware sind, und führt dies darauf zurück, dass sich die Technik der Aliens weiterentwickelt haben könnte!
Wobei ich persönlich eher vermute, dass die „schwarzen“, nichtöffentlichen Projekte der USA einfach ein Upgrade erhalten haben! Interessant ist in der Hinsicht auch der Zamora-Fall mit seinen ganzen Seltsamkeiten!ʬ
