Eines der Bücher, die ich derzeit lese, ist Alien Animals von Janet & Colin Bord. Erworben habe ich es eigentlich wegen der Kapitel über Bigfoot bzw. den Yeti, doch finden sich auch interessante Hintergrundinformationen zu „Seeungeheuern“.
Nessie etwa, der Langzeitbewohner von Loch Ness, wurde rund 10.000 Mal berichtet. Man geht davon aus, dass rund 1.000 Berichte nicht identifiziert werden können. Das Verhalten dieser Kreaturen bzw. deren Erscheinen ist kurios.
In Irland etwa tauchen sie in Seen auf, die viel zu klein sind, um sich darin zu verstecken. Erwähnt wird beispielsweise eine Sichtung in Lough Nahooin. Bei der anschließenden Suche verwendete man sogar ein Netz – allerdings verfing sich darin nichts.
Im Lake Elsinore, Kalifornien, wird ebenfalls immer wieder ein Kryptid beobachtet. Dabei trocknete der See in der Vergangenheit jedoch mehrfach aus, ohne dass je ein Kadaver gefunden wurde. Folglich vermuten die Autoren, dass diese Kreaturen nicht aus Fleisch und Blut bestehen, sondern etwas ganz und gar anderes sind!
Nessie und EM-Effekte
Im Buch kann man noch erfahren, dass sich Nessie im Zeitfenster von 1879 bis 1963 in 17 Fällen über Land bewegt haben soll – der Nessieologe Roy Mackal hat die entsprechenden Berichte zusammengetragen.
Kurios ist, dass zahlreiche Expeditionen und Forschungsunternehmen am Loch Ness unter unerklärlichen technischen Problemen zu leiden hatten. Kameraausrüstung versagte, Sonargeräte arbeiteten nur eingeschränkt, und auch sonst wirkte das Umfeld auf die Technik abschreckend – bis hin zu Bootsmotoren, die den Geist aufgaben.
Das erinnert mich an das Kornkreis-Phänomen, bei dem vergleichbare EM-Effekte ebenfalls aufgetreten sind!
Synchronizität & Paranauten
In THE VAN METER VISITOR von Lewis & Voss & Nelson findet sich eine interessante Anekdote zum Thema Synchronizität & Paranauten. Die Ermittler waren im Staat Wisconsin unterwegs, um Berichten über ein „Seemonster“ nachzugehen.
Dabei fiel ihnen die Besonderheit auf, dass an allen ihren Stopps (etwa in Hotels, Tankstellen, Lokalen, Buchgeschäften usw.) Musik der Gruppe Sting gespielt wurde, wobei es keinen besonderen Grund dafür gab (man recherchierte nach und stellte fest, dass weder ein neues Album erschienen war, noch eine Tournee anstand, ein Preis gewonnen wurde etc.).
Nachdem man einen Tag auf dem See verbracht hatte, vom Monster war nichts zu sehen, machte man einen Verpflegungsstopp an einer Tankstelle. Wie zu erwarten, wurde ein Stück von Sting gespielt, interessant war jedoch der Text, der zu hören war: „Many miles away – Something crawls to the surface – Of a dark Scottish loch“. Eine klare Anspielung auf das „Ungeheuer“ von Loch Ness (Nessie)! Das Stück hieß denn auch “Synchronicity II“!
Nessies Periskop
Bei meinem CROPfm-Interview zum Thema Nessie hatte ich u. a. auch auf kuriose Fälle hingewiesen, in denen Zeugen stangen- bzw. pfostenartige schwarze Strukturen im See beobachtet hatten.
Diese ragten oft über mehrere Meter hinweg aus dem Wasser und sahen nicht sehr „biologisch“ aus. In zwei Fällen wurden diese auch fotografiert und medial verbreitet.
Ein ganz ähnliches Phänomen scheint es auch in England zu geben, wie Craig Bryant in seinem unlesenswerten Buch The Black Monks of Accrington berichtet. Die Sichtung trug sich 1938 an der Morecambe Bay zu.
Die Zeitung Liverpool Echo veröffentlichte die Aussagen einiger Fischer, die ein Objekt aus dem Wasser ragen sahen, das wirkte wie ein schwarzer Pfosten. Dieser war 8 bis 9 Fuß lang, also zwischen 240 und 270 cm!
Das Ding stieß in voller Länge dreimal aus dem Wasser heraus, um dann zu verschwinden. Die Ähnlichkeit in Farbe und Länge zu den Beschreibungen aus Loch Ness ist interessant – verbrachte Nessie einen Kurzurlaub im Süden?
UFO trifft Nessie
Am 16. August 1971 war der schwedische Schriftsteller Jan-Ove Sundberg am Loch Ness. Beim Rückweg am Abend beschloss er, eine Abkürzung durch den Wald zu nehmen. Dabei kam er jedoch vom Weg ab. Als er zwischen den Bäumen weiterging, stieß er plötzlich auf eine „höchst seltsame Maschine“, ungefähr 200 bis 250 Fuß von ihm entfernt:
Sie war 35 Fuß lang, grau-schwarz und sah aus wie eine überdimensionale Zigarre. Die Ufonauten/Männer, so behauptete Sundberg später, kamen aus dem Gebüsch hervor. Sie trugen Tauchanzüge und Helme. Sundberg hielt sie zunächst für Techniker vom nahe gelegenen Elektrizitätswerk. Doch sollte er seine Meinung bald ändern.
Wen er da vor sich sah, merkte er, waren keine Elektriker, sondern viel mehr UFO-Insassen. Nach ein paar Minuten kletterten die Wesen durch eine Luke oben an ihrem Raumschiff an Bord, das UFO erhob sich 40 oder 50 Fuß vom Boden und schoss dann davon!ʬ [Quelle: Charles Berlitz, Die größten Rätsel und Geheimnisse unserer Welt, Knaur Verlag, München 1989, Seite 518f.]

