Das Buch „Grundlagen der Parapsychologie“ enthält Beiträge des deutschen Parapsychologen Albert Freiherr von Schrenck-Notzing, die seinerzeit in diversen Fachmagazinen veröffentlicht worden sind.
Es erschien erstmals 1962, mir liegt ein Reprint vor. Das Buch enthält aufschlussreiche Beiträge über Medien, Poltergeister und Spuk, die der Autor im Rahmen eigener Ermittlungen untersucht hat, bzw. bezog er sich auf die Forschungsergebnisse von Fachkollegen.
Neu für mich war, dass ein Levitationsphänomen [Auf- und Abschweben von Gegenständen bei Séancen] nach dem Schriftsteller & Nobelpreisträger Thomas Mann benannt worden ist ~ „Thomas Mann’sches Phänomen“! Über die Manns und ihre Verbindung zum Paranormalen habe ich bereits zahlreiche Beiträge verfasst!
Experimente mit Telepathie haben ergeben, dass die besten Ergebnisse auftreten, wenn Hypnose zum Einsatz kam. Das dürfte auch für uns Ufologen von Interesse sein, ich denke da an Hypnose bei Abduction-Berichten!
Hypnose ist erstaunlich effektiv. Probanden, denen man suggeriert hat, dass gewisse anwesende Personen im Raum nicht mehr da sind, sahen diese tatsächlich nicht mehr. Hoben die „Unsichtbaren“ Gegenstände an, wirkten diese für die unter Hypnose Stehenden wie frei schwebend in der Luft!
Für rund 5 % der Probanden kann Hypnose wirklich gefährlich werden, da sie völlig in den hypnotischen Zustand versinken, ihren eigenen Willen so lange „abgeben“, zum Werkzeug werden und alle ihnen suggerierten Befehle ausführen! Im Buch finden sich einige Beispiele.
Man kann davon ausgehen, dass Geheimdienste unserer Zeit auf diesen Aspekt auch schon aufmerksam geworden sind! Die besten Medien vergeuden ihre Zeit nicht damit, Wissenschaftler von ihren Fähigkeiten zu überzeugen. Sie gehen in die Wirtschaft!
Ein Dr. Reese aus Breslau wurde als „paranormaler“ Ölsucher in den USA zum Millionär. So ähnlich verhält es sich wahrscheinlich auch mit den „modernen“ Remote Viewern. Die besten ihres Fachs sind im Staatsdienst, in der Wirtschaft oder verdienen sich ihr Geld an der Börse. Wer nichts oder nur sehr wenig kann, versucht mit YouTube-Videos und überteuerten Seminaren sein Glück!
Übersinnliche Fähigkeiten treten oft nach traumatischen Erfahrungen auf; gemeint ist jener Personenkreis, der zuvor noch nie über solch „wilde Talente“ verfügt hat.
Zwar weist der Autor in seinen Berichten auf Lichterscheinungen [Uforbs] bei Spuk und Poltergeistern hin, scheint in diesen jedoch nicht die Verursacher der Phänomene erkennen zu können.
Medien erzielen ihre besten Ergebnisse bei zunehmendem Mond, bei Vollmond ist ihr Leistungs-„Peak“ erreicht! Kurioserweise trifft das auch für Spuk und Poltergeister zu: Je rundlicher Lunat, umso dramatischer die Effekte!
Bei „Sehern“ [=Irlmaier] wurde das gleiche Phänomen beobachtet! Ein Fall in dem Buch hat meine Aufmerksamkeit ganz besonders auf sich gezogen:
1927: Elektro-MIB & Poltergeist
1927 kam es in einer Münchner Wohnung in der Augustenstraße zu den üblichen Poltergeisterscheinungen: Gebrauchsgegenstände flogen durch die Luft bzw. verschwanden und tauchten im Haushalt an den verrücktesten Stellen wieder auf; es wurde geklopft, gepoltert und gekracht.
Neben der Wohnungseignerin lebten dort noch ein Dienstmädchen und ein Student zur Untermiete. Am 15. Januar, gegen 14 Uhr, läutete es an der Wohnungstür.
Das Dienstmädchen öffnete und erblickte vor sich einen zwei Meter großen Mann mit dunkelblauem Hut und schwarzem Mantel.
Dieser fragte nach einer im Hause nicht mehr befindlichen Angestellten. Danach forderte er sie auf, sofort mit ihm ins Theater zu gehen! Sie weigerte sich und schloss die Tür. Es wurde wieder geläutet.
Diesmal öffnete der Student, doch war niemand zu sehen. In der Wohnung konnte man am Klang hören, ob an der Haustür „unten“ oder an der Wohnungstür „oben“ geläutet wurde.
Das Dienstmädchen ging ins Treppenhaus in Richtung Haustür, um diese abzuschließen. Dabei begegnete sie dem Mann, der nach ihr griff und ihr einen elektrischen Schlag verpasste. Sie flüchtete sich zurück in die Wohnung.
Von da an bis zum nächsten Morgen, als die Polizei geholt wurde, pochte, schlug und trommelte jemand an die Tür, hörte damit wieder auf, um etwas später von Neuem zu beginnen – über 30-mal in dieser Nacht! Es wurde auch Sturm geläutet, dem Klang nach an der Wohnungstür, zu sehen war aber niemand!
Als die Polizei am „Tatort“ erschien, ging der Spuk weiter. Die Aktivitäten an der Tür waren zu hören, ebenso der Poltergeist in der Wohnung – der Verursacher ließ sich von der Staatsmacht nicht einschüchtern!
Schrenck-Notzing, seine Sekretärin und ein befreundeter Autor waren ebenfalls zu Gast und konnten zumindest die Poltergeistaktivitäten verfolgen; an der Tür herrschte nun endlich Ruhe!
Obwohl die Effekte von mehreren Zeugen beobachtet worden sind [Wohnungseignerin, Student, zwei Polizisten, Schrenck-Notzing mit zwei Begleitern], hielten die Beamten das Dienstmädchen für die Verursacherin, obwohl der Spuk auch tobte, wenn sie nicht in der Wohnung war!
Unter dem Druck des Verhörs gestand die 18-Jährige den „Schwindel“, widerrief aber sofort wieder, worauf sie zur „Strafe“ kurz in die Psychiatrie befördert wurde!
Die junge Frau war weder zuvor noch danach psychisch auffällig gewesen. Natürlich wurde sie umgehend als gesund entlassen. An sich ein Justizskandal.
Men in Black tauchen nicht nur im Ufokontext auf, sondern auch bei anderen anomalistischen Phänomenen. Wer möchte, kann dies unter dem passenden Tag {mibs}unten nachlesen!
Das Hausmädchen gab übrigens an, dass sie in den Tagen der Poltergeistaktivität auf der Straße mehrfach von einem bizarren Unbekannten angesprochen wurde, der ihr Heiratsanträge machte. Er war wohl nicht mit dem 2-Meter-Mann identisch. Unklar bleibt, ob er ein „normaler“ Spinner war oder einer aus dem Superspektrum!
DENN sowohl der „Hochzeiter“ als auch der „Riese“ erschienen genau in der „Polterzeit“, weder davor noch danach! Das abstruse Verhalten des „Duo Infernale“ passt recht gut zu anderen überlieferten bizarren Facetten der MIBs!
MEIN Resümee:
Das Buch ist ausgesprochen spannend und auch für jene interessant, die sich bisher nicht näher mit Parapsychologie beschäftigt haben! Für mich das Buch des Jahres 1962!ʬ

