„Der Berliner Polizeipräsident Graf Helldorf überliefert die Geschichte, wonach Hitler 1932 dem Hellseher Jan Erik Hanussen versprach, eine Hochschule zum Studium der parapsychologischen Phänomene einzurichten.
Tatsächlich wurde später im Rahmen des SS-Forschungsamtes Ahnenerbe von Himmler persönlich eine Spezialabteilung zur Erforschung des Übernatürlichen installiert“.
[Guru Hitler, E. R. Carmin, S. 177]
Im Mai 1940 wandte Heinrich Himmler sich an Walther Wüst, den Leiter des Ahnenerbes, mit der Bitte, dieser solle „doch einmal nachforschen, wo überall in der nordgermanischen arischen Kulturwelt der Begriff des Blitzstrahles, des Donnerkeils, des Thorhammers, oder des fliegenden oder geworfenen Hammers auftritt, weiter, wo bei Skulpturen der Gott mit einem kleinen Faustkeil in der Hand, aus dem Blitze hervorzucken, abgebildet ist“.
Er forderte ihn auf, alle derartigen „bildlichen, skulptürlichen, schriftlichen und sagenmäßigen Anhaltspunkte“ zu sammeln, da er der Überzeugung sei, dass es sich hier „nicht um den natürlichen Donner und Blitz handelt, sondern dass es sich um ein frühes, hochentwickeltes Kriegswerkzeug unserer Vorfahren, das selbstverständlich nur im Besitze weniger, nämlich der Asen, der Götter war und das eine unerhörte Kenntnis der Elektrizität voraussetze, handelte“.
Die letzte Bemerkung über die Elektrizität deutet darauf hin, dass Himmler glaubte, diese Waffe habe es tatsächlich gegeben und sie habe sich wirklich in der Hand von Göttern oder gottähnlichen Wesen befunden.
[Peter Longerich, Heinrich Himmler Biographie, Siedler Verlag, Seite 276].
In dem Zusammenhang ist auch interessant, dass Himmler ein eifriger Leser der indischen Bhagavad Gita war, in der u. a. auch Vimanas thematisiert worden sind.
Von daher kann es durchaus sein, dass man in der SS die historischen Hinweise auf Luft- und Raumfahrt ernst nahm und ggf. durch diese zu eigenen Kreationen angespornt wurde.
Man denke hier etwa an die „Glocke“, ein SS-Projekt, welches sich rein zufällig auch mittels eines Quecksilberantriebes (laut Henry Monteith von den Sandia Laboratories ist Quecksilber in gasförmigem Zustand ein hocheffektives Turbinentreibmittel!) fortbewegt haben soll, ganz ähnlich wie die genannten Vimanas.
Überhaupt ist nur recht wenig über die „okkulten“ Expeditionen und Forschungen des Dritten Reiches bekannt. Unlängst wurden Unterlagen des MI6 in Großbritannien veröffentlicht, die ein neues Licht auf das Thema geworfen haben. MI6 ist der britische Auslandsgeheimdienst, wenn man so will das Gegenstück zur CIA der USA. Die Unterlagen wurden in den 1950er-Jahren erstellt.
Aus diesen geht hervor, dass es eine (?) deutsche Expedition zum Ararat gegeben hat, um dort die „Arche Noah“ zu finden, dies von Mitte 1944 bis 1945, einer Zeit also, in der man eigentlich ganz andere Probleme hatte. Dabei soll es sich um zwei Ballonmissionen gehandelt haben. Angeblich waren diese jedoch erfolglos. Angeblich, weil ein ehemaliger Mitarbeiter der Smithsonian Institution in Washington D.C. namens David Duckworth geplaudert hatte.
Im Institut seien mehrere Holzkisten angeliefert worden, in denen sich altes Holz und Werkzeug befand. Auch Bilder vom Ararat waren dabei, die eine verdächtige Struktur zeigten, die offenbar von einem Ballon aus aufgenommen wurde. Diese Struktur sei bootartig geformt gewesen und von Eis bedeckt. Das angelieferte Material stamme folglich von der Arche. Was später damit geschah, ist unbekannt.
Interessant ist jedoch, dass sich auch die CIA mit der Arche beschäftigte (das ergeben Unterlagen, die im Rahmen des Freedom of Information Act herauskamen) und 1957 eine Mission mit dem U-2-Spionageflugzeug gestartet wurde, um das Gebirge zu fotografieren!ʬ
In „Schreiben für die Freiheit“, meiner U-Bahn-Lektüre im Pandemiemonat März des Pandemiejahres 2020, fand sich ein interessanter Hinweis zum Thema! Autor Sebastian Haffner schrieb hierzu Anfang der 1940er-Jahre:
„Die Waffen-SS ist heute eine komplette, aus allen möglichen Spezialeinheiten bestehende Armee und will es sogar zur zweiten Wehrmacht bringen, indem sie eine eigene SS-Luftwaffe aufbaut. Dazu haben kürzlich Gespräche zwischen Himmler und Göring stattgefunden, deren Ergebnisse jedoch nicht bekannt sind.“
Wenn man sich die „präastronautischen“ und okkulten Interessen des Reichsführers SS ansieht und dessen Überzeugung, dass sich längst Vergangenes tatsächlich ereignet hat und nicht nur Mythos und Legende war, kann man sich durchaus vorstellen, dass Himmler nicht an konventionellen Fluggerätschaften gelegen gewesen sein kann.
Wahrscheinlich wird er da eher Unkonventionelles im Sinne gehabt haben, vor allem als Leser der Bhagavad Gita mit ihren Vimanas! Himmler dachte auch sonst nicht in Legislaturperioden. So war ihm selbst die Aussicht auf ein (nur) tausendjähriges Reich zu eng gesteckt. Er wollte weiter hinaus und die Evolution des Menschen steuern:
„Während Hitler bescheiden vom Beginn eines Tausendjährigen Reiches spricht, behauptete Himmler […] er lege die Grundmauern für eine Weltordnung, die zwanzig- bis dreißigtausend Jahre Bestand haben werde. ‚Die Menschheit’, sagte er, ‚befindet sich in einem Prozess des Wandels. In Zukunft wird es zwei Rassen von Menschen geben’. […]
Für ihn ist die SS nicht nur ein Machtinstrument, nicht nur eine herrschende Kaste, sondern auch der Grundstock einer neuen Rasse, ‚eine neue Gattung Mensch’, mit der es den Übermenschen zu züchten gilt.“ʬ