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06/08/26

🕯️🎞️
1642:
Laterna magica
@ Warwickshire

Das 17. Jahrhundert war ausgesprochen blutig. Während auf dem „Kontinent“ der 30-jährige Krieg tobte, entflammte auf den britischen Inseln, genauer in England, ein Bürgerkrieg. Flankiert wurden die Kriegshandlungen von zwei verschiedenen (?) Himmelsphänomenen, die hier wie dort berichtet wurden: 
Da war die Rede von „Meteoren“, „Kometen“ und anderen Erscheinungen, die ungewöhnlich oft über den Kriegsschauplätzen beobachtet worden sind und irgendwie an die Foo-Fighter des WW² erinnern!
Daneben verwandelte sich der Himmel gerne in eine Filmleinwand, auf der feindliche Heere oder Schiffe zu sehen waren, die sich gegenseitig bekämpften! Besonders hervorzuheben ist hier die Manifestation über Stralsund!
In „Ghosts of Warwickshire“ von Betty Smith fand ich einen weiteren Hinweis. Das Buch hatte ich eigentlich wegen der Uforbs von Burton Dassett erworben, dort jedoch zu den Phänomenen von 1923 keine weiteren Hinweise gefunden.
Versetzen wir uns nun in das Jahr 1642! Es ist kurz vor Weihnachten, und drei Schäfer sind abends mit ihren Herden in Edgehill unterwegs, wo erst am 23. Oktober die erste Schlacht des besagten Bürgerkrieges stattgefunden hat.
Die Aufmerksamkeit der Männer wird auf den Himmel gelenkt: Sie hören von oben kommenden Lärm, und ein intensives, kreisförmiges Licht blendet sie.
In diesem Licht, genauer in dessen Zentrum, erkannten sie die Schlachtszenen von Oktober, lebensnah und realistisch, mit Kriegsgeschrei und Pferdewiehern!
Währenddessen konnten sie sich nicht mehr bewegen und blieben ganze drei Stunden, wie zur Salzsäule erstarrt, stehen und verfolgten das Freilichtkino über sich!
Das Licht verblasste, der „Ton“ war aus, und die Männer konnten sich wieder bewegen. Das machten sie denn auch. Sie liefen in ihre Heimatstadt Kineton und gingen zu den Männern, die dort die Verwaltung stellten [im Text „Minister“].
Namentlich genannt werden Samuel Marshall und William Wood, denen die Schäfer von dem „Spectaculum“ berichteten.
Die Genannten und einige andere Personen machten sich in der folgenden Nacht auf den Weg und beobachteten am Ort des Geschehens haargenau den gleichen Vorgang, allerdings wird nicht erwähnt, ob auch sie für drei Stunden „gebannt“ worden sind.
Marshall und Wood müssen wirklich beeindruckt gewesen sein, denn sie begaben sich zum König nach Oxford und erzählten von den Vorgängen!
Nun sandte der König Colonel Lewis Kirk und die Captains Dudley und Wainman nach Edgehill; sie alle waren an den dortigen Kampfhandlungen beteiligt gewesen!
Erstaunlich ist, dass die Männer bestätigten, dass es sich bei den bewegten Bildern am Himmel tatsächlich um die realistische Wiedergabe des Kampfes gehandelt hat, da sie Kameraden und Gegner wiedererkannt hatten! Und genau dies schilderten sie auch dem König! 
Das Schauspiel wiederholte sich noch einige Male und veranlasste den Londoner Drucker Thomas Jackson zu einer Wiedergabe des „Wunders“ unter dem Titel „The New Yeare’s Wonder“!
In dieser Schreibung, laut Quelle! Ich habe die Abbildung im Internet nicht entdecken können; wer sie findet, möchte mich bitte kontaktieren unter retroanomalien@gmx.de!
Fassen wir zusammen:
Die drei Schäfer bemerken zuerst helles Licht am Himmel und nehmen Lärm wahr; sie können sich nicht mehr bewegen. Im Zentrum des Lichtes sah man Szenen der Schlacht, die authentisch waren. Dies wurde von Augenzeugen vor Ort bestätigt, die mitgekämpft haben.
Das „Intro“ des Ereignisses ist durch und durch ufologischer Natur (Licht vom Himmel, Lärm, Körperstarre bei den Zeugen), wobei unklar bleibt, welche „Botschaft“ dem aufgeführten „Film“ zukommt! 
Offensichtlich aber hat jemand die Schlacht „gefilmt“, wie auch immer, und dann für die Zeugen am Boden aufgeführt!
Oder die Ahnensimulation, in der wir leben, hatte einen technischen Fehler. Solche Fehler tauchen immer wieder auf – viel Aufregung um einen schlechten Programmierer?ʬ
1923: UFO(rb)s über Warwickshire
Mit sehr großer Aufmerksamkeit habe ich das „Büchlein“ [72 Seiten!] „The Lights Upon The Hills“ von Richard Rokeby [Ex-Soldat und jetzt Polizist] gelesen! Der Autor beschäftigt sich darin mit Lichterscheinungen/Uforbs, die 1923 Burton Dassett heimgesucht haben! Es begann im Dezember 1922 und endete im Februar 1923!
Quelle für die Ereignisse sind diverse Meldungen aus den Lokalzeitungen „The Banbury Guardian“ und „Banbury Gazette“!
In unserem Jahrhundert stieg auch die TIMES auf das Thema ein und brachte ihre eigenen Berichte aus jener Zeit als Retrospektive! Burton Dassett [heute Burton Dassett Hills Country Park] liegt in Warwickshire, England, und ist von Hügeln umgeben, die in der Geschichte eine wichtige Rolle spielen!
Die Lichter wurden damals für „Geister“ gehalten, heute würden wir sie wohl als „Raumschiffe“ interpretieren. Obwohl die Sichtungswelle im Dezember begann, sind eigentlich nur Reporte von Februar überliefert:
Ein Mann, der seinem Feierabend entgegenging, bemerkte die Lichter über den Hügeln der Stadt. Nachdem sich diese am Himmel ausgetobt hatten, verschwanden sie hinter einer nahen Kirche.
Die Farben der Lichter wurden während der Sichtungswelle oft als blau angegeben, vermischt mit rot. Dabei schwebten sie in der Gegend umher, besonders gerne über Büschen oder Bäumen! In einem Fall gab ein Zeuge an, im Licht eine menschliche Silhouette gesehen zu haben – ein CE³?
Ein George White beobachtete mit zwei Freunden die Lichter durch ein Fernglas. Als eines davon zwei der Männer überflog, konnten sie es „fühlen“. Leider wird dieser Aspekt nicht weiter erklärt!
Ein Reiter begegnete einem der Lichter, als dieses gerade dabei war, um einen Teich herum zu kreisen. Das Pferd ging bei dem Anblick durch!
Auf der westlichen Seite der Hügel befindet sich eine Bahnstrecke, die Birmingham und London verbindet! Ein Bahnmitarbeiter rief bei der Polizei an.
Den Beamten berichtete er, ein ovales Licht gesehen zu haben, welches in unmittelbarer Nähe zu ihm, auf einer Höhe von 2 Fuß über dem Boden, schwebte! Es zog dann in Richtung der Hügel davon!
Züge bzw. Gleise und Uforbs sind ein Evergreen der Ufologie!
Die Lichtkraft der Kugeln war ziemlich intensiv. Als ein Licht in der Nacht in einem Garten landete, illuminierte es das Haus dergestalt, dass ein Angestellter angab, man hätte bei der Helligkeit leicht ein Buch lesen können!
Eine unheimliche Begegnung der ganz besonderen Art hatte ein Motorradfahrer. Als dieser auf der Straße fuhr, kam ihm ein großer „fliegender Stern“ entgegen!
Während der „Biker“ noch bemüht war, seine Maschine aus der Gefahrenzone zu lenken, war das Licht plötzlich verschwunden. Uforbs fliegen, warum auch immer, sehr gerne Verkehrswege ab!
Eine junge Frau hatte die Lichter ebenfalls gesehen; diese flogen über den Hügeln auf und ab!
Wie bereits einleitend erwähnt, griff auch die TIMES das Thema im Februar 2003 auf:
Über den Feldern von Fenny Compton flogen die Lichter seinerzeit erratisch am Himmel entlang oder stillten ihre Neugier, wenn sie die Farmhäuser ins Ziel nahmen und an diesen herumzirkelten! Die TIMES gibt an, dass ganze Gruppen von Neugierigen als Zuschauer zugegen waren!
Resümee
Die Lichter zeigten ziemlich typisches Uforbs-Verhalten: Fliegen entlang einer Straße, das Interesse für Schienen, Ausleuchten von Zielen, die Nähe zu Wasser usw.
Weitere Informationen zum Thema sollen sich im Buch „Ghosts of Warwick Shire“ von Betty Smith finden! Ich habe es bestellt und bin gespannt auf den Inhalt! {P.S.: Siehe oben!}
Rokebys Buch war erfrischend – endlich einmal NEUE Informationen, wenn auch zu einem alten Thema! Ansonsten scheut man in der Ufologie ja die Recherche historischer Quellen und schreibt lieber bei anderen Ufologen ab!ʬ