Innerhalb der „Paraszene“, also jener „Gemeinde“, die sich mit ungewöhnlichen Phänomenen beschäftigt, gibt es in der Regel zwei Fraktionen: die „Gläubigen“, also diejenigen, die von der Existenz solcher Erscheinungen überzeugt sind, und die „Ungläubigen“, ergo die Skeptiker.
Jedoch scheint noch eine dritte Fraktion mitzuspielen – das amerikanische Militär. Im Zweiten Weltkrieg waren etwa die Philippinen von den Japanern besetzt. Als besonders wackere Widerstandskämpfer erwiesen sich die Huks, die sich zu den Hukbalahap zusammenschlossen.
Nachdem die Eindringlinge vertrieben waren, wollten die Rebellen auch die Staatsführung in Manila stürzen, was jedoch nicht im Sinne der Amerikaner war. Da man sich nicht unbedingt mit den Aufständischen bekriegen wollte, erfand Generalmajor Edward G. Lansdale eine andere Methode.
In der Rebellenregion kannte man den Mythos des Aswang, eines „Formwandlers“, der zumeist als Hund in Erscheinung treten sollte und sich von Menschenblut ernährte – so wollten es zumindest die einheimischen Überlieferungen.
Um den Hukbalahap Respekt einzuflößen, tötete man mit Spezialteams Einheimische und versetzte diesen mit entsprechendem „Handwerkszeug“ Halsverletzungen, die aussahen wie Vampirbisse. Man ließ die Leichen auf Bäumen ausbluten und drapierte sie in Rebellennähe, was seine Wirkung nicht verfehlte!
Ähnlichen „Hokuspokus“ veranstalteten auch die Briten in Italien, um deutschfreundliche Italiener einzuschüchtern. Der Erfinder dieser Finte war ein Mann namens Jasper Maskelyne, der sinnigerweise auch Zauberkünstler war.
Die Briten bauten eine zwölf Fuß große Vorrichtung, die den „Teufel“ darstellen sollte, die sich eigenständig (mit „Blitz und Donner“) fortbewegte und Funken schlug. Auch diese Psyop (Psychological Operation) zeigte bei der tiefkatholischen Bevölkerung Wirkung!
Diese frühen Erfolge veranlassten die amerikanische RAND Corporation, am 14. April 1950 eine Arbeit zu veröffentlichen, die den Titel „The Exploitation of Superstitions for Purposes of Psychological Warfare“ („Die Ausnutzung des Aberglaubens zum Zwecke der psychologischen Kriegsführung“) trug.
Diskutiert wurden dort verschiedene Beeinflussungsmethoden, etwa das Streuen von Gerüchten. So wurde etwa in der UdSSR verbreitet, dass bei Kämpfen amerikanischer Truppen oftmals Marienerscheinungen auftauchen würden – die Amerikaner seien also gottgesandt… (Nick Redfern / Geheimsache Monster / Kopp Verlag / S. 64ff)
Das Papier stammt von 1950, und man kann heute nur spekulieren, was heutzutage so alles fabriziert wird. Ich denke da zum Beispiel an die vielen „UFOs“, die den Iran heimsuchen, oder andere Aspekte des UFO-Phänomens wie „Entführungen“, auch bekannt als MILABS, oder das Chupa-Chupa-Phänomen in Brasilien.
Im Bundesstaat Pará, wo diese feindseligen „UFOs“ herumflogen, gab es zu jener Zeit nämlich eine kommunistische Guerilla und diverse Militäreinsätze, sowohl brasilianischer Truppen als auch amerikanischer „Berater“… Ein Schelm, wer Böses dabei denkt!ʬ
