Vor einer Weile hat mir mein Kollege Greg einen Link zukommen lassen, der auf eine Seite führte, auf der alle [bekannten] UFO-Abstürze aufgeführt waren. Es fanden sich dort über 100 Fälle. Natürlich ist klar, dass diese nicht immer auf „exotische“ Vehikel zurückgehen, aber ein bestimmter Prozentsatz durchaus.
Wenn man dann auch noch die diversen „Unfälle“ dazurechnet, ergibt sich, dass Ufonauten ihre fliegenden Untertassen offenbar nicht steuern können. Diese Frage wird in der Ufologie selbstverständlich nicht diskutiert: Wieso sind die Fremden so lausige Piloten, und wie schaffen sie es überhaupt, auf die Erde zu kommen?
In diesem Zusammenhang ist das Buch THE OTHER ROSWELL von Noe Torres und Ruben Uriarte von Bedeutung. Es geht darin um einen Vorfall, der sich 1955 im direkten Grenzgebiet von Texas (USA) zu Mexiko abspielte.
Involviert war der Air-Force-Pilot Robert Willingham. Während einer Übung [diverse F-86 Sabre Jets begleiteten B-47/52-Bomber] wurde von einem Radarfrühwarnsystem in Kanada namens DISTANT EARLY WARNING [DEW] ein „Eindringling“ gemeldet, der über die Achse Alaska / Kanada / USA in Richtung Mexiko flog.
Dieses Objekt zog in größerer Entfernung an dem Jet- und Bomberpulk vorbei. Dabei wirkte es wie ein sternförmiges, intensiv helles Licht, das sich mit einer geschätzten Geschwindigkeit von etwa 2.000 Meilen pro Stunde auf einer Höhe von rund 50.000 Fuß bewegte.
Die Radarüberwachung ergab, dass der Flugkörper abgestürzt war. Willingham erhielt die Erlaubnis, sich den Absturzort etwas genauer anzusehen, was er auch tat. Dieser befand sich auf mexikanischem Territorium, unweit der texanischen Stadt Langtry am Rio Grande.
Er überflog die Stelle und machte einen scheibenförmigen Flugkörper am Boden aus, der sich stellenweise zerlegt hatte und teilweise in einem Sandhaufen steckte. Da der Pilot nicht viel mehr tun konnte, kehrte er zu seinem Stützpunkt zurück, verließ die Anlage, mietete sich gemeinsam mit einem Bekannten eine Aeronca Champion und flog das besagte Areal abermals an – diesmal jedoch nicht im „dienstlichen“ Auftrag, sondern als „Privatvergnügen“.
Sie überflogen die Stelle, landeten und trafen vor Ort auf mexikanische Soldaten, die das Wrack abgesperrt hatten und – nach eigener Aussage – auf die Air Force warteten. Autor Torres vermutete, dass damit die Air-Force-Spezialeinheit „Operation Blue Fly“ gemeint sei, die immer ausrückte, wenn eigenes oder „fremdes“ Material vom Himmel stürzte und geborgen werden musste.
Nachdem am „Tatort“ nicht mehr viel zu machen war, kehrten die Männer um und flogen davon, wobei Willingham sich noch ein [noch heißes] Metallstück einsteckte, das vom Wrack stammte. Bei der nachfolgenden Besprechung am Luftwaffenstützpunkt am nächsten Tag wurde ihm nahegelegt zu schweigen.
Die Sache mit dem UFO-„Fundstück“ [silberfarben, Wabenstruktur, sehr leicht] gestaltete sich dann ziemlich bizarr. Willingham experimentierte daran herum und trug es anschließend treudoof zum „Marine Corps Metallurgy Laboratory“ in Hagerstown / Maryland. Dort gab er es zur Untersuchung ab – und es verschwand.
Sein Ansprechpartner dort verschwand ebenso, und selbstverständlich werden im Buch weder der Name der nebulösen bzw. flüchtigen Laborperson erwähnt, noch hatte der Pilot ein Foto des Fragments gemacht.
Da ich nicht glaube, dass jemand so dämlich sein kann, gibt es meiner Meinung nach nur zwei Erklärungen:
¹. Die Geschichte ist komplett erlogen.
². Der UFO-Crash hat sich ereignet, aber die Geschichte mit dem UFO-Metall ist erlogen, um sie ansprechender zu gestalten.
Gut, die Option ³ wäre, dass der Pilot tatsächlich nicht sehr intelligent war …
Dessen ungeachtet erinnert mich die UFO-Schrott-Affäre an den Socorro-Zwischenfall von 1964! Ob intelligent oder nicht: Jahre nach seinem Ausscheiden akquirierte ihn die Luftwaffe als BLUE BOOK-Mitarbeiter. Der UFO-Zeuge wurde also zum staatlich abgesegneten UFO-Informationssammler!
Seine Tätigkeit dort dauerte vier Jahre. Wird heute gerne vermittelt, dass BLUE BOOK lediglich aus einigen Mitarbeitern und einem Büro bestand, sieht die Wirklichkeit scheinbar etwas anders aus.
Willingham und seine Kollegen waren zumeist mit F-100 Super Sabre Jets in Südamerika [sic] unterwegs; gerade Venezuela, Argentinien und Chile werden als „Hotspots“ genannt. Offenbar waren die Piloten häufiger in Südamerika unterwegs als in ihrer Heimat.…
Autor Noe Torres kam übrigens auch auf den Flugscheiben-Gedanken, denn er zitierte den amerikanischen Forscher Richard Whitcomb. Dieser fand heraus, dass die USA Mitte der 1950er-Jahre 35 Projekte unterhielten, deren Zielsetzung die Konstruktion scheibenförmiger Flugkörper war! Kamen die Anregungen dazu aus Deutschland?
Daneben zitierte er auch einen CIA-Bericht von 1953, aus dem die Befürchtung hervorging, dass die UdSSR weiterentwickelte deutsche Flugscheiben in Syrien, Iran und Afrika testen würde – siehe Harass!
Ähnliche Projekte unterhielt auch die kanadische Luftwaffe; einer der Entwickler sei Deutscher gewesen, ein Dr. Richard Mehta. Diese Vehikel sollten bis zu 2.300 Meilen pro Stunde erreichen und Höhen von 80.000 Fuß!ʬ
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