@ Greg Fortunato | Aus dem Amerikanischen übersetzt von GROK
In einem bemerkenswerten Video-Interview mit Moderatorin Laurie Majka erzählt Aaron Green von seiner tiefgreifenden Nahtoderfahrung (NDE), die er bereits im Alter von sechs Jahren erlebte.
Diese Erfahrung offenbarte ihm nicht nur das Leben nach dem Tod, sondern auch die Herkunft der Seele, die Planung seiner Inkarnation und die spirituelle Ordnung des Universums.
Der 50-jährige Elektroingenieur, verheiratet und Vater von drei Kindern, schildert seine Erlebnisse mit einer Klarheit und Detailtiefe, die das Phänomen der Nahtoderfahrung in einem neuen Licht erscheinen lassen.
Der Vorfall: Das Verlassen des Körpers
Kurz vor seinem sechsten Geburtstag erlitt Aaron während eines Spiels im Garten einen Erstickungsanfall, der dazu führte, dass sein Bewusstsein seinen physischen Körper verließ. Er beschreibt den Moment als schockierend, aber auch erhellend:
„Ich sah meinen Körper zu Boden fallen und wusste sofort: Ich bin so viel mehr als nur diese physische Hülle.“
In einem intensiven Lebensrückblick („Life Review“) erlebte Aaron nicht nur seine eigenen Gefühle, sondern spürte auch, wie seine Handlungen andere beeinflussten – von der Liebe seiner Mutter bis zur Frustration seines Vaters. Dieser Moment war kein Urteil, sondern ein tiefes Verständnis für die Vernetzung aller Beziehungen im Leben.
Die Herkunft der Seele: Das „Meer aus Licht“
Aaron erinnert sich an seine Existenz vor der Geburt als kleine, leuchtende Kugel (Uforb) in einem unendlichen „Meer aus Licht“, umgeben von Tausenden anderer Seelen. Diese Wesen existierten in einem Zustand der Unreife, aber voller Freude.
Eine mächtige Entität, die er als Schöpfer oder Gott bezeichnet, erklärte ihm, dass Seelen auf die Erde und andere Planeten geschickt werden, um durch freien Willen Liebe, Mitgefühl und Integrität zu lernen.
„Freier Wille ist das Fundament der gesamten Schöpfung“, so Aaron. „Ohne ihn wäre alles sinnlos.“
Jede Seele sei absolut einzigartig und trage auf eine Weise zum Ganzen bei, die kein anderes Wesen ersetzen könne.
Die bewusste Planung des Lebens
Ein faszinierender Teil seiner Erfahrung war die Auswahl seines Lebensplans. Zwischen den Inkarnationen konnte Aaron sein zukünftiges Leben gemeinsam mit Geistführern gestalten:
Körperliche Merkmale und Intelligenz:
Er entschied sich gegen extreme Attraktivität oder überragende Intelligenz, da dies negative Konsequenzen wie Arroganz oder Einsamkeit mit sich gebracht hätte.
Karma und Ausgleich:
Er stimmte zu, in diesem Leben bestimmte Herausforderungen zu meistern, um Handlungen aus früheren Leben auszugleichen, darunter körperliche Verletzungen.
Vereinbarungen:
Begegnungen mit Menschen und bestimmten Situationen waren oft vorher geplant, um spirituelle Lektionen zu ermöglichen. Aaron beschreibt diesen Prozess nicht als Strafe, sondern als notwendigen Lernpfad zur spirituellen Befreiung.
Ebenen des Jenseits
Aaron schildert eine Vielzahl von Bereichen, die Seelen zwischen den Leben besuchen:
Dunkle Reiche:
Orte voller Hass, Konflikt und Chaos, die temporär sind. Sobald eine Seele den Wunsch verspürt, zu helfen statt zu schaden, wird sie in höhere Ebenen geführt.
Lichtstädte:
Wunderschöne, lichtdurchflutete Städte, in denen Seelen in unvorstellbarem Glück existieren.
Mittelalterliche Paradiesdörfer und transparente Städte aus Licht:
Jede Ebene ist eine Station im Lernprozess, wobei keine Seele für immer verloren geht. Er widerlegt dabei das populäre Bild der Erde als „Gefängnisplanet“:
„Es ist ein extrem effektives Gym. Du gehst freiwillig hinein, um in kurzer Zeit am meisten zu lernen. Schwierige Erfahrungen sind Gelegenheiten für Wachstum.“
Rückkehr und verborgene Erinnerung
Nach der Beantwortung seiner Fragen wurde Aaron zurück in seinen Körper geschickt. Sechs Monate später baten seine Geistführer telepathisch um Zustimmung, die Erinnerungen an die Erfahrung zu verbergen, damit er sein Leben ohne vorzeitige Beeinflussung durch spirituelles Wissen führen konnte.
Erst Jahrzehnte später kehrten diese Erinnerungen zurück, als er auf Artikel über Nahtoderfahrungen stieß. Die zentrale Botschaft Aaron sieht das Leben auf der Erde als ein „spirituelles Workout“.
Herausforderungen und Leid seien Chancen für Wachstum. Durch Akte des Dienens und Mitgefühls könne man die eigene spirituelle Entwicklung beschleunigen und letztlich zur vollständigen Einheit mit der Quelle zurückkehren.
Zu den wichtigsten Einsichten seines Berichts gehören: Jede Seele ist ein einzigartiger Teil der Schöpfung. Freier Wille ist essenziell für die spirituelle Entwicklung. Karma ist ein Buchhaltungssystem für spirituelles Wachstum, kein Strafsystem.
Niemand bleibt für immer in Dunkelheit oder Leid. Die Erde ist kein Gefängnis, sondern ein Ort intensiven Lernens und Wachstums.
Fazit
Aaron Greens Bericht zählt zu den kohärentesten und philosophisch tiefsten NDE-Erzählungen der letzten Jahre. Er verbindet klassische Elemente wie Licht, Liebe und Lebensrückblick mit präzisen Erinnerungen an die Zeit vor der Geburt und zwischen den Leben.
Das Interview liefert nicht nur Trost, sondern auch herausfordernde Denkanstöße für alle, die sich mit der Frage nach dem Sinn des Lebens, der Herkunft der Seele und der Funktionsweise von Karma beschäftigen.

