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06/08/26

🛸⚔️
Mirabilia mundi
Aliens & Bambule
auf der Sigiburg

Innerhalb der Ufologie ist die Schlacht an der Sigiburg [776], zwischen den auf der Burg befindlichen Soldaten Karls des Großen und den belagernden Sachsen, ein bekannter Vorfall im deutschsprachigen Raum. Auch wenn das Eingreifen zweier Flugscheiben nicht hinterfragt wird:
Weshalb potentielle Außerirdische in die Stammeskriege wilder Männer eingreifen sollten, ist unklar! Jedoch gehörten solche „Interventionen“ auch später noch zum militärischen Tagesgeschäft:
Im Blog habe ich über ähnliche Aktivitäten zu den Kreuzzügen bzw. zum Dreißigjährigen Krieg geschrieben! Offenbar ist es auf Zeta Reticuli nicht egal, wie das jeweilige Stahlgewitter auf der Erde ausgeht.
Ein interstellares Rätsel
Irgendwie merkwürdig; immerhin würden wir uns nicht an den Unartigkeiten zwischen zwei Ameisenvölkern beteiligen – weshalb mischen dann die Fremden bei uns mit?
Welche Beziehung haben sie zu uns und inwiefern profitieren sie, wenn eine Seite das Schlachtenglück für sich verbuchen kann? 
Ich war nicht wenig überrascht, in einem „ordentlichen“, nicht-anomalistischen Buch über Karl den Großen vom Autor Ernst W. Wies über die verfängliche Angelegenheit zu lesen.
Ufologische und historische Perspektiven
Für den Autor ist dies verfänglich, weil in seinem Studiengebiet plötzlich fliegende Untertassen Thema sind; für Ufologen ist es verfänglich, weil sie erklären müssen, was der himmlische Support wohl fachtheoretisch bedeuten mag.
Die Parteinahme der „Außerirdischen“ ausgerechnet für den großen Karl, immerhin 192 cm Körpergröße, ist erstaunlich, denn er hatte doch den Sachsenbaum Irminsul fällen lassen, dessen Name „Säule des Alls“ bedeutet!
Autor Wies über die fliegenden Untertassen
„Die Reichsannalen berichten, dass Gott selbst durch ein Wunder die Franken gerettet habe. Als die Sachsen, unterstützt durch Steinschleudern, zum Angriff gegen die Burg antraten, zeigte sich deutlich Gottes Herrlichkeit auf dem Dach der Kirche innerhalb dieses Lagers.
Man habe, sagt man, etwas wie zwei Schilde in roter Farbe flammen und sich über dieser Kirche bewegen sehen. Und als die Heiden dieses Zeichen sahen, gerieten sie sorgeich in Verwirrung und begannen in großem Entsetzen zu ihrem Lager zu fliehen, und die ganze Masse von ihnen, die in ihrer Angst einer vom anderen in die Flucht gerissen worden waren, töteten sich gegenseitig.
Denn wer aus irgendwelcher Furcht rückwärts blickte, der lief in die Speere jener hinein, die vor ihnen solche auf der Schulter trugen; andere wurden von gegenseitigen Stößen getroffen und so von Gottes Strafe ereilt.“
Eine kritische Bilanz
Diese „Waffenhilfe“ kam eigentlich der falschen Seite zu. Karl war nicht nur ein Massenmörder („Sachsenschlächter“), er führte auch in 46 unseligen Herrscherjahren lediglich um 790 und 807 keinen Krieg.
Überfälle auf Nachbarn und „interne Kriege“, um das geraubte Land von Aufständischen zu „säubern“, führten zu einem Dauerkriegszustand; das Land blutete aus und zerfiel kurz nach seinem Tod zu Scherben.
Was bleibt, ist die bereits weiter oben aufgeworfene „ufo-philosophische“ Frage, wieso eine technische Hochzivilisation einem blutrünstigen Barbaren beistand.
Dass die Untertassen da nur rein zufällig gerade über der Kirche rotierten, kann wohl nicht angenommen werden. Wie also profitierten die Aliens von Karls Sieg?ʬ