Dort hat übrigens das Sterben der Buchläden, zum Glück, noch nicht begonnen, sodass die vollen Läden für mich sehr erfreulich anzusehen waren.
Ähnliches ist mir auch in Nizza aufgefallen, wo selbst der kleinste Einzelhandel überleben darf, während wir hier in München ganze Straßenzüge mit gewerblichem Leerstand haben.
Offenbar haben die deutschen Käufer ihren Einzelhandel völlig fallen lassen und überweisen ihr Geld lieber nach China, während Schotten und Franzosen Treue zum lokalen Markt zeigen und Arbeitsplätze retten!
Das sind so Punkte, die einem auffallen, wenn man sich etwas in Europa umsieht – nicht als Tourist, sondern eher als Beobachter. Doch zurück zum Thema!
Der schottische Autor Alasdair Alpin MacGregor berichtet in seinem herrlichen „The Ghost Book“ von 1955 von einem Phänomen namens „Gaelghan“.
Es geht dabei um Kugellichter, die sich am liebsten über Wasseroberflächen bewegen und so ganze Seen durchqueren und dabei auch gerne Fischern zu nahe rücken. Überliefert sind Berichte vom Loch Rannoch oder Loch Tay.
Gaelghan hängt eng mit dem Wort Gael (für die gälische Kultur/Sprache) zusammen. Im alten schottischen Gälisch gibt es zudem Begriffe wie Geal (was „hell“, „weiß“ oder „leuchtend“ bedeutet) und Galan oder Gael-an (was historisch für Funken, Blitze oder eben meteorschöne Lichterscheinungen genutzt wurde).
Übersetzt man den Begriff im Kontext der alten Überlieferungen, bedeutet er schlicht „Das Licht der Gälsubstanz“ oder „Das Leuchten der Highlands“ – bezogen auf die geisterhaften Erscheinungen, die spezifisch für diese Region sind.
Die Lichter sind so groß wie Fußbälle und treten gelegentlich auch paarweise auf. Man identifiziert sie lokal mit Totenlichtern/Seelenlichtern, wie wir dies auch in Mitteleuropa kennen. Im Internet fand ich keinen Hinweis auf die Erscheinungen, was bei historischen Anomalien aber nicht ungewöhnlich ist.