Schon seit einigen Jahren herrscht innerhalb der CE4-Forschung eine große Verwunderung über den paranormalen Gehalt von UFO-Entführungserfahrungen:
So schildern Entführte als Sekundärphänomen neben Poltergeistern und dem Auftauchen Verstorbener auch immer wieder außerkörperliche Erfahrungen, während Menschen mit außerkörperlichen Erlebnissen UFO-Szenarien zu Protokoll geben.
Wir wollen an dieser Stelle drei Fälle mit solchen Überlappungen betrachten und überlegen, welche Bedeutung diese für die Forschung haben könnten.
Torwächter
Der amerikanische Autor und Lebenskünstler Timothy Wyllie erlebte nach intensiver Arbeit eine klassische außerkörperliche Erfahrung, als er sich zum Entspannen in die Badewanne legte. Dabei sah er zwei große, weiß gekleidete Lichtwesen, die neben ihm standen.
Seine Aufmerksamkeit wurde jedoch von einem gigantischen Bauwerk gefesselt, das er mit einer außergewöhnlichen, wunderschönen Ölbohrinsel verglich. Es schimmerte in Gold sowie Silber, zeigte an allen Ecken organisch integrierte Gesichter von Menschen und Tieren und befand sich in ständiger innerer Bewegung, während es selbst an Ort und Stelle verharrte.
Intuitive Wahrnehmungen verbanden diese Erscheinung mit der biblischen Vision des Ezechiel. Anschließend fand er sich in einem hellen Raum auf einer glatten, medizinischen Liege wieder, umgeben von dicht gedrängten Wesen, die ihm leise gut zusprachen.
Nach dem Anschließen an eine neuartige Apparatur durchfuhr ihn eine intensive Empfindung zwischen Schmerz und Schock, verbunden mit dem Eindruck, als würden seine gesamten Lebenssäfte in einem unendlichen Augenblick ausgetauscht und erneuert.
Wer hier vermutet, dass es sich um den Bericht einer klassischen Entführung durch Außerirdische handelt, irrt. Dass dieses Erlebnis im entkörperlichten Zustand einer UFO-Entführung gleicht, gehört zu den großen Rätseln dieses Phänomens.
Auch die beschriebenen Entitäten entsprechen dem typischen Erscheinungsbild von Humanoiden oder Ufonauten. Ein weiterer Fall zeigt signifikante Parallelen zum Besucherphänomen:
Joseph McMoneagle, ehemals Remote Viewer im Dienste der CIA, erlitt im Jahre 1985 einen Herzinfarkt. Während der Vorbereitung auf die Notoperation verließ er seinen Körper. Er nahm ein nahe gelegenes Licht wahr und bemerkte vier Wesen. Drei kleiner gestaltete Wesen befanden sich in seiner direkten Nähe, während ein deutlich größeres Wesen weiter entfernt stand. Die Kommunikation erfolgte rein mental über Gedankenimpulse.
Die Entitäten erklärten ihm, dass er sich an einem Ort des Wartens zur Erholung befinde und ein Weitergehen zum Licht diesmal nicht gestattet sei. Bei genauerer Betrachtung wirkten die drei kleineren Gestalten humanoid, jedoch ohne getrennte Finger oder Zehen, und schienen aus Millionen winziger Lichtpunkte innerhalb einer dunklen Silhouette zu bestehen.
Sie passten ihre äußere Erscheinung flexibel an, um Berührungsängste zu minimieren. Das vierte, wesentlich größere Wesen bestand aus grau-silbernen Farbtupfern mit einem regenbogenartigen Schimmer und beantwortete seine Fragen stets passend zu seinem Bezugsrahmen.
Das Erlebnis von Joseph McMoneagle offenbart abermals die Parallelen zum Besucherphänomen. Die äußere Form der Wesen, die telepathische Verständigung sowie das Verhaltensmuster der Entitäten entsprechen den typischen Vorstellungen von Kontakten mit Ufonauten.
Wie bereits erwähnt, gibt es eine ganze Reihe von Entführten, die außerkörperliche Erfahrungen bei UFO-Kontakten hatten. Der Testpsychologe Gerd Höchsmann stellte fest, dass rund 37,4 % der deutschen Entführten solche Erlebnisse vor, während oder nach der Entführung beschreiben.
Der sicherlich bekannteste Fall trat bei der Entführung von Betty Andreasson auf, der in den Werken von Raymond Fowler nachgelesen werden kann.
Eine 37-jährige Juristin berichtete mir von einer lebenslangen Auseinandersetzung mit paranormalen Phänomenen, die sie auf eigene, wiederkehrende Erfahrungen zurückführt. Diese Erlebnisse umfassen eine große Bandbreite von UFO-Sichtungen und Kontakten mit fremdartigen Wesen bis hin zu außerkörperlichen Erfahrungen, telepathischen Momenten und poltergeistartigen Ereignissen.
Die Berichterstatterin beschreibt ihre außerkörperlichen Zustände als eng mit einer externen Steuerung verknüpft. Vor dem Eintreten solcher Erlebnisse nimmt sie häufig Vorboten wahr, wie etwa flackerndes Licht, akustische Phänomene in ihrer Umgebung oder eine telepathisch empfangene Anweisung, sich hinzulegen.
Diesem Zwang zur Entspannung leistet sie meist nach, da Widerstand zwecklos erscheint. Der Austritt aus dem physischen Körper wird dabei als ein Vorgang beschrieben, der sich über den Solarplexus vollzieht.
Die Rückkehr in den Körper geht oft mit einer Phase rhythmischer Kontraktionen oder Zitterns im Bereich des Solarplexus einher, während der physische Körper phasenweise steif und kühl wirken kann.
In diesem Zustand nimmt die Verfasserin sich selbst und andere Wesen als leuchtende Erscheinungen wahr. Neben der Begegnung mit nicht-menschlichen Alienwesen macht sie die Erfahrung, dass sie selbst in diesem Zustand andere Menschen aufsuchen kann, ähnlich wie ein Unbekannter in der Nacht.
Sie spekuliert daher, dass sie und andere Menschen in diesen Momenten selbst als das wahrgenommen werden könnten, was man gemeinhin als Geist oder Alien bezeichnet. Abschließend vertritt sie die Ansicht, dass ein Großteil des gesamten Alien-Phänomens im feinstofflichen Bereich angesiedelt ist, auch wenn sie klassische, physische Entführungen nicht vollständig ausschließt.
Spekulationen
Bei der Betrachtung dieser Berichte stellt sich die Frage nach der passenden Interpretation. Es kann zum einen Zufall sein, dass außerkörperliche Erfahrungen und CE4-Erlebnisse in Teilen ähnlich ablaufen. In diesem Fall hätten beide Phänomene nichts miteinander zu tun und Betroffene wären mit zwei völlig unterschiedlichen Erscheinungen ohne Wechselwirkung konfrontiert.
Auch ein unbeabsichtigtes Auftreten außerkörperlicher Zustände während einer Entführung bleibt als reines Begleitphänomen denkbar. Die andere Möglichkeit schließt beide Phänomene ein und geht von einer direkten Verbindung zwischen UFO-Entführungen und außerkörperlichen Erfahrungen aus.
Das würde bedeuten, dass Entführungen sowohl auf physischer als auch auf feinstofflicher Ebene stattfinden können oder das gesamte UFO-Phänomen Teil eines weit umfassenderen Metaphänomens ist.
In diesem Fall läge ein durchweg paranormales Geschehen vor, was eine Abkehr von der klassischen Vorstellung erfordern würde, UFOs seien rein physische außerirdische Flugkörper!ʬ
Quellenangaben
Timothy Wyllie: Der Erfahrungsbericht stammt aus seinem Werk Delphine, Engel & Außerirdische, erschienen im Silberschnur Verlag.
Joseph McMoneagle: Die Schilderung seiner außerkörperlichen Erfahrung entstammt dem Buch Mind Trek, erschienen im Omega Verlag.
Gerd Höchsmann: Der statistische Wert von 37,4 % für das Auftreten außerkörperlicher Erfahrungen bei deutschen Entführten geht auf eine schriftliche Mitteilung (Telefax) des Testpsychologen an den Autor vom 5. Juni 1997 zurück.
Betty Andreasson / Raymond Fowler: Der Entführungsfall von Betty Andreasson sowie die dazugehörigen Untersuchungen sind in den Buchveröffentlichungen des UFO-Forschers Raymond Fowler dokumentiert.
Erfahrungsbericht der 37-jährigen Juristin: Dieser Fall beruht auf direkten Berichten und Dokumentationen, die dem Autor persönlich mitgeteilt wurden!ʬ

