Als Kind hatte ich das Schulfach „Heimat- und Sachkunde“ besonders gern, vor allem, weil es dort auch um die Historie des eigenen Wohnortes ging. Alles hat man uns dort aber wohl nicht erzählt.
2017 habe ich das Buch „Vom Vorstadtadel“ von Josef Brunninger optisch inhaliert – es geht darin um Stadtgeschichte und Stadtgeschichten von München. Auf Seite 36 kann man lesen:
„Man wollte auch, wenn es dort Mitternacht schlug, gesehen haben, wie zwölf graue Männlein mit Kapuzen auf dem Kopf den Giesinger Berg [=Giesing = ehemals Dorf, heute Stadtteil von München] heraufstiegen, um den Dorffriedhof herumgingen […]. Noch vor ein paar Jahrzehnten erinnerten sich alte Giesinger, dass der Giesinger Berg auch ‚Mandelberg‘ [=Männchenberg] hieß, doch die zwölf kleinen Männchen wurden schon lange nicht mehr gesehen.“
Der Giesinger Berg war früher so steil und schwer befahrbar, dass er als Unfallhotspot in München berühmt-berüchtigt war. Interessant, dass ausgerechnet dort kleine graue Gestalten mit Kapuzen ihr Unwesen trieben!ʬ

