Sehr geehrter Herr Raab,
zunächst vielen Dank für Ihre sehr umfangreiche Internetseite; bin seit einigen Tagen am Lesen. Zu Keels Theorie:
Diese Theorie, nämlich, daß sich Erwartungshaltung, bewußte und unbewußte Inhalte sich irgendwie durch eine andere Intelligenz manifestieren, ist von Stanislaw Lem, einem polnischen "utopischen" Autor, der auch Philosophie u. Theologie studiert hatte, in seinem Roman "Solaris" 1961, also vor Keel, thematisiert worden.
Meiner Meinung nach ist die utopische Literatur der soz. Staaten paradoxerweise wissenschaftlicher gewesen als die "Science Fiction" des Westens. Lem also bringt 1961 "Solaris" heraus, 1967 schreiben Sie, verabschiedet sich Keel von der "Extraterrestrier-Theorie", passt doch.
Wäre, glaube ich nicht das erste Mal daß die Amis was "klauen". Das merkt im Westen keiner, weils halt ausm Osten ist. Prä-Astronuatik in der DDR? Bitte Schön:
Günther Krupkat: "Als die Götter starben" (thematisiert die Erbauung der Terrasse von Baalbek durch Ausserirdische). In "Planet im Raum" findet sich die "Engellegende" von einem rumänischen Autor, dessen Namen ich vergessen habe.
Darin besiedelt ein Teil der Marsianer, die ihren Heimatplaneten wegen einer nahenden Katastrophe (Explosion des Planeten zwischen Mars und Jupiter) verlassen haben, die Erde, der andere Teil wählt lieber ein anderes Sonnensystem.
Sachen, über die heute Youtuber rätseln, wurden in der DDR schon lange abgehandelt. Erinnere mich noch an ein Gespräch mit einem Arbeitskollegen, der auch Kommunist war, über die Langohren auf der Osterinsel, er meinte wohl, daß es Außerirdische waren. Heute weiß kaum jemand, daß es überhaupt Kurz-und Langohren gab.
MfG,
F.
