Im Reigen der Marienerscheinungen, die ich bisher auf dem Blog beschrieben und dargestellt habe, sticht jene von Knock in Irland heraus. So gab es in dem Fall lediglich ein „stummes“ Bild ohne jede Interaktion zu sehen.
Paradoxerweise stammte der aufschlussreichste Sichtungsbericht von dem Zeugen, der am weitesten entfernt war und von seinem Standpunkt interessante Details ausmachen konnte!
Versetzen wir uns nun im Geiste in das Jahr 1879 zurück, in den Ort Knock bzw. Cnock, was auf Irisch übrigens „Hügel“ bedeutet! Dabei setzen wir voraus, dass die Angelegenheit kein Scherz der gälischen Hügelbewohner, der Feen war!
Am 21. August beobachteten über 20 Zeugen, von denen 15 ihre Beobachtung schriftlich fixierten, an der Giebelwand der lokalen Kirche eine plötzlich aufgetauchte, farbenprächtig, von innen heraus strahlende Figurengruppe.
Zu sehen waren zwei Männer und eine Frau in „biblischer Gewandung“ und ein Altar mit Lamm und Kreuz, letzteres von Engeln umkränzt. Die Frau wurde von den Cnockern als Jungfrau Maria identifiziert, die Männer hielt man für deren Gatten Josef und den Apostel und Evangelisten Johannes.
Die Figuren wirkten so real dreidimensional, dass einzelne Beobachter sie anfangs für Statuen hielten. Obwohl es sehr stark regnete und der Wind böig wehte, konnte händisch ertastet werden, dass der Boden unter der Erscheinung, die rund 60 cm Höhe schwebte, knochentrocken war.
Näherte man sich den Figuren, schienen sie zurückzuweichen, sie waren nicht materiell, ließen sich also nicht anfassen und sie interagierten weder untereinander noch mit den Bewohnern des Ortes.
Am ehesten könnte man sie heute wohl als Hologramm bezeichnen, wenn die wasserabweisende Wirkung nicht gewesen wäre. Wurde das „Wunder“ durch ein Kraftfeld möglich gemacht, welches vom Regen nicht durchbrochen werden konnte?
Tatsächlich wirkt das Ganze auf mich wie ein technischer Versuch, eine kosmische Generalprobe! Die Konfiguration währte über zwei Stunden, wobei ich in meiner Quelle keinen Hinweis darauf fand, wie sie verschwand.
Das hing wohl mit der Witterung zusammen, der Glaube musste vor der Nässe weichen. Der Autor meiner Quelle wies darauf hin, dass einzelne Phänomene auch 1880 beobachtet worden sind, ohne näher auf diesen Aspekt einzugehen.
Aufschlussreich hingegen sind die Hinweise auf Lichter, die über der Kirche schwebten und die, so vermute ich mal, hinter dem ganzen „Spuk“ steckten. Seien sie technischer Natur oder selbst Form intelligenter „Lebewesen“. Dazu der Zeuge Patrick Hill:
„Als wir so weit nach Südwesten gerannt waren, dass wir den Giebel sehen konnten, nahmen wir sofort die Lichter war; ein klares weißes Licht, das den größten Teil des Giebels einhüllte, vom Boden hinauf zu den Fenstern und höher. Es war solch ein Licht, das sich in der Helligkeit und in der Stellung veränderte. Manchmal war es weiter oben und dann wieder nicht so weit oben.“
Zeugin Mary McLoughlin sah über der Figurengruppe „ein helles Licht über ihnen“. Wie schon anfangs erwähnt, hatte der Zeuge, der am weitesten entfernt war, den besten Blick auf das Szenario.
Es war der Landwirt Patrick Walsh, und ihn trennte vom Geschehen eine halbe Meile. Da seine Aufmerksamkeit nicht von den Figuren abgelenkt war, konnte er sich mehr auf den Himmel und die Vorgänge dort konzentrieren:
„…sah ich ein sehr helles Licht am südlichen Giebelende der Kapelle. Es schien mir wie eine große Kugel goldenen Lichts. Ich dachte, ich habe noch nie zuvor ein so strahlendes Licht gesehen. Es erschien hoch oben in der Luft und um den Kapellengiebel herum, und es war rund in seiner Erscheinung. Es war ziemlich ortsfest und es schien den gleichen Glanz durch zu haben.“
Bei ChatGPT fragte ich nach, wie groß eine große Kugel am Himmel sein musste, um sie in einer Entfernung von einer halben Meile noch für eine große Kugel halten zu können. Die Antwort:
Wie groß muss eine Kugel am Himmel wirken? – Eine ChatGPT-Analyse: Im Artikel beschreibst du, dass der Zeuge Patrick Walsh aus einer halben Meile Entfernung, also etwa 805 Metern, eine „große Kugel goldenen Lichts“ am südlichen Giebel der Kapelle sah.
Die Frage lautet, wie groß ein Objekt sein müsste, damit es aus dieser Entfernung noch als große Kugel erscheint. Um das zu beantworten, betrachten wir den Sehwinkel, unter dem das menschliche Auge ein Objekt wahrnimmt.
Als grobe Orientierung gilt, dass ein Mensch Objekte ab etwa einer Bogenminute erkennen kann, während eine „große“ Erscheinung subjektiv etwa fünf Grad Sehwinkel einnimmt.
Mit dieser Annahme ergibt sich, dass die tatsächliche Größe des Objekts durch die Formel Objektgröße gleich Entfernung mal Tangens des Sehwinkels berechnet werden kann. Bei einem Sehwinkel von fünf Grad und einer Entfernung von 805 Metern ergibt dies eine Größe von rund 70 Metern im Durchmesser.
Das bedeutet, dass die Kugel, um aus dieser Entfernung noch als groß wahrgenommen zu werden, mindestens etwa 70 Meter groß gewesen sein müsste. Bei einem kleineren Sehwinkel, zum Beispiel zwei Grad, käme man noch auf etwa 28 Meter Durchmesser.
Dies zeigt, dass, wenn man die Zeugenaussage ernst nimmt, entweder ein physisches Objekt von beträchtlicher Größe vorhanden gewesen sein müsste oder ein optischer beziehungsweise atmosphärischer Effekt die Erscheinung stark vergrößert hat.
Die Berechnung wurde von mir, ChatGPT, durchgeführt, basierend auf gängigen Wahrnehmungs- und Perspektivannahmen.
Bemerkenswert ist, dass bei den späteren „Sonnenwundern“, etwa in Heroldsbach oder Fatima, ebenfalls von „Fern-Zeugen“ kugelförmige Flugkörper, parallel zur fest am Himmel fixierten und regungslosen Sonne, beobachtet worden sind. Für mich stellen sich zwei grundlegende Fragen, die ich zukünftig vielleicht einmal lösen kann:
✔ Welche Effekte gab es parallel zur „Marienerscheinung“ im Jahr 1879?
✔ Was spielte sich im Folgejahr 1880 ab und wieso gibt es dazu keine Aufzeichnungen?
Die Deutung der Erscheinung durch den Autor meiner Quelle, siehe unten, ist in unserem ufologischen Kontext wirklich spannend:
„Die himmlische Szenerie stellt das Pascha-Mysterium mit dem Lamm und dem Altar und der Gnadenvermittlerin an der Seite des Altars mit den Symbolen dar, die sie als Königin des Alls und Mittlerin vor Gott zeigen.“
Natürlich ist klar, dass die „Königin des Alls“ eine Transportkugel braucht, um durch den Äther ziehen zu können! Die Angelegenheit wird mich auch weiterhin beschäftigen!
P.S.: An der Stelle bedanke ich mich recht herzlich bei Leser Micha aus Dresden, der mir das Buch spendiert hat. Ohne ihn gäbe es den Artikel nicht!ʬ
