2015 habe ich das Buch „Pater Pio und die Wunder des Glaubens“ von Bernd Harder gelesen. Darin wird u. a. geschildert, wie Pio an seine „Wundmale“ bzw. Stigmata gekommen ist:
„Pater Pio empfing die Stigmata an Händen und Füßen am 20. September 1918 […] Am 5. August 1918 hörte er die Beichte eines kleinen Jungen, als er vor sich eine himmlische Gestalt erblickte. ‚Diese hielt in der Hand eine Art Werkzeug‘, berichtete Pio später. ‚Ähnlich einer langen Eisenlanze mit einer gut geschliffenen Spitze und es schien, dass aus dieser Spitze Feuer hervorkam. All das sehen und beobachten, wie besagte Persönlichkeit das Werkzeug mir mit aller Heftigkeit in die Seele stieß, war eins.‘“ (S. 47)
Religiöse Visionen und Ufonauten
Die Wechselwirkung zwischen Fremdentitäten und religiösen Manifestationen wird immer wieder beschrieben – man denke da nur an Hildegard von Bingen und andere! Solche „Seher“ gibt es aber auch noch heute:
„Der Stigmatiker Georgio Bongiovanni aus Ancona in Italien unterhält seit 1989 seine riesige Fan-Gemeinde gar mit wundersamen Geschichten von Ufos und zahlreichen Visionen, in denen er Jesus und die Gottesmutter in Fliegenden Untertassen sehe. Nach eigenem Bekunden meint Bongiovanni, ‚eine Mission erfüllen zu müssen und die Menschheit darauf vorzubereiten, dass die Apokalypse unmittelbar bevorsteht.‘ Er spricht von der ‚himmlischen Miliz‘, die den ‚göttlichen Kampf gegen die fehlgeleitete Menschheit‘ aufnehme. Diese Heerscharen hätte man früher als Engel bezeichnet, heute seien es ‚die Außerirdischen‘“.
Ufonauten als Warner vor dem Untergang kennen wir auch vom Abduction-Phänomen; dort gehören „Endzeitvisionen“ zum festen Inventar des Geschehens!
Bilokation und dunkle Vorzeichen
Doch zurück zu Pio. Dieser vermochte auch an zwei Orten gleichzeitig zu sein („Bilokation“), was nicht nur von seinen Fans und Anhängern geschildert worden ist, sondern auch von unabhängigen Zeugen. Interessant ist auch seine Begegnung mit einem schwarzen Phantomhund. Früher waren diese rabiaten Vierbeiner Sendboten des Teufels, heute tauchen sie gerne im Umfeld von paranormalen Aktivitäten und UFOs auf! Zitat Bernd Harder:
„Ganz zu Beginn seines Noviziats konnte Pater Pio eines Nachts nicht einschlafen. Als er Lärm in der von Frau Anastasio bewohnten Nachbarzelle hörte, beugte er sich zum Fenster hinaus, um zu sehen, was los sei. Plötzlich sah er auf dem Sims des Nachbarfensters einen riesigen schwarzen Hund, der ihn mit so wilden Augen ansah, dass der arme Bruder einen Schrei ausstieß und vor Entsetzen fast in Ohnmacht gefallen wäre. Das Monstrum machte einen Riesensatz, sprang auf das gegenüberliegende Dach und verschwand. Am nächsten Tag erfuhr Pio, dass sein Nachbar seit dem Vortag abwesend war. Die Geschichte wurde ruchbar, weil er sich in seiner Naivität in der ganzen Gegend nach diesem schrecklichen Hund erkundigte.“ ʬ
