Diese Rezension wird etwas umfangreicher ausfallen, da mich das Thema NESSIE wesentlich länger „verfolgt“ als Ufos & Co.! Auf Ufos kam ich mit etwa 8 Jahren, den ersten Besuch am Loch Ness stattete ich, mit meinen Eltern im Schlepptau, 1973, also mit etwa drei Jahren ab. Wobei mein Vater als Hobby-Historiker mehr an der Geschichte von Urquhart Castle interessiert war als an dem vermeintlichen Seeungeheuer!
Obwohl dieses durchaus auch ein Meeresungeheuer sein könnte, da Loch Ness über den Kaledonischen Kanal mit dem Meer verbunden ist.
Nessie müsste nur durch die Staustufen, bei einer Tiefe von rund 4 Metern könnte das klappen - allerdings ist die Durchquerung nicht kostenlos, ist Nessie liquid? ^^
Die Burganlage war Zentrum blutiger Kriege, Clanfehden und sonstiger Bluttaten und hat, wenn man das Areal auf Schusters Rappen durchquert, eine sehr merkwürdige Ausstrahlung, wobei mich die Landschaft schon immer mehr an Skandinavien erinnert hat als an UK, auch was das Licht anbetrifft!
Kindheitserinnerungen und Aleister Crowley
Auf den ersten Besuch folgten die kommenden Jahre weitere und ich kann mich noch recht gut daran erinnern, dass mich Dreikäsehoch scherzende Erwachsene fragten ob ich denn Angst vor Nessie habe. In breitesten Glaswegian verneinte ich natürlich und wies auf meinen Bodyguard STERLING hin – einen von vier Dobermännern die wir damals hatten.
Ich wusste zwar nicht was Nessie war, war mir aber bewusst dass STERLING das Monster zum Frühstück verputzen würde wenn es sich denn blicken ließe. Immerhin war ich dank STERLING und seinen drei Kumpeln wahrscheinlich das einzige Kind in ganz Glasgow, welches an die Älteren kein Schutzgeld zahlen musste, da wir immer nur als „Meute“ unterwegs waren.
Der Satanist aka Okkultist Aleister Crowley, der zeitweise am Loch Ness residiert hatte (er taucht auch auf diesem Blog immer wieder auf) interessierte meinen Vater ebenso. Er wird in dieser Ausführung auch noch öfters Erwähnung finden.
Nick Redfern lebt in Texas, ist Engländer und hat ein Buch zur Thematik verfasst, welches uns hier beschäftigen soll. Der Titel lautet, Nomen est omen, schlicht NESSIE, womit auch schon alles gesagt und geschrieben ist! Die öffentliche Wahrnehmung Nessies hat so wenig mit dem Phänomen und dem Areal zu tun, dass ich mir Zeit nehmen möchte die Zusammenhänge etwas ausführlicher zu behandeln.
Auch weil die Beschäftigung mit dem Thema mich in Raum und Zeit zurückversetzt, wieder verbindet mit meinem verstorbenen Vater, der mich stark in meiner intellektuellen Entwicklung und der Ausprägung historischer Interessen geprägt hat, mit der atemberaubenden Landschaft Schottlands und der unbeschreiblichen Atmosphäre!
Tellurische Kräfte und Kelpies
Die Vorfälle die sich dort abspielen sind letztlich nur dann zu verstehen, wenn man die tellurischen Kräfte mit einbezieht die dort herrschen!
Loch Ness befindet sich an einer geologischen Verwerfungszone die von Südwest gen Nordost verläuft und im Schnitt für 3 kleinere Erdbeben per Jahr sorgt! Wer erfahren möchte wie sich der OZ-Faktor anfühlt sollte nach Loch Ness fahren, alle anderen dürfen sich natürlich auch angesprochen finden!
Redfern outet sich schon ziemlich früh als Anhänger der „übernatürlichen“ Nessie-Hypothese. Dreh und Angelpunkt dafür sind „Kelpies“, „Wasserpferde“, Wesen die ihre Gestalt verändern können und deren Name sich auf das alte gälische „Calpa“ / Fährse zurückführen lässt!
Die These der schottischen Söldner wird von Zeichnungen in mittelalterlichen Handschriften gestützt, auf denen die wilden Männer Schilde trugen mit den Wappen ihrer „Auftraggeber“, von denen wir heute wissen dass sie Krieger aus dem Norden anwarben. Die Pikten waren als Kämpfer schon der Schrecken der Römer gewesen!
Der Nessieologe Roland Watson stellte fest dass rund 50 schottische Seen / Lochs Kelpie-Traditionen haben, wobei 43,6% der Überlieferungen – ja, so genau geht das! – auf Loch Ness entfallen! Der See ist also ein Para-Hotspot, schon immer gewesen!
Historische Sichtungen und Aleister Crowleys Boleskine House
1880 sank ein Schiff bei Fort Augustus am Kaledonischen Kanal. Einer der eingesetzten Taucher war Duncan McDonald.
In der Tiefe hatte er eine unheimliche Begegnung mit einem ziegengroßen „Frosch“ der ihn aus gewaltigen Rindsglotzen musterte, jedoch keine Anstalten machte ihm an die Taucherglocke zu gehen. McDonald schwamm an die Oberfläche und berichtete seinen Kollegen von dem Erlebnis!
Aleister Crowley zog 1899 in das Boleskine House welches unweit des Lochs liegt und eine finstere Geschichte hat. Auf dem Grund stand einst eine Kirche die abgebrannt war. Aus Aufzeichnungen geht hervor, dass die Betenden es nicht mehr heraus schafften und bei lebendigem Leibe geröstet wurden!
Boleskine verfügt über einen unterirdischen Verbindungsgang der zu einem Friedhof führt. Dort sollen sich Hexen, Schwarzmagier und ähnliche Klientel getummelt haben. Im Haus, welches in den 17hunderter Jahren erbaut worden ist, ging es, wenn wundert's, nicht mit rechten Dingen zu.
Auch nachdem Crowley ausgezogen war kam es dort immer wieder zu Selbstmorden, vor allem in dem Raum in dem der Satanist seine Beschwörungen getätigt hatte! Die negative Energie war so stark dass Crowley dort ein Portal (nach Keel ein „Fensterort“) gefunden zu haben glaubte. Hinzu kam dass er über Nymphen im Loch Ness schrieb, was an die alten Kelpie-Traditionen anschließt – beide sind Form-/Gestaltwandler!
Seton Gordon beschrieb in seinem Buch „A Highland Year“ einen Vorfall der sich 1912 oder 1913 auf Loch Ness abgespielt hatte. Ein Einwohner war mit seinem Boot auf dem See unterwegs, hatte es dann allerdings sehr eilig wieder auf trockenen Boden zu kommen. Dort berichtete er von einem „Biest“ welches sich aus dem Wasser erhoben und ihn erschreckt habe.
Dass zu der Zeit nicht mehr Berichte einliefen hing u. a. damit zusammen dass es lediglich eine Straße gab die um den See herumführte und dabei, wegen Bewuchs und die Sicht versperrende Hügel, kein direkter Blick auf den See möglich war, was sich erst in den frühen 1930gern ändern sollte.
Redfern berichtet von einem Zwischenfall in den Aleister Crowley involviert war, der sich jedoch nicht in Schottland abspielte. 1916 war er am Newfound Lake in New Hampshire, USA, als er am Himmel einen Feuerball bemerkte der ihn anflog und in seiner Nähe explodierte, worauf er einen elektrischen Schlag auf den rechten Arm erhielt. Ein Kugelblitz wäre eine mögliche Erklärung, aber auch dass sich Crowley die falschen „Freunde“ gesucht hatte und so gewarnt worden war.
Man ist sicher nicht verwundert dass solche Lichtkugeln auch in Loch Ness anzutreffen sind. Die Kombination aus „Uforbs“ und Kryptiden wird oft beschrieben, auch wenn es zumeist an Land „lebende“ Gestalten sind die damit in Zusammenhang gebracht werden!
Der Boom ab den 1930er Jahren
Bis 1931 gab es um das Loch nur die 1715 gebaute Wade´s Road bis eine neue Straße erbaut wurde die günstiger positioniert war und so mehr Nessie-Zeugen „produzierte“.
Im Februar 1932 beobachtete ein Postbote von der im Bau befindlichen Straße aus eine Kreatur von der Größe eines Bootes auf dem See.
Die neue Verkehrsverbindung sah Nessie offenbar als Einladung an.
Bekanntlich zieht es alle möglichen Paranauten auf die Straße, aus welchen Gründen auch immer. So kann es nicht verwundern dass der aus Kent stammende Leutnant McP Fordyce in Begleitung seiner Verlobten ein bizarres Wesen die Straße kreuzen sah.
Das Ding bewegte sich schwerfällig wie ein Elefant, sah aus wie eine Mischung aus Kamel und Pferd, mit den entsprechenden Höckern auf dem Rücken und einen langen Hals. Die Rückseite der Entität war grau und wild behaart.
Es bewegte sich dabei auf Beinen und wirkte eher wie ein Landtier und weniger als ein Wasserbewohner. Wobei dies bei einem Kelpie an sich keine Rolle spielt da eben jede nur erdenkliche Form angenommen werden kann!
Nessie ging am 14. April 1933 erstmals als Pressemeldung um die Welt! Angestoßen hatte die Angelegenheit Alex Campbell vom INVERNESS COURIER.
Er berichtete dort, anfänglich noch mit anonymisierten Namen der Zeugen, von einem Ehepaar welches von besagter neuer Straße aus ein gewaltiges, einem Wahl nicht unähnliches Geschöpf im See gesehen hatte.
Später outeten sich die Zeugen, es waren John Mackay und seine Frau, die ein Hotel in Drumnadrochit führten und berufsbedingt viel in der Gegend unterwegs waren. Daraufhin folgte ein Bericht dem anderen!
Am 7. Juni überflog ein Pilot Urquhart Castle und entdeckte im See eine 25 Fuß große, schwimmende Kreatur die ihn an einen Alligator erinnert hatte. Am 22. Juli 1933 machte sich Nessie abermals auf die neue Straße auszuprobieren!
Mr. & Mrs. Spicer sahen in einer Entfernung von etwa 600 Fuß ein „Ding, einem Baumstamm nicht unähnlich, die Straße queren. Wobei es sich bewegte wie ein Wurm. Die Zeugen hatten den Eindruck dass es etwas auf seinem Rücken trug oder eben einen gewachsenen „Aufsatz“ oder Buckel besaß!
Sechs Monate später war ein Student namens Arthur Grant mit seinem Motorrad unterwegs als seine Scheinwerfer etwas Großes auf der Straße ausmachten. Das „Tier“ hatte einen kleinen Kopf der auf einem länglichen Hals saß und es blockierte die Straße.
Angeleuchtet zu werden gefiel ihm offenbar nicht, so dass es Tempo machte und mit lautem Platschen in den See sprang. Die Größe schätzte der Zeuge auf etwa 20 Fuß.
Zwar ist das Bild populär Nessie würde aussehen wie ein Plesiosaurier, doch unterscheidet sich die Form der Entität von Bericht zu Bericht. Man kann lediglich sagen dass es groß und massig ist.
Am 12. November 1933 fotografierte ein Hugh Gray „etwas“ dass eher „technisch“ aussieht und sich knapp über der Wasseroberfläche zu befinden scheint. Die Deutung reicht von „Schildkröte“ bis hin zu einem Riesensalamander. Die Größe des „Artefaktes“ beträgt 20 bis 30 Fuß, was einen Labradoodle wohl ausschließt!
Im Film „Das Privatleben des Sherlock Holmes“ kommt the Mastermind – beziehungsweise der Meisterdetektiv – übrigens darauf dass das Monster ein getarntes U-Boot ist welches von der britischen Marine im Geheimen getestet wird.
Aufschlussreich sind die direkten Sonar-Ortungen in Loch Ness die darauf schließen lassen dass sich mehrere große Objekte im See tummeln.
Das Problem ist dass der See schon in ein paar Metern Tiefe dunkel wie die Nacht ist und Sichtungen „per Auge“ deshalb fast ausgeschlossen sind. An einem Taucher könnte eine ganze Herde Nessies vorbei schwimmen ohne dass er etwas davon mitbekommen würde!
Das Fischerboot RIVAL III und technische Anomalien
Im Dezember 1954 war das Fischerboot RIVAL III auf dem See unterwegs. Mittels Sonar stellte man fest dass man gerade verfolgt wurde. Über eine Entfernung von 2500 Fuß hatte man einen sehr großen Begleiter in einer Tiefe von ca. 480 Fuß.
Ich hatte schon mal in einem anderen Beitrag darauf hingewiesen dass das britisch-forteanische Autorenehepaar Janet & Colin Bord herausgefunden hatte dass es in bzw. auf Loch Ness sehr oft zu technischen Problemen auf Booten kommt, unabhängig davon ob „nur“ zum Fischen ausfahren wird oder eine Nessie-Expedition startet.
Der Nessieologe Ted Holiday konnte dies ergänzen. Bei Zeugeninterviews wurde ihm berichtet dass Fotografierversuche scheiterten weil entweder die Kameratechnik versagte, oder auf den Bildern nichts zu sehen war. So hatte Hugh Gray Nessie 4mal abgelichtet, jedoch war nur auf einem Foto etwas zu sehen.
Stellenweise tauchte Nessie auch kamerascheu ab wenn zum Fotoapparat gegriffen wurde! Nessie ist „elusive“ wie alle forteanischen oder keelianischen Phänomene!
Professor D. Tucker von der Universität von Birmingham stattete die Nessieologen vom LOCH NESS INVESTIGATION BUREAU mit einem neuen Sonargerät aus. Dieses nahm gleich mehrere Ziele auf.
Die waren um die 20 Fuß groß und bewegten sich von den höheren Stellen des Lochs zu den tieferen. Die angegebenen 20 Fuß tauchen immer wieder als Größenangabe auf, was etwa 6 Metern entsprechen würde!
Vollspektrum-Fremdartigkeit und schwedische Zeugen
Paraphänomene treten selten alleine in Erscheinung. In der Regel sind mehrere Anomalien parallel einher zugange, was natürlich auch für Loch Ness als „Fensterort“ gilt.
In solchen Fällen spricht man von „Full Spectrum High Strangeness“. Wobei das „Vollspektrum“ für die Bandbreite steht und die „höchste Fremdartigkeit“ für den „Gehalt“ die „Außergewöhnlichkeit“ oder die famose „Qualität“ der beobachteten Anomalien.
Am 13. August 1971 beobachtete der Zeuge Graham Snape ein rundes, purpurfarbenes UFO mit weißem Zentrum welches rasch über den Himmel zog. Es hatte einen geschätzten Durchmesser von 5 Fuß. Untersucht wurde der Fall von dem Nessieologen Ted Holiday.
Nur einen Tag darauf hatte der 23-jährige Schwede Jan-Ove Sundberg eine unheimliche Begegnung der dritten Art unweit des ersten Sichtungsortes.
Er bemerkte ein auf einer Lichtung gelandetes zigarrenförmiges, rund 30 Fuß langes UFO. Drei Gestalten mit „Taucheranzügen“ tauchten aus dem Unterholz auf, enterten das „Raumschiff“ und flogen davon. Während des Vorgangs fühlte sich Sundberg paralysiert und konnte sich nicht bewegen.
Zurück in Schweden wurde er von MIBs heimgesucht, Poltergeistern geplagt und anonymen Telefonanrufen bedrängt.
Jahrzehnte später wollte er Nessie mit einem Netz fangen und geriet dabei in eine Auseinandersetzung mit einem schottischen „Magier“, was fast in einen Faustkampf ausgeartet wäre. Die Schotten wollen Nessie eben behalten!
Boleskine House, Jimmy Page und Men In Black
Nachdem Aleister Crowley das Boleskine Haus verkauft hatte wechselte es mehrfach den Besitzer. Einige begingen Selbstmord. Der Musiker Jimmy Page von Led Zeppelin erwarb es ebenfalls. Er erwähnte die negative Energie des Anwesens und den Umstand dass er dort ein Geräusch hören würde das klang als ob etwas über den Boden rollt.
Ein Phänomen welches in „Geisterhäusern“ und ufologischen Manifestationen immer wieder erwähnt wird! Der Musiker erklärte sich diese akustischen Anomalien makaber mit dem Verdacht dass es wohl der Kopf eines Enthaupteten sei der unsichtbar seine Runden zog!
Tatsächlich gibt es viele Fälle in denen eine geisterhafte runde Kugel gesehen wird die eigendynamisch über den Boden rollt und spurlos verschwindet, siehe den TAG Schicksalskugel unten!
Begegnungen mit Men In Black sind keine Erfindung Hollywoods und sie hängen noch nicht einmal mit dem Ufophänomen zusammen.
Viele Okkultisten, Satanisten und „Schwarzmagier“, zeitgenössisch-gegenwärtiger und vergangener Epochen, beschrieben ähnliche Kontakte!
Der hier schon oft erwähnte Ted Holiday war eines Tages unterwegs am Loch Ness als ihm eine bizarre, in schwarzes „Plastik“ gekleidete Gestalt begegnete:
Erstaunlicherweise war Nessie auch das Ziel amerikanischer Remote Viewer die im Rahmen des Projektes STARGATE für CIA, DIA und andere Dienste ihre Fähigkeiten einsetzten. Aus den Protokollen geht hervor dass man ein Wesen geviewt hatte welches eine gewisse Ähnlichkeit mit einem Plesiosaurier aufwies. Aber, Nessie habe auch die Fähigkeit plötzlich zu verschwinden, sich in Nichts aufzulösen wie ein Geist!
Nick Redfern mag es von Thema zu Thema und Ort zu Ort zu springen. Da er dabei aber interessante Informationen liefert wollen wir nachsichtig sein!
George Price, ein ehemaliger Angehöriger der britischen Streitkräfte berichtete der Forscherin Merrily Harpur dass er 2002 auf Salisbury Plain / Stonehenge ein großes, affenartiges Wesen gesehen habe, einem Orang-Utan nicht unähnlich!
Tatsächlich haben Soldaten einer nahe gelegenen Militäranlage schon oft merkwürdige „Erscheinungen“ bei/unweit Stonehenge beobachtet!
In Loch Ness, auf Höhe von Lochend, wurden 1976 mittels Sonar zwei Steinkreise im Wasser entdeckt. Die eine Formation fand sich in einer Tiefe von 30 Fuß, die andere bei 7 Fuß.