Da dieser meine ‚alte’ Stelle übernahm, sei das Thema auch auf mich und – über Umwege – mein UFO-Interesse gekommen. Dieser neue Kollege – Berkay Y. – berichtete ihm daraufhin von einem eigenen, merkwürdigen Erlebnis, und so trafen wir uns zu dritt am 20.01.2009 in einem Lokal, um den Fall zu besprechen.
Der Vorfall ereignete sich 1980 oder 1981, Berkay war damals 13 bzw. 14 Jahre alt. Sein Vater Adem Y. arbeitete zu der Zeit als Hausmeister an einer Schule, die sich unweit der Theresienwiese in München befindet, und bewohnte dort mit seiner Familie eine Dienstwohnung.
Ein ‚Highlight’ dieses Hauses war das Flachdach – das nun jedoch nicht mehr besteht, da die Schule in den 1990igern umgebaut bzw. saniert wurde.
Dort wurden Familienfeste arrangiert, und bei entsprechenden Temperaturen konnte man auch gut übernachten, da der Verkehrslärm in der Höhe erträglich war.
Eines Nachts im Sommer, etwa Juli oder August, kampierte Berkay dort alleine. Neben einem Schlafsack hatte er auch einen ‚Walkman’ dabei und hörte Musik, während er den Sternenhimmel betrachtete.
Die Witterungsverhältnisse zu jener Zeit waren ausgezeichnet, und seine Augen hatten sich an die diffusen Lichtverhältnisse gewöhnt [geringes Streulicht von anderen Häusern und Leuchtquellen].
Nachdem er den Himmel gedankenverloren anstarrte, ereigneten sich auf einmal zwei Dinge gleichzeitig:
Zum einen erschien, ganz plötzlich wie ‚eingeschaltet’, im Sichtbereich direkt vor ihm ein Objekt, das am ehesten mit einem länglichen ‚Brett’ verglichen werden kann, das an seiner Unterseite diverse Lichter aufwies.
Ein zentrales, großes in der Mitte und an seinen Enden jeweils drei, die zu einem Dreieck angeordnet waren. Daneben zeichnete ein dünner, umlaufender, weißer ‚Lichtstreifen’ bzw. eine Umrandung die Silhouette des UFOs – das sich ihm ‚vertikal’, schmale Seite voraus, präsentierte – nach.
Gleichzeitig spielte der Walkman die Musik nicht mehr ordnungsgemäß ab; es schien fast, als hätten sich die Batterien entladen, so dass er das gerade gespielte Lied nur noch im Zeitlupentempo hören konnte.
Das UFO überflog ihn in relativ geringer Höhe – zumindest schien es ihm so. Er schätzte, dass es sich vielleicht 50 oder 60 Meter über dem Dach befand. Die Länge des UFOs schätzte er auf etwa 30 Meter.
Der ‚Überflug’ soll etwa eine Minute gedauert haben. Nachdem das – völlig lautlose und relativ langsame – Objekt außer Sicht war, spielte auch der Walkman wieder wie gehabt.
Berkay war so erschrocken, dass er wie hypnotisiert liegen blieb und nicht mehr nach dem UFO Ausschau hielt. Erst einige Minuten später sprang er wie von der Tarantel gestochen auf und blickte sich um, konnte jedoch nichts Ungewöhnliches mehr sehen.
Die folgenden Nächte verbrachte er ebenfalls auf dem Dach, bekam das Objekt aber nie wieder zu Gesicht.
Berkay Y. machte auf mich einen sehr glaubwürdigen Eindruck, und seine Schilderungen brachte er mit vielen Emotionen vor; selbst Jahrzehnte danach wühlte ihn das Erlebnis noch auf. Mir fällt zurzeit nicht ein, wie sich seine Sichtung mit einem natürlichen Stimulus erklären könnteʬ