Innerhalb der Ufo-Historie fallen zwei Sichtungswellen ganz besonders auf: Da haben wir etwa jene von 1991/93 in Mexiko, die zeitlich passend zu einer Sonnenfinsternis / „Tigersonne“ 1991 kulminierte. Berichtet, gefilmt und fotografiert wurden damals scheibenförmige, durch den Luftraum fliegende Vehikel, deren relativ geringe Entfernung mit die besten Bildbeweise lieferte! Die Besucher tummelten sich „in Masse“ bis etwa 1993.
Die bizarrste Ufomanifestation
Ein paar Jahre zuvor, diesmal in Brasilien, spielte sich die bizarrste Ufo-Manifestation der Geschichte ab. Weit abgelegen, am Amazonas und seinen Zuflüssen, jagten fliegende Lichter und „technisch“ anmutende „Geräte“ die Bevölkerung.
Es gab drei bekannte militärische Untersuchungen und mehr als genug Film- und Fotomaterial, welches von den Soldaten vor Ort aufgenommen wurde!
Das Thema beschäftigt mich schon seit Jahrzehnten, und wenn Ufos mein „Steckenpferd“ sind, so ist diese „Welle“ ein Steckenpferd im Steckenpferd!
Entsprechende Abhandlungen finden sich unter den Tags Amazonas und Chupa-Chupa! Wer sich erst in die Thematik einlesen möchte oder muss, folge also den verlinkten Tags!
Das Problem ist nämlich, dass gerade in deutschen Foren jede Menge Unsinn und Unwahrheiten zum Thema verbreitet werden!
Sehr gerne unter der Rubrik Faktencheck, von Leuten, die sich nie wirklich mit den Quellen beschäftigt haben, weder Englisch noch Portugiesisch verstehen, also nicht mal die Quellen lesen können! Unwissenheit ist eben doch kein Segen!
Datengrundlage für diesen Beitrag ist das Buch UFO CONTACTS IN BRAZIL vom brasilianischen Ufologen Thiago Luiz Ticchetti, an sich eine Fallsammlung mit Reports über Nahbegegnungen.
Der Vater des Autors war selbst hochrangiger Militär, von daher ist dieser Part besonders aufschlussreich! Im Teil über die Amazonas-Vorfälle fanden sich viele Hinweise, die auch mir noch unbekannt waren.
Es begann, soweit es nachvollziehbar ist, im Juni 1977 am Rio Gurupi, der die beiden Bundesstaaten Maranhão und Pará trennt.
Auf beiden Seiten des Flusses und in beiden Staaten, also nicht nur in Colares, wurden Berichte über Angriffe überliefert.
Im Buch finden sich die Namen von über zwei Dutzend Ortschaften, deren Bewohner attackiert worden sind, und die Eindringlinge robbten sich auch schon an die Pará-Metropole Belém heran!
Die Opfer dieser Angriffe waren zumeist Frauen. Ticchetti schreibt, dass von 10 Angriffen, 8 bis 9 auf das weibliche Geschlecht entfielen! Oft folgte auf einen Lichtblitz ein Lichtstrahl, der die Opfer paralysierte. Sie fühlten Hitze und starke Müdigkeit setzte ein.
Die Brandspuren befanden sich bei den Frauen ziemlich einheitlich über der linken Brust, bei Männern fand sich kein besonderes Schema!
Dazu muss man wissen, und das ist wichtig, dass COMAR-„Filialen“ eigenständig auf Bedrohungen reagieren können, ohne sich vorher unbedingt mit dem Verteidigungsministerium in Brasília abstimmen zu müssen!
Das ist der Größe des Landes geschuldet und dem Umstand, dass 1977 kommunistische Guerillas in Pará aktiv waren, auf deren Aktionen reagiert werden musste.
Aufträge von COMAR-Kommandanten sind also nicht „halboffiziell“, wie es gerne in deutschen Foren heißt, sondern bindende „Marschbefehle“, bis eine gegensätzliche Order kommt!
Vorfälle und militärisches Eingreifen
Jose Ribamar Mendes, ein Polizeioffizier aus São Vicente Ferrer (Maranhão), hatte einen solchen „Überflieger“ direkt über seinem Grund und Boden. Form und Größe wurden im Buch nicht erwähnt, nur der Tiefflug und die „lichtstrahlende“ Erscheinung!
Der Polizist nahm das Ding unter Feuer, erreichte jedoch nichts. An anderer Stelle, zwischen Pinheiro und São Bento (Maranhão), machte ein flammendes „Y“ den Himmel unsicher.
Zwar war der offizielle Beginn der Vorgänge der Monat Juni, doch ereignete sich im April 1977 ein Vorfall, der mit den späteren Vorgängen durchaus im Zusammenhang stehen könnte!
Am 25. waren vier Männer an der Ilha do Caranguejo (oder auch: Ilha dos Caranguejos) angelangt, der Krabbeninsel. Nachdem sie ihrer Arbeit nachgegangen waren, beschlossen sie, auf dem Schiff zu übernachten.
Was letztlich mit einem Toten und zwei Schwerverletzten endete, die Verbrennungen dritten Grades aufwiesen, deren Kleidung und Umfeld auf dem Schiff jedoch keinerlei Beschädigungen aufwies!
{Artikel} Doch zurück zum Juni:
In Pinheiros (Maranhão) waren die Vorgänge so bedrohlich, dass ein lokaler COMAR-Major die Zentrale der brasilianischen Luftwaffe (Força Aérea Brasileira) informierte.
Diese schickte Männer des Luftwaffe-Geheimdienstes A-2 los (Teil des „Centro de Inteligência da Aeronáutica“, CIAER), die sogar Flugabwehrkanonen mitführten!
Im August 1977 konzentrierten sich die Vehikel verstärkt auf den Staat Pará und verschwanden von der Maranhão-Seite des Flusses Gurupi!
Ab jetzt begannen die Vorbereitungen für Operação Prato, geplant und intern ausdiskutiert von Brigadier Protásio Lopes de Oliveira, der eine entsprechende Meldung über die Fälle von Major José Illdone Faracho Soeiro erhalten hatte.
Es ist sehr wahrscheinlich, dass gleichzeitig mehrere Hinweise über COMAR-Dienststellen eintrafen!
Die medizinische Versorgung der Opfer auf Colares, Pará, übernahm unter anderem die Ärztin Dr. Wellaide Cecim Carvalho.
Die Brandspuren waren ungewöhnlich, sahen aus, als hätte man einen heißen Gegenstand auf die Haut der Opfer gedrückt.
Die Wunden heilten sofort ab, normalerweise dauert ein vergleichbarer Prozess 90 Stunden! Brandblasen bildeten sich nie!
Obwohl an den Zeugen keine Radioaktivität gemessen wurde, stellten sich Effekte ein, die den Folgen einer Verstrahlung nicht unähnlich waren.
Die verletzten Stellen waren zuerst extrem gerötet, verfielen dann ins Schwärzliche, Haare fielen aus und die Haut wurde fahl. Gut sichtbar waren die beiden Einstiche, immer paarweise! Wie erwähnt waren mehrheitlich Frauen betroffen, Männer selten, Kinder gar nicht!
Transparente Objekte und Beobachtung
Ein weiterer ungewöhnlicher Aspekt war, dass die Lichter bzw. Objekte Lichtstrahlen einsetzten, die Dächer, Wände oder Teile von Autos transparent machen konnten!
Im Buch findet sich etwa der Fall einer Frau, die in ihrem Haus in einer Hängematte lag. Das Dach über ihr wurde plötzlich rot und sah dann aus wie Glas, sie konnte durchsehen. Sie wurde zuerst von einem grünen Lichtblitz getroffen, dann von einem roten Lichtstrahl, der knapp über der linken Brust die obligatorische Brandspur hinterließ!
Die Unsichtbarkeit manifestierte sich auch einigen Journalisten des, heute nicht mehr existierenden, Blattes „O Estado de Pará“, die mit einem Wagen in Colares unterwegs waren, um die Aktivitäten selbst in Augenschein zu nehmen.
Ein UFO tauchte über ihnen auf und illuminierte sie, worauf das Autodach transparent wurde. Es geschah ihnen sonst nichts!
Die Ufo-Piloten wussten nicht nur, dass sie von Militärs beobachtet wurden, sie machten sich auch einen Spaß daraus, immer dort aufzutauchen, wo gerade Uniform getragen wurde, was die Masse an Bild- und Fotomaterial erklärt, die unter „Operação Prato“ gesammelt wurde – 16 Stunden Film und 500 Fotos!
Mir ist bis jetzt nicht bekannt, welches Material die Männer des Luftwaffe-Geheimdienstes A-2 gesammelt haben. Mir ist auch nicht klar, ob die mitgeführte Flugabwehr zum Einsatz kam!
Das Ende der Operation und die Nachfolger
Nach vier Monaten war für die Soldaten von „Prato“ Schluss, sie zogen ab! Dies war aber nicht das Ende vom Lied! Brasilien hat sein eigenes Informationsfreiheitsgesetz, nach dem man staatliche Akten anfordern und einsehen kann.
Über dieses fand man nämlich heraus, dass nach „Prato“ andere Militärs vor Ort waren, also eine dritte Initiative nach A-2 und Prato!