🔎 Suche in 「retro.anom.alien」

05/08/26

🎭👥
Goethes Bilokation

Wer gerne Autobiographien liest und sich gleichzeitig mit Anomalistik beschäftigt, kennt die in Halbsätzen angedeuteten Hinweise auf paranormale Erlebnisse von „Berühmtheiten“:
Bismarck hatte eine traumatische Geistersichtung, wahrscheinlich besteht ein Zusammenhang zum Tod seiner Mutter kurz davor; Kafka, dessen Durchgangs- / „Kinderzimmer“ in der heimischen Wohnung zu hellhörig war, hatte sich eine „Schreibstube“ angemietet und war dort einem Geist begegnet, dies verkündete er in einem Brief seiner damaligen Verlobten Felice Bauer; und von Goethe wird berichtet, er habe sich selber in einer anderen Person gesehen!
Das Problem ist nur, dass die Inhalte dieser Begegnungen zu kurz gefasst und fragmentarisch daherkommen und nicht „verartikelbar“ sind! Man kann sie nur zur Kenntnis nehmen und hoffen, irgendwann mehr Informationen zu bekommen!
Zumindest Goethes „Selbstbegegnung“ / Bilokation habe ich in „DIE HEILIGE LANZE“ von Ravenscroft entdeckt! Somit steht die frühe „UFO“ / „Uforbs“-Sichtung zumindest nicht mehr alleine da!
„Goethe hat zum Beispiel erzählt, dass er einmal in sein Arbeitszimmer in Weimar getreten sei und jemanden im Stuhl hinter dem Schreibtisch habe sitzen sehen, der ihm aufs Haar geglichen und ihn frech angesehen habe.
Er unterdrückte ein momentanes Gefühl der Unruhe über dieses ungewöhnliche Ereignis und starrte mehrere Sekunden lang in die Augen und das überlegen lächelnde Gesicht dieses nur wenige Augenblicke sichtbaren Gegenstücks seiner selbst, das er seinen Doppelgänger nannte. Es war das erste von mehreren solcher Erlebnisse …“
Tatsächlich könnte es sich bei der Bilokation um ein Phänomen handeln, welches mit Tulpas „verwandt“ ist. Für 1946 habe ich einen vergleichbaren Fall aus Hamburg, ebenfalls an einem Schreibtisch angesiedelt, gefunden!ʬ