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09/08/26

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Fatima und die „Sintflut“

Zum Fatima-Komplex habe ich bereits mehrere Artikel verfasst; man beachte den entsprechenden TAG unten! Das neueste Werk zum Thema für mich – übrigens ein Präsent meiner Freundin Lena, vielen Dank dafür – ist das Buch „The Fourth Secret Of Fatima“ von dem italienischen Autor Antonio Socci. Der Titel selbst ist etwas irreführend, denn es geht nicht um ein viertes Geheimnis, sondern um das dritte Geheimnis, kurz 3G, in seiner vollständigen Länge.
Es endet in seiner Originalversion, die von der „Gottesmutter“ diktiert worden ist, mit einem „etc.“, was unterstellt, dass es irgendwie weitergeht.
Diese Fortführung ist bis heute nicht veröffentlicht worden. Ich habe die drei Geheimnisse als „Anhang“ an diesen Artikel unten aufgeführt!
Die Vision des dritten Geheimnisses und die Vatikan-Exegese
Im 3G selbst geht es um ein Szenario, in dem der Papst mit seinem Gefolge von Soldaten erschossen wird. Mit Gewehren, aber auch „Pfeilen“, was an Armbrüste denken lässt, die gerne von Privatleuten als Schusswaffenersatz gekauft werden.
Es waren also womöglich nicht nur reguläre Soldaten, sondern auch Unterstützer aus der Bevölkerung, nur eben wesentlich schlechter ausgerüstet. Alles spielt sich in einer kriegszerstörten Stadt (Rom?) ab.
Die Exegese des Vatikans ist die, dass es sich beim 3G um das Attentat auf Johannes Paul II. handelt, obwohl ein großer Unterschied zwischen der „Vision“ und dem Attentat 1981 besteht.
Der Papst wurde nicht ermordet, er überlebte, er fuhr durch die intakte Infrastruktur des Petersplatzes, es herrschte kein Krieg und es waren nirgendwo feindliche Soldaten zu sehen, sondern nur ein Einzeltäter: Mehmet Ali Ağca! Betrachtet man das Szenario realistisch, so stellt sich dort der Dritte Weltkrieg dar, mit Zerstörungen, Toten und marodierenden Soldaten.
Die Rolle Russlands und die verspätete Veröffentlichung
Die „Marien-Entität“ gab der Seherin Lucia den Auftrag, das vollständige Geheimnis 1960 veröffentlichen zu lassen, was unterblieb. Es wurde, entgegen der „göttlichen Anweisung“, bis zum 26. Juni 2000 unter Verschluss gehalten und erst dann veröffentlicht.
Ab 1960, so hieß es, sei der Text den Menschen verständlich. Ein merkwürdiger Hinweis. Die Ermordung des Papstes hätte auch schon 1917 allen verständlich sein sollen.
Wahrscheinlich bezieht sich dieser Hinweis auf den Text, der nach dem „etc.“ kam. Ob es sich dabei um politische, geologische oder astronomische Inhalte handelt, die erst ab 1960 verständlich sein werden?
Geheimnisse bewahren können die Vatikaner sehr schlecht; das Schweigegelübde steht dort offenbar nicht hoch im Kurs:
So erhielten italienische Journalisten immer wieder „geflüsterte“ Hinweise darauf, dass die verborgene Aussage des 3G die ganze Welt (nicht nur die Christenheit!) erschüttern würde.
Kurioserweise erwähnte die Marien-Entität Lucia gegenüber 22-mal Russland, sodass man sich fragen kann, ob das Land eine größere Rolle spielen wird in dem, was kommt. Man denke hier an das bekannte Irlmaier-Szenario!
Auch bei anderen europaweiten Marienerscheinungen spielte Russland die Hauptrolle; andere Mächte jener Zeit – Deutschland, Großbritannien oder die USA – wurden nicht mit einem Wort erwähnt.
Portugal als Fluchtburg und die diplomatische Variante
Der österreichische Jesuit Pater Schweigl hatte 1952 Gelegenheit gehabt, mit Lucia das 3G zu besprechen. Er erfuhr dabei, dass es zwei Teile enthalte: den schon bekannten, 2000 veröffentlichten Teil und einen zweiten!
Teil dessen sei das Verharren Portugals am Glauben. Mehr war nicht zu erfahren! Warum wurde Portugal erwähnt? Sollte es der letzte katholische Staat sein, mit Fatima als zweitem Rom? Fatima und Portugal als Fluchtburg der Kirche?
Der italienische Journalist Even Solideo Paolino spekuliert über das 3G und kombinierte, dass es darin um den Dritten Weltkrieg geht und eine globale Katastrophe, wobei die Weltmeere die Kontinente fluten.
Hatte er auch einen Einflüsterer aus dem Vatikan? Eine Quelle, die nicht genannt werden wollte, deren Gewissen jedoch zur Gesprächigkeit zwang?
Das deutsche Magazin „Neues Europa“ veröffentlichte am 3. Oktober 1963 einen Beitrag über eine „diplomatische“ Variante des 3G: 
Demzufolge habe Papst Paul VI. sowohl Kennedy als auch Chruschtschow während der Kuba-Krise über einen kommenden Weltkrieg, eine globale Katastrophe sowie über die Personifikation Satans informiert – also die Präsenz des Antichristen.
Papstbesuch in Fulda und die Verbindung zum Attentäter
Das Magazin „Stimme des Glaubens“ informierte seine Leser über eine Deutschlandreise von Papst Johannes Paul II. im November 1980. Vor ausgesuchtem Publikum in Fulda bezog er sich auf das 3G und erwähnte eine globale Katastrophe mit dem schon bekannten Inhalt der Flutkatastrophe über Kontinente hinweg!
Aufschlussreich ist, dass der Papst-Attentäter Ağca 1985 seinen Mordversuch am 13. Mai (Tag der ersten Erscheinung der Marien-Entität in Fatima 1917) mit Fatima in Einklang brachte und somit die spätere Sicht des Vatikans vorwegnahm!
Auch Schwester Lucia, das Seherkind von einst, wies auf das Buch der Apokalypse hin, hier auf die Kapitel 8 & 13, um so anzudeuten, was laut dem 3G bevorstehen soll.
Die Apokalypse: Posaunenstöße und der Stern Wermut
Der Text beginnt mit einer feierlichen Stille im Himmel, die die Ruhe vor dem herannahenden Gericht symbolisiert. Nach dieser Stille bereiten sich sieben Engel darauf vor, in ihre Posaunen zu stoßen.
Jeder Posaunenstoß löst eine gewaltige Katastrophe aus, die jeweils ein Drittel der Erde, des Meeres oder des Himmels betrifft. Es handelt sich um eine schrittweise Zunahme von Plagen, die die Schöpfung in ihren Grundfesten erschüttern.
Ein zentrales Element in Kapitel 8 ist der dritte Posaunenstoß. Hier fällt ein riesiger, brennender Stern namens Wermut vom Himmel. Dieser schlägt nicht auf dem Festland ein, sondern trifft gezielt ein Drittel der Süßwasserquellen und Flüsse.
Die Wirkung ist verheerend: Das Wasser wird nicht physisch vernichtet, sondern so bitter und giftig, dass viele Menschen an dem Genuss sterben.
Der Name Wermut steht hier symbolisch für Bitterkeit und Leid. Während die vorherigen Plagen eher die äußere Natur (Bäume, Gras, Meer) trafen, greift dieser Stern direkt die lebensnotwendige Trinkwasserversorgung der Menschheit an.
Die Tiere der Endzeit und die geistige Verführung
In Kapitel 13 verschiebt sich der Fokus auf die politische und spirituelle Ebene. Das erste Tier, das aus dem Meer steigt, ist eine furchterregende Mischgestalt, die Macht und Autorität vom Drachen (Satan) erhält.
Es symbolisiert eine Weltmacht, die sich gegen Gott stellt. Interessant ist hier der Bezug zur „Flut“ im übertragenen Sinne: 
Das Tier steigt aus der unruhigen Völkermasse (dem Meer) empor. Kurz darauf erscheint ein zweites Tier aus der Erde, das religiöse Verführung ausübt.
Es zwingt die Menschen dazu, das erste Tier anzubeten und ein Malzeichen an der Hand oder Stirn zu tragen, ohne das niemand mehr am wirtschaftlichen Leben teilnehmen kann.
Die Texte beschreiben eine Zeit extremer globaler Umbrüche. Zuerst wird die ökologische Lebensgrundlage durch Feuer, Blut und den Stern Wermut zerstört.
Danach folgt eine gesellschaftliche Transformation, in der ein totalitäres System die Kontrolle übernimmt. Es geht um die Prüfung der Standhaftigkeit der Gläubigen in einer Welt, die durch Bitterkeit und Zwang geprägt ist.
Stimmen aus der Kirche und die Prophezeiung von La Salette
Priester Augustin Fuentes interviewte Lucia am 26. Dezember 1957 für das Magazin „Fatima Findings“:
Sie berichtete ihm, dass ihr die „Gottesmutter“ angekündigt habe, dass viele Nationen vom Angesicht des Planeten verschwinden würden und Russland die Funktion der Geißel Gottes habe. Ich vermute das moderne, christliche Russland und nicht das alte sowjetische!
Priester Malachi Martin, ein ehemaliger Jesuit und Professor am Pontifical Biblical Institute, trat 1998 beim amerikanischen Radioformat von Art Bell auf. Bezüglich des 3G brachte er die These auf, dass dort ggf. vom Antichristen die Rede sei oder von dem Umstand, dass sich Satan selbst des Papstes bemächtigen werde.
Kurioserweise kam auch der Attentäter Ağca auf den Punkt zu sprechen und forderte den Vatikan auf, den Namen des kommenden Antichristen zu nennen, denn der sei Teil des 3G! Man wundert sich, wie weit der Türke, der als Nationalist und Attentäter angefangen hat, in die Thematik verstrickt ist! 
Wir werfen noch einen kurzen Blick zurück auf die Prophezeiungen von La Salette von 1846:
Rom werde vom Glauben abfallen und die Saat Satans werde dort aufgehen! Die Fatima-Marienentität sah La Salette als den ersten Teil ihres Erscheinens an, was ich aufgrund der eingesetzten „Technik“ – die Erscheinung tauchte in einer Lichtkugel auf – bestätigen kann. 
Noch mehr „Technik“ kam 1917 in Fatima zum Tragen! Ağca kündigte an, den Namen des Antichristen, auch gegen den Willen des Vatikans, zu enthüllen. Unklar ist für mich, ob er das schon gemacht hat?!
Resümee
Betrachtet man die Fragmente, die Zuflüsterungen und Andeutungen, wird ziemlich klar, was nach dem „etc.“ kommt:
Die Wiederkehr des Antichristen, der namentlich genannt wurde.
Ein Dritter Weltkrieg, bei dem der Papst und sein Gefolge erschossen werden. Russland könnte Auslöser sein. Flucht nach Fatima/Portugal?
Ein gewaltiges kosmisches Ereignis, wahrscheinlich ausgelöst von einem Himmelskörper, den die Apokalypse als „Wermut“ kennt. 
Signifikant ist auch, dass das 3G in zwei verschiedenen Kuverts aufbewahrt wurde / wird. Der eine ist bekannt als der „Bertone-Umschlag“, der andere als „Capovilla-Umschlag“, benannt nach zwei Geistlichen, die damit zu schaffen hatten!
Das 3G erzählt uns in seinem erweiterten Text nichts Neues; die europäische Prophetie bestätigt das Szenario!ʬ
Anhang: Die drei Geheimnisse von Fatima nach Wikipedia
Das erste Geheimnis
„Unsere Liebe Frau zeigte uns ein großes Feuermeer, das in der Tiefe der Erde zu sein schien. Eingetaucht in dieses Feuer sahen wir die Teufel und die Seelen, als seien es durchsichtige schwarze oder braune, glühende Kohlen in menschlicher Gestalt. Sie trieben im Feuer dahin, emporgeworfen von den Flammen, die aus ihnen selber zusammen mit Rauchwolken hervorbrachen.
Sie fielen nach allen Richtungen, wie Funken bei gewaltigen Bränden, ohne Schwere und Gleichgewicht, unter Schmerzensgeheul und Verzweiflungsschreien, die einen vor Entsetzen erbeben und erstarren ließen. Die Teufel waren gezeichnet durch eine schreckliche und grauenvolle Gestalt von scheußlichen, unbekannten Tieren, aber auch sie waren durchsichtig und schwarz.“
Das zweite Geheimnis
„Ihr habt die Hölle gesehen, wohin die Seelen der armen Sünder kommen. Um sie zu retten, will Gott in der Welt die Andacht zu meinem unbefleckten Herzen begründen. Wenn man tut, was ich euch sage, werden viele Seelen gerettet werden, und es wird Friede sein. Der Krieg wird ein Ende nehmen. Wenn man aber nicht aufhört, Gott zu beleidigen, wird unter dem Pontifikat von Papst Pius XI. ein anderer, schlimmerer beginnen.
Wenn ihr eine Nacht von einem unbekannten Licht erhellt seht, dann wisst, dass dies das große Zeichen ist, das Gott euch gibt, dass Er die Welt für ihre Missetaten durch Krieg, Hungersnot, Verfolgungen der Kirche und des Heiligen Vaters bestrafen wird. Um das zu verhüten, werde ich kommen, um die Weihe Russlands an mein unbeflecktes Herz und die Sühnekommunion an den ersten Samstagen des Monats zu verlangen.
Wenn man auf meine Wünsche hört, wird Russland sich bekehren und es wird Friede sein. Wenn nicht, wird es seine Irrlehren über die Welt verbreiten, wird Kriege und Kirchenverfolgungen heraufbeschwören. 
Die Guten werden gemartert werden, der Heilige Vater wird viel zu leiden haben, verschiedene Nationen werden vernichtet werden, am Ende aber wird mein unbeflecktes Herz triumphieren.“ Der Heilige Vater wird mir Russland weihen, das sich bekehren wird, und der Welt wird eine Zeit des Friedens geschenkt werden.“
Das dritte Geheimnis
„Nach den zwei Teilen, die ich schon dargestellt habe, haben wir links von Unserer Lieben Frau etwas oberhalb einen Engel gesehen, der ein Feuerschwert in der linken Hand hielt; es sprühte Funken und Flammen gingen von ihm aus, als sollten sie die Welt anzünden; doch die Flammen verloschen, als sie mit dem Glanz in Berührung kamen, den Unsere Liebe Frau von ihrer rechten Hand auf ihn ausströmte: den Engel, der mit der rechten Hand auf die Erde zeigte und mit lauter Stimme rief: Buße, Buße, Buße!
Und wir sahen in einem ungeheuren Licht, das Gott ist: ‚etwas, das aussieht wie Personen in einem Spiegel, wenn sie davor vorübergehen‘ und einen in Weiß gekleideten Bischof – ‚wir hatten die Ahnung, dass es der Heilige Vater war‘.
Wir sahen verschiedene andere Bischöfe, Priester, Ordensmänner und Ordensfrauen einen steilen Berg hinaufsteigen, auf dessen Gipfel sich ein großes Kreuz befand aus rohen Stämmen wie aus Korkeiche mit Rinde.
Bevor er dort ankam, ging der Heilige Vater durch eine große Stadt, die halb zerstört war und halb zitternd mit wankendem Schritt, von Schmerz und Sorge gedrückt, betete er für die Seelen der Leichen, denen er auf seinem Weg begegnete. Am Berg angekommen, kniete er zu Füßen des großen Kreuzes nieder.
Da wurde er von einer Gruppe von Soldaten getötet, die mit Feuerwaffen und Pfeilen auf ihn schossen. Genauso starben nach und nach die Bischöfe, Priester, Ordensleute und verschiedene weltliche Personen, Männer und Frauen unterschiedlicher Klassen und Positionen. 
Unter den beiden Armen des Kreuzes waren zwei Engel, ein jeder hatte ein Aspergill aus Kristall in der Hand. Darin sammelten sie das Blut der Märtyrer auf und tränkten damit die Seelen, die sich Gott näherten.“